Bilder zum Londontripp im Dezember 2011

Eindrücke von London

als Ergänzung zu dem Bericht. Falls der Wunsch besteht, die Bilder größer zu betrachten, kann auch jetzt einfach wieder auf der Bild geklickt werden.

Der Beweis, dass die Sonne schien

wann hat man am 1.12. schon mal vor einem Cafe gesessen und gefrühstückt?

Eindrücke aus Notting Hill





Sehr originell: die Dekoration der Oxford Street


Vom Bus aus entdeckt, der hübsch geschmückte Platz vor dem Dorchester Hotel


Harrods hat sich auch weihnachtlich fein gemacht

Freddie ist der diesjährige Weihnachtsbär bei Harrods

Ich würde hier auf den Personaleingang tippen und zu beachten ist die Markise im typischen \“Harrodsgrün\“

Vormittags war es für uns noch erfreulich leer und wir konnten alle Stände angucken

für uns ganz einfach: Reibekuchen

ein wunderschöner Anblick: Kunstgeschmiedet – das Tor am Hyde Park Corner und damit es auch jeder glaubt, ist netterweise mal ein Bus oder ein Taxi ins Bild gefahren. Der Eingang zum Winterwonderworld ist ebenfalls zu sehen




das Hardrock Cafe und der Tannenbaum

die geschmückte Regent Street


Verkehr am Piccadilly Circus

Diese beiden haben nicht nur uns mit ihren Späßen in einen tollen Laden gelockt

schöne Häuser, die wir auf unseren Wegen festgehalten haben



Von außen ist dieser Pub auch ein schöner Anblick

der schön dekorierte Raum in der 1. Etage des Pubs

Blick aus dem Fenster auf das Haus gegenüber

Überall sind Baustellen zu finden. London macht sich fein für die Olympiade 2012. Hier auf dem Bild der schön geschmückte Hauseingang und dafür Baustellenschilder.

Der eindrucksvolle Tannenbaum vor dem Covent Garden Market

der kleine \“zierliche\“ Bottich

Der Gang wurde mit Zuckerstangen geschmückt

Es ist noch sehr hell und das Reh hauptsächlich \“grün\“

Einer der breiten Hauptgänge mit den Verkaufsständen der Kunsthandwerker

Es dämmert und alles ist wunderschön anzusehen! Und noch schöner ist es, wenn dabei auch tolle Musik gespielt wird.



Charlie Chaplin lebt, naja zumindest einer seiner künstlerischen Nachfahren

Bei dieser Dämmerung kommt die Beleuchtung des Rehs besser zur Geltung

Ein letztes Foto, bevor es heftiger zu regnen anfing und wir uns auf den Rückweg machten

Immer wieder London

Und wieder mal war ich in London, diesmal am 1.12.2011 und stellte fest, dass ich mit der Serie meiner Tagesreisen auf den Tag genau am 1.12.2007 begonnen habe. Mir wird es dort einfach nicht langweilig, es könnte nur sein, dass ich langsam meine Leser damit langweile. Trotzdem berichte ich hier über den gestrigen Tag in London.

Natürlich habe ich mir im Vorfeld Gedanken gemacht, was ich mit meiner Freundin unternehmen wollte. Es sollten Anhaltspunkte sein, damit wir nicht zu planlos durch die Gegend fahren und laufen würden. Allerdings kommt manches anders, als man denkt, aber dazu später mehr.

Wie immer bedeutete es für mich, in aller Frühe aufzustehen, mit dem ersten Bus um 4.30 Uhr zum Flughafen zu fahren, damit wir mit Air Berlin um 6.30 Uhr nach London fliegen konnten. Ausgerechnet für diesen Tag wurden leichte Regelfälle für London angesagt. Ok, das hieß, einen Knirps in den Rucksack zu stecken, aber sich ansonsten dadurch nicht die Laune vermiesen zu lassen. Und was war, es regnete bei der Landung nicht leicht, nein, es regnete heftig! Nun gut, ich wollte mir den Tag damit einfach nicht verderben lassen und wir gingen zum Stansted Express, der uns innerhalb von 45 Minuten nach London zur Liverpool Station bringen sollte. Laut Plan sollte der Zug um 7.15 Uhr starten und ich freute mich schon auf die Fahrt, denn die Strecke ist wirklich sehr schön.

Es kamen laufend Lautsprecherdurchsagen, die wir doppelt nicht verstehen konnten. Wie bei uns auch, wird da ja oft sehr undeutlich gesprochen oder die Nebengeräusche sind sehr laut. Bei uns kam dann noch hinzu, dass die Durchsage in Englisch war und soo gut sprechen wir die Sprache ja auch nicht. Aber wir bekamen trotzdem mit, dass dieser Zug wegen technischer Probleme Verspätung haben wird (Haha, wie sich das doch mit Bahnfahrten hier zu Hause ähnelte) Inzwischen kam auf dem anderen Bahnsteig der nächste Zug aus London an und ich sagte noch im Scherz, „na, wenn der mal nicht vor unserem wieder zurückfährt.“ Es kamen wieder Durchsagen und wir verstanden immerhin, dass wir unseren Zug verlassen und zur anderen Platform wechseln sollten. Nun, das hätten wir auch so mitbekommen, denn es war ja eine Massenwanderung von dem einen Zug zum anderen. So saßen wir dann im anderen Zug, der sich nach ein paar Minuten auf den Weg machte. Er fuhr aber nicht richtig flott, sondern zuckelte mehr oder weniger durch die Gegend und ich dachte noch, wenn der in dem Tempo weiterfährt, dann können wir uns eigentlich direkt wieder auf den Rückweg machen. Auch hier knarrte es im Lautsprecher und immer wurde ein Name einer Haltestelle gesagt, aber darüber machte ich mir keine Gedanken, schließlich wollte ich zur Endstation und hatte mit den Haltestellen zwischendurch nichts am Hut. Aber da lag ich schon wieder falsch, es wurde nämlich gesagt, dass der Zug nur bis Bishop’s Stotford fahren würde und alle aussteigen sollten. Weiterfahrt mit dem nächsten Zug, der kurz danach kam und schon brechend voll war. Für uns hieß es, den schönen Sitzplatz gegen einen wackeligen Stehplatz eintauschen und 40 Minuten Standfestigkeit üben, denn Haltegriffe gab es keine.

Wir haben diese Fahrt dann doch gut überstanden und betrachteten es von der positiven Seite. Die Weiterfahrt von der Liverpool Station wäre mit der Undergroundbahn sonst in der größten Hauptverkehrszeit gewesen und nun hatten wir eine Stunde später als sonst, die Chance, nicht in einer überfüllten Bahn weiterfahren zu müssen. Und die Busfahrt konnten wir uns so auch sparen. Schnell ging es dann weiter zu unserem ersten Ziel: Nottinghill Gate. Dort wollten wir frühstücken, denn ich kannte von einem anderen Aufenthalt dort ein nettes Cafe. Und was soll ich sagen, als wollte das Wetter alles wieder gut machen, hatten wir blauen Himmel und Sonnenschein. Vor Gail’s auf der Portobello Road saßen dann auch Leute und frühstückten draußen. Wie auch beim letzten Mal waren wir für die Verhältnisse der dortigen Händler sehr früh. Sie waren erst dabei ihre Ware auf den Tischen vor den Läden auszubreiten. Aber trotzdem war es schon sehr interessant anzusehen. Eigentlich wollten wir in dem Stadtteil noch ein bisschen bummeln, aber irgendwie hatten wir doch das Gefühl die „verlorene“ Stunde aufholen zu müssen. Ich wusste zwar, wo eine Bushaltestelle war, wo wir zur nächsten geplanten Station starten konnten, aber als wir in einer Seitenstraße einen Bus sahen, haben wir einfach mal auf den Fahrplan geguckt und festgestellt, dass wir zwar nicht auf direktem Weg zu Harrods fahren konnten, aber eine der vielen Haltestellen „Marble Arch“ war genau richtig für uns, denn von dort wusste ich den weiteren Weg mit Sicherheit. Das schöne an Busfahrten ist ja wirklich, wenn man sich aufmerksam umsieht, ist es fast wie eine informative Stadtrundfahrt. Blicke in die Seitenstraßen sind auch immer gut, denn überraschend sind dort schöne Häuser und Pubs zu sehen. Dieser Baustilmischmasch in London ist wirklich sehr interessant. Groß alte Häuser mit hübschen Vorbauten stehen direkt neben kleinen schnuckeligen Einfamilienhäusern und überall stehen diese riesigen Mietshäuser, die auch in unseren Städten nicht immer sehr ansehnlich sind. Der Bus fuhr für mich sozusagen „hintenrum“ von Notting Hill über Paddington zur Mable Arch. Als wir uns der Paddington Station näherten, erkannte ich auch die Umgebung des Hotels, wo ich einmal mit meinen Kindern übernachtet hatte. Es ist immer wieder schön, wenn man Plätze entdeckt, die man schon mal kennen gelernt hatte. Marble Arch wollten wir dann in den nächsten Bus einsteigen, der uns zu Harrods bringen sollte. Auf dem Weg von einer Haltestelle zur nächsten mussten wir uns durch den wuseligen Londoner Verkehr bewegen. Das konnte mich aber nicht davon abhalten, auf einer Verkehrsinsel mitten auf der Straße Bilder von der Weihnachtsdekoration der Oxford Street zu machen. Wie auch vor vier Jahren war es einfach zu helle, um die Wirkung richtig festhalten zu können. Aber ich wollte wenigstens den Adventsschirm festhalten. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln kommt man in London ja wirklich sehr gut von einer Stelle zur nächsten. Fahrpläne legen sich aber auch nicht so genau fest, statt wie bei uns steht auf dem Plan einfach nur, dass der Bus alle 7 bis 12 Minuten kommt und es stimmt wirklich. Wie mussten nie lange warten. Im Underground geht es ja noch schneller, dort waren es immer 1 bis 3 Minuten, bis die nächste Bahn kam. Diesmal hatten wir uns im Bus nach oben gesetzt und konnten die Aussicht von oben genießen. So wirklich flott kommt der Bus ja nicht voran. Bei dem Verkehr kein Wunder, aber wir konnten so wirklich in Ruhe gucken. Vor dem Hotel Dorchester auf der Park Lane war der Platz sehr schön und liebevoll angelegt. Die kurze Idee, dort mal zu übernachten, wurde sehr schnell von uns beiden verworfen. Das nötige Kleingeld dafür wollten wir doch lieber bei Harrods ausgeben. Und so blieben wir bei unserem Plan und stürmten ein paar Minuten später das berühmt Kaufhaus. Das heißt, so richtig stürmen darf man dort ja nicht. Dafür stehen an jedem der zahlreichen Eingänge uniformierte Mitarbeiter, die einem sagen, wie man sich zu benehmen hat. Klar, das wissen wir sehr wohl. Und ich hatte den Hinweis nicht vergessen, den ich vor ein paar Jahren schon erhalten hatte. Rucksäcke sind nicht auf dem Rücken sondern in der Hand zu tragen. Als ob ich dann im Eifer des Gefechtes nichts umwerfen könnte. Hüstel. Spaßeshalber haben wir beide uns auch hier nur „Gucken“ erlaubt, denn Geld könnte man nicht nur bei Handtaschen und Schuhen reichlich ausgeben. Aber unser Ziel war die Weihnachts- und Geschenkeabteilung. Dort haben wir einige nette Sachen für uns und andere nette Menschen gefunden. Die Gelegenheit war ja sehr günstig, stehen doch in Kürze einige Feierlichkeiten an. Ich weiß ja nicht, warum ich mir das nie merken kann. In Harrods suche ich immer etwas. Haben wir diesmal die angestrebte Abteilung schnell gefunden, ging die Suche zur Toilette los. Wage Erinnerungen tauchen immer auf, aber ich habe trotzdem das Gefühl, dass dort nach meinem Besuch schnell alles umgebaut wird, damit ich nichts wieder finde. So haben wir es auch diesmal geschafft, nicht einen Vorderausgang zu finden, sondern wir standen auf der Rückseite des Kaufhauses. Ist ja nicht weiter schlimm, so haben wir dann auch die schöne Umgebung „hinten“ sehen können. Wieder vorm Haus haben wir überlegt, laufen oder mit dem Bus zu fahren. Die Entscheidung sollte uns der Bus abnehmen, wenn er schnell kommt, dann darf er uns mitnehmen, ansonsten wollten wir laufen. Was soll ich sagen, natürlich tauchte ein Bus auf und wir konnten bequem wieder das nächste Ziel ansteuern. Diesmal war es der Weihnachtsmarkt im Hyde Park. Es ist ja nicht so, als hätten wir hier nicht selber genug Weihnachtsmärkte, aber ich wollte doch gerne sehen, wie in London nun ein sogenannter Weihnachtsmarkt nach deutscher Tradition umgesetzt wird. Interessant war es dann auch. Zielsicher fand ich zum Beispiel einen Stand, der kleine Keramikhäuschen verkauft. Die kennt jeder, denn viele haben sich kleine Weihnachtsdörfer oder –märkte zu Hause aufgebaut. Mir fiel im Angebot eine kleine englische Telefonzelle auf, die ich zur Bereicherung meines kleinen Weihnachtsmarktes kaufen wollte. Bei genauem Hinsehen haben meine Freundin und ich festgestellt, dass dieser Stand alles von einer Töpferei in Langerwehe verkaufte. Die Telefonzelle habe ich trotzdem mitgenommen, denn ich war mir nicht sicher, dass ich diese auf unserem Markt finden würde. Aber auch sonst war es recht unterhaltsam. Das Wort „Bratwurst“ wurde nicht übersetzt oder Reibekuchen hießen dort: „German Potato Pancake“ natürlich habe ich auch hier Bilder gemacht, um den Eindruck noch besser weitergeben zu können.

Und wieder konnten wir einen Punkt auf unserem Tagesplan abhaken. Es war nun nicht so, als wären wir da ganz streng. Wir konnten uns überall gut Zeit lassen und war auch flexibel für spontane Änderungen. Nicht geplant hatten wir einen Besuch beim Hardrock Cafe, aber es lag sozusagen auf dem Weg und der Tannenbaum davor war es auch wert, von mir fotografiert zu werden. Überhaupt haben wir so viele wunderschöne Dekorationen gesehen und uns immer wieder mit Begeisterung auf eine besonders schöne Stelle hingewiesen. Die Strecke vom Hyde Park bis zum Piccadilly Circus kann zwar auch zu Fuß gelaufen werden, aber sie zieht sich schon in die Länge und was lag da näher, wieder in einen Bus zu steigen. Mit der UBahn geht es zwar schneller, aber man sieht ja auch nicht so viel. Vor einer kleinen Kirche war ein Basar aufgebaut, überall hing über den Straßen phantasievolle Beleuchtung. So auch über der Regent Street. Ich freute mich jetzt wirklich schon auf die Dämmerung, die ja in London früher als bei uns eintreten würde, schließlich hatten wir unsere Uhren eine Stunde zurück stellen müssen und bei uns ist es um 17 Uhr schon ziemlich dunkel.

Aber zunächst haben wir uns auf den Fußweg zum Covent Garden Market gemacht. Mein absoluter Lieblingsplatz in London und ich wollte auch diesmal nicht auf einem Besuch dort verzichten. Aber vorher wollte ich meiner Freundin in einem Pub „Fish and Chips“ essen. Ich hatte diesen Pub schon kennen gelernt und war mir sicher, dass er auch meiner Freundin gefallen würde. So war es denn auch. Gestärkt brauchten wir jetzt nur noch um die Ecke zu den Markthallen gehen. Die Hallen waren wunderschön geschmückt und je dunkler es wurde, desto schöner sah es aus. Hatte ich vor 4 Jahren dort einen „Eispalast“ vorgefunden, war diesmal alles auf Rot abgestimmt. Vor den Hallen stand ein riesiger Tannenbaum in einem Bottich, an dessen Rand ich auch mit ausgestrecktem Arm nicht dran kommen konnte. In den breiten äußeren Gängen hingen riesengroße rote Kugeln, im mittleren Gang wunderschöne „Zuckerstangen“. Auch diesmal konnten wir überall Künstler sehen, die die Leute erfreuten. Vor der Halle zeigte ein Fakir seine Künste, in der einen Halle traf man auch Charlie Chaplin und in der Halle, die noch ein offenes Untergeschoss hatte, zeigten Musiker ihr Können, oder besser gesagt, wir konnten hören, wie gut sie ihre Musikinstrumente beherrschten. Sehr lange haben wir dort gestanden und zugehört. Zum Schluss konnten wir auch nicht widerstehen und habe eine CD erstanden, so können wir uns zu Hause daran weiter erfreuen. Nun war es ja wirklich dunkler geworden und die Wirkung der Beleuchtung war enorm. Das große Reh hinter der Halle, mit vielen blauen Lichtern geschmückt, wirkte nun auch viel eindrucksvoller.
Allerdings fing es jetzt langsam an zu regnen und so fiel uns die Entscheidung, uns langsam auf dem Weg zum Flughafen zu machen, doch nicht so schwer. Wir hatten ja eigentlich noch genug Zeit, aber nach dem Desaster am Morgen wollten wir auch kein Risiko eingehen und lieber etwas eher einen Zug nehmen. Die letzten Fotos wurden geschossen und dann die UBahnstation aufgesucht, wo wir die Bahn Richtung Liverpoolstation nehmen konnten. Vor diesem Bahnhof wollten wir einen letzten Blick auf die Umgebung werfen, aber mittlerweile regnete es sehr heftig und so fiel diese Art Abschiednehmen flach. Deshalb suchten wir jetzt wirklich den Bahnsteig auf, wo der Stansted Express auch schon auf uns wartete. Glücklicherweise verlief diese Rückfahrt ohne Unterbrechungen und wir erreichten den Flughafen nach 45 Minuten. Wir hatten ja schon unsere Boardingcard und konnten so schnell durch alle Kontrollen und im Wartebereich dann endlich auch mal unsere Füße ausstrecken und uns etwas von dem doch anstrengenden Tag erholen. Schön wäre ja nun gewesen, wenn unser Flugzeug pünktlich angekommen und somit auch wieder pünktlich gestartet wäre. Aber eine letzte „Schikane“ hatte dieser Tag doch noch zu bieten. Hatten wir morgens das Glück mit einer großen Maschine fliegen zu können, kam abends wieder das kleine Maschinchen, wo man jede Wolke oder jeden Windhauch spürt. So wurde es nicht nur ein verspäteter Abflug, sondern auch ein sehr wackeliger Rückflug. Aber ich habe es ja nicht anders gewollt und obwohl ich froh war, endlich wieder auf dem heimatlichen Flughafen landen zu können, würde ich sofort wieder fliegen und einen Tag in London verbringen.
Glücklich, aber auch ganz schön geschafft, war ich dann um 24 Uhr wieder zu Hause. Heute, am Tag danach erfreue ich mich an meinen Bildern, werde gleich die CD einlegen und mich auch noch an der Musik erfreuen. Übrigens haben wir uns schon Gedanken gemacht, wann denn mal wieder ein „günstiger“ Tag für einen Besuch in London sein könnte.

Bericht zum Urlaub 2011 in Ungarn

In diesem Jahr war es mal anders, als sonst. Wobei, so ähnlich haben wir schon mal unseren Urlaub verbracht. Der Haupturlaub sollte eine Woche in einem Club in Ungarn im Ort Heviz sein. Der Weg dorthin ist aber ziemlich weit und so hatten wir die Idee, auf der Hin- und Rückreise Stationen in Österreich zu machen. Das hieß für uns, Werfenweng – Heviz – Burgenland.

Los ging es Mitten in der Woche, denn Ungarn war von Samstag bis Samstag gebucht. Start war also Mittwochmorgens um 4 Uhr in der Frühe. Leider bei strömendem Regen, der auch sehr lange anhielt. Aber je weiter wir nach Süden kamen, desto besser wurde es dann doch. Auf jeden Fall konnten wir hinter München schon die Berge in der Ferne sehen und fanden das auch ganz toll. Mittags waren wir dann in Bischofshofen, dort wollten wir ein paar Sachen einkaufen und gegen die Müdigkeit einen Espresso trinken. Dies konnten wir draußen machen und waren uns einig, dass wir morgens nicht damit gerechnet hätten, zur Mittagszeit bei schönem Wetter draußen zu sitzen. Nach dieser kleinen Stärkung wurde der letzte Teil der Strecke in Angriff genommen. Die Auffahrt zu unserem beliebten Bergdorf Werfenweng. Oben angekommen hatten wir das Gefühl „angekommen zu sein“ Den Ort kenne ich nun bald 40 Jahre und fand es toll, dass wir auf dem Hinweg einen Abstecher eingeplant hatten. Die Wanderschuhe waren diesmal nicht im Gepäck, denn es waren nur Spaziergänge geplant und dazu reichten einfache feste Schuhe. Aber leider machten uns das Wetter und unser Auto einen Strich durch die Rechnung. Unser Auto hat uns wirklich bis zur Pension gebracht und dann wollte es nicht mehr. Schluss aus- Werkstatt anrufen, die sich darum kümmerten und es wieder fahrtüchtig machten. Da wir ja nicht rumfahren, sondern Spaziergänge machen wollten, haben wir es nicht so dolle vermisst. Aber, wie schön erwähnt, das Wetter hatte uns dann doch eingeholt. Nur für den Mittwoch hatten wir es vor den Alpen gelassen. Am nächsten Tag hatten die Wolken die Berge überwunden und uns eingeholt. So wurde es wirklich ein Tag zum Ausruhen. Laut Wetterbericht sollte es Freitag besser werden. Aber zunächst hatten wir zu tun, es hieß nach unten zur Werkstatt zu fahren und das Auto wieder zu holen. Im Bergdorf hängen die Wolken ja gerne fest. Im Tal sieht das dann schon wieder anders aus. Es ist immer wieder eine interessante Erfahrung, die wir da machen. An diesem Tag sollte ja das so genannte „Schafischö“ stattfinden. Das heißt einige Schäfer und jungen Burschen aus dem Ort machen sich auf in die Berge und suchen die Schafe des Ortes zusammen, die dann nach unten getrieben werden. In Werfenweng werden die Schafe an dem Bauerladen erwartet, wo sich Urlauber und Einwohner die Wartezeit mit leckerem Essen, Getränken und mit zünftiger Musi vertreiben können. In diesem Jahr waren es sehr viele Schafe, die wieder nach Hause kamen. Es ist schon mal vorgekommen, dass Ende August ein Wintereinbruch auf den Bergen war und sehr viele Schafe dabei umgekommen sind. In diesem Jahr hatten alle Glück, denn eine Woche später hat es Österreich ja auch wieder mit heftigen Schneefällen erwischt.
So vergingen unsere Tage in Werfenweng doch sehr schnell, aber wir haben den Entschluss gefasst, dass wir „irgendwann“ mal wieder hinfahren. Zumal uns unsere Unterkunft in diesem Jahr sehr gut gefallen hat. Da ich den Ort und auch die Pensionen ja kenne, haben wir diesmal eine Pension ausgesucht, die sich direkt am Ortseingang befindet und von der wir eine wunderschöne Aussicht auf die Berge hatten. Das Haus ist sehr klein und so hatten wir sogar drei Aussichten, auf den Hochkönig, dem Hochthron und die Eiskögel. Natürlich konnte ich es nicht lassen und habe immer wieder Fotos gemacht, die ich in dem anderen Beitrag auch zeigen werde.
Samstag sollte es nun weitergehen nach Ungarn. Für uns hieß das einmal quer durch Österreich zu fahren. Der Morgennebel lichtete sich langsam und so wurde es ein sehr schöner, aber auch heißer Tag. Unterwegs sahen wir große Felder mit Kürbissen und stellten uns vor, wie viel gutes steirisches Kürbiskernöl davon gemacht wird. Die Fahrt war sehr abwechslungsreich, denn die Berge und Gegenden ändern sich ja sehr. Vor allem, wenn man von West nach Ost fährt. Die Strecke ging für uns über Bundesstraße und Autobahn. Und wir haben uns auch Zeit gelassen, zumal unsere Unterkunft uns erst ab 16 Uhr zur Verfügung stehen sollte. Aber wir mussten uns auch keine Gedanken darüber machen, dass wir zu schnell vorankommen und zu früh am Ziel sind. In Ungarn fuhren wir nur Landstraßen und die werden zurzeit größtenteils erneuert. Alle paar Kilometer gab es deshalb Baustellen, wo wir auch langsam fahren mussten. Gute neue Strecken wechselten sich mit alten und Baustellen ab. Interessant war der Unterschied. In Österreich, wir waren ja im Südburgenland über die Grenze gefahren, sahen die Orte genau so aus, wie in Ungarn. Der Unterschied war aber, dass die kleinen Orte dort sauberer waren und die Häuser schöne Anstriche hatten. Jenseits der Grenze sah es doch ein bisschen „schäbiger“ aus. Was mich nun doch wunderte, denn es sind ja nun doch schon einige Jahre vergangen, seit Ungarn auch Mitglied der EU ist. Aber mir schien es ja, dass erst einmal sämtliche Gelder in den Straßenbau gesteckt werden.
Wie auch immer, diese Orte hatten schon ein besonderes Flair, es gefiel uns schon immer. Und Eindrücke auf der Fahrt konnten wir ja reichlich sammeln. Auf einmal waren wir auch in Heviz und brauchten nur noch unsere Clubanlage suchen, was auch kein Problem war. Der Weg führte uns an dem weltberühmten Thermalbadesee vorbei. Er war von der Straße aus zu sehen und sah schon toll aus, da das Wetter sehr gut war, waren auch reichlich Badegäste im See. Leider habe ich von der Straße aus keine Fotos gemacht, denn der Weg von unserer Anlage dorthin war zu Fuß nicht so gut und mit dem Auto waren wir wenig unterwegs. Beeindruckend war aber auch das Kassenhaus am Nebeneingang, was ich öfter fotografiert hatte und in meiner Bildergalerie zu sehen ist.
Nun aber erst einmal zurück zu unserer Unterkunft. Es war eine sehr schöne saubere Clubanlage. Sehr weitläufig und man konnte auch sehr schön darin spazieren gehen. Wir merkten schnell, dass wir eine ruhige Saison erwischt hatten, am Pool war nicht mehr so viel Betrieb und es waren meist ältere Urlauber da. Aber uns sollte es ja recht sein, wollten wir doch in dieser Woche einfach mal ausspannen und uns verwöhnen lassen. Da wir ja ein so genanntes Studio hatten, konnten wir frühstücken und auch andere Mahlzeiten einnehmen, wann wir wollten und mussten auf nichts Rücksicht nehmen oder zu bestimmten Zeiten irgendwo sein. Nachdem wir unsere Unterkunft bezogen hatten, wurde kurz die nähere Umgebung erforscht und dann suchten wir den Fußweg zum Ort. Wer Trubel will, einkaufen wollte oder gut Essen und Trinken wollte, war dort in der Fußgängerzone gut aufgehoben. An solchen Orten setze ich mich ja gerne mal auf eine Bank und könnte ewig alles und jeden beobachten. Übrigens, die in meinen Augen unmögliche Mode der Männer, dunkle Socken zu kurzen Hosen zu tragen, haben auch andere Landsleute, sozusagen eine Unart quer durch Europa. Auf jeden Fall war es immer interessant und wenn es dabei ein leckeres Eis oder ein gutes Getränk gab, machte es noch einmal so viel Spaß. Ich hatte mir ja im Vorfeld Reiseführer für diese Gegend besorgt und so wussten wir, dass wir mal in die Weinberge von Egregy fahren sollten. Die Aussicht von dort oben war wunderschön und wir fanden dort ein Restaurant neben dem anderen. Es fiel einem richtig schwer, eins auszuwählen, wo wir ungarisch Essen wollten, deshalb haben wir den Ausflug auch zweimal gemacht, es hat sich jedes Mal gelohnt.
Eigentlich wollten wir uns auch Fahrräder leihen und Ausflüge machen, aber wir hatten ein tolles Wetter erwischt. Es war für die Gegend leider zu trocken, aber wir hatten richtig heißes Sommerwetter. Dadurch aber auch keine Lust zum Radfahren, denn wir schwitzten ja schon, wenn wir nur bummelten. Das bedeutete für uns, viel Zeit am Pool zu verbringen, ab und zu mal zum abkühlen ins Wasser zu gehen und in Ruhe in einem Buch zu lesen. Ausruhen pur! In unserer Anlage wurden unter anderem Massagen angeboten, was wir auch gerne in Anspruch genommen haben, so wurde das Wohlfühlgefühl immer größer.
Obwohl wir nicht viel mit dem Auto rumfahren wollten und es auch sehr heiß war, waren wir doch neugierig auf die unmittelbare Umgebung und haben doch mit dem Auto kleine Ausflüge unternommen. Es ging nach Keszthely an den Balaton. Zuerst ins Zentrum, wo auf dem Hauptplatz eine riesengroße Baustelle war. Wenn alles fertig ist, sieht es dort bestimmt sehr schön aus. Nachdem wir die Fußgängerzone einmal rauf und runter gegangen waren, wurde der Weg zum See gesucht. Dort ging es auch sehr ruhig zu, wie gesagt, es war eben schon Nachsaison. Auf den Ausflugsbooten waren nur sehr wenige, die eine Fahrt auf dem Plattensee machen wollten. Was wir in Heviz eigentlich nicht vermisst hatten, dort am See aber in großer Anzahl antrafen, waren Mücken. Riesen Viecher und die hatten uns auch schnell als Opfer auserkoren, so sorgten sie dafür, dass wir uns auch nicht mehr lange am See aufhielten und schnellstens den Rückweg antraten. Ganz anders war es am Kis Balaton, dem kleinen Balaton. Dieser kleine See liegt in einem großen Naturschutzgebiet und bietet vielen Tieren eine Heimat. Aber keinen Mücken, denn die haben wir dort nicht angetroffen. Dafür konnten wir die Idylle genießen. Für Angler schien es dort auch ein Paradies zu sein, denn am Ufer saßen sehr viele, die ihre Angel ins Wasser warfen.
So eine Woche vergeht ja doch sehr schnell und es nahte der Samstag, an dem wir unsere letzte Station –Neckenmarkt im Burgenland – ansteuern wollten. Bei schönstem Wetter hieß es dann Abschied nehmen von Ungarn. Diese eine Woche war nicht nur sehr erholsam, sondern hat uns auch wieder daran erinnert, dass wir früher in den Urlauben immer andere Währungen hatten, sei es die Lire, den Drachmen, Kronen oder Peseten. Vor jedem Einkauf wurde umgerechnet und auch die Umtauschkurse wurden beobachtet. Ich habe des Öfteren zuviel, zu wenig oder gar kein Trinkgeld gegeben, ich war doch aus der Übung. Aber selbst zu viel Trinkgeld war jetzt nicht schlimm, weil alles viel preiswerter als bei uns war und wenn sich der Kellner über den Betrag gefreut hat, war es für uns doch ein kleiner und tat der Urlaubskasse nicht wirklich weh.
Die Strecke nach Neckenmarkt war sehr gut ausgebaut und wir wurden auch nicht durch zu viele Baustellen gestoppt, hier waren die meisten Straßen bereits fertig erneuert. Es war sehr schön zu fahren und uns gefielen auch die Orte, durch die wir fahren mussten. Schneller als wir dachten waren wir am Ziel und sind auch gleich zu dem Winzer unseres Vertrauens gefahren, dort sollten nämlich unsere Hamburger Freunde mit ihrem Wohnmobilchen stehen und auf uns warten, Wir hatten sie überredet doch mal dort hin zu kommen, damit sie auch sehen, wo wir den leckeren Wein kaufen, den wir sehr oft mit ihnen auf Fehmarn getrunken hatten. Das Wetter war wunderschön, die Winzer waren alle mit ihrer Weinlese beschäftigt und wir wollten unseren Freunden ja etwas von der Gegend zeigen. Zuerst wollten wir aber unser Zimmer in dem Gasthof beziehen, wo wir immer wohnen, wenn wir dort sind. Nachdem dies alles geregelt war, sollte der erste Ausflug uns an den Neusiedler See führen. In den Ort Rust, wo viel Trubel im Seenbad war, denn dort fand ein Oktoberfest statt. Nun ja, manche lieben es und andere nehmen es eben hin. Am See wird ja hauptsächlich Weißwein angebaut, der auch sehr süß ist. Unser Winzer bietet sehr gute Weine von den Trauben Blaufränkisch und Zweigelt an. Zufällig hatte er auch den Heurigen offen. Viele Winzer bieten mehrere Male im Jahr ihren Wein mit leckerem Imbiß an. Unserer macht das 6 mal im Jahr und meist so 10 bis 14 Tage. Wir hatten Glück, denn am Sonntag war der letzte Tag und so sind wir an beiden Abenden dort eingekehrt. Sonntagmorgen wurde ein größerer Spaziergang durch die Neckenmarkter Weinberge unternommen. Wir waren ja schon öfter dort und konnten dann auch sehr viel erklären, es war für unsere Freunde eine kleine Bildungsreise, denn das Wissen über den Wein, was wir ja in den Jahren davor bekommen hatten, konnten wir weitergeben. Es sah aber auch so toll aus, die blauen Trauben, die in der Sonne so schön an den Rebenstöcken hingen. Nach diesem Spaziergang hatten wir einen Ausflug nach Ungarn, in die Stadt Sopron geplant. Es ist von dort ja wirklich ein Katzensprung und heutzutage gibt es so viele Wege, dass man im ersten Moment gar nicht merkt, dass man sich schon in Ungarn befindet. Zwar stehen noch die alten Zollstationen, aber inzwischen gibt es eben auch wieder Feld- und Radwege nach Ungarn, oder eben kleine Seitenstraßen. Sopron ist eine hübsche Stadt mit einem mittelalterlichen Stadtkern. Allerdings könnten viele Häuser dringend einen neuen Anstrich gebrauchen. Auch hier habe ich mich gewundert, warum das in den langen Jahren immer noch nicht geschehen ist. Nun ja, auch bei uns gibt es reichlich Orte, die einen Hauch von Schäbigkeit an sich haben. Auf jeden Fall waren die Tage mit unseren Freunden im Burgenland sehr schön. Bis auf einen Abend konnten wir auf unserer Terasse sitzen und zum Abschluß des Tages noch das eine oder andere Gläschen Wein geniessen. Beim Heurigen habe ich auch den Sturm getrunken, bei uns bekannter unter dem Namen Federweißer. Zum Abschluß des Urlaubs wurden von uns noch Einkäufe getätigt. Leckereien, die es hier nicht gibt, Kaffeebohnen, die dort noch günstiger sind und unsere Weinbestellung wurde am letzten Abend ins Auto gepackt. Unsere Urlaubsfreunde in Neckenmarkt haben uns auch mit ganz vielen leckeren Getränken versorgt. Wenn wir eine passende Gelegenheit haben, werden wir diese geniessen und an sie denken. Meist machen wir das Weihnachten, denn die Getränke sind etwas besonderes und so sollen sie auch an besonderen Tagen genossen werden.
Eh man sich versieht sind 2 Wochen Urlaub zu Ende und die Rückreise muss angetreten werden. Abschied wird genommen, etwas wehmütig, denn so oft kommen wir ja auch nicht dort hin. Sind es doch bis zu uns ca 1.100 Kilometer, die wir zurück legen müssen und die fährt man nicht mal so eben. Und man weiß nie, ob man beim nächsten Besuch die lieben Urlaubsfreunde noch antrifft. Leider hat die ÖBB, österreichische Bundesbahn die Autozugverbindung Wien – Düsseldorf eingestellt. Das war in den letzten Jahren so bequem. Wir sind morgens nach Wien gefahren, haben bis abends die Stadt besichtigt und abends ging es mit dem Zug heimwärts. Am nächsten Morgen waren wir mehr oder weniger entspannt am Ziel. Aber das ist eben nicht mehr möglich und so machten wir uns auf die weite Heimfahrt. Das Wetter meinte es sehr gut mit uns. Allerdings wollte unser Auto ab Würzburg nicht mehr weiter und so mussten wir es dort lassen und mit einem Leihwagen weiter fahren. Nun, man kann es nicht ändern und sich darüber ärgern bringt nicht allzu viel. Ich bin nur mal gespannt, wann unser Auto nach Hause kommt, denn irgendwann wird es per Sammeltransport nach Hause gebracht. Auf jeden Fall sind wir wohlbehalten angekommen und können jetzt von den schönen Erinnerungen zehren, bevor der Alltag uns wieder im Griff hat.

Bilder zu meinem Bericht werde ich in einem weiteren Beitrag zeigen.

Urlaub 2011 – Bilder zum Bericht

Hier sind nun die Bilder von dem Urlaub in diesem Jahr zu sehen. Einfach drauf klicken, wenn eine größere Ansicht gewünscht ist

Werfenweng im Salzburger Land

Ein Spaziergang im Ort




Unsere Pension Höchhäusel

und der Rundumblick bei Sonnenschein und im Regen






Schafischö 2011

warten auf die Schafe, bei leckerem Essen und Getränken

die Schafe werden auf dem letzten Stück der Strecke musikalisch begleitet

bald sind alle am Ziel

in diesem Jahr kamen viele Schafe nach unten

Club Dobogomajor

ein Spaziergang in der Clubanlage











Heviz

Eingang zum Thermalsee

einer der vielen Plätze und Straßen von Heviz, zu beachten ist dieser tolle blaue Himmel



Weinberge in Egregy

Ausblick von den Weinbergen auf Heviz und Umgebung


Blick auf die Weinberge von Heviz aus


Am Balaton in Keszthely





Eindrücke am Kis Balaton

Um auf die Insel zu kommen, mußte die interessante Holzbrücke überquert werden




Eindrücke aus Sopron in Ungarn

Häuser rund um dem Fö ter, dem Hauptplatz







Neckenmarkt im Burgenland

Rast beim Spaziergang durch die Weinberge

Ein alter ungarischer Wachturm steht heute in den Weinbergen und dient als Aussichtturm

Die Trauben sahen sehr verführerisch aus

Der Fahnenschwinger von Neckenmarkt, eine historische Figur

Bamberg

Bamberg und wenn eine eine Reise macht, dann kann sie viel erzählen.

Diesmal fing es schon mit der Fahrt zum Hauptbahnhof an. Wir waren diesmal zu viert, die eine Wochenendfahrt machen wollten. Treffpunkt war unser Bahnhof. Mit einer Freundin hatte ich mich rechtzeitig an der U-Bahnhaltestelle verabredet, wir wollten lieber eine Bahn zu früh als zu spät fahren. Die Bahn kam pünktlich und nach 2 Haltestellen stoppte sie und der Fahrer teilte uns mit, dass die Weiterfahrt sich verzögert, weil vor uns ein Unfall passiert ist. Na, das fing ja gut an. Was nun? Als erstes raus aus der Bahn und am besten ein Taxi rufen. Aber der Blick auf die Straße und in die Richtung aus der das Taxi kommen müsste, sagte uns, dass bei diesem Stau nichts kommen kann! Also, beschlossen wir zu Fuß zurück zu gehen und zu einer Stelle, die für ein Taxi gut erreichbar ist, eins zu bestellen. Das war auch leichter gesagt, als getan. Es dauerte ewig, bis wir eine Verbindung hatten und dann hätte ich noch einmal 12 Minuten auf ein Taxi warten sollen, in der Zeit wollte ich längst am Bahnhof sein. So wurde dann mein Bruder, der sein Auto auch bereit stehen hatte, gebeten uns zu fahren. Aber wie es nun einmal ist, blockieren andere die Kreuzung und auf der nächsten Straße ist auch ein Stau. Die Hoffnung, dass diesmal bitte der Zug Verspätung haben könnte, wurde durch ein Telefonat mit den beiden anderen, die sehnsüchtig auf uns warteten, zerstört. Man kann sich wirklich auf gar nichts verlassen!! Zum Glück hatten die beiden am Bahnhof sich um einen Ersatzzug gekümmert, der dann auch pünktlich kam und gute Sitzplätze fanden wir auch. So konnten wir uns dann endlich entspannt hinsetzen und die Fahrt genießen. Allerdings nur bis hinter Frankfurt, da gab es ein Gewitter und der Blitz hat in ein Stellwerk eingeschlagen. Nun standen wir und hatten haha Verspätung. Nun gut, was nützt es, wenn wir uns darüber aufregen, zum Glück fahren von Würzburg nach Bamberg öfter Züge und so erreichten wir unser Ziel mit einer Stunde Verspätung.

Unser Hotel direkt in der Bamberger Altstadt gelegen, war früher eine Mühle und wurde sehr schön umgebaut. Die Suite, die wir zu viert hatten, war sehr urig. Allerdings war Vorsicht bei den Balken angesagt. Kurz wurde die Umgebung gesichtet und wir machten uns zum ersten Mal auf den Weg. Bamberg ist eine sehr hübsche beschauliche Stadt. Die Altstadt besitzt den größten unversehrt erhaltenen historischen Stadtkern in Deutschland und ist seit 1993 als Weltkulturerbe in der UNESCO-Liste eingetragen. Hatte ich mich zuvor noch gewundert, warum die Stadt in die Liste aufgenommen wurde, bekam ich dann nach unseren Spaziergängen und nach einer geführten Stadtbesichtigung die Erklärung. In den vergangenen Jahrhunderten entstand ein schöner Stadtkern, eingerahmt vom linken und rechten Regnitzarm. Da ein Teil Häuser, die wunderschön am Fluss liegen, auch Klein-Venedig genannt wird, fuhren richtige Gondeln auf dem Kanal hin und her. Nett anzusehen war es auf jeden Fall. Interessant ist das alte Rathaus, das genau zwischen den beiden Flussarmen gebaut wurde. Wie in vielen Städten hat die Kirche zur Entwicklung beigetragen. Der Dom auf seinem Berg ist sehr beeindruckend. Die Aussicht auf die Stadt war einfach traumhaft und da konnte ich auch sehen, wie eng die Häuser in der Altstadt beieinander standen.
Durch die zentrale Lage unseres Hotels hatten wir nie weit zu laufen und konnten alles sehr genießen. Gleich um die Ecke war ein Brauhaus, wo wir Kellerbier getrunken haben, was uns sehr gut schmeckte. Ähnelt es doch auch sehr dem Düsseldorfer Altbier. Bamberg liegt ja im Frankenland, was für seinen Wein sehr bekannt ist, aber Bamberg ist bekannter für seine vielfältige Biertradition. Selten gibt es dort den Begriff Biergarten. Dort geht man zum Biertrinken „auf den Keller“ Im Mittelalter entdeckten die Bierbrauer, dass man in den Stollenanlagen, wo man Sand abbaute, das Bier bestens lagern konnte. Auf diesen Lagerkellern wurden Bäume gepflanzt und im Schatten traf man sich im Sommer zum Biertrinken. Und wie bereits erwähnt, das Kellerbier hat uns allen geschmeckt.

Samstag war unser Tag der Stadtbesichtung, zuerst zu Fuß und dann mit dem Schiff. Man glaubt es ja kaum, aber wir haben eine Hafenrundfahrt gemacht. Unsere Abfahrt war Am Kranen. Es ging vorbei an Klein-Venedig mit Blick auf Dom und Michaelsberg, regnitzabwärts bis zur Kleinschleuse bei Gaustadt, die letzte noch in Betrieb befindliche Schleuse des einstigen Ludwig-Donau-Main-Kanals, weiter auf der Großschifffahrtsstraße Rhein-Main-Donau-Kanal in den Staatshafen und zurück. Im Hafen lagen einige sehr große Kreuzfahrtschiffe, die dort einen Tag halt machten.
Zu unserer Freude und Unterhaltung fand an unserem Wochenende Canalissimo 2011 am Kanal statt. Es gab reichlich zu essen, was wir aber gar nicht genutzt haben, denn in den Gaststätten bzw. Bierbrauerei haben wir fränkische Spezialitäten zu uns genommen. So haben wir die tolle Musik bei eins, zwei, drei Gläsern Aperol Gespritzter genossen. Die Musik war am Freitagabend so klasse, dass es uns sogar egal war, dass wir mit dem Regenschirm vor der Bühne standen.
Gerne gehen wir ja auch in Geschäften bummeln, wenn wir unterwegs sind, aber diesmal sind wir irgendwie nicht so richtig dazu gekommen. Allerdings muss ich auch sagen, dass wir oft das Gefühl hatten, man will dort nichts verdienen. Wenn im Sommer in großen Mengen die Touristen kommen, könnte ein viel größerer Gewinn erzielt werden, wenn beispielsweise am Samstag an einer Haupteinkaufsstraße die Geschäfte nicht schon um 14.00 oder 15.00 Uhr schließen. Nun gut, wir haben dadurch den einen oder anderen Euro gespart.
Und so konnten wir in Ruhe noch einmal einiges, was uns vormittags bei der Stadtführung erklärt wurde, anschauen. Wir wussten nun, die man erkennt, ob das Fachwerk ein echtes ist und vor Jahrhunderten verputzt werden musste, weil ein Herrscher über die Stadt mal wieder modische Ideen hatte. Viel Fachwerk wurde wieder freigelegt und die Häuser sahen sehr schön aus. Die ehemaligen Fischerhäuser von Klein-Venedig konnten wir nun auch altersmäßig zu ordnen. Ältere Häuser hatten nur ein Stockwerk, später gebaute hatten 2 oder sogar 3 Etagen. Als wir im Dom waren, wussten wir auch worauf wir achten sollten und hatten auch das Wissen über das Herrscherpaar Kunigunde und Heinrich. Auf dem Michaelsberg steht ein ehemaliges Benediktinerkloster. In der Klosterkirche wurde die Decke mit 600 Pflanzen bemalt. Sehr beeindruckend fand ich das. Auch hier hatten wir wieder einen schönen Blick auf die Stadt, wegen des Regens habe ich aber auf Bilder verzichtet. Auf dem Benediktinerweg ging es wieder runter in die Stadt, um unsere letzte Runde am Sonntag zu drehen. Denn mittags wollten wir wieder Richtung Heimat starten.

Und da begann das Abenteuer der Reise – Teil 2. Kam unser Regiozug noch einigermaßen pünktlich, erwartete uns in Würzburg wieder eine Überraschung. Irgendwann kam die Durchsage, dass unser Zug gut ausgelastet ist und wer keine Reservierung habe, möge doch bitte auf andere Züge ausweichen. Nun gut, uns traf das nicht, hatten wir doch Plätze und waren guter Hoffnung pünktlich starten zu können. Diese wurde mit der nächsten Durchsage zerschlagen. Ein paar Minuten Verspätung wurden angekündigt, nun, wer kennt das nicht. Aber dann kam der Hammer, es wurde mitgeteilt, dass der vordere Zug in Würzburg abgetrennt werden müsse. Er hatte einen Triebschaden, alle sollten in den hinteren Wagen einsteigen. Zum Glück waren unsere Plätze im hinteren Wagen. Aber das Abtrennen dauerte und es kamen immer wieder Durchsagen, wer aussteige und einen anderen Zug nutzen würde, bekäme sofort einen Gutschein über 25 Euro. Ich habe einige Leute gesehen, die dann auch ausgestiegen sind. Wir sind dann mit 45 Minuten Verspätung abgefahren. Ausgerechnet am Sonntag fährt dieser ICE nur bis Köln, sonst geht es weiter. Für uns hieß es auch wieder, der Anschlusszug ist weg und wir müssen sehen, welcher dann fährt, wenn wir in Köln ankommen. Das Personal hatte reichlich zu tun, Verbindungen raussuchen und auch Reservierungen für größere Gruppen zu organisieren. Aber im Großen und Ganzen hat es bestens geklappt. Allerdings sind wir auch am Sonntag wieder mit einer Stunde Verspätung eingetroffen. So direkt nach der Fahrt sage ich für mich, die nächste Tour mache ich mit einem Zug, der durchfährt, ohne mir Gedanken über Anschlusszüge machen zu müssen. Aber wer weiß, welche Stadt uns beim nächsten Mal lockt und durch ihre Atmosphäre alle Unannehmlichkeiten vergessen lässt.
Ich kann nur sagen, Bamberg ist eine Reise wert!

Fehmarn 2011

Es mag ja manchem langweilig vorkommen, wenn ich immer wieder nach Fehmarn fahre und davon berichte, aber für mich wird es dort nie langweilig werden. In diesem Jahr war ja nur ein \“Kurzurlaub\“ geplant, der auch leider viel zu schnell vorbei ging. Aber schon die Vorfreude auf die Insel gehört für mich zum Urlaub dazu und wenn ich dort ankomme, fühle ich mich auch sofort wohl. Unser Ankunfttag war sehr stürmisch, leere LKWs und Autos mit Anhänger durften nicht über die Fehmarnsundbrücke fahren. Auf der Insel angekommen, wurden auch direkt die Fenster des Autos geöffnet und tief durchgeatmet. Diese Luft – einfach klasse! Meer und Raps, die Kombination finde ich klasse. Geplant hatten wir einige Radtouren. Ich wollte Fotos von der Brücke machen und auch zum Flügger Leuchtturm fahren, der voriges Jahr noch voll eingerüstet war. Leider war der Leuchtturm noch nicht fertig renoviert, aber was ich sehen konnte, hat mir sehr gut gefallen. Nur müssen jetzt alle Ansichtskarten und Poster und was weiß ich noch alles auf den neuesten Stand gebracht werden, denn der Turm sieht nun ganz anders aus. Auch in diesem Jahr habe ich die Erfahrung gemacht, dass man meist Gegenwind beim Radfahren hat, denn merkwürdigerweise dreht er laufend. Aber das sollte uns nicht hindern, kleinere und größere Touren zu machen. Im vorigen Jahr hatten wir uns schon vorgenommen, einen Tagesausflug nach Dänemark zu machen. Schließlich ist die Insel Lolland sehr gut zu erreichen. In diesem Jahr haben wir es dann auch wahr gemacht. Morgens früh um 9 Uhr sind wir Richtung Fähre gestartet und waren abends um 21 Uhr wieder zurück. Es war ein wunderschöner Tag, allerdings habe ich keine Fotos gemacht, denn die schönen Häuser, netten Orte kann man am besten vor dem geistigen Auge in Erinnerung behalten, auf Bildern würde es einfach nicht so gut wirken. Deshalb zeige ich hier auch nur ein Bild von der Brücke, Mohnblumen im Rapsfeld und ein Foto vom Leuchtturm. Die Düfte, die ich beim Radfahren einatmen durfte kann ich auch nur schreiben, da muss jeder seiner Fantasie freien Lauf lassen. Den Duft des Meeres und der Rapsfelder habe ich schon erwähnt, hinzu kamen aber auch die wunderschönen Heckenrosen- und Weißdornbüsche. Ein Erlebnis des Sinne, wirklich!
Wie schon geschrieben, war es nur ein Kurzurlaub, sozusagen sollte zwischendurch mal mein persönliches Akku aufgeladen werden. Und es hat gut getan, liebe Freunde zu treffen, lustige Stunden zu verbringen und um die 200 km mit dem Rad gefahren zu sein.
Und hier nun meine kleine Bilderauswahl, zum Vergrößern einfach draufklicken



Bilder zum Londontripp 2011

Hier kommen nun die Bilder, die ich in diesem Jahr gemacht habe, zur Vergrößerung einfach drauf klicken

Liverpool Street Station und die tolle Deckenkonstruktion


3 mal typisch London: die rote Telefonzelle, der rote Briefkasten und der rote Doppeldeckerbus

Neben Westminster Abbey: St.Margaret\’s Church und Big Ben

Blick von der Wetsminster Bridge Richtung London Ey und mit auf dem Bild das obligatorische schwarze Taxi

Mal mit eindrucksvoller Laterne und mal ohne, ein Teil des Parlamentes und der Turm mit der berühmten Glocke:

Sind die blühenden Bäume nicht schön anzusehen? Der Rasen vor dem Buckingham Palast ist anscheinend frisch gemäht worden

Der Platz vor dem Palast und hier ist auch die fast fertige Tribüne zu sehen und was fährt da? Diesmal ein graues Taxi

Szenen der kleinen Wachablösung



Diesmal im Green Park: wieder ein schöner Baum, diesmal mit einer Verkaufsbude, aus der es lecker nach Waffeln duftete

Harrods macht Werbung mit einem eigenen Bus, der gegenüber stand

Harrods hatte \“Schweizer Woche\“

das wunderschöne alte Kaufhaus Liberty

Am Piccadelly Circus ist immer etwas los

Blick zum Tower vom Tower Hill aus

Das Gelände rund um den Tower und die Tower Bridge

Eindrucksvolle Mauern am Tower und im Hintergrund \“The Gherkin\“

Eindrücke beim Überqueren der Tower Bridge


Blick zurück, die Türmchen des Towers sind sehr gut zu sehen und noch einmal das auffallende Bürogebäude

Pubs, die ich unterwegs entdeckt habe und denen ich nicht widerstehen konnte. Ein Foto musste gemacht werden



ein toller Anblick, gleich mehrere der schönen Telefonzellen nebeneinander

\“unser\“ Flugzeug ist gelandet und wird für den Rückflug vorbereitet