Rezension – Von Hoffnung getragen – Tage des Sturms 2

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Autorin: Ella Zeiss Titel: Von Hoffnung getragen – Tage des Sturms 2 Genre: Historisch Version: eBook und Taschenbuch erschienen: 30. Mai 2018 Seiten: 356 Altersempfehlung:  Erwachsene Über die Autorin: Ella Zeiss ist ein Pseudonym von Elvira Zeißler (Jahrgang 1980) hat … Weiterlesen

Rezension – Mordsrevanche

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Autorin: Ulrike Busch Titel: Mordsrevanche Genre: Krimi Version: eBook und Taschenbuch erschienen: 29. Mai 2018 Seiten: 360 Altersempfehlung: Erwachsene Über die Autorin: Die Sehnsucht nach Meer und weitem Horizont verspürt Ulrike Busch, seit sie denken kann. Fasziniert von der grenzenlos … Weiterlesen

Autoreninterview Thorsten Siemens

Lieber Thorsten,
ich freue mich, dass Du Dich meinen Fragen stellen möchtest. Im Vorfeld recherchiere ich ja immer erst ein bisschen, damit ich einige Informationen über den Autor bekommen kann.  Da wir bisher auch noch keinen Kontakt hatten, frage ich jetzt einfach so drauf los.
Ich habe gelesen, dass Du in der Schule lieber Aufsätze geschrieben hast, als irgendwelche Bücher zu lesen. Waren es nur Aufsätze oder wurden es vielleicht sogar Kurzgeschichten?
Nein, zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch keine Ambitionen, mehr zu schreiben, als es die Lehrer von mir verlangt haben. 😉

Nun liegt ja zwischen der Schulzeit und dem ersten Buch beim Verlag einige Zeit, was hast Du in der Zwischenzeit gemacht?

Ich habe meinen Wehrdienst hinter mich gebracht, eine Ausbildung zum Bankkaufmann abgeschlossen, bin von Ostfriesland nach Friesland gezogen, habe ein Haus gebaut, geheiratet und zwei Kinder bekommen (also meine Frau, nicht ich selber 😉). In meiner Freizeit habe ich Fußball gespielt, bin gerne ins Kino gegangen oder wir haben uns mit Freunden getroffen.
Den ersten Versuch, einen richtigen Roman zu schreiben, gab es 2004. Damals sollte es noch eine philosophische Fantasiegeschichte werden. An dem Projekt habe ich lange gearbeitet, es irgendwann aber doch aufgegeben, weil ich nicht daran geglaubt habe, dass es jemals irgendjemand verlegen würde.      

Wie bist Du auf die Idee gekommen, ausgerechnet Thriller oder Krimis zu schreiben?
Ich habe (leider) eine sehr lebhafte Fantasie und sehe deshalb im Alltag überall Gefahren. Da war es naheliegend, aus der Not eine Tugend zu machen. Wann immer mir etwas einfällt, schreibe ich mir diese Ideen sofort in ein kleines Buch oder notiere sie mir in meinem Handy. Zu Hause setze ich mich dann an den PC und überlege, ob daraus ein ganzes Buch entstehen könnte. Die Idee zu meinem aktuellen Krimi ist mir beispielsweise beim Vorlesen mit meinem Sohn gekommen. Ich hatte ihm abends aus einem Wimmelbuch vorgelesen und dabei ein Bild entdeckt, zu dem mir direkt eine Geschichte eingefallen ist.

Hast Du Dir schon mal Gedanken gemacht, in einem anderen Genre zu schreiben?
Ich habe noch einige Ideen für Geschichten der verschiedensten Genres in meinem Ideen-Büchlein. Zum Glück habe ich ja nicht nur negative Gedanken. 😉

Bist Du nun hauptberuflich Autor oder ist das für Dich noch eine Nebentätigkeit?
Ich bin hauptberuflich immer noch Bankkaufmann. Das Schreiben ist mein Hobby, meine Leidenschaft, der ich so viel Freizeit wie möglich widme. Natürlich wäre es ein Traum, wenn ich eines Tages davon auch meinen Lebensunterhalt bestreiten könnte. Aber Träume können ja bekanntlich wahr werden. 😉

Du hast Deine ersten Bücher als Self Publisher veröffentlicht, wie hat es sich damals angefühlt, das erste eigene Buch in der Hand zu halten?
Zunächst hatte ich meine Friesland-Thriller nur als eBook veröffentlicht. Erst später habe ich dann eigene Exemplare über Amazon KDP drucken lassen. Das war schon ein tolles Gefühl, die eigenen Bücher in der Hand zu halten. Sie haben auch heute noch einen Ehrenplatz direkt vor meinem Schreibtisch. Dort motivieren sie mich zum Weitermachen.

Nun bist Du Verlagsautor, was hat sich für Dich nun geändert?
Ich habe einen professionellen Verlag an meiner Seite, der mich beim Lektorat, der Covergestaltung und der Vermarktung unterstützt. So kann ich mich viel mehr auf das Schreiben neuer Romane konzentrieren.
Auch die Wahrnehmung von Freunden, Bekannten und Kollegen hat sich geändert. Ich glaube, viele nehmen meine „Schreiberei“ erst seitdem wirklich ernst.

Wie sieht Dein Arbeitsalltag aus?
Du meinst sicher den als Autor, oder? Ich schreibe eigentlich in jeder freien Minute, die sich mir bietet. Als Familienvater sind das allerdings nicht allzu viele. Darum habe ich auch feste Zeiten, an denen ich eigentlich immer vorm Laptop sitze. Bei mir sind das beispielsweise der Dienstagvormittag und der Freitagabend.
Wie lange schreibst Du an einem Buch?
Vom ersten Wort bis zum fertigen Roman (inkl. Lektorat und Cover) benötige ich in der Regel 6 Monate.

Wer darf das Buch als erstes lesen?
Meine Frau. Sie liest jedes Kapitel, sobald es fertig ist und sucht für mich nach Fehlern. Am Ende liest sie noch einmal das ganze Manuskript und gibt mir ein Feedback zu der Story. Sie hat schon immer viel gelesen und ist außerdem immer ehrlich zu mir. Deshalb ist sie meine wichtigste Kritikerin. 

Ich kenne bisher von Dir das Buch „Tod in Neermoor“, Hedda, die Protagonistin ist eine junge Frau, die gerade ihr Abitur gemacht hat. Wie bist Du auf die Idee gekommen, dass sie eine Hauptrolle in Deinem Buch spielen soll?

Hedda ist eine normale junge Frau, mit einem ungewöhnlichen Interesse für den Tod. Sie ist weder schüchtern, noch prüde und redet oft, bevor sie sich über die Wirkung ihrer Worte Gedanken macht. Dennoch steht sie nicht gerne im Mittelpunkt. (Zum Glück ahnt sie nicht, dass ich sie als Hauptcharakter für meine Bücher ausgewählt habe. 😉)
Ich habe mich für einen so jungen Charakter entschieden, weil ich so sehr viele Möglichkeiten habe, die Figur zu entwickeln. Hedda hat noch alles vor sich und wird daher vieles davon gemeinsam mit ihren Lesern erleben. 
Für eine weibliche Hauptfigur habe ich mich aus den folgenden Gründen entschieden:
  1. In meinen bisherigen Friesland-Thrillern stehen meistens eher die männlichen Charaktere im Vordergrund. Ich hatte also einfach mal Lust auf etwas Neues. (Hedda wird in den folgenden Bänden aber noch einen männlichen Hauptcharakter an ihre Seite gestellt bekommen. 😉)
  2. Ich habe mir Gedanken darüber gemacht, wie wohl jemand ermitteln würde, der nicht bei der Polizei beschäftigt ist. Dabei bin ich zu der Überzeugung gekommen, dass Frauen über Waffen verfügen, die wir Männer einfach nicht haben.
Können wir Leser noch mehr Folgen von und mit Hedda erwarten?

Ich schreibe aktuell schon am zweiten Band und habe auch schon genug Ideen für weitere Bände im Hinterkopf. Wenn es also nach mir geht, wird Hedda noch sehr viele Mordfälle aufklären. Ich hoffe, meine Leser empfinden das genauso.

Hast Du als Kind wirklich keine Bücher gelesen? Wenn es doch der Fall war, was hast Du gelesen?
Natürlich habe ich auch einige Bücher gelesen. Man hat uns in der Schule ja dazu gezwungen. 😉 Leider war ich in meiner Jugend der Meinung, dass gute Bücher auch verfilmt werden und ich mir daher das Lesen sparen kann. Heute weiß ich, dass ein Film niemals einem guten Buch gerecht werden kann.

Nimmst Du Dir als Erwachsener die Zeit und liest Bücher Deiner Kollegen? Hast Du Kontakt zu Autorenkollegen?
Seit einigen Jahren lese ich oft und gerne. Dabei lese ich fast ausschließlich Bücher von “alten“ Weggefährten, die ich noch aus meiner Zeit als Self-Publisher kenne oder die Bücher meiner Verlagskollegen/-innen.

Wenn Du eine Zeitreise machen könntest, welchen Autor der Vergangenheit würdest Du gerne mal besuchen?
Astrid Lindgren.

Ich erwähnte ja schon, dass wir bisher noch keinen Kontakt miteinander hatten. Wie sieht es aus, hast Du Kontakt zu Deinen Lesern? Wenn ja, wo pflegst Du ihn?
Ja, ich kommuniziere per E-Mail, Facebook, Twitter und Instagram mit meinen Lesern. Ich freue mich immer sehr, wenn sich jemand die Zeit nimmt, um mir ein Feedback zu meinen Büchern zu geben.
Würdest Du mit Deinen Büchern Lesungen veranstalten?
Sehr gerne! Bisher hat sich das leider noch nicht ergeben, aber ich plane tatsächlich gerade meine erste Lesung. Sie soll in der historischen Mühle in Neermoor stattfinden. Ich freue mich schon riesig darauf!

Nun habe ich wie immer sehr viel gefragt und bestimmt nicht an alles gedacht, gibt es etwas, was Du uns Lesern unbedingt mal mitteilen möchtest?
Ein Buch zu schreiben verschlingt unheimlich viele Stunden und macht ab und zu auch wirklich Arbeit. Für einen Autor gibt es nichts Schöneres, als zu wissen, dass sich dieser Aufwand auch gelohnt hat. Daher ist der größte Lohn immer noch das ehrliche Feedback der Leser. Es muss keine ausführliche Buchkritik sein oder gar eine Bewertung auf der Online-Seite des jeweiligen Buchhändlers. Ein kurzes Feedback per E-Mail oder über die Social-Media-Kanäle macht uns auch schon glücklich.
Also: Nehmt euch bitte gelegentlich ein paar Minuten und schreibt euren Lieblingsautoren ein paar nette Worte. Sie wird es euch mit tollen Büchern zurückzahlen.

Und wie immer folgt nun die Stelle, wo ich frage, was einem zu folgenden Namen oder Begriffen einfällt:
Enid Blyton
Im Gegensatz zu mir hat meine Schwester immer sehr gerne gelesen. In ihrem Bücherregal fanden sich daher auch viele Bücher von Enid Blyton.
Astrid Lindgren
Soweit ich mich erinnern kann, sind „Pipi Langstrumpf“ und „Die Brüder Löwenherz“ die ersten Bücher, die ich freiwillig und mit Begeisterung gelesen habe. Letzteres habe ich sogar vor einigen Jahren erneut gelesen. Ein fantastisches Buch.
Emil und die Detektive
Ein Kinderbuch-Klassiker, den ich leider nie gelesen habe. Ich muss ihn daher unbedingt irgendwann meinen Kindern vorlesen.

Ich möchte mich an dieser Stelle dafür bedanken, dass Du Dir die Zeit genommen und meine Fragen beantwortet hast.
Ich danke dir, dass du mein Buch gelesen hast und dass du mir mit diesem Interview die Möglichkeit gibst, mich den Followern deiner Bücherseite vorzustellen.

An dieser Stelle möchte ich stellvertretend für alle Bücher das Cover des Buches \“Tod in Neermoor\“ zeigen und auf zwei Links hinweisen, wo es weitere Informationen  von und über Thorsten Siemens gibt
Amazon Autorenseite klick hier

und die Homepage  klick hier

Rezension – Breitachklamm

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Autorin: Nicki Fleischer Titel: Breitachklamm Genre: Krimi Version: eBook und Taschenbuch erschienen: 7. Mai 2018 Seiten: 280 Altersempfehlung: Erwachsene Verlag: Midnight  Über die Autorin: Nicki Fleischer, in den 1970er Jahren im Sauerland geboren, wuchs in nur 240 Metern Höhe auf. … Weiterlesen

Rezension – Miss Gladys und ihr Astronaut

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Autor: David M. Barnett Titel: Miss Gladys und ihr Astronaut Genre: Fantasy, Roman Version: eBook, broschiert und Hörbuch erschienen: 28. Mai 2018 Seiten: 416 Altersempfehlung: Erwachsene Verlag: Ullstein Taschenbuch  David Barnett (* 11. Januar 1970) ist ein englischer Journalist und … Weiterlesen

Rezension – Die Muse von Wien

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Autorin. Caroline Bernard Titel: Die Muse von Wien Genre: Historisch Version: eBook, broschiert und Hörbuch erschienen: 18. Mai 2018 Seiten: 496 Altersempfehlung: Erwachsene Verlag: Aufbau Taschenbuch; Über die Autorin: Caroline Bernard ist Literaturwissenschaftlerin und wurde 1961 in Hamburg geboren. Noch … Weiterlesen

Rezension – Tod in Neermoor

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Autor: Thorsten Siemens Titel: Tod in Neermoor Genre: Krimi Version: eBook und Taschenbuch erschienen: 14. April 2018 Seiten: 215 Altersempfehlung: Erwachsene Verlag: Klarant  Über den Autor:Thorsten Siemens lebt mit seiner Frau und beiden Kindern in Sande / Landkreis Friesland. Als … Weiterlesen

Autoreninterview Rolf Uliczka

Lieber Rolf,
ich freue mich, dass Du Dir die Zeit nimmst und Dich meinen Fragen stellst. Ich muss gestehen, dass ich bisher immer Autoren interviewt habe, die mir persönlich bekannt waren oder von denen ich bereits mehrere Bücher gelesen hatte. So gesehen ist es eine Premiere, aber zumindest habe ich gerade ein erstes Buch von Dir gelesen und kann vorab sagen, dass ich bestimmt noch weitere lesen möchte. Aber nun will ich mich nicht länger mit der Vorrede aufhalten sondern dann auch mal mit meinen Fragen starten.
Natürlich habe ich mich etwas über Dich informiert und festgestellt, dass Du erst sehr spät mit dem Schreiben begonnen hast. Wie kam es dazu, dass Du nach Deinem durchaus ausgefüllten Berufsleben nun Bücher schreibst?
Gerade in meinem ausgefüllten Berufsleben liegt dazu der Schlüssel. Viele Geschichten, Charaktere und Schicksale stammen nämlich aus dem wirklichen Leben.
In achtundzwanzig Jahren in der Personalführung bei der Bundeswehr, habe ich in unzähligen Personalgesprächen von Schicksalen erfahren und ganz viele Geschichten gehört. Wenn Du mit einer Versetzungs- und Standortentscheidung massiv in die Lebensplanung von Soldaten und deren Familien eingreifen musst, bleibt es nicht aus, dass es sehr persönlich und auch emotional wird. Ein Angestellter in einem zivilen Unternehmen kann zum Beispiel kündigen, wenn er an einen anderen Standort versetzt werden soll und ihm das nicht passt; ein Soldat aber nicht.
Ja, und geschrieben habe ich eigentlich schon immer. Schon so mancher Jubilar aus meinem Umfeld und seine Festgäste mussten „Ergüsse“ von mir über sich ergehen lassen, sei es in Prosa oder Lyrik. Auch manche „Bierzeitung“ wurde schon Opfer meiner Leidenschaft zu schreiben, z.B. nach einer Militärübung in Frankreich in den 60er Jahren, aus den Erfahrungen mit den dortigen „Loch-im Boden-Toiletten“:
Die Toiletten war´n die letzte Schau,
mit Volltreffern da war´s man mau.
Scheibentreffer jede Menge,
der Rest vom Lied war´n Spatengänge.
Meine Mutter bekommt zum Beispiel zu jedem runden Geburtstag einen Brief von ihrem ganz persönlichen Schutzengel aus dem Himmel, der dann so kleine Anekdötchen aus dem Nähkästchen ausplaudert. Meine Mutter wird in zwei Jahren 100 und ist – Gott sei Dank – immer noch im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte. Also, liebe Ulla, wenn Du jetzt fragst, wie viele Bücher Ihr von mir noch erwarten könnt …
Aber auch der Großvater meiner Mutter wurde über 90 und war in Lensahn/Ostholstein (da kommst Du immer dran vorbei, wenn Du nach Fehmarn in Urlaub fährst) als der singende und dichtende Schneidermeister, Chrischan Schreiber, bekannt. Ach ja, Spökenkieker war er auch noch. Er konnte sogar Menschen durch Handauflegen heilen, was mir allerdings nicht gegeben ist. Zu meiner großen Freude durfte ich meinen Urgroßvater selbst noch als Schulkind dichtend, singend und heilend erleben.
Aber auch für die Öffentlichkeit habe ich schon einiges geschrieben. Mein Kommandeur in Münster und Rheine hatte meine Schreibleidenschaft erkannt und mich nebenamtlich als Presseoffizier ausbilden lassen. Wenn Presseberichte über die allgemein übliche „Hofberichterstattung“ (welchen zivilen Zeitungsleser interessiert schon wirklich, welcher Soldat gerade einen Orden bekommen hat) hinausgingen und zum Beispiel mit der persönlichen Meinung des Redners aus der Laudatio zu brisanten Themen gewürzt waren, dann wurden diese Beiträge auch gerne, von den Chefredakteuren der Münsterschen Zeitung oder der Westfälischen Nachrichten, ungekürzt gedruckt. Allerdings ohne Namensnennung, was mir aber auch egal war.
Wenn ich das richtig gesehen habe, dann hast Du mit dem Buch über Deinen Border Collie Paulchen gestartet, wie bist Du auf diese Idee gekommen? Hast Du hier noch weitere Bücher geplant?
Das erste, was Paulchen uns – schon als kleiner Border Collie Welpe – beigebracht hat, war, dass offensichtlich auch Hunde (Tiere) eine Seele und ein Gemütsleben haben. Obwohl wir schon einmal, viele Jahre zuvor, eine ganz brave Boxerhündin gehabt haben, war das für uns eine völlig neue Erfahrung. Das hat mich auf die Idee gebracht ihm dafür eine Stimme zu geben. Auch, wenn wir mittlerweile seine Hundesprache einigermaßen gelernt haben, bin ich mir sicher, dass er uns immer noch besser versteht, als wir ihn. Also dachte ich mir, vielleicht ein guter Einstieg für Menschen, die sich selbst einen Hund anschaffen wollen, um diesen besser verstehen zu können.
Ja, eigentlich war es mal geplant gewesen, seine Geschichten fortzusetzen, zumal alles was dort niedergeschrieben wurde, keine Fiktion ist, sondern alles tatsächlich so stattgefunden hat. Inzwischen ist aus Paulchen ein neunjähriger Paul geworden und er könnte sicher noch so einige nette Geschichten aus seinem Hundeleben als nichthütender Border Collie erzählen, aber es hat sich dann irgendwie einfach nicht ergeben. Außer dass er bei Facebook mal einen kleinen Vierzeiler gepostet hat:
Als Border ich geboren bin,
doch was mir fehlt, das sind die Schafe.
Nach Spielen steht mir nur der Sinn,
die Schafe hüt´ ich nur im Schlafe.

Danach bist Du allerdings zu Krimis gewechselt, was war hier der Grund dazu?
Zunächst bin ich in das Genre der Psychothriller gewechselt. Von meinem ca. 400-Seiten-Psychothriller: „Seelen-Pein“, gibt es auf meiner Homepage noch einen Link zu einem Trailer dazu. Darin habe ich die, in der Psychiatrie der 60er Jahre angewandte Elektrokrampftherapie (im Volksmund damals auch als Elektroschocktherapie bezeichnet), verarbeitet. Heute wird diese unter Narkose ausgeführt, in den 60er Jahren aber nicht. Daher schildere ich in diesem Buch in einer Fiktion die Empfindungen und höllischen Ängste eines Betroffenen, der damit behandelt worden war.
Grundlage waren allerdings seine tatsächlichen Erlebnisschilderungen aus diesen mehrfachen Behandlungen. Damit sollte eine Posttraumatische Belastungsstörung (wie man das heute nennt), die er aus dem 2. Weltkrieg mitgebracht hatte, therapiert werden. Dieser Betreffende hat schließlich den Freitod einer erneuten Behandlung dieser Art vorgezogen.
Das Buch hatte bei Amazon sehr gute Rezensionen zum Thema, Inhalt und Spannung erhalten. Leider fehlte aber ein professionelles Lektorat, so dass ich dieses wieder vom Markt genommen habe. Allerdings möchte ich dieses, es in absehbarer Zeit lektoriert erneut publizieren.

Kannst Du Dir vorstellen, Bücher in einem anderen Genre zu schreiben, wie zum Beispiel Historisches?
Die Frage habe ich im Grunde schon beantwortet. Also ein eindeutiges Ja, allerdings dann eher im Genre Psychothriller.

Die Handlung Deiner Krimis spielt in Ostfriesland, wie kam es dazu? Denn aufgewachsen bist Du doch eigentlich näher an der Ostsee, wo, wenn ich das mal so frech sagen darf, das Wasser immer da ist. Nebenbei bemerkt, ich fahre immer wieder gerne nach Fehmarn.
Ich glaube, für einen echten „Fischkopp“ ist es völlig egal, ob das Wasser immer da ist, oder mit der Tiede „kummt un geiht“, wie das die Fischerstatuen Alt- und Jungfischer, das Wahrzeichen vom Hafen in Neuharlingersiel in meinem Buch „Serienmord in Neuharlingersiel“ ausdrücken. Die reine Seeluft in Küstennähe, Land und Leute, wie meine Frau und ich sie schon im Urlaub kennengelernt hatten, sind entscheidend.
Schon in der Schulzeit fanden Besuche bei den Großeltern in Lensahn und Baden in der Ostsee nur noch in den Sommerferien statt. Meine Eltern waren beruflich bedingt in das Ruhrgebiet umgezogen. Später durfte ich dann – durch dienstlich bedingte Umzüge – Land und Leute von Nord bis Süd kennenlernen. Das war erlebnis- und erfahrungsreich. Der geographische Kreis schloss sich für mich dann wieder vor neun Jahren im Norden, bei den Saterfriesen und später mit Ostfriesland in meinen Büchern.
Bei einem Besuch in der Kultkneipe „Zur Stechuhr der Könige“ im malerischen Museumshafen in Carolinensiel, mit der seinerzeitigen Wirtin Nancy Bläsing, die auch in meinem Buch „Hafenmord in Carolinensiel“ eine Rolle übernommen hat, kam mir die Idee, darüber müsste man mal ein Buch schreiben. Und da gerade ein kleiner Verlag in Leer Autoren für das Genre Ostfrieslandkrimis suchte, ergab sich der Rest von selbst.
Im Zuge meiner Recherchen lernte ich dann Ostfriesland, was für mich ja, im wahrsten Sinne des Wortes, vor der Haustür liegt, das Land der Leuchttürme, des Wattenmeeres, der grünen Landschaften mit seinen geheimnisvollen Mooren und Inseln, wo jährlich Millionen ihren Urlaub verbringen – als eigentlich eine absolut heile Welt kennen. Aber gerade das bietet mir viel Stoff für das Unerwartete.

Ich erwähnte ja schon, dass Du erst spät in Deinem Leben mit dem Schreiben von Büchern begonnen hast. Von vielen Autoren weiß ich, dass sie einige Zeit schon geschrieben und das in eine große Schublade gelegt haben. Hast Du das auch gemacht?
Wie Du jetzt sicher schon bemerkt hast, gehöre ich nicht zu den Stillen im Lande. Und wie Du eingangs lesen konntest, hat meine Schreibleidenschaft schon immer ein Ventil gesucht und gefunden. Dass daraus irgendwann einmal auch ganze Bücher werden, stand für mich ebenso schon immer fest. Aber jedes Ding zu seiner Zeit. Und für mich ist die Zeit jetzt.

Ich habe gerade den Krimi „Hafenmord in Carolinensiel“ gelesen und weiß, dass es in Kürze drei weitere  mit diesem Ermittlerduo geben wird.  Weißt Du schon, wie viele Folgen Du insgesamt mit ihnen schreiben möchtest?
Eine Frage, die ich nicht beantworten kann. Letztlich entscheiden das meine lieben Leserinnen und Leser. Jedes meiner Bücher kann völlig eigenständig gelesen werden, aber in der Reihenfolge von „Hafenmord in Carolinensiel“, „Serienmord in Neuharlingersiel“, „Bauernmord in Bensersiel“ und „Wattmord in Carolinensiel“ zieht sich die Geschichte der beiden Kommissare, Bert Linnig und Nina Jürgens, wie ein roter Faden durch diese und künftige Bücher. Wie viele es letztlich nachher werden? Da bin ich selbst gespannt. Jedenfalls habe ich für die nächsten drei Titel bereits spannende Ideen im Kopf. Lasst Euch mal überraschen.

Ist vielleicht auch noch eine andere Krimiserie geplant?
Zurzeit habe ich das noch nicht konkret geplant. Aber wer weiß? Wir werden sehen, wo der Weg hingeht.

Wie kommen die Ideen zu Dir, wo findest Du sie?
Die springen mich förmlich an. Plötzlich sind sie da. Wo sie herkommen, frage ich mich manchmal selbst. Wahrscheinlich ist es wie bei vielen Witzeerzählern, da bedarf es nur eines Stichwortes. Und da ich beruflich bedingt schon hinter so manche „menschliche Fassade“ habe schauen dürfen und so manchen „Amtsschimmel“ habe wiehern hören, ergibt sich wohl auch hier der Rest von selbst.

Wie lange schreibst Du an einem Buch?
Das ist sehr unterschiedlich. Es hängt davon ab, wieviel ich dafür recherchieren muss. Manchmal kann man auch auf frühere Recherchen zurückgreifen, dann braucht man etwas weniger Zeit. Im Durchschnitt würde ich sagen, drei Monate. Allerdings führe ich kein Buch darüber.

Wer darf Deine Bücher als erstes lesen?
Bisher meine liebe Frau und einer meiner Söhne (der andere hat zu wenig Zeit).

Wie sieht Dein Schreiballtag aus?
Ehrlich? Chaotisch, würde meine Frau jetzt antworten! Meine Geschichten entwickeln sich meistens wie von selbst und das häufig im Schlaf oder Halbschlaf. Da kann es passieren, dass ich mitten in der Nacht aufstehe und eine Idee aufschreibe. Zumeist setze ich mich morgens – bereits vor dem Frühstück – an das Notebook und schreibe die Gedanken der Nacht auf. Das kann dann manchmal bis Mittag gehen, aber auch bis Mitternacht. Meine Frau muss mich dann sogar zum Essen holen, oder weil dringend etwas im Haus oder Garten erledigt werden muss. Jedenfalls lebe ich in diesen Phasen immer in zwei Welten.

Bei meiner Recherche bin ich auch auf Videolesungen von Dir gestoßen, was ich sehr interessant fand.  Planst Du noch weitere Videolesungen?

Ja, der andere meiner beiden Söhne produziert u.a. Videos für erklärungsbedürftige Wirtschafts-Produkte. Er vertritt die Auffassung, ein Bild sagt mehr als tausend Worte, ein Film sagt mehr als tausend Bilder und daher haben wir für alle meine Bücher Videolesungen geplant.




Hast Du Kontakt zu anderen Krimiautoren und wenn ja, wie wichtig ist Dir das?

Ja, ich habe Kontakt zu anderen Autorinnen und Autoren. Wir haben uns vor kurzem zum zweiten Mal in Oldenburg in einem Restaurant zum Gedankenaustausch getroffen. Ich halte das für sehr wichtig, weil miteinander immer besser und konstruktiver ist, als gegeneinander. Es wäre in meinen Augen falsch, sich hier gegenseitig als Konkurrenten zu verstehen. Daher habe ich auch schon an gemeinsamen Lesungen mit Kolleginnen und Kollegen teilgenommen.
Bisher weiß ich noch nicht, weil wir ja noch nicht so lange Kontakt haben, wie Du Kontakt zu Deinen Lesern hast Bei Lesungen begegnet man ja Lesern, aber das ist ja nur ein kleiner Kreis.
Der überwiegende Kontakt läuft über die sozialen Netzwerke, bei mir überwiegend über Facebook. Da auf meiner Homepage auch meine E-Mail-Adresse steht, werde ich auch immer wieder von Leserinnen und Lesern über diesen Weg kontaktiert. Ferner führe ich zu jedem neuen Buch eine Leserunde bei LovelyBooks durch. Daraus ergibt sich dann auch ein persönlicher Gedankenaustausch, der mir sehr wichtig ist.
Planst Du vielleicht auch einmal eine Buchmesse zu besuchen und dort an Meet & Greet teilzunehmen oder wie die Veranstaltungen alle heißen, bei denen der Autor die Möglichkeit hat, sich mit Lesern zu unterhalten.
Bisher habe ich noch nicht an einer Buchmesse teilgenommen. Aber wenn sich das, in Zusammenarbeit mit meinem Verlag, ergeben sollte, würde ich natürlich daran teilnehmen. Eine gute Gelegenheit zum Gedankenaustausch mit Leserinnen und Lesern.
Du hast als Kind und Jugendlicher sehr gerne gelesen, sind Dir einige Bücher in besonderer Erinnerung?
Ja, ich habe sogar äußerst gern und viel gelesen, mehr als gut für mich war. In meiner Pubertät habe ich daher oft die beiden berühmten „L´s“ verwechselt: „L“ernen und „L“esen. Aber Gott sei Dank gilt schon seit vielen Jahren nicht mehr der alte Spruch: „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.“ Und so durfte ich das fehlende „L“ernen, über den zweiten Bildungsweg nachholen.
Eigentlich habe ich damals alles gelesen, was interessant und spannend erschien. Sehr früh geprägt hat mich dabei aber Wilhelm Busch, vor allem seine Art der Lyrik. Wir hatten zu Hause einen Sammelband von ihm, den ich immer wieder in den Händen hatte. Aber auch Karl May durfte da natürlich nicht fehlen. Eigentlich ein damaliges Muss für jeden „richtigen“ Jungen (Indianer kennt keinen Schmerz). Fasziniert hat mich seinerzeit bereits die Erkenntnis, dass er das alles geschrieben hatte, ohne an den Orten des Geschehens gewesen zu sein. Und etwas später kam dann noch Heinz Erhard dazu. Bei ihm hat mich vor allem sein ungeheurer Wortwitz beeindruckt. Dann folgten Jerry Cotton und Edgar Wallace. Wobei ich mich sehr darüber gefreut habe, dass ich einen der heutigen Schreiber der immer noch laufenden Jerry Cotton-Serie, Martin Barkawitz aus Osnabrück, inzwischen als sehr netten Kollegen kennenlernen durfte.
Hast Du jetzt auch Zeit und liest sehr viel? Wenn ja, sind es Krimis oder liest Du auch Bücher aus einem anderen Genre?
In einem E-Book-Reader kann man unheimlich viele Bücher speichern. Immer wenn sich eine Gelegenheit ergibt, nehme ich mir dann ein Buch vor. Das können dann Krimis, aber auch interessante Biographien sein, genauso wie Sach- und Fachbücher zu Themen, die mich interessieren, oder die mir bei meiner Recherche helfen.
Wenn Du eine Zeitreise machen könntest, welchen Autor der Vergangenheit würdest Du gerne besuchen?
Heinz Erhard, wobei ich mir nicht sicher bin, ob er im Alltag auch so witzig war.
Wie immer stelle ich sehr viele Fragen und vergesse mit Sicherheit doch einiges. Hier hast Du nun Gelegenheit uns Lesern mal etwas mitzuteilen, was Du schon immer gerne sagen wolltest.
Ein herzliches Dankeschön an alle meine lieben Leserinnen und Leser, denn ohne sie hätte dieses Interview wahrscheinlich gar nicht stattgefunden.
Und nun kommt wie bei all meinen Interviews der Bereich, wo ich frage, was einem zu den Namen oder Begriffen einfällt:
Karl May 
Habe ich bereits weiter oben beantwortet
Erich Kästner
Hat sich mir über das „Fliegende Klassenzimmer“ hinaus nicht erschlossen.
Kalle Blomquist
Der Name ist mir als Romanfigur von Astrid Lindgren natürlich bekannt. Allerdings gestehe ich gerne, dass mich Pippi Langstrumpf von der gleichen Autorin mehr beeindruckt hat. So verwundert es sicher auch nicht, dass die Kultfigur Pippi Langstrumpf auch in meinem 4. Ostfrieslandkrimi Eingang gefunden hat.
Nun möchte ich mich vielmals bei Dir dafür bedanken, dass Du meine Fragen so toll und auch teilweise sehr ausführlich beantwortet hast, mir hat das Lesen sehr viel Spaß bereitet.
Ganz herzlichen Dank und liebe Grüße aus dem Saterland
Rolf 
Ich zeige immer gerne Cover der Bücher, die der interviewte Autor geschrieben hat, hier kann ich alle schon mal neugierig machen, denn das sind Cover der Krimiserie, die jetzt im Klarant Verlag neu überarbeitet erscheint
Mehr Informationen über die Bücher und wo sie erworben werden können, findet man hier:
Amazon klick hier und Klarant Verlag klick hier
Da ich etwas #Werbung für den Autor, die Bücher und den Verlag mache, habe ich dieses hier # gekennzeichnet

Rezension – Hafenmord in Carolinensiel

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Autor: Rolf Uliczka Titel: Hafenmord in Carolinensiel Genre: Krimi Version: eBook und Taschenbuch erschienen: 25. Mai 2018 Seiten: 200 Altersempfehlung: Erwachsene Verlag: Klarant Über den Autor:Rolf Uliczka ist geboren und aufgewachsen am Rande der romantischen Holsteinischen Schweiz und lebt mit … Weiterlesen

Rezension – Die heimliche Heilerin und die Könige

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Autorin: Ellin Carsta Titel: Die heimliche Heilerin und die Könige Genre: Historisch Version: eBook und Taschenbuch erschienen: 17. April 2018 Seiten: 270 Altersempfehlung: Erwachsene Verlag: Tinte & Feder  Über die Autorin: Ellin Carsta ist das Pseudonym der deutschen Autorin Petra … Weiterlesen