Weihnachtshäppchen – Dietmar Hesse

Die Indie-Autor-Challenge, die seit März 2015 läuft,ist immer noch aktiv und beliebt. Jetzt hatten einige Autoren die Idee, eine weitere Challenge, mit Hilfe der Leser zu veranstalten. 


Dietmar Hesse  hat nach den Vorgaben von Thea Campbell eine norddeutsche Weihnachtsgeschichte geschrieben

Schnee
Rudolf das Rentier
Weihnachtsessen
Weihnachtsgebäck
Bescherung

Winter an der Küste – Dietmar Hesse mit Wörtern von Thea Campbell

Vor dem Fenster tanzten die Flocken lustig in der leichten Brise und bedeckten die Landschaft mit Schnee. Gemeinsam hatten sie beschlossen, die Heimat an der Nordsee zum Fest zu besuchen. Sie, um die Familie zu sehen. Er wollte Freunde aus dem Büro treffen. Das alles erschien ihm wie ein Schritt durch das Tor der Vergangenheit.
Er fühlte sich in der Wärme der Toskana in der letzten Zeit zuhause. In Gedanken hatte er den Norden Deutschlands schon lange hinter sich gelassen. Der Anblick der Dünen unter der Decke aus weißer Pracht ließ ihn jedoch lächeln.
Neben ihm drehte sich Eva seufzend auf die andere Seite und schlief entspannt weiter. Er betrachtete ihr Gesicht eine Weile, dabei fragte er sich: Womit habe ich mir diese Traumfrau verdient? Hier fühlte sich alles anders an. Es war die Stille. Leises Rauschen der See, das zwischen den Dünen einen Weg zu seinem Ohr fand, versprach ruhige Tage.
Der betörende Duft frisch aufgebrühtem Kaffees schwebte ihm von unten herauf in die Nase. Frau Harmsen breitete das Frühstück zu.
Lächelnd wendete er sich Eva zu und stupste sie liebevoll an. »Der Kaffee ist fertig«, sang er ihr sanft das Lied ins Ohr.
Sie räkelte sich, grummelte etwas Unverständliches und sah ihn dann fragend an. »Wwwas ist fertig?« Verschlafen setzte sie sich auf.
»Die Vermieterin bereitet das Frühstück. Wir sollten uns anziehen. Ein wenig frisch machen.«
»Wie spät ist es denn?«
»Kurz vor acht.«
»Ich schlafe hier so lange, das liegt bestimmt an der Stille. Kein Vogel weckt mich.«
»Die Möwen stehen an der Küste nicht so früh auf.« Grinsend ging er ins Bad.
Eva warf ihm ein Kopfkissen hinterher. »Du …«

»Moin mien Deern, du siehst hungrig aus. Kaffee oder Tee?« Sie strahlte über das runde, fast faltenlose Gesicht. Nur die graue Haarpracht ließ ihr Alter erahnen.
»Bitte einen Kaffee.«
Die dampfenden Tassen stellte sie zusammen mit einem Teller Weihnachtsgebäck auf dem Tisch ab, und fragte augenzwinkernd: »Wie wollt ihr das Ei? Gekocht, gerührt oder als Spiegelei?«
»Rührei«, flüsterte Eva am heißen Nass nippend.
Das Frühstück war genau das, was sie jetzt brauchten. Frau Harmsen erfüllte alle Wünsche. Gesättigt zogen sie die warmen Stiefel und Jacken an.
Sie hatten sich einen Strandspaziergang vorgenommen. Bei jedem Schritt knirschte es unter den Sohlen, so frostig war es.
Eva sah einfach lustig aus mit der bunten Pudelmütze. Verspielt wie kleine Kinder liefen sie immer wieder los, bewarfen sich lachend mit der weißen Pracht. Vor der Düne schmissen sie sich in den Schnee, um Schneeengel zu zeichnen.
Verschmitzt betrachteten beide das Ergebnis. Jan küsste Eva und räusperte sich, sie in den Arm nehmend.
»Du, mir ist nicht ganz wohl bei dem Gedanken an den heutigen Abend. Das Weihnachtsessen liegt mir schwer im Magen. Heiligabend ist doch was Persönliches. Ihnen an einem Familienfest als Fremder zu begegnen… Muss ich da wirklich mit?«
»Wenn du jetzt den Schwanz einziehst, bin ich dir ernstlich böse, Jan van den Books.« Durchdringend sah sie ihm in die Augen. »Sie freuen sich darauf, dich als den Mann an meiner Seite kennenzulernen. Es ist nur ein Essen in der Fischerhütte. Das gemütliche Lokal am Hafen wird dir gefallen.«
Jan lachte Eva an und drückte sie fest. »Dann habe ich wohl keine Wahl, will ich es mir mit dir nicht verscherzen. Wir bestellen uns zu sechs eine Taxe, das sollte passen.«
Auf dem Weg zurück schlenderten sie an einem Spielplatz vorbei. Die Kleinen waren aufgeregt. Sie umschwärmten etwas, von dem nur zwei Stangen über den Köpfen der Kinder hervorlugten.
Neugierig traten Jan und Eva näher heran. Ein freundlicher Mensch hatte den Zwergen für diesen Tag einen Schlitten hingestellt. Gezogen wurde der von Rudolf, dem Rentier mit der roten Nase. Die Kids streichelten und knuddelten das Tier. Ein besonders mutiger Knabe versuchte, auf den Rücken zu klettern. Einen Moment sahen sie dem lustigen Treiben zu, dann gingen sie lächelnd weiter, verzaubert von der schönen Idee.
Der Taxifahrer stand pünktlich vor der Tür, sie abzuholen. Kaum aus dem Ort raus bog er ab auf den Dammweg. Zehn Kilometer geradeaus bis zum Ziel. Um diese späte Stunde an solch einem Tag waren sie die Einzigen auf dem Weg. Die Beiden saßen turtelnd auf der Rückbank. Auf halber Strecke stotterte der Motor des Wagens, der bockte noch zweimal und blieb stehen.
Der Fahrer zuckte mit den Schultern. »Irgendwas kaputt«, raunte er sich in den Bart. Dann rief er über Funk die Zentrale an.
»Heute, um die Uhrzeit? Da draußen, das dauert. Macht euch auf eine lange Nacht gefasst. Hast du Decken dabei?«
»Sie haben es gehört, das kann dauern.« Entschuldigend sah er sie an.
Eva kramte ihr Smartphone aus der Tasche. »Verflixt, kein Empfang. Die Eltern sollen nicht auf uns warten.«
Jan sah sich um. »Da vorne, nicht weit weg, ist ein kleines Haus. Da ist Licht in den Fenstern. Lass uns versuchen, von dort zu telefonieren.«
Beide stiegen aus dem Auto und machten sich auf den Weg. Im diffusen Mondlicht war zu sehen, dass Rauch aus dem Schornstein aufstieg. »Nur ein Anruf, wir wollen die Leute nicht beim Fest stören«, meinte Jan. Arm in Arm stapften sie durch den Schnee auf das Anwesen zu.
An der Tür angekommen, suchten sie vergeblich nach einer Klingel. Eva verlor die Geduld und klopfte laut.
Eine gebückt gehende alte Frau öffnete kurz darauf. »Oh, Frömm. Moije Wiehnachten. Kümmt in, buten is dat koolt. Streift euch bitte vorher die Schuhe ab. Der kleine Ofen schafft das ganze Haus nicht.« Eilig schloss sie hinter ihnen die Tür. »Jacken da aufhängen, und dann rinn in die gute Stube.
»Oh Minchen, Gäste! Stell noch zwei Teller auf den Tisch.« Ein alter Mann in Fischerkleidung erhob sich, um ihnen die Hand zu geben.
Jan druckste verlegen. »Wir wollten nur nach einem Telefon fragen. Hier hat das Handy keinen Empfang«.
»Dieser moderne Kram.« Mit einer einladenden Handbewegung zeigte er auf ein grünes Monstrum mit Wählscheibe.
Das hatte Eva schon lange nicht mehr gesehen. Sie wählte die Nummer ihrer Eltern, erklärte, warum sie heute nicht kommen konnten und legte dann schmunzeln auf. »Morgen sind sie bei uns«, meinte sie zwinkernd zu Jan. »Sie wollen dich kennenlernen.«
»Setzt euch, Lüüd. Gleich steht das Essen auf dem Tisch. Minchen kocht immer zu viel. Ihr seid eingeladen.«
Es gab ein Fischgericht, die beiden Alten erzählten von ihrem Leben als Fischer. Glückliche Zeiten hatten sie hier erlebt. Jetzt verbrachten sie die letzten Jahre in ihrem Häuschen und freuten sich auf jeden neuen Tag. Im Hintergrund stand ein kleiner Weihnachtsbaum, geschmückt mit Äpfeln und anderen Dingen, die Jan an die Kindheit erinnerten. An ihm brannten richtige Kerzen. Darunter lagen keine Päckchen. Jan sah fragend zu dem alten Fischer.
»Bei uns fällt die Bescherung aus, wir sind uns Geschenk genug. Das werdet ihr auch bald verstehen, wenn ich euch so ansehe.« Schmunzelnd blickte der Jan und Eva an.
Es klopfte an der Tür. Der Taxifahrer stand davor.
»Mein Kollege ist mit dem Ersatzfahrzeug da. Sie können weiterfahren.«
Sie verabschiedeten sich von den netten Gastgebern, wurden gedrückt und ein freundliches Winken begleitete sie auf dem Weg zur Straße.
Auf dem Rücksitz sagte Jan zum Fahrer: «Bitte zu unserer Unterkunft.«
Dann nahm er Eva in den Arm und gab ihr einen langen Kuss. »Das war ein wunderschöner Heiligabend mit dir.«

Indie-Autoren – Weihnachtshäppchen

Die Indie-Autor-Challenge ist eine Aktion, die schon seit März 2015 läuft und erfreut sich immer noch großer Beliebtheit. Jetzt haben sich einige Autoren zu Weihnachten etwas tolles ausgedacht:

Hier habe ich die Autoren und Leser aufgeführt, sowie die Begriffe, die in der Geschichte vorkommen müssen. Nach und nach stelle ich hier den entsprechenden Link ein.


Viola Plötz– Nina Grey:
Schneeflocken, Lichterketten, Weihnachtsleckereien, geschmückte Fenster, Familie
Link zu ihrer Geschichte


Any Swan – Marina Doldd
Zimtsterne, Schneekugel, Duftkerze, Geschenk und Schneeflocken…


Nicole König – Elke Büchner
Krippenspiel Weihnachtsbaum, Weihnachtsmarkt, Adventskranz, Geschenke

Mila Summers – Ulrike Meiss
Bratapfel, Strohsterne, Krippe, Chorgesang, Blockflötenkonzert
Link zu ihrer Geschichte

Marlies Borghold – Sonja Batzdorf:
Kinderlachen , Adventskranz , Schneeflocke(n) , Weihnachten , Schokoladenweihnachtsmann‬
Link zu ihrer Geschichte

Medusa Mabuse – Nicole Berger:
Christmette, Schneegestöber, Weihnachtsschmaus, Familientreffen, Baumschmuck


Dietmar Hesse – Thea Campbell
Rudolf das Rentier, Weihnachtsessen, Schnee, weihnnachtsgebäck, Bescherung
Link zu seiner Geschichte


Kathrin Lichters – Anie Salvatore Autorin 
Vanillekipferl, christbaumständer, Weihnachtsengel, Glühwein, Nikolaus
Link zu ihrer Geschichte

Denise Wolf – Sabsy Grab:
Heiße Schokolade mit Schuß, Maronen, Kaminfeuer, Schnee, Mistelzweig


Bettina Betty Kiraly Kay – Martina König
Tannenzapfen, Zimtsterne, Schneegestöber, Eierpunsch, Schlittschuhe
Link zu ihrer Geschichte

Indie-Autoren-Challenge Betty Kay

Im März 2015 hatten einige Autoren die Idee sich einer besonderen Herausforderung zu stellen. Ihnen sollten 15 Begriffe genannt werden und sie wollten eine Geschichte daraus machen, die mindestens drei Seiten lang sein sollte. Nach und nach möchte ich die Autoren und deren Geschichten vorstellen:

Bettina Kiraly veröffentlicht unter dem Pseudonym Betty Kay Spannungsliteratur. Unter dem Pseudonym Ester D. Jones sind drei Historische Liebesromane erschienen.
Geboren 1979, wuchs Bettina Kiraly in einem kleinen Ort im Bezirk Hollabrunn in Niederösterreich auf und lebt hier noch immer mit ihrem Mann und ihren beiden kleinen Töchtern.
Verbrechen lernte sie von der anderen Seite des Gesetzes bei der Arbeit in einem Rechtsanwaltsbüro sowie in einem Notariat kennen. Fasziniert von den dunklen Flecken auf der menschlichen Seele beschäftigen sich ihre Texte mit der Psyche der Hauptpersonen ihrer Geschichten.
Wieso sind Menschen zu Grausamkeit fähig? Warum handeln wir so, wie wir es tun? Seit 1.1.2010 ist sie Mitglied der Künstlervereinigung ART Schmidatal. Ende 2014 hat sie sich mit vierzehn anderen Liebesromanautorinnen zur Romance Alliance – Bücher mit Herz zusammengeschlossen. Im Moment arbeitet sie an diversen neuen Projekten.

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Ich freue mich, ein weiteres neues Mitglied in der Gruppe der Indie-Autor-Challenge begrüßen zu können. Betty Kay wurden von Jenny Effertz folgende 15 Begriffe genannt:

1. Ordner
2. Achterbahn
3. Zuckerwatte
4. Warteschlange
5. Hotdog
6. Kugelschreibe
r 7. Feuerzeug
8. Wasser
9. Show
10. Cowboy
11. Pferdeherde
12. Bulli (VW-Bus)
13. Schlafsack
14. Campingkocher
15. Kaffee

Und diese Geschichte hat sie dazu geschrieben:

Funken
 „Du gehst mir auf den Keks! Du bist ein richtiger Ordner!“
„Was hab ich mit einer Mappe gemeinsam?“, frage ich meinen aktuellen Mitbewohner.
„Der Mensch, nicht das Stehding, wo man was reinheftet!“ Mats‘ Kopf wird hochrot. „Ständig räumst du alles weg, und ich brauche tagelang, bis das Wohnzimmer wieder aussieht wie vorher!“
Unser Zusammenleben ähnelt verdammt einer Fahrt mit einer außer Kontrolle geratenen Achterbahn. Vor nicht mal vier Wochen bin ich her eingezogen, und schon möchte ich mich nach einer neuen Bleibe umsehen. „Auf den halbleeren Pizzakartons haben bereits Pilze gewuchert, die du nicht als Belag bestellt hast.“
„Es geht nicht um die Pizza. Unter den Sachen, die du weggeschmissen hast, waren auch meine Notenblätter.“
„Du kannst das Zeug längst auswendig klimpern. Also sei froh, dass jemand hinter dir her putzt.“
„Vielleicht mag ich mein Chaos einfach mehr als dich.“
Glaubt er, ich genieße seine Gesellschaft? „Dito. Kann es kaum erwarten, aus diesem Drecksloch auszuziehen.“ Ich schnappe mir meine Kamera und eine Jacke und trete die Flucht an.
Kurz darauf schiebe ich mich durch die Menge im Wiener und mache Aufnahmen von Gesichtern in den Warteschlangen. Ein kleiner Junge, der mit großen Augen zusieht, wie die Zuckerwattemaschine dünne Fäden spinnt, bringt endlich wieder mich zum Lächeln.
Als mein Magen knurrt, mache ich Pause. Habe ich bei meiner überstürzten Flucht Geld eingesteckt? In meiner Hosentasche finde ich einen Kugelschreiber, bei dem die Miene fehlt, und ein leeres Feuerzeug. Dann fischen meine Finger einen Zwanzigeuroschein aus der Gesäßtasche. Noch mal Glück gehabt.
Ich ergattere einen Hotdog und schlendere weiter.
„Du musst ihr eine Pause gönnen! Destiny geht es nicht gut.“ Die fordernde Stimme gehört zu einem jungen Mann mit kinnlangem Haar. Gerade piekt er mit einem Finger gegen die Brust eines älteren Herrn neben dem Ponykarussell. „Du quälst sie nur.“
„Vergisst du mal wieder, dass ich dein Boss bin, Uwe? Ich sage dir, was du zu tun hast, und nicht umgekehrt. Gib Destiny einfach Wasser. Ein paar Stunden schafft sie noch.“ Der Alte dreht sich um und geht.
Ich halte an und beobachte diesen Uwe bei seiner Arbeit. Er ist mir schon mal vor die Linse gelaufen. Die armen Tiere. Im hinteren Teil des Karussells ist eine Pferdeherde aufgemalt, die über die weite Prärie galoppieren. Die Ponys haben sicher noch nie so viel Freiheit gefühlt.
Uwe sieht hoch und bemerkt meinen Blick. Seine Augenbraue schießt in die Höhe. Statt wegzusehen, grinse ich ihn an. Er gefällt mir. Das kann er ruhig wissen. Als ich fertig gegessen habe, mache ich ein paar Fotos von Uwe und den Ponys.
Schließlich kommt er zu mir. „Kann ich dir irgendwie helfen?“, fragt er.
„Hast du einen Tipp für einen Unterschlupf für diese Nacht für mich, Cowboy?“
Er zuckt mit den Schultern. „Sorry. Ich schlafe in einem umgebauten Bulli.“
„Cool! Klingt gemütlich.“ Mein Blick hält seinen fest.
„Du kannst heute gerne bei mir schlafen. Ist aber ziemlich kalt, und ich habe nur einen Schlafsack.“
Jetzt muss ich grinsen. „Dann müssen wir uns wohl aneinander kuscheln.“
Langsam nickt er. „Nach Dienstschluss kannst du mit zu mir.“
Ich strecke mich grinsend, als ich am nächsten Tag erwache. Was für eine spannende Nacht! Schnell ziehe ich mich an.
Uwe öffnet die Augen und gähnt. „Morgen.“
„Guten Morgen!“ Ich beuge mich über ihn und küsse ihn auf den Mund. „Gut geschlafen?“
Er nickt. „Wie ein Stein.“
„Hoffentlich bekommst du kein Problem wegen der Show, die wir abgeliefert haben.“
„Das interessiert hier niemanden. Willst du Kaffee?“, fragt er. „Ich habe Instantpulver hier. Du kannst Wasser auf dem Campingkocher heiß machen.“
Ich öffne die Schiebetür und stelle alles bereit. „Aber danach muss ich los.“
„Sehen wir uns heute Abend wieder, großer Schotte?“
Er ist ganz nett, außerdem geschickt mit Händen und Mund. Trotzdem habe ich mich in Gedanken bereits von ihm verabschiedet. „Mal sehen, Cowboy. Ich bin nicht auf der Suche nach was Festem.“
„Verstehe. Kannst dich ja melden, wenn du mal wieder eine Schlafgelegenheit brauchst.“
„In dem Fall bist du meine erste Wahl.“ Ich küsse ihn noch einmal auf den Mund, bevor ich mich mit dem Erhitzen des Wassers beschäftige. Sobald ich in die WG zurückkomme, werde ich mich bei Mats für seinen mangelnden Ordnungssinn bedanken.

Indie-Autoren-Challenge Denise Wolf

Im März 2015 hatten einige Autoren die Idee sich einer besonderen Herausforderung zu stellen. Ihnen sollten 15 Begriffe genannt werden und sie wollten eine Geschichte daraus machen, die mindestens drei Seiten lang sein sollte. Nach und nach möchte ich die Autoren und deren Geschichten vorstellen:

Denise Wolf stellt sich vor:
Ich bin 1993 geboren und im Landkreis Schwäbisch Hall aufgewachsen. Ich hab, kaum dass ich lesen konnte, unzählige Bücher verschlungen und schon früh selbst Geschichten ausgedacht. Aber bisher kamen die nur unzureichend auf Papier. Mit 16 bin ich nach Nürnberg gezogen, hab aber nach 4 Jahren das Abitur abgebrochen und bin dann für ein halbes Jahr ans Theater, wo ich Regiehospitanz gemacht hab und den Jugendclub betreut habe. Ich hab für mich eigene Stücke geschrieben, die dann aufgeführt wurden und beim Jugendclub geholfen, deren Stück zu entwickeln. Danach habe ich eine Ausbildung als Mediengestalterin begonnen und schreibe nun endlich all die Geschichten auf, die mich seit Jahren quälen. Mein erstes Buch wird von einer Schneekönigin handeln.

Hier kommt nun die erste Kurzgeschichte von Denise Wolf, in der sie folgende 10 Begriffe einarbeiten sollte:

1. Hasenmaske

2. Buddahstatue

3. Kerzenhalter

4. Federmäppchen

5. Schlüsselkarte

6. Maßband

7. Postkarte

8. Magnet

9. Schwein

10. Nähmaschine

11. Briefkopf

12. Locher

13. Kekse

14. Poster

15. Armband

Es war ein ganz normaler Montagabend. Nach der Arbeit hatte ich mal wieder Zeit, durch die Innenstadt zu schlendern. Ich kaufte ein paar Kekse und ein neues Federmäppchen, weil mein altes ausgedient hatte.

Unterwegs kam ich an einem hübschen Trödelladen vorbei und blieb davor stehen. Er wirkte etwas heruntergekommen, hatte aber eine nostalgische Note, die mir gefiel. Man konnte zwar kaum was vom Laden erkennen, dafür waren aber ein paar Gegenstände ausgelegt. Ich sah eine glänzend polierte Buddha-Statue und eine verstörende Hasenmaske. Ein seltsamer Laden.

Meine Neugier war geweckt. Vorsichtig öffnete ich die Tür und schob mich nun doch etwas nervös hinein. Mein Herz pochte aufgeregt. Es war düster. Nur ein paar Kerzen am Tresen brannten. Der Kerzenhalter selbst sah aus wie Knochenhände. Mir lief es kalt den Rücken herunter, aber ich ging trotzdem weiter und sah mir die Regale näher an. Ein paar Poster stapelten aufgerollt neben einem kleinen Haufen Postkarten. Auf einer der Karten konnte ich ein pinkfarbenes Schwein mitsamt Glücksklee erkennen. Auf einer anderen waren Nähutensilien wie Fadenrollen, Nähmaschine und ein Maßband auf einem Stück Stoff abgebildet. Sehr seltsame Karten.

Im nächsten Regal entdeckte ich ein feines Armband in einer Schatulle. Es funkelte geheimnisvoll in dem kaum vorhandenen Licht und sah sehr wertvoll aus. Vorsichtig streckte ich meine Hand aus und strich über die feinen Kristalle. Wie schön es war …

\“Finger weg!\“, bellte plötzlich eine heisere Stimme neben mir. Eine alte Frau stand direkt neben dem Regal und sah mich mit funkelnden Augen an.
\“Hier wird nicht einfach alles angetatscht. Schon gar nicht Schmuck. Nimm deine dreckigen Griffel da weg!\“, zeterte sie weiter und beäugte mich misstrauisch. \“Na, willst du weiter das Armband antatschen oder soll ich dir deine Hand abhacken?\“
\“Nein, ich …\“, begann ich, doch als ich die Hand wegnahm und mich erneut nach der Alten umsah, war sie verschwunden.

Obwohl mir der Laden unheimlich war, schaute ich mich weiter um. Alles wirkte schmutzig, als hätte seit Monaten niemand mehr geputzt. Nachdem ich die letzte Regalreihe hinter mir gelassen hatte, stand ich vor einem Tresen, auf dem sich ein moderner Kassenautomat mit steckender Schlüsselkarte befand. Direkt daneben lagen Papiere und andere Büroutensilien wie ein Locher. Hier lag kein Staub. alles machte den Eindruck, als sei der Ladenbesitzer nur kurz weggegangen. Ich war schon im Begriff zu gehen, als mir etwas ins Auge stach. An der Rückseite der Kasse waren ein Foto und ein Brief mit einem Magneten befestigt. Auf dem Bild war eine ältere Dame zu erkennen. Moment mal! Das war die Alte, die ich beim Armband gesehen hatte! Neugierig nahm ich den Brief in die Hand. Auf dem Briefkopf erkannte ich ein Datum … 03.12.2001. Verwirrt las ich die Zeilen, blickte erschrocken auf und las sie erneut. Wieder und wieder und ich konnte es mit jedem Mal weniger glauben. Ich starrte auf die Fotografie und meine Hände begannen zu zittern. Eilig verließ ich den Laden und rannte zur Bushaltestelle zurück. Doch als ich aus einer Gasse eilte und über die Straße laufen wollte, kam plötzlich ein Bus auf mich zugeschossen … und überfuhr mich.

Die Alte stand an der gegenüberliegenden Seite und sah dabei zu, wie die junge Frau auf sie zu rannte. Sie wusste nichts von ihrem Schicksal. Und so sollte es bleiben, bis zum letzten Augenblick. Die Alte sah zu, wie der Bus das Mädchen überfuhr und lächelte. Das war das letzte Opfer, dachte sie sich und verschwand. Zurückblieb nur ein Brief, in dem stand:

Johanna,

ich schicke dir das Armband mit einer Bitte. Eine alte Zigeunerin hat mich verflucht. Ich werde nach meinem Tod an das Armband gebunden sein. Nur 13 Tote, die das Armband berühren, können mich erlösen. Bring mir diese Opfer!

In Liebe,
Astrid

Indie-Autoren-Challenge Violet Truelove

Im März 2015 hatten einige Autoren die Idee sich einer besonderen Herausforderung zu stellen. Ihnen sollten 15 Begriffe genannt werden und sie wollten eine Geschichte daraus machen, die mindestens drei Seiten lang sein sollte. Nach und nach möchte ich die Autoren und deren Geschichten vorstellen:

Viola Plötz, Jahrgang 1979, studierte Kommunikationsdesign und machte sich nach ihrem Abschluss als Hochzeitsfotografin und Designerin selbstständig. Im Jahr 2014 ereilte sie eine Midlife-Crisis und sie beschloss, endlich ihren langersehnten Lebenstraum vom eigenen Roman zu verwirklichen. Im Dezember 2014 veröffentlichte sie unter dem Pseudonym Violet Truelove über neobooks ihren Roman »Ein Surfer zum Verlieben«, der es auf die Shortlist für den Indie Autor Preis schaffte. Kurze Zeit später wurde sie durch ihren erfolgreichen Debütroman entdeckt und unterzeichnete einen Autoren-Vertrag für ihre New Adult Reihe »Waves of Love«, die sie als Ava Innings schreibt, bei feelings (Droemer Knaur). Die Autorin lebt zusammen mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in einem Mehrgenerationenhaus im Taunus, also viel zu weit vom Meer, welches ich so liebt und das ihre Geschichten prägt, entfernt. Doch nicht nur für das Wellenreiten kann sie sich begeistern, sondern auch für Yoga, die Fotografie und das Lesen.

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Die Wörter von Dietmar Hesse passten Violet Truelove & Lindsay Lovejoy sehr gut in den Kram, schrieb sie doch gerade an Teil 2 von “Ein Cop zum Verlieben” mit dem Titel “Ein Geist zum Verlieben”.

Anbei also eine Geschichte aus dem Zum-Verlieben-Universum mit altbekannten Charakteren.

1. Universum
2. Lichtung
3. Sternenhimmel
4. Tulpen
5. Lächeln
6. Ratte
7. Liebesbrief
8. Reporterin
9. Klippe
10. Blutdruck
11. Telefonzelle
12. Wahrsagerin
13. Rühreier
14. Leichtsinn
15. Paket

Jared stand auf der Klippe und schaute auf das Meer hinab, das unter ihm toste. Nur noch acht Tage bis zu seinem Tod. Hatte er sich die ganze Zeit über gefragt, wie es Daisy nach seinem Tod ergehen würde, so machte sich seit ein paar Tagen die Angst bei dem Gedanken an sein Ableben breit. Wie würde es passieren? Hätte er große Schmerzen? Oder würde es rasch geschehen und er würde davon nicht einmal etwas mitbekommen? Diese Fragen stellte er sich seit Kurzem häufiger und er war drauf und dran Jenny, oder eine der anderen Wahrsagerinnen der Familie, um Hilfe zu bitten. Andererseits war es vielleicht besser, wenn er nicht genau wusste, was auf ihn zukam. Schließlich war es schlimm genug, seinen genauen Todestag zu kennen. Er seufzte leise, legte den Kopf in den Nacken und sah hinauf in den Sternenhimmel. Bei dem Anblick des Himmelszeltes über ihm, kam er sich klein und unbedeutend vor. Sein persönliches Drama war dem Universum scheinbar vollkommen egal. Da oben juckte es niemanden, dass er noch vor der Geburt seiner Tochter das Zeitliche segnen würde.

Der Gedanke an das Baby zauberte ihm unwillkürlich ein Lächeln auf das Gesicht. Es war kein Leichtsinn gewesen, der zu Daisys Schwangerschaft geführt hatte. Nein, sie hatten immer gut verhütet und dennoch war seine Frau ungeplant schwanger geworden. Es war Schicksal und auch wenn erst die Zeugung seiner Tochter den Fluch ausgelöst hatte, so konnte er es nicht bereuen. Er wünschte bloß, er hätte mehr Zeit. Daisy allein zurückzulassen war ein grausamer Gedanke. Sie war stark und er hatte volles Vertrauen in sie. Sie würde einen Weg finden, ohne ihn weiterzuleben und dennoch wünschte er sich von ganzem Herzen, dass das nicht notwendig wäre. Wie gerne würde er sein Kind aufwachsen sehen und noch ein halbes Dutzend weitere mit Daisy zeugen.

Doch die Dinge waren, wie sie waren, und es blieb ihm nichts anderes übrig, als sich in sein Schicksal zu fügen. Er hatte Daisy heute einen langen Liebesbrief geschrieben, den er zusammen mit weiteren Anweisungen und allerlei Kleinigkeiten in einem kleinen Paket an eine befreundete Reporterin gesendet hatte. Sie würde ihm helfen und Dinge in die Wege leiten, die er nicht mehr würde tun können. Doch Daisy hatte eine große Familie. Eine verrückte aber liebenswerte Familie, durch die er viele Erfahrungen und viel Wissen hatte sammeln können. Zu ihnen zu gehören, war wie in eine fremde Welt einzutauchen und dennoch hatte er sich sofort heimisch gefühlt. Er hatte gelernt, dass die Ratte ein chinesisches Tierkreiszeichen war und nicht nur ein Nagetier und Schädling. Und auch, dass die Telefonzelle, die Daisy auf dem Oberschenkel trug, keine banale Telefonzelle, sondern die TARDIS aus Doctor Who war. Von seiner wunderbaren Frau hatte er auch das perfekte Rezept für Rühreier bekommen, das er mit in sein Grab nehmen würde, und durch sie hatte er seinen Bruder gefunden. Seine chaotische, kleine Hexe hatte sein Leben auf den Kopf gestellt und ihm die schönsten Stunden seines Lebens beschert. Er liebte sie so sehr, dass sich sein Herzschlag beschleunigte, sobald er nur an sie dachte. Diese Frau trug so viel Feuer und Leidenschaft in sich, dass sie es auch schaffen würde, den Blutdruck eines Toten ins Unermessliche zu treiben. Jared lachte freudlos über seinen Vergleich.

Er kehrte dem Meer den Rücken und lief den Pfad hinauf zu der Blockhütte, wo seine Frau im Bett lag und selig schlief. Sie seufzte leise, als er sich hinter sie legte und sie in die Arme schloss. In der Nacht träumte er von einer Lichtung voller Tulpen. Symbole für eine bessere Zeit und die Vergänglichkeit, wie ihm Bella am nächsten Mittag mitteilte.

 „Da war auch ein Reh. Es wurde vor meinen Augen getötet. Ich habe versucht, es zu beschützen, doch es wollte mir nicht gelingen.“ Bella warf Daisy, die neben Jared saß und seine Hand hielt, einen flüchtigen Blick zu, ehe sie antwortete: „Das Reh ist ein sehr ambivalentes Traumsymbol. Es hat diverse Bedeutungen, doch wird es getötet, so steht es für Verlust und Trauer. Seine spirituelle Bedeutung als Krafttier ist jedoch Dankbarkeit und daraus resultierender innerer Frieden.“

„Ich bin dankbar“, erwiderte Jared. Er war für jeden kostbaren Moment, den er mit diesen Menschen verbringen durfte, dankbar und auch, wenn ihm nur noch sieben Tage blieben, so waren es doch sieben Tage voller Liebe, Freundschaft und Zuneigung.

Indie-Autoren-Challenge Dietmar Hesse

Im März 2015 hatten einige Autoren die Idee sich einer besonderen Herausforderung zu stellen. Ihnen sollten 15 Begriffe genannt werden und sie wollten eine Geschichte daraus machen, die mindestens drei Seiten lang sein sollte. Nach und nach möchte ich die Autoren und deren Geschichten vorstellen:

Dietmar Hesse wurde in Welze, einem kleinen Dorf in Niedersachsen geboren. Aufgewachsen ist er in Berenbostel nahe Hannover. Dies ist auch heute wieder seine Heimat. Er schreibt eigentlich schon seit der Schulzeit. Kurze, kleine Sprüche. Gedichte, oder wie wohl fast jeder in dem Alter Songtexte. Das Leben führte ihn in den Süden Deutschlands nach Bayern. Die ersten Seiten von Achterbahn sind vor acht Jahren dort entstanden.
Jahre später, wieder zurück in Niedersachsen, arbeitete er in einer kleinen Druckerei in Alfeld. Seine Tochter rief ihn an. Sie hatte als Abiturarbeit einen Roman geschrieben. Einen Katzenkrimi in der Art von \“Felidae\“. Ob er den für sie drucken und in kleiner Auflage binden könne. Als er das Werk in Händen hielt, war er beeindruckt. Sein kleines Mädchen schreibt einen Roman. Wo war seiner? In zwei Jahren war die war Rohfassung fertig. Ein weiteres Jahr der Überarbeitung, und der Liebeskrimi war geschrieben. Liebe und ein wenig Krimi, die zwei Dinge gehören doch zusammen.

Dazu meint der Autor: Ich habe beim Schreiben immer an mich als Leser gedacht. Das zu Papier gebracht, was mich bewegte. So hoffe ich, dass ich einen schönen Abend und gemütliche Stunden bereiten kann. Eine Tasse Tee oder ein gutes Glas Wein dazu, die Seele baumeln lassen und die Welt für einen Moment vergessen.

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Und hier kommen nun die Begriffe, die  Dietmar Hesse in seiner Geschichte unterbingen sollte. . Nominiert wurde er von Mila Summers.

1. Windmühle
2. Frosch
3. Geigenkasten
4. Fluss
5. Fenstergiebel
6. Rollläden
7. Jack Russell
8. Container
9. Lichtblitz
10. Federmäppchen
11. Melodie
12. Fahrtenbuch
13. Münze
14. Glück
15. Liebe

die Geschichte :

 »Schatz, ich gehe mit dem Hund raus. Wenn ich zurückkomme, frühstücken wir!« Ohne ihre Antwort abzuwarten, schloss ich die Tür. Sam, unser treuer Jack Russel, umkreiste meine Beine zwei mal. Er legte den Kopf schief, dann schaute mich fragend an. »Ja, jetzt ist der Morgenspaziergang dran!« Die Melodie von Lady in Black summend, schlenderte ich gut gelaunt Richtung Fluss. Sam inspizierte den Container vom Nachbarn, schnupperte und setzte eine Duftmarke.

»Komm bei Fuß, es ist Brutzeit, da ist Leinenpflicht!« Gehorsam trotte er heran und ließ sich anleinen. Wir erreichten den Feldweg am Ortsende, wo er aufmerksam jedes Grasbüschel untersuchte. Nur als ein Frosch vor seiner Nase quakend in den Bach hüpfte, blieb er überrascht stehen. »Ist gut, der tut dir nichts! Weiter geht\’s!« Ich genoss diese Spaziergänge in der Natur. Die Luft, der Blick über die Wiesen bis zur alten Windmühle einen Kilometer entfernt, das Gezwitscher der Vögel, wunderschön. Ich sah mich schon mit Block und Federmäppchen bewaffnet zurückkommen, um das in einer Zeichnung festzuhalten.
Sam hatte endlich den Platz für sein Geschäft gefunden. Das verstaute ich gleich zur Entsorgung in der Papiertüte. »Ab, nach Hause, das Frühstück wartet!« Am Gartenzaun wurden wir von einem Lichtblitz überrascht. Der plötzlich aufkommende Wind zusammen mit einem lauten Donner ließen mich zum Himmel schauen. Da zog ein gewaltiges Gewitter auf. Die Rollläden am Fenstergiebel schepperten unüberhörbar. Jetzt aber ab in die gute Stube! Ich öffnete die Tür und Sam zwängte sich vorbei. Er wollte so schnell wie möglich in seinen Hundekorb. Dort legte er die Schnauze auf die Vorderpfoten und sah herzerweichend herüber.
»Ist ja alles in Ordnung, kleiner Racker.« Meine Stimme beruhigte ihn, er gähnte und schloss die Augen. Als ich die Küche betrat, lag der Duft von frisch aufgebrühtem Kaffee in der Luft. Was hatte ich doch für ein Glück, dass diese bezaubernde Frau mir mit so viel Liebe zur Seite stand. Ich trat hinter sie und legte ihr die Arme um die Schultern. »He, vorsichtig, ich verbrenne mich noch!« »An mir?« »Nein, du Trottel! An der heißen Pfanne!« Lächelnd drehte sie sich um und gab mir einen dicken Kuss. »Da zieht ein Unwetter auf, ich sollte die Rollläden herunter lassen, sonst entführt die der Wind.« »Nix da, erst wird gefrühstückt! Mike ist im Bad, die Rühreier mag er doch besonders gerne.«
Unser Sohn, mein ganzer Stolz. Er war so musikalisch, wie ich es mir in jungen Jahren gewünscht hatte, zu sein. Die Töne, die er aus der Geige zauberte, einfach schön. »Hi Mum, Morgen Paps, das duftet aber!« Er setzte sich. »Ich habe einen Riesenhunger!« »Schapp dir schon mal ne Semmel, die Eier sind gleich soweit! Thomas, setz dich!« Tja, auch das war meine Frau. Sie hatte uns im Griff.

»Was steht denn heute auf dem Plan? Draußen sieht es ja nicht so toll aus.« Fragend schaute mich Mike an. »Eigentlich wollten wir dir einen neuen Geigenkasten besorgen, doch bei dem Wetter ist mir mehr nach einem gemütlichen Spieletag. Meinetwegen an der PlayStation. Du hast Ferien, ich den ersten Urlaubstag, nur Mama ruft der Laden. Die Entscheidung überlasse ich dir, oder werfen wir eine Münze?«. »Cool, ich Zahl, du Kopf, der Gewinner entscheidet! Aber … nee, lass uns spielen. Portal wäre toll, da geht es nicht ohne Nachdenken.« »Tja, muss leider los, ihr wisst ja, die kranken Kollegen. Habt viel Spaß, ich bin bald wieder daheim.« Claudia schaute etwas bedrückt. Ich stand auf, nahm sie fest in den Arm und gab ihr einen langen Kuss.
Die eigenartigen Laute in meinem Rücken überhörte ich geflissentlich. »Bringst du nachher das Fahrtenbuch aus dem Auto mit rein, ich muss da noch was nachtragen?« »Klar doch, Tschüss ihr zwei, macht euch einen tollen Männertag.« Sie überraschte uns schon vier Stunden später und sah in strahlende Gesichter. Wir hatten die Herausforderungen der Portale mit Bravour gemeistert.

Indie-Autoren-Challenge

Im März 2015 hatten einige Autoren die Idee sich einer besonderen Herausforderung zu stellen.
Ihnen sollten 15 Begriffe genannt werden und sie wollten eine Geschichte daraus machen, die mindestens drei Seiten lang sein sollte.

Das stelle ich mir nicht sehr leicht vor, denn es soll ja auch eine stimmige Geschichte werden.  Auf jeden Fall macht es den Autoren viel Spaß und seit  dem Start erscheint an jedem Samstag eine Geschichte.

Ich möchte nun gerne Indie-Autoren und deren Geschichte vorstellen. Damit alle Beiträge wieder gefunden werden, stelle ich hier nach und nach die Links dazu ein:


Medusa Mabuse  und ihre Geschichte 

Nadine Kapp und ihre Geschichte 

Dietmar Hesse und seine Geschichte

Mila Summers und ihre Geschichte

Gabriele E. Fleischmann und ihre Geschichte

Any Swan und ihre Geschichte

Isabella Muhr und ihre Geschichte 

Stefanie D. Murphy und ihre Geschichte 

Nicole König und ihre Geschichte

Kerstin Steiner und ihre Geschichte

Kathrin Lichters und ihre Geschichte

Jessica Raven und ihre Geschichte

Birgit Loistl und ihre Geschichte

Violet Truelove und ihre Geschichte

Jennifer Heine und ihre Geschichte

Denise Wolf und ihre Geschichte

Betty Kay und ihre Geschichte

Challenge – Verlagsgruppe Random House

Die Verlagsgruppe Random House vereinigt ganz viele tolle Verlage und ich lese viele Bücher davon. Deshalb freue ich mich, dass ich an dieser Challenge teilnehmen werde. Veranstaltet wird sie von Lu\’s Buchgeflüster.

Hier werde ich alle Bücher auflisten, die ich im Laufe des Jahres gelesen habe.

1. Das Vermächtnis von Granada – Urlike Schweikert -Verlag  blanvalet
2. Jägermond 3 – Die Tochter des Sphinx – Andrea Schacht – Verlag penhaligon
3. Küsse sich, wer kann – Janet Evanovich – Verlag Manhattan
4. Küssen und küssen lassen – Janet Evanovich – Verlag Manhattan
5. Shantaram – Gregory David Roberts – Verlag Goldmann
6. Ein diebisches Vergnügen – Peter Mayle- Verlag Blessing
7. Wer Blut vergießt – Deborah Crombie – Verlag Goldmann
8. Die Goldschmiedin – Sina Beerwald – Verlag Heyne
9. Die Fährmannstochter – Andrea Schacht – Verlag blanvalet
10. Ismaels Orangen – Claire Hajaj – Verlag blanvalet
11. Der Glanz der Südseemuscheln – Regina Gärtner – Verlag Heyne
12. Die Tuchvilla – Anne Jacobs – Verlag blanvalet
13. Küss dich glücklich – Janet Evanovich – Verlag Manhattan
14. Das Gold der Mühle – Martha Sophie Marcus – Verlag Goldmann
15. Heiligenschein – Wolf Schreiner – Verlag Goldmann
16. Wer im Dunkeln bleibt – Deborah Crombie – Verlag Goldmann
17. Die Magie der kleinen Dinge – Jessie Burton – Verlag Limes
18. Luderplatz – Katrin Jäger – Verlag blanvalet
19. Kaffeeklatsch mit Goldfisch – Martha Sophie Marcus – Verlag Goldmann
20. Tea Time bei Mrs. Morland – Angela Thirkell – Verlag Manhattan
21. Halbe Miete – Nadjy Quint – Verlag btb
22. Der Engelsbaum – Lucinda Riley – Verlag Goldmann
23. Engelsgeduld – Wolf Schreiner – Verlag Goldmann
24. Männer Al Dente – Michael Frey Dodillet – Verlag Heyne
25. Ein Kopf macht noch keine Leiche – Colin Cotterill – Verlag Goldmann
26. Das Sommerversprechen – Elin Hilderbrand – Verlag Goldmann
27. Provenzalische Geheimnisse – Sophie Bonnet – Verlag Blanvalet
28. Die Kaufmannstochter von Lübeck – Conny Walden – Verlag Goldmann
29. Nacht über Blackheath – Anne Perry – Verlag Heyne
30. Die Rache der Heilerin – Beate Sauer – Verlag Goldmann
31. Erwin, Mord & Ente – Thomas Kürger – Verlag Heyne
32. Entenblues – Thomas Krüger – Verlag Heyne
33. Fahr zur Hölle, Schatz! – Brigitte Kanitz – Verlag blanvalet
34. Stadt, Land, Kuss – Cathy Woodman – Verlag blanvalet
35. Der Coup von Marseille – Peter Mayle – Verlag Heyne
36. Glückliche Menschen küssen auch im Regen – Agnés Martin-Lugand – Verlag blanvalet
37. Neben der Spur ist auch ein schöner Weg –  Dorothea Böhme – Verlag blanvalet
38. Sizilianisches Blut – Ann Baiano – Verlag Goldmann
39. Die Frauen der Rosenvilla – Teresa Simon – Verlag Heyne
40. Die Rosenfrauen – Cristina Caboni – Verlag blanvalet
41. Die Tochter des Seefahrers – Linda Holeman – Verlag Goldmann
42. Glück und Glas – Lilli Beck – Verlag blanvalet
43. Mein Stück vom Himmel – Robin Gold – Verlag blanvalet
44. Die Tochter des Medicus – Gerit Bertram – Verlag blanvalet
45. Der Palastgarten – Vivien Shotwell – Verlag blanvalet
46. In 80 Tagen zu Dir – Natascha Sagorski – Verlag blanvalet
47. Die Lilie von Bela Vista – Sylvia Lott – Verlag blanvalet
48. Kräuter der Provinz – Petra Durst-Benning – Verlag blanvalet
49. Aller Anfang fällt vom Himmel – Veronika Peters – Verlag Goldmann
50. Hundert Tage Glück – Fausto Brizzi – Verlag blanvalet
51. Die beste Zeit unseres Lebens – Maeve Haran – Verlag blanvalet
52. Gibt es ein Leben nach der Torte? – Meg Cabot – Verlag blanvalet
53. Zusammen küsst man weniger allein – Janet Evanovich – Verlag Goldmann
54. Winterglück – Debbie Macomber – Verlag blanvalet
55. Böse Buben küsst man nicht – Janet Evanovich und Lee Goldberg – Verlag Goldmann
56. In der Liebe und beim Bügeln ist alles erlaubt – Sabine Zett – Verlag blanvalet
57. Das Alabastergrab – Helmut Vorndran – Verlag Goldmann
58. Ein Streuner kommt selten allein – Nick Trout – Verlag Goldmann
59. Mut zur Freiheit – Meine Flucht aus Nordkorea – Yeonmi Park – Verlag Goldmann

Challenge Goldmann 2015

Da ich auch sehr gerne Bücher vom Verlag Goldmann lese, nehme ich an einer weiteren Challenge teil. Hier werde ich alle Bücher aufführen, die ich im Jahr 2015 gelesen habe. Veranstaltet wird die Challenge ebenfalls vom lesenden Katzenpersonal
1. Shantaram – Roberts, Gregory David
2. Wer Blut vergießt – Crombie, Deborah
3. Das Gold der Mühle – Martha Sophie Marcus
4. Heiligenschein – Wolf Schreiner
5. Wer im Dunkeln bleibt – Deborah Crombie
6. Kaffeeklatsch mit Goldfisch – Martha Sophie Marcus
7. Der Engelsbaum – Lucinda Riley
8. Engelsgeduld – Wolf Schreiner
9. Ein Kopf macht noch keine Leiche – Colin Cotterill
10. Das Sommerversprechen – Elin Hilderbrand
11. Die Kaufmannstochter von Lübeck – Conny Walden
12. Die Rache der Heilerin – Beate Sauer
13. Sizilianisches Blut – Ann Baiano
14. Die Tochter des Seefahrers – Linda Holeman
15. Aller Anfang fällt vom Himmel – Veronika Peters
16. Zusammen küsst man weniger allein – Janet Evanovich
17. Böse Buben küsst man nicht Janet Evanovich und Lee Goldberg
18. Das Alabastergrab – Helmut Vorndran