Autoreninterview – Julia Drosten

Vor einigen Jahren habe ich Horst und Julia Drosten bereits interviewt und in diesem Jahr haben sie sich hinter einem Türchen im sprechenden Adventskalender versteckt und mir einiges verraten. Sogar etwas mehr, als Ihr hier nachlesen könnt. Hört Euch den Beitrag an, einfach auf das Bild klicken und danach kann in Ruhe alles gelesen werden oder umgekehrt.

Vielen Dank, liebe Julia und lieber Horst, dass Ihr bereit ward und mit mir das Gespräch geführt habt und hier kommen nun die schriftlichen Fragen und Antworten:


Gibt es ein weihnachtliches Ritual, dass Ihr als Kinder geliebt habt und jetzt als Erwachsene immer noch pflegt?

Der Weihnachtsbaum wird ganz bunt und mit vielen verschiedenen Kugeln und Anhängern geschmückt. Das war ein Ritual aus Julias Kindheit. Unter dem Weihnachtsbaum liegen außerdem immer noch die Geschenke für Horsts inzwischen erwachsene Kinder und ein großer Teller mit Süßigkeiten. Ein weiteres Ritual ist, dass Horsts Kinder sich das Weihnachtsessen wünschen dürfen und auch Extrawünsche berücksichtigt werden.

Wenn Ihr eine Weihnachtskurzgeschichte schreiben solltet, was wäre der Inhalt?

Die wichtigste Botschaft zu Weihnachten ist für uns, die der Nächstenliebe und des Friedens auf Erden, nicht nur für die Menschen, sondern für alle Kreaturen. Darum würde es in unserer Weihnachtsgeschichte gehen.

Lest Ihr gerne Weihnachtsbücher? 

Wir suchen nicht danach, aber wenn uns eines begegnet und es uns von der Thematik anspricht, warum nicht. Charles Dickens Weihnachtsgeschichte ist so ein Beispiel.


Habt Ihr einen Weihnachtslieblingsfilm?

Eigentlich kommen ja immer dieselben Filme zu Weihnachten, die wir schon in- und auswendig kennen und die daher ein wenig abgedroschen wirken. Filme, in denen Kriege und Waffen eine Rolle spielen, finden wir zu Weihnachten unpassend.

Weihnachtslieder – da gibt es eine große Auswahl – nennt mir Euer liebstes Lied und welches Ihr gar nicht mögt. Welche Musik hört man bei Euch zu Weihnachten? (auch Nicht-Weihnachtliches)

Mit Popmusik verhält es sich ähnlich wie mit Weihnachtsfilmen. Man kann den Songs nicht entkommen und wir haben sie deshalb ein wenig satt. Schön finden wir Mariah Carey oder Celine Dion, aber auch die alten deutschsprachigen Weihnachtslieder wie Stille Nacht, Bachs Weihnachtsoratorium , Air, ebenfalls von Bach oder Vivaldis Winter aus den Vier Jahreszeiten.

Es gibt ja reichlich besondere Süßigkeiten im Advent, habt Ihr da irgendwelche Vorlieben?

oh ja, Christstollen, Baumstämme (die mit dem Nougatkern im Marzipan), Herrenschnitten


Habt Ihr einen Lesetipp für uns?

Alle Bücher von Julia Drosten ;-), dann die biblische Weihnachtsgeschichte. Allerdings sind unsere Meinungen da geteilt.

Folgendes Interview wurde am 11. März 2018 veröffentlicht:

Julia und Horst Drosten mit Malte*
 
 
 
Liebe Julia, lieber Horst,
ich freue mich, dass ihr Euch die Zeit nehmt und mir einige Fragen beantwortet.  Als ich mich auf diesen Beitrag vorbereitet habe, stellte ich fest, dass wir im Oktober 2014 zum ersten Mal Kontakt zueinander aufgenommen hatten.  Das heißt, ich bin irgendwie auf das Buch „Die Löwin von Mogador“ aufmerksam gemacht worden und habe es mit Begeisterung gelesen. Oft sende ich den Autoren einen Link zu  meiner Rezension. Das war damals der Fall und seitdem haben wir uns öfter gesehen, was ich auch ganz toll fand. Gerade unsere Gespräche  und unseren Austausch fand ich sehr erfrischend.
 
Unser erstes Treffen fand im September 2015 in Düsseldorf statt. Geplant war ein größeres Treffen, aber am Ende war es eine kleine feine Runde und wir konnten uns wunderbar zu allen möglichen Themen austauschen. Nun könnte man ja meinen, es gibt von meiner Seite aus nichts mehr zu fragen, aber dem ist nicht so und ich wiederhole mich auch gerne, denn jetzt haben wir die Möglichkeit, dass wir mehr Interessierte an unserem Austausch teilhaben lassen können
 
 
Und nun habe ich mich genug mit der Vorrede aufgehalten und lege endlich los.
 
Julia und Horst, Ihr habt Euch vor ein paar Jahren kennen gelernt und zueinander gefunden. Wie seid Ihr auf die Idee gekommen, gemeinsam Bücher zu schreiben?
 
 
Wir haben ziemlich schnell festgestellt, dass schon lange jeder von uns den Wunsch hatte, zu schreiben. Als wir uns kennenlernten durchlebten wir gerade schwierige Zeiten. Also haben wir uns zusammengesetzt und unsere Geschichten aufgeschrieben. Das war wie eine Therapie. Wir sind dann beim Schreiben geblieben, aber bis jetzt überwiegend von historischen Romanen.
 
 
 
Hat jeder von Euch vorher schon etwas geschrieben?
 
Julia: Als Kind Pferdecomics
Horst: Als Jugendlicher Liedtexte
 
Woher kommen die Ideen?
 
Die Ideen finden uns. Wir hören, sehen oder lesen etwas. Manchmal ergibt sich eine Idee aus einem Gespräch, wenn der Gesprächspartner etwas Bemerkenswertes oder Komisches erzählt, manchmal sehen wir eine Doku im Fernsehen zu einem historischen oder zeitgenössischen Thema. Unsere ersten drei Romane waren Auftragsarbeiten, bei denen der ungefähre Rahmen vom Verlag vorgegeben war.
 
Kann es sein,  dass beim Schreiben auch schon Ideen für ein weiteres Buch auftauchen? Oder konzentriert Ihr Euch ganz und gar auf das, was gerade geschrieben wird.
Durch die Recherche können wir schon auf eine Idee für ein anderes Projekt stoßen. Die notieren wir dann und heben sie auf, um sie vielleicht irgendwann umzusetzen.
 
Wenn Ideen kommen, wie werden sie festgehalten, in einem Ideensammelbuch oder ähnliches?
 
Wir haben eine Ideenliste auf unserem PC.
 
Die Handlungen Eurer Bücher spielen ja meist in der Vergangenheit, habt Ihr schon mal überlegt, ob Ihr mal in einem ganz anderen Genre  schreiben möchtet, zum Beispiel einen Krimi?
 
Der Gedanke taucht immer wieder auf. Horst möchte gerne ein Kinderbuch schreiben, Julia zeitgenössische gesellschaftsrelevante Themen aufgreifen. Im Moment fehlt dafür leider die Zeit.
 
Ich finde es klasse, wie Ihr Euch auf Eure Bücher vorbereitet. Ihr macht tolle Recherchereisen während Eures Urlaubs. Könnt Ihr Euch denn dabei auch etwas erholen?
 
Bei den Recherchereisen konzentrieren wir uns auf unsere Recherche. Das finden wir sehr interessant und fesselnd. Erholen können wir uns sehr gut zuhause in unseren Schreibpausen.
 
Ihr habt ein Buch geschrieben, dass in der Gegenwart spielt, darauf hat Horst sich ja ganz besonders vorbereitet, möchtest Du uns darüber ein bisschen mehr berichten?
 
Horst: Ich habe einen Imkerkurs für das Buch gemacht. Ich habe unheimlich viel gelernt und die Problematik, die Bienen in unserer Welt haben viel deutlicher begriffen. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir die kurze Zeit, die ein Bienenvolk nur hat, um zu sammeln und sich zu vermehren. Sie dauert nur von April bis August.
 
Habt Ihr als Kinder auch schon Bücher gelesen und wenn ja, welche?
 
Horst: Abenteuerromane wie Die Schatzinsel und Robinson Crusoe
Julia: Kinderbuchklassiker von Max Kruse (Löwe), Astrid Lindgren (Michel, Pipi, Kinder aus Bullerbü, Erzählungen) und Otfried Preussler (Krabat, Kleiner Wassermann, Kleine Hexe). Außerdem jede Menge Mädchen und Pferde Romane und Kinderkrimis (5 Freunde).
 
Wenn Ihr eine Reise in die Vergangenheit machen könntet, welchen Autor würdet Ihr gerne besuchen und sich mit ihm/ihr unterhalten?
 
Julia: Astrid Lindgren. Sie hat so toll über Kinder und die leichten und schweren Dinge eines Kinderlebens geschrieben.
 
Horst: Karl May, der hatte Fantasie ohne Ende, da er die ganzen Orte über die er schrieb ja nie gesehen hat.
 
Wie sieht Euer Autorenalltag aus. Ich weiß, dass Du Julia noch berufstätig bist. Wann nehmt Ihr Euch die Zeit zum Schreiben?
 
Jeden Tag außer Montag, dafür auch am Wochenende.
 
Übernimmt jeder einen bestimmten Part oder schreibt jeder etwas und es wird ausdiskutiert und dann zusammen geführt?
 
Wir diskutieren vorher sehr ausführlich und machen uns Stichpunkte, dann schreibt einer den ersten Entwurf der Szene, der andere verfeinert danach. Parallele Recherchen machen wir beide gleichzeitig und sammeln sie in einer gemeinsamen Datei.
 
Vielleicht wurde das schon beantwortet, aber vorsichtshalber frage ich noch einmal danach. Julia, kannst Du Dich durchsetzen, wenn es zum Beispiel darum geht, die Frau besonders darzustellen?
 
Klar. Wir lassen uns gegenseitig ausreden, hören zu und lassen uns das durch den Kopf gehen. Horst vertraut mir auch, wenn es um die Gestaltung der Frauenfiguren geht und ich ihm bei den Männerfiguren.
 
Wie lange schreibt Ihr an einem Buch?
 
Ein Jahr
 
Welches von Euren Büchern ist Euer Lieblingsbuch, oder habt Ihr alle gleich lieb 😉
 
Das neueste hat natürlich immer unsere größte Aufmerksamkeit, aber wir können nicht sagen, dass eines uns lieber oder wichtiger ist als die anderen.
 
Mir geht es ja oft so, wenn ich in ein Buch eintauche, dann sind die Personen für mich real, ich leide mit ihnen und freue mich. Ich kann dann nicht sofort mit dem Lesen des nächsten Buches beginnen. Wie ist es bei Euch? Könnt Ihr die Figuren loslassen? Könnt Ihr Euch sofort mit einem weiteren Buch beschäftigen?
 
Nach einem Jahr harter Arbeit sind wir auch froh, unsere Buchkinder in die Welt zu entlassen. Aus der Geschichte innerlich auszusteigen, dauert allerdings eine Weile. Deshalb machen wir immer Pause zwischen den Büchern.
 
Meist frage ich ja, ob die Ehefrau oder Ehemann das Buch zuerst lesen darf, die Frage erübrigt sich hier ja 😉  aber wer liest Eure Bücher zuerst
 
Unsere Lektorin.
 
Habt Ihr besondere Hobbies, die Ihr mir verraten möchtet? 
 
Julia: Yoga, lesen, Filme schauen
Horst: Laufen, leider habe ich wegen einer Knie-OP schon länger Pause; Filme schauen
 
Habt Ihr eigentlich Zeit um Bücher Eurer Kollegen zu lesen?
 
Leider viel zu wenig, weil wir immer so viel für unsere Recherchen lesen müssen. Zuletzt Beneath a scarlet Sky von Mark Sullivan, ein sehr berührender Roman, der während des zweiten Weltkriegs in Italien spielt.
 
Ich weiß, dass Ihr zu einer Gruppe Autoren gehört, die sich auf der Frankfurter Buchmesse mit dem tollen roten Autorensofa präsentieren. Wie wichtig ist Euch der Kontakt zu Lesern.
 
Der direkte Kontakt und Austausch ist uns sehr wichtig. Dafür ist die Messe in Frankfurt natürlich toll. Wenn wir Bücher in unserer Stadt verkaufen, bringen wir sie immer selber vorbei. Wir machen auch Lesungen und daraus ergeben sich tolle Gespräche mit Lesern oder wir veranstalten eine Leserunde bei Lovelybooks. Ein besonders gemütlicher Rahmen dafür war die Wohnzimmerlesung bei dir, besonders wenn es noch so leckeren Kuchen gibt.
 
 
Nun habe ich so viel gefragt und bestimmt auch wieder etwas vergessen, deshalb möchte ich Euch hier die Möglichkeit geben, uns Lesern etwas mitzuteilen.
 
Wir bedanken uns für die vielen netten und zum Teil schon langjährigen Kontakte. Und wir bedanken uns besonders, dass ihr uns bei jedem neuen Roman wieder euer Vertrauen schenkt, dass wir euch ein paar schöne Lesestunden bereiten.
 
Gerne frage ich ja meine Interviewpartner, was ihnen zu bestimmten Begriffen oder Namen einfällt, bei Euch mache ich da auch keine Ausnahme und bitte darum, dass jeder von Euch beiden, etwas dazu schreibt:
 
Erich Kästner
 
Julia: Großartige Kinderbücher. Mein Lieblingsbuch ist Das doppelte Lottchen. Und eine zu Herzen gehende Ballade über das Leben: Die dreizehn Monate, Bücherverbrennung und Schreibverbot in der Nazizeit
Horst: Dresden, seine wunderschöne Geburtsstadt, Verbrennung seiner Bücher in der Nazizeit, der „kleine Dienstag“, wunderbar erzählt im Film „Erich Kästner und der kleine Dienstag“
 
Hanni und Nanni
 
Horst: nichts
Julia: Ich habe lieber Dolly gelesen
 
Vom Winde verweht
 
Horst: Clark Gable, der Sezessionskrieg
Julia: Ganz großes Hollywoodkino mit einer umwerfenden Filmmusik

*nun möchte ich aber auch noch etwas über Malte schreiben, vielleicht hat sich schon jemand Gedanken gemacht, weshalb er mit aufs obige Bild gekommen ist. Ich selber habe den liebenswerten kleinen Kerl ja schon kennen gelernt, möchte Euch jetzt aber noch fragen, wie er den Weg zu Euch gefunden hat.

Malte ist bei uns eingezogen, als wir eine Autorenvorstellung für das Autorensofa drehen sollten und überlegt hatten, dass wir uns dafür von einer Handpuppe \“interviewen\“ lassen. Im örtlichen Spielzeuggeschäft haben wir Malte auf einem Schaukelpferd gesehen und uns sofort für ihn erwärmt. Nachdem wir den Film fertig hatten, waren wir verblüfft, wie lebendig er wirkte – aber er kommt ja auch von der Firma Living Puppets. Manchmal setzen wir Malte bei Lesungen ein, z.B. für Kinderstimmen in \“Die Honigprinzessin\“ oder wir machen kleine Marketingfilmchen, in denen er eine Rolle hat oder Fotos zu Marketingaktionen. Wer bei Youtube Julia Drosten eingibt oder bei FB #LivingPuppets findet unseren Malte. In seiner Freizeit ist Malte BVB Fan und schaut mit Horst Fußball. Gesprochen und gespielt wird Malte übrigens immer von Horst.

Übrigens, Malte war auch schon bei mir zu Hause, ein Beweisfoto habe ich weiter unten eingestellt und nun liebe Julia, lieber Horst,
 
möchte ich mich vielmals dafür bedanken, dass Ihr Euch die Zeit genommen und meine Fragen beantwortet habt.

 

Und an dieser Stelle zeige ich oft Bilder der Bücher, die von den Autoren veröffentlicht wurden, wenn es allerdings den Rahmen sprengt, dann stelle ich gerne den Link zur

Autorenseite bei Amazon ein: klick hier
Wer gerne weiterhin informiert werden möchte, kann dies auf dieser Seite: klick hier

 

Und weil ich mich immer freue, wenn ich Euch sehe, zeige ich hier noch ein paar Bilder. Auf der Buchmesse in Frankfurt habe ich Euch am Stand des Autorensofas besucht.

 

Aber die Krönung aller Treffen,
war in meinen Augen die Wohn-
zimmerlesung bei mir

Und Malte war auch mit
später hat er sogar etwas
lesen dürfen

Autoreninterview – Brigitte Teufl-Heimhilcher

Brigitte Teufl-Heimhilcher liest aus 
ihren Büchern 
Liebe Brigitte,
  
ich freue mich, dass Du bereit bist, meine Fragen zu beantworten. Bevor ich mir Fragen für das Interview überlege, sehe ich immer nach, wann ich wo Kontakt zur Autorin aufgenommen habe. Ich habe im August 2013 ein Buch von Dir gelesen und danach Dich angeschrieben. Es folgte eine sehr lange und interessante Diskussion über unsere eigentlich gemeinsame Sprache.
Im August 2016 waren mein Mann und ich während unseres Österreichurlaubs im Burgenland und dort haben wir uns getroffen.  Ich fand es ganz toll, dass Du mit Deinem Mann uns dort besucht hast und wir einen sehr schönen Abend verbracht haben. Leider fiel mir erst sehr spät ein, dass ich gerne ein Foto von uns beiden hätte. So entstand zu später Stunde dieses
Aber nun genug der Vorrede, ich starte jetzt mit meinen Fragen:
Wenn ich das richtig recherchiert habe, dann hast Du als erstes Bücher über Allergien mit Ratschlägen und Rezepten geschrieben.  Wie bist Du auf die Idee gekommen, denn die meisten versuchen mit einer Allergie klar zu kommen und schreiben kein Buch darüber?
Einerseits bin ich halt ein kommunikativer Mensch und mit dem Thema Allergien immer sehr offensiv umgegangen, andererseits hatte ich das Glück auf eine sehr hilfreiche Therapie zu stoßen, die anfangs für mich aber „seltsam“ anmutete. Also begann ich, eine Art Tagebuch zu schreiben. Selbstverständlich habe ich auch meiner Therapeutin davon erzählt, sie fand mein Tagebuch recht unterhaltsam – daraus entstand dann die Idee, gemeinsam ein Buch zu schreiben, um die Sicht der Therapeutin ebenso zu vermitteln wie jene der Therapierten. Ich verdanke dieser Methode übrigens sehr, sehr viel!
Inzwischen bist Du nicht mehr als Immobilien-Fachfrau tätig, sondern konzentrierst Dich ganz und gar auf Deine Autorentätigkeit. Ich würde gerne wissen, wie es damals dazu gekommen ist, dass Du Autorin von heiteren Gesellschaftsromanen wurdest.
Wie fast alle Autorinnen kann ich darauf antworten: Ich habe schon immer gerne geschrieben. Diese Antwort ist zwar wenig originell, aber wahr. Als Schülerin waren Deutsch-Schularbeiten für mich eine erholsame Freistunde, als Hausverwalterin habe ich Protokolle ebenso gerne verfasst wie seitenlange Stellungnahmen an uneinsichtige Hausvertrauensleute.
Dazu kam, dass ich mich als Immobilien-Fachfrau immer wieder darüber geärgert habe, dass Vertreter meines Berufsstandes, so sie in einem Roman vorkamen, entweder als Betrüger, oder zumindest als gierige Schädlinge dargestellt wurden. Also habe ich beschlossen, einen Roman über eine patente Hausverwalterin zu schreiben. So entstand beispielsweise mein Roman „Humor und Hausverstand erwünscht“. Auch in meinem neuen Roman wird ein Hausverwalter eine entscheidende Rolle spielen. Mittlerweile habe ich allerdings auch schon über Selfpublisher und Buchhändler geschrieben.
Du schreibst Geschichten, die aus dem Leben gegriffen wurden, humorvoll und doch auch mit ernsthaftem Hintergrund. Hast Du Dir mal Gedanken gemacht, in einem anderen Genre zu schreiben, wie zum Beispiel ein historisches Buch oder einen Krimi?
Die historischen Romane überlasse ich lieber den Historikern, um es ordentlich zu machen, braucht man dazu ein fundiertes Wissen um die Lebensumstände dieser Zeit.
Soft-Krimis könnten mich schon interessieren. Da du alle meine Bücher kennst weißt du vielleicht noch, dass in einigen (Liebe, Macht und rote Rosen, aber auch Der liebe Gott und sein teuflisches Bodenpersonal) Krimikomponenten enthalten sind. Allerdings bin ich beim Schreiben nicht der große Plotter, ich lasse mich von meinen Personen gerne treiben – das könnte beim Krimi schwierig werden.
Hast Du als Kind gerne Bücher gelesen und wenn ja, an welche erinnerst Du Dich?
O ja, ich habe mir zu allen Festen Bücher gewünscht und war Stammgast in der städtischen Bücherei. Besonders in Erinnerung geblieben sind mir „Das doppelte Lottchen“, „Die Hochreiter-Kinder“ und „Meine Freundin Rosine“.
Wenn Du in die Vergangenheit reisen könntest, welchen Autor möchtest Du dann mal treffen und weshalb?
Erich Kästner, Georgette Heyer und Utta Danella – einfach, weil sie zu meinen Lieblingsautoren gehören.
Gibt es ein Buch, das Du unbedingt mal lesen möchtest, es aber bisher noch nie geschafft hast?
Abgesehen von einem riesigen (teils virtuellen) Stapel ungelesener Bücher, sind es bei mir eher die Sachbücher, die liegen bleiben, obwohl ich sie im Grunde lesen möchte. Ach, hätte der Tag nur 36 Stunden 😉
Hast Du überhaupt Zeit Bücher Deiner Kolleginnen und Kollegen zu lesen?
Die Zeit nehme ich mir, teils auch als Testleserin.
Wie lange schreibst Du an einem Buch?
Mit allem Drumherum cirka ein halbes Jahr (bei einem Seitenumfang von etwa 200 Seiten), wobei die reine Schreibzeit maximal die Hälfte der Zeit ausmacht. Der Rest ist Überarbeitung, warten auf Testleser, Überarbeitung, warten auf Lektorat, Überarbeitung …
Wie sieht Dein Autorenalltag aus?
Ich erledige vormittags das „Drumherum“, der Nachmittag gehört dem Schreiben.
Gibst Du Deinem Mann Deine Bücher vor Veröffentlichung zu lesen?
O ja, er ist einer meiner Testleser.
Ich habe mitbekommen, dass Du vor Publikum aus Deinen Büchern vorliest. Danach hast Du Dich sicher mit den Zuhörern unterhalten. Hast Du sonst noch Kontakt zu Deinen Lesern, bist Du damit zufrieden oder möchtest Du da noch etwas ausbauen?
Der direkteste Austausch mit den Leserinnen – der Bekanntenkreis einmal ausgenommen – besteht eigentlich über Leserunden und Social Media Portale (vornehmlich Facebook)
Ich weiß, dass Du gerne zum Golf spielen gehst, ist das Dein Ausgleich vom Schreibtisch? Und hast Du sonst noch Vorlieben oder Hobbies?
Da ich ein kommunikativer Mensch bin, lade ich gerne Gäste ein und koche auch sehr gerne
Was fällt Dir zu folgenden Namen und Titeln ein?
 Christine Nöstlinger – eine bemerkenswerte Frau, die amüsante Kinderbücher schreibt
Alexandre Dumas – Der Graf von Monte Christo (nicht so meine Welt)
Die Leiden des jungen Werther – Johann Wolfgang Goethe, mit diesem Werk gelang ihm der Durchbruch
Bis jetzt habe ich immer nur gefragt, was ich gerne wissen wollte, gibt es etwas, was Du uns Lesern gerne mal mitteilen wolltest?
Liebe LeserInnen, da das Schreiben bekanntlich ein einsames Geschäft ist, freue ich mich ganz besonders darüber, eure Meinung zu meinen Büchern kennen zu lernen.
Nehmt euch also ein Beispiel an der lieben Ulla und hinterlasst mir eine kurze Notiz auf meiner Website oder – noch besser! –  ihr unterstützt mich mit  einer Rezension, die ihr in jedem euch beliebigen Shop (Amazon, Thalia, …) einstellen könnt. Das wär‘ super!
Liebe Brigitte, ich bedanke mich vielmals für das Interview und freue mich, dass Du Dir Zeit dafür genommen hast.
  

Sehr, sehr gerne!



Hinweise von mir

Gerne möchte ich auf die Seite von Brigitte Teufl-Heimhilcher hinweisen, dort könnt Ihr Euch noch mehr informieren und auch gerne den Newsletter abonnieren: klick hier
Außerdem zeige ich in meinen Beiträgen gerne die Cover der bereits erschienenen Bücher, da die Anzahl hier aber den Rahmen sprengen würde, stelle ich den Link zur Amazon-Autorenseite ein:

Autoreninterview – Rike Stienen

Interview und Vorstellung
Rike Stienen
Liebe Rike,
ich freue mich, dass Du meine Fragen beantworten möchtest. Leider hatte ich bisher noch nicht das Vergnügen, Dich persönlich kennen zu lernen. Unser Kontakt beschränkt sich derzeit nur auf schriftlichen Austausch, den ich aber sehr gut finde. Ich freue mich aber auf den Tag, wenn wir uns endlich mal persönlich treffen.

Und nun lege ich gleich mal mit meinen Fragen los:

Du hast schon eine ganze Reihe Bücher geschrieben, von denen ich sehr viele gelesen habe. Wobei die meisten Bücher im Genre Liebesromane geschrieben wurden. Ich als größerer Krimifan würde natürlich gerne wissen, ob Du vielleicht doch öfter mal in anderen Bereichen schreiben würdest. Krimi oder sogar historisches?
Das ist gar nicht so leicht, denn die Leserinnen meiner Romane erwarten von mir eben einen heiteren Liebesroman mit Happy-End. Ich müsste ein anderes Genre dann unter einem neuen Pseudonym schreiben. Davon halte ich aber nicht viel. Außerdem habe ich bemerkt, dass mir das Krimi-Genre nicht besonders liegt,  wahrscheinlich, weil ich es auch nicht lese. Wie heißt der Spruch so schön: „Schuster bleibe bei deinem Leisten“. Und das werde ich auch weiterhin tun. Das heißt nicht, dass auch in einem Roman mal kriminelle Elemente sein dürfen, wie z. B. in „Liebe ist kriminell“ oder „Bühnengeflüster“.
Du hast in meinen Augen einen interessanten Berufsweg gewählt. Wie kommt es, dass eine Rechtsanwältin eine Ausbildung zur Drehbuchautorin macht.
Den Anwaltsberuf habe ich zugunsten meiner Kinder aufgegeben, die es dann aber waren, mich auf den Drehbuchpfad zu bringen. Sie spielten in einer Theatergruppe mit, in der die Leiterin plötzlich erkrankte. Jemand kam auf die Idee, ich könne das doch übernehmen. So bin ich ins kalte Wasser gesprungen. Beim nächsten Stück wollten mehr Kinder mitmachen als vorgesehen, und damit ich in keine traurigen Kinderaugen blicken musste, habe ich den Stoff umgeschrieben und auf die Anzahl der zusätzlichen Teilnehmer angepasst. Das bereitete mir so viel Spaß, dass ich mit einer Ausbildung zur Drehbuchautorin begann.
Den nächsten Schritt kann ich besser nachvollziehen, es haben sich ja schon einige Autorinnen entschlossen, neben Drehbüchern auch „richtige“ Bücher zu schreiben. Was war bei Dir der Auslöser? Ich persönlich stelle mir Drehbücher zu schreiben schwieriger vor, weil dem Zuschauer ja einiges nicht so einfach vermittelt werden kann, wie in Romanen.
Die Dozentin eines Drehbuchworkshops las den Stoff zu „Liebe auf Bestellung“, den ich ursprünglich als Film konzipiert hatte. Sie meinte, sich diesen sehr gut als Roman vorstellen zu können. Zunächst landete diese Idee in der Schublade, ließ mich jedoch nicht mehr los. Eines Tages begann ich, daraus einen Roman zu entwickeln, der mein Debüt wurde.
Wie sieht Dein Autorenalltag aus?
Nach drei bis vier Tassen Kaffee starte ich gegen 8. 30 Uhr mit dem Sichten meiner Mails und Nachrichten aus den Netzwerken. Anschließend lese ich das Geschriebene meines Manuskripts vom Vortag, um wieder den Faden aufzunehmen. Es gibt eine kurze Mittagspause, und meistens schreibe ich zwischen 8 – 10 Seiten am Tag. Habe ich Termine oder kommen Telefonate dazwischen, können es auch mal weniger sein.
Ich überlege immer wieder, wie es sein mag, wenn man ein Autor ist. Wird eine Geschichte zu Ende geschrieben und dann die nächste begonnen oder kommen Dir beim Schreiben schon Ideen zum nächsten Buch?
Oft habe ich schon beim Schreiben eines Romans eine Vorstellung vom nächsten oder sogar übernächsten. Zurzeit arbeite ich an einer Reihe. Jedes Buch spielt auf einer Insel und hat mit Travel & Date zu tun. Für diese Romane ist bereits ein gewisser Rahmen vorgegeben. 
Wo oder wie kommen die Ideen zu Dir? Schlenderst Du in der wunderschönen Gegend, in der Du wohnst, beobachtest etwas und denkst, daraus könnte ich etwas machen.  Oder ist es das Radio, das Fernsehen oder eine Zeitung?
Von allem ein bisschen. Ich habe ja bereits ein längeres Leben hinter mir und viel erlebt. Das alles verarbeite ich irgendwie mit meinen Protagonisten, wobei  aber das Fiktive überwiegt. Oder es sind Träume, die ich selbst nie verwirklichen konnte, und es eben auf Papier tue.
Wie lange schreibst Du an einem Buch und wer darf es als erstes lesen?
Das ist unterschiedlich. Mal geht es innerhalb weniger Wochen, mal mehrere Monate. Mein Mann liest alles zuerst und ist mir eine große Hilfe bei technischen Dingen, von denen ich keine Ahnung habe. Er schreibt übrigens selbst und hat bisher drei Bücher veröffentlicht.
Hast Du als Kind schon gerne gelesen und wenn ja, erinnerst Du Dich an einige Bücher?
Oh ja, nachts mit der Taschenlampe unter der Bettdecke,  damit meine Eltern das Licht nicht entdeckten. Ich habe das „Nesthäkchen“ verschlungen, und eine meiner Töchter ist auch nach der kleinen Annemarie benannt. „Pucki“, „Hanni und Nanni“, der Trotzkopf und viele mehr. Ich habe noch alle Jugendbücher, und meine Kinder haben sie auch gelesen.
Hast Du ein Autorenvorbild?
Nein
Hast Du Zeit Bücher zu lesen und wenn ja, welches Genre bevorzugst Du? Denn es muss ja nicht so sein, dass Du zwar am liebsten romantische Komödien schreibst, aber durchaus auch  etwas anderes liest.
Inzwischen halte ich es wie Uta Danella und lese kaum noch andere Bücher. Dazu fehlt mir einfach die Zeit, und abends muss ich abschalten. Das kann ich am besten bei einem TV-Spielfilm. Wenn ich etwas lese, greife ich auch zu heiteren Liebesromanen.
Welches Buch möchtest Du unbedingt mal lesen, hast es aber immer noch nicht geschafft?
Da fällt mir spontan keines ein. Ich lese inzwischen am liebsten Romane von Autorinnen, die ich persönlich kenne, meistens im Urlaub, wenn ich selbst nicht schreibe.
 Wenn Du einen Autor in der Vergangenheit besuchen könntest, wen möchtest Du dann treffen und warum?
Astrid Lindgren. Ihre Pippi Langstrumpf ist einfach genial. Das Lied habe ich meinen Kindern jeden Abend vorgesungen vor dem Einschlafen. Sie liebten diese Figur über alles.
Welchen Klassiker hast Du mal gelesen?  
Zwangsläufig Faust und andere in der Schule.
Was sagen Dir folgende Titel oder Namen?
Enid Blyton Fünf Freunde, die auch bei mir im Regal stehen
Der Graf von Monte Christo steht ebenfalls bei mir im Regal.
Wer die Nachtigall stört. Ein Klassiker und die Autorin eine Juristenkollegin.
Liebe Rike, nun habe ich reichlich Fragen gestellt, aber mir würden noch viele einfallen. Aber ich möchte weder Deine noch die Geduld meiner Leser überstrapazieren. Gibt es aber noch etwas, was Du gerne loswerden möchtest? Dann hast Du hier die Gelegenheit.
Ich bedanke mich für die schönen Fragen und die Möglichkeit, an Deiner tollen Interviewreihe teilnehmen zu dürfen. Das ist eine super Idee.
Ferner danke ich auch allen Leserinnen und Lesern für ihr Feedback, was mich zum Weiterschreiben motiviert. Manchmal liefern sie mir sogar Ideen.
   
Ich möchte mich vielmals für das Interview bedanken. Ganz meinerseits
Bei einigen Interviews zeige ich an dieser Stelle die tollen Cover der Bücher, es würde aber hier den Rahmen sprengen, denn Rike Stienen war sehr fleißig. Ich möchte aber den Link zur Autorenseite von Amazon einstellen. Wer Interesse hat, kann auf den Button \“folgen\“ klicken und erhält dann immer Informationen zu neuen Bücher. Klick hier
Außerdem könnt Ihr auf folgenden Seiten ebenfalls lesen oder Kontakt aufnehmen: 

Autoreninterview Alfred Bekker

Ab und zu darf ich auf ein Autoreninterview hinweisen, das ich selber nicht geführt habe. Das mache ich, weil ich es selber sehr interessant finde, etwas über Autoren zu erfahren. Den Namen Alfred Bekker habe ich schon öfter gelesen und ich hatte mir vorgenommen, auch von ihm mal einen Krimi zu lesen. Das wird demnächst passieren und ich werde hier den Link zur Rezension einstellen.

Anlässlich seiner ersten
Buchveröffentlichung

im Klarant Verlag 

hat Alfred Bekker ein
Interview gegeben.

Die erste Frage an ihn lautete:

Lieber Alfred, vielen Dank, dass du dir für dieses Interview Zeit genommen hat. Am 09. Februar erscheint „Die Tote im Tief“ als erster Band mit Kommissar Steen im Klarant Verlag. Kannst du uns ein wenig zum Ostfrieslandkrimi erzählen, was vielleicht über den Klappentext hinaus geht?

Nun möchtet Ihr sicher die Antwort lesen und auch noch mehr erfahren, dazu verweise ich auf die Seite Ostfrieslandkrimi klick hier Dort findet Ihr das komplette Interview und nebenbei noch viel interessantes.

Autoreninterview Ella Green

Ella Green stellt sich meinen Fragen

Leipzig März 2017, wir beide haben uns getroffen
und uns Zeit für ein Foto genommen 
Liebe Ella,
es freut mich, dass Du mir Fragen beantworten möchtest.  Wir haben uns ja auf einer Buchmesse in Frankfurt kennen gelernt. Man sieht sich, unterhält sich, aber  so richtig viel weiß ich nicht von Dir.
Liebe Ulla,
es freut mich, dass du mehr über mich erfahren möchtest. Gerne beantworte ich dir all deine Fragen.
Bist Du so nett und stellst Dich kurz vor?
Unter dem Pseudonym Ella Green veröffentliche ich Liebesromane, erotische Romane und Dramen. Geboren bin ich am 27.01.1983 im schönen Oberbayern, wo ich auch aufwachsen bin und immer noch lebe. In meiner Freizeit gehe ich gerne in den Bergen wandern, backe Cupcakes, treffe mich mit Freunden/Familie im Kino oder zum Essen.
Ich habe auf Deiner Homepage gelesen, dass Du 2014 bei Amazon Deinen ersten erotischen Liebesroman veröffentlicht hast. Seit wann hast Du mit dem Gedanken gespielt ein Buch zu schreiben?
Bereits mit 20 habe ich einen Liebesroman angefangen zu schreiben, der aber nie fertig wurde. Erst 10 Jahre später, wagte ich wieder den Schritt und schrieb „Er ist der Eine“ und diesen dann im Oktober 2014 veröffentlicht.
Warum erotische Liebesromane? Es hätten ja auch Krimis oder historische Romane sein können. Ich frage gezielt danach, weil das meine beiden favorisierten Genre sind  😉

Selbst lese ich lieber Liebesromane. Für Krimis und historische Romane muss man sehr viel recherchieren, was ich zwar für meine Romane auch tue, aber nicht so intensive wie eben bei Krimis oder historischen Romanen.
Bist Du eigentlich eine Vollzeitautorin oder hast Du noch einen Beruf, der für die Butter aufs Brot sorgt?
Ich bin seit Ende 2015 Vollzeitautorin und liebe meinen Job. Es macht mir sehr viel Freude, meine Zeit selbst einteilen zu können und mein eigener Chef zu sein.


Hast Du Autorenvorbilder?
Als Vorbild würde ich meine Lieblingsautorin Abbi Glines zwar nicht bezeichnen, aber wie sie schreibt und Gefühle übermitteln kann, finde ich klasse.
Ich bin immer sehr neugierig und möchte wissen, wie denn der Arbeitsplatz eines Autors aussieht, hast Du einen Arbeitsraum, wo notierst Du Dir Ideen

Ich habe leider kein Büro, dafür ist die Wohnung zu klein. Wobei ich mir schon mal überlegt habe meine Küche, die ich so gut wie nie benutze, umzubauen. Wenn ich arbeite (schreibe) dann sitze ich am Esstisch im Wohnzimmer oder auf dem Sofa. Meine Ideen notiere ich mir im oldschoolstil in einem Notizbuch. Ich liebe Notizbücher   💓
Wie lange brauchst Du bis Du ein Buch fertig geschrieben hast?
Das kommt immer drauf an, wie motiviert und wie leicht mir eine Story von der Hand geht. Das kann vier Wochen bis zu 3 Monate dauern. Für „The Modelizer“, der im Frühjahr 2018 im A.P.P Verlag erscheint, habe ich 7 Wochen gebraucht.
Wer darf Deine Bücher als erstes lesen?
Noch bevor das Buch ins Lektorat/Korrektorat kommt, darf meine Mama als allererste das neue Werk lesen. Ihre Meinung ist mir sehr wichtig.
  
Hast Du als Kind gerne Bücher gelesen und wenn ja, welche

Nein, gar nicht. Ich hab lesen gehasst. So richtig zur Leseratte wurde ich erst durch Shades of Grey.
Welche Klassiker hast Du gelesen?
Kann man Shades of Grey schon als Klassiker zählen? LOL
So richtige Klassiker wie Shakespeare habe ich nie gelesen.
Was sagen Dir folgende Titel:
Vom Winde verweht
Nicht gelesen, nur den Film gesehen
Herr Ribbeck auf  Ribbeck im Havelland
Bitte wer? lol
Tom Sawyer und Huckleberry Finn
Nur als Theater gesehen, als ich noch in der Grundschule war
Welchen berühmten Autor der Vergangenheit würdest Du gerne mal treffen

Johann Wolfgang von Goethe
Werbung  fürs eigene Buch ist sehr wichtig, wie würdest Du versuchen mich zum Lesen eines Deiner Bücher zu verführen. Wobei es wichtig ist, dass ich mich in einem Alter befinde, wo ich lieber Bücher über gleichaltrige Frauen lese und wenig an erotische Liebesromane interessiert bin.
Mmmhh, das ist wirklich schwer, denn meine Protagonisten sind zwischen 20 bis 35. Ich denke, ich würde dich einfach ganz lieb fragen, ob du vielleicht mal ein Reziexemplar lesen willst.
Ich weiß, dass Du in den Social Medien sehr aktiv bist, wie wichtig ist Dir der Kontakt zu den Lesern.
Absolut wichtig. Ich versuche immer auf jede Nachricht, Beitrag usw. sofort zu reagieren. Wenn mir mal was durchrutscht dann habt Nachsicht.
Würdest auf Lesungen aus Deinen Büchern vorlesen?
Natürlich, oder soll ich eines einer Kollegin lesen? LOL
Ich habe schon Lesungen gehalten und aus einem meiner Bücher vorgelesen. Mir macht das richtig Spaß.


Liebe Ella, ich habe nun jede Menge Fragen gehabt, aber mit Sicherheit noch nicht alle gestellt, das würde den Rahmen wohl auch sprengen. Gibt es etwas, was Du uns Lesern gerne noch mitteilen möchtest?
Ich danke dir herzlich für das Interview. Den Lesern möchte ich noch folgendes sagen: Danke, dass ihr meine Bücher so liebt und mich unterstützt.
Kontakt zur Autorin könnt Ihr hier aufnehmen und auch noch mehr über sie und ihre Bücher erfahren:

Noch eine Anmerkung von mir, ich hatte eigentlich vor, die Cover der erschienenen Bücher hier einzustellen, stellte dann aber fest, dass Ella Green ganz schön fleißig war und viele Bücher anbietet. Deshalb stelle ich hier einfach den Link zu ihren Büchern ein: klick hier

Autoreninterview – Anja Saskia Beyer

Autoreninterview und Vorstellung
Buchmesse 2017
Standort Autorensofa

Ich war ein richtiger Neuling, was Messebesuche betrifft. In Frankfurt war ich 2015 zum ersten Mal und ich kannte noch nicht sehr viele Autoren persönlich. Deshalb habe ich neugierig anwesende Autorinnen angesprochen. So habe ich dann Anja Saskia Beyer kennen gelernt. Wir unterhielten uns über ihre Bücher und ich stellte fest, dass ich noch keines von ihr gelesen hatte. Was daran liegen mag, dass ich meine Favoriten im Genre Krimi und Historisch angesiedelt habe. Aber ich bin offen für andere Bücher und geben ihnen gerne eine Chance.
Inzwischen habe ich vier Bücher von Anja Saskia Beyer gelesen und festgestellt, dass meine Begeisterung von Mal zu Mal größer wurde. Jetzt warte ich voller Spannung auf das nächste Buch.

Auf weiteren Buchmessen habe ich mich auch immer wieder gerne mit der Autorin unterhalten, aber selten hatte ich so viel Zeit, dass ich ein ausführliches Interview führen konnte. Aber mit der heutigen Technik ist es ja kein Problem, Kontakt zu halten und sich auszutauschen.

Da ich mir ja schon immer vorgenommen hatte, alle Autoren, die ich kennen gelernt habe, zu interviewen, nahm ich jetzt das neue Buch von Anja Saskia Beyer zum Anlass und startete endlich mit meinem Vorhaben.

Nelkenliebe

Aber nun habe genug erklärt und will endlich zum Interview kommen; ach nein, etwas muss ich doch noch erwähnen. Mit dem Interview habe ich an der Blogtour Nelkenliebe teilgenommen. Allerdings stellte ich etwas später fest, dass ich noch mehr wissen möchte. Deshalb findet Ihr zunächst die Fragen und Antworten, die ich zur Blogtour veröffentlicht habe. Später habe ich noch einmal Kontakt zu Anja Saskia Beyer aufgenommen und noch mehr Fragen gestellt.

Liebe Anja,
ich freue mich, dass Du bereit bist und mir ein paar Fragen beantwortest.

Liebe Ulla, ich freue mich auch sehr!

Dann starte ich auch gleich mal mit der ersten Frage: Manche Kinder haben schon Vorstellungen, was sie mal beruflich machen möchten. Ich habe in meinem Kinderzimmer immer gerne ein „Büro“ aufgebaut. Wie war es bei Dir?

Ich habe als Kind mit meiner Schwester sehr viel mit Puppen gespielt, tagelang. Wir haben uns tolle Geschichten mit verschiedenen Figuren ausgedacht und sind vollkommen abgetaucht in unsere Phantasiewelt. Die Vorstellung, später im Job stundenlang an einem Computer zu sitzen fand ich sehr lange sehr gruselig. Und heute sitze ich genau da, sehr viele Stunden, aber das Tolle ist, ich kann dabei in verschiedene Länder reisen, romantische und spannende Dinge erleben, viele verschiedene Menschen kennenlernen, die ich auch noch selbst erfinden kann.

Nun warst Du ja zunächst Drehbuchautorin, wann kam die Idee, mal ein Buch zu schreiben?

Ich schreibe und arbeite ja schon seit 1996 für das Fernsehen, erst bei der Fernsehserie „Unter Uns“ als Storylinerin, anschließend wurde ich Dramaturgin bei der „Lindenstraße“ und so ging es weiter. 2012 habe ich dann nach vermutlich über 200 Drehbüchern ein Fernsehfilmexposé entwickelt, dass sich gut als Frauenroman eignete. Ich beschloss, einen Roman aus dem Stoff zu schreiben. Es entstand mein Debütroman „Himbeersommer“, der auch gleich Ebook-Bestseller wurde. Ich war ziemlich verblüfft, hatte große Lust, auch weiter Romane zu schreiben, weil man da viel freier ist als beim Drehbuch. Ein Roman erschien bei Knaur („Liebes Herz“), zwei weitere im Selfpublishing („Liebe Dich – immer“ und „Liebe Dich – ewig“) und drei weitere im Verlag „Tinte und Feder“ („Mandelblütenliebe“, der Top 1 Kindle-Bestseller und BILD-Bestseller wurde und euch nach Mallorca entführt, „Erdbeeren im Sommer“, auch Kindle- und BILD-Bestseller, spielt in Süditalien, und am 27.12.17 erschien „Nelkenliebe“, der in Portugal spielt, auch in den 70er Jahren. Das Eintauchen auch in historische Zeiten macht mir gerade großen Spaß. Am achten Roman arbeite ich gerade und ihr könnt euch auf Südfrankreich, die Provence, freuen.

Ideen fliegen einem manchmal zu oder es gibt Situationen, über die man gerne schreiben möchte. Wie ist es bei Dir? Woher kommen Deine Ideen?

Sie fliegen, sie schwirren, ich erlebe sie, höre ein Stichwort und denke es weiter. Das ist sehr unterschiedlich. Meist läuft gleich ein kleiner Film vor meinem geistigen Auge ab, meine Romane sind alle gut verfilmbar. Oft recherchiere ich auch, weil ich ein Thema spannend finde, und komme so auf tolle weitere Ideen.

Ein Leser kann sich nicht immer vorstellen, wie so ein Autorentag aussieht. Hast Du bestimmte Zeiten, zu denen Du Dich an Deinen PC setzt oder läuft es so ab, wenn eine Idee da ist, wird erbarmungslos geschrieben? Du hast ja auch eine Familie, wie klappt das mit dem Alltag.

Da ich Kinder habe, werde ich gezwungen, sehr früh aufzustehen, da sie in die Schule müssen. Es ist so gar nicht meine Zeit, aber deshalb bin ich zum Glück recht effektiv. Ich sitze spätestens ab 9 Uhr in meinem Büro und schreibe. Vormittags ist die beste Schreibzeit für mich. Dann mache ich Mittagspause, treffe da oft Freundinnen oder Kolleginnen oder geh einfach einkaufen, spazieren oder shoppen. Nachmittags schreibe ich noch etwas weiter, je nachdem wie die Jungs verabredet sind oder was sonst so passiert. Wenn Abgabetermine anstehen, muss schon auch mal das Wochenende dran glauben. Aber die Zeit mit meiner Familie nehme ich mir dann auch, das ist mir sehr wichtig.

Wie sieht Dein Arbeitsplatz aus? Hast Du ein eigenes Zimmer und kannst Dich dort zurückziehen? Manchmal stelle ich es mir so vor, dass es eine Pinnwand mit ganz vielen Zetteln gibt.

Ich habe ein eigenes Büro mit einer großen Bücherwand, aber ohne Pinnwand, da muss ich Dich enttäuschen. Die fiktiven Zettel gibt es, aber sie befinden sich in meinem Computer. Hier schreibe ich auf, wenn ich Ideen habe oder eine Geschichte plotte. Nachmittags schreibe ich am liebsten auf der Couch oder im Sommer im Garten oder auf der Dachterrasse.

Nun habe ich Dich inzwischen mehrmals auf Messen getroffen und wir konnten uns unterhalten. Wie sieht denn sonst Dein Kontakt zu Lesern aus?

Die Messen sind toll, da man Leser aus allen möglichen Städten treffen kann. Ich freue mich immer sehr, wenn Leser kommen. Manche bringen auch extra ein Buch von mir zur Buchmesse mit, um es signieren zu lassen, das beeindruckt mich jedes Mal. Ansonsten freue ich mich über Kontakt auf Facebook, Instagram oder über einen Eintrag in meinen Newsletter auf meiner Homepage. www.Anja-Saskia-Beyer.com

Manche Autorinnen veranstalten Lesungen, machst Du das auch?

Ich hatte schon mehrere Lesungen auf den Buchmessen in Frankfurt und Leipzig, auch in einer Buchhandlung. Es können gerne mehr Lesungen werden, denn auch da ist der Kontakt zum Leser ja immer sehr schön.

Möchtest Du von Deiner Seite aus uns Lesern gerne noch etwas mitteilen?

Ohne euch und euer Feedback wäre der Job viel weniger schön. Ich freue mich immer riesig, wenn euch ein Buch gefallen hat und ihr mir das auch sagt, schreibt, oder in einer netten Rezension verpackt.

Noch ein Gedanke, kannst Du Dir vorstellen auch mal einen Krimi oder in einem anderen Genre zu schreiben?

Da ich erst kürzlich ein Krimi-Serienkonzept für die ARD überarbeitet habe, das sehr gut ankam, kann ich es mir inzwischen vorstellen, mal einen Krimi zu schreiben. Fantasy ist mir zu fremd. Auf einen rein historischen Roman habe ich auch sehr große Lust. Das Schöne am Schreiben ist ja, dass einem die Welt offen steht.

Dein Buch „Nelkenliebe“ ist ja beim Verlag Tinte & Feder erschienen, möchtest Du dazu noch etwas sagen?

Die Zusammenarbeit mit meinem Verlag Tinte & Feder ist toll. Ich darf beim Cover mitreden, Autoren werden da sehr gewertschätzt, ich bekomme auf den Buchmessen Veranstaltungen und Lesungen und auch das restliche Marketing ist klasse.

Liebe Anja, ich bedanke mich für dieses Interview und wünsche Dir weiterhin viel Erfolg mit Deinen Büchern und mögen Dir die Ideen nicht ausgehen.

Ich bedanke mich auch ganz herzlich, liebe Ulla

Übrigens, wer mehr über die Autorin erfahren oder sogar Kontakt aufnehmen möchte, kann dies auf den  Seiten bei Facebook oder Instagram.

Facebook: https://www.facebook.com/AnjaSaskiaBeyer

Instagram: https://www.instagram.com/AnjaSaskiaBeyer/

Tja, an dieser Stelle dachte ich, dass ich fertig bin und dann sind mir doch noch mehr Fragen eingefallen 😉

Danke Anja, dass Du Dir noch einmal Zeit für mich und die Fragen genommen hast.

Wie lange schreibst Du an einem Buch?

Das ist unterschiedlich, aber so ungefähr ein halbes Jahr auf jeden Fall, manchmal auch bis zu acht Monate. Oft aber auch unterbrochen von Schulferien, d.h. Urlaubsreisen in die Länder, über die ich schreibe oder über die ich noch schreiben werde. Außerdem recherchiere ich auch sehr viel, wenn mein Roman auf einer historischen Zeitebene spielt, z.B. über die jüdische Geschichte Mallorcas in „Mandelblütenliebe“, über den Einmarsch der Alliierten in „Erdbeeren im Sommer“ und über die Nelkenrevolution in „Nelkenliebe“.  Das macht sehr viel Spaß, ich lerne selbst immer wieder Neues dazu und denke, dass das meinen Lesern auch gut gefällt. Eine Liebesgeschichte mit Mehrwert, eine schöne Urlaubslektüre, bei der man mehr über das jeweilige Land erfährt.

Kann es passieren, dass Dir während Du an einem Buch schreibst, schon neue Ideen kommen?

Das ist der Idealfall, denn eine gut durchdachte Geschichte zu entwickeln dauert ja auch. Sie muss im Kopf reifen, ändert sich noch oft, die Figuren fangen frecherweise an, zu leben. Dann schreibe ich die Ideen schnell auf, damit ich sie ja nicht vergesse, und freue mich schon innerlich aufs nächste Projekt.

Wer darf Dein Buch als erstes lesen?

Mein Mann darf mein Buch als Erster lesen. Er muss. Und er sagt schonungslos die Wahrheit, oder eben das, was er schlecht oder gut findet. Obwohl er kein Autor ist, hat er ein gutes dramaturgisches Gespür und legt oft den Finger in die Wunde. Was natürlich öfter zu kleineren Ehekrisen führt 😊 Aber entweder ich sehe seine Kritik ein oder ich bleibe stur, weil ich es besser finde.

Wenn Du eine Zeitreise machen dürftest, zu welchem Autor der Vergangenheit würdest Du reisen wollen?

Zu Shakespeare. Ich stelle mir die Zeit zwar extrem arm vor, aber es war damals so eine ganz andere Welt, in die ich gerne eintauchen würde und ihm beim Entstehen seiner Werke über die Schulter sehen möchte.

Hast Du als Kind schon Bücher gelesen und kannst Du Dich an Titel erinnern?

Ich habe Karl May gelesen, Hanni und Nanni, die Fünf Freunde, aber auch Erwachsenenbücher aus dem Bücherregal meines Vaters.

Liest Du Sagen oder Märchen und wenn ja, welche?

Märchen lese ich nur meinen Kindern vor, aber die Zeit ist jetzt eigentlich auch vorbei. Kürzlich hatte mein Zehnjähriger Märchen als Thema für eine Klassenarbeit, da sind wir nochmal im Schnelldurchgang die ganzen Inhalte durchgegangen.

Hast Du berühmte Klassiker gelesen?

Ich habe Theaterwissenschaft studiert, hatte Deutsch-Leistungskurs im Abi, also insofern einige.

Welches Buch möchtest Du unbedingt mal lesen?

Da gibt es nicht das Eine. Es gibt so viele gute Bücher

Was fällt Dir zu folgenden Buchtiteln ein:

Dr. Schiwago – da fällt mir als Erstes der Film ein, den ich glaube ich nie ganz gesehen habe. Was ja schon alles sagt.

Die Leiden des jungen Werther – nach dem Lesen hatten sich damals viele das Leben genommen. Das finde ich richtig dramatisch. Ein Buch verleitet Menschen zu so etwas.

Pygmalion – das musste ich googeln, kannte ich nicht.

Herzlichen Dank Ulla, für die spannenden Fragen!

Ich möchte mich auch noch einmal bedanken, dass Du Dich den Fragen gestellt hast.

und damit Ihr alle einen Überblick bekommt, zeige ich hier die Buchcover der von mir gelesenen und rezensierten Bücher

Blogtour Nelkenliebe – Autoreninterview

Liebe Leser,

schön, dass Ihr den Weg hierhin gefunden habt. Gestern hat Euch Doreen auf ihrer Blogseite  das Buch vorgestellt.

Heute möchte ich Euch die Autorin vorstellen:

Anja Saskia Beyer
Liebe Anja,
ich freue mich, dass Du bereit bist und mir ein paar Fragen beantwortest.
Liebe Ulla, ich freue mich auch sehr!
Dann starte ich auch gleich mal mit der ersten
Frage: Manche Kinder haben schon Vorstellungen, was sie mal beruflich machen möchten. Ich habe in meinem Kinderzimmer immer gerne ein „Büro“ aufgebaut. Wie war es bei Dir?
Antwort: Ich habe als Kind mit meiner Schwester sehr viel mit Puppen gespielt, tagelang. Wir haben uns tolle Geschichten mit verschiedenen Figuren ausgedacht und sind vollkommen abgetaucht in unsere Phantasiewelt. Die Vorstellung, später im Job stundenlang an einem Computer zu sitzen fand ich sehr lange sehr gruselig.  Und heute sitze ich genau da, sehr viele Stunden, aber das Tolle ist, ich kann dabei in verschiedene Länder reisen, romantische und spannende Dinge erleben, viele verschiedene Menschen kennenlernen, die ich auch noch selbst erfinden kann.
Frage: Nun warst Du ja zunächst Drehbuchautorin, wann kam die Idee, mal ein Buch zu schreiben?
Antwort: Ich schreibe und arbeite ja schon seit 1996 für das Fernsehen, erst bei der Fernsehserie „Unter Uns“ als Storylinerin, anschließend wurde ich Dramaturgin bei der „Lindenstraße“ und so ging es weiter. 2012 habe ich dann nach vermutlich über 200 Drehbüchern ein Fernsehfilmexposé entwickelt, dass sich gut als Frauenroman eignete. Ich beschloss, einen Roman aus dem Stoff zu schreiben. Es entstand mein Debütroman „Himbeersommer“, der auch gleich Ebook-Bestseller wurde. Ich war ziemlich verblüfft, hatte große Lust, auch weiter Romane zu schreiben, weil man da viel freier ist als beim Drehbuch. Ein Roman erschien bei Knaur („Liebes Herz“), zwei weitere im Selfpublishing („Liebe Dich – immer“ und „Liebe Dich – ewig“) und drei weitere im Verlag „Tinte und Feder“ („Mandelblütenliebe“, der Top 1 Kindle-Bestseller und BILD-Bestseller wurde und euch nach Mallorca entführt, „Erdbeeren im Sommer“, auch Kindle- und BILD-Bestseller, spielt in Süditalien, und am 27.12.17 erschien „Nelkenliebe“, der in Portugal spielt, auch in den 70er Jahren. Das Eintauchen auch in historische Zeiten macht mir gerade großen Spaß. Am achten Roman arbeite ich gerade und ihr könnt euch auf Südfrankreich, die Provence, freuen.
Frage: Ideen fliegen einem manchmal zu oder es gibt Situationen, über die man gerne schreiben möchte. Wie ist es bei Dir? Woher kommen Deine Ideen?
Antwort: Sie fliegen, sie schwirren, ich erlebe sie, höre ein Stichwort und denke es weiter. Das ist sehr unterschiedlich. Meist läuft gleich ein kleiner Film vor meinem geistigen Auge ab, meine Romane sind alle gut verfilmbar. Oft recherchiere ich auch, weil ich ein Thema spannend finde, und komme so auf tolle weitere Ideen.
Frage: Ein Leser kann sich nicht immer vorstellen, wie so ein Autorentag aussieht. Hast Du bestimmte Zeiten, zu denen Du Dich an Deinen PC setzt oder läuft es so ab, wenn eine Idee da ist, wird erbarmungslos geschrieben? Du hast ja auch eine Familie, wie klappt das mit dem Alltag.
Antwort: Da ich Kinder habe, werde ich gezwungen, sehr früh aufzustehen, da sie in die Schule müssen. Es ist so gar nicht meine Zeit, aber deshalb bin ich zum Glück recht effektiv. Ich sitze spätestens ab 9 Uhr in meinem Büro und schreibe. Vormittags ist die beste Schreibzeit für mich. Dann mache ich Mittagspause, treffe da oft Freundinnen oder Kolleginnen oder geh einfach einkaufen, spazieren oder shoppen.  Nachmittags schreibe ich noch etwas weiter, je nachdem wie die Jungs verabredet sind oder was sonst so passiert. Wenn Abgabetermine anstehen, muss schon auch mal das Wochenende dran glauben. Aber die Zeit mit meiner Familie nehme ich mir dann auch, das ist mir sehr wichtig.

Frage: Wie sieht Dein Arbeitsplatz aus? Hast Du ein eigenes Zimmer und kannst Dich dort zurückziehen? Manchmal stelle ich es mir so vor, dass es eine Pinnwand mit ganz vielen Zetteln gibt.

Antwort: Ich habe ein eigenes Büro mit einer großen Bücherwand, aber ohne Pinnwand, da muss ich Dich enttäuschen. Die fiktiven Zettel gibt es, aber sie befinden sich in meinem Computer. Hier schreibe ich auf, wenn ich Ideen habe oder eine Geschichte plotte. Nachmittags schreibe ich am liebsten auf der Couch oder im Sommer im Garten oder auf der Dachterrasse.
Frage: Nun habe ich Dich inzwischen mehrmals auf Messen getroffen und wir konnten uns unterhalten. Wie sieht denn sonst Dein Kontakt zu Lesern aus?
Antwort: Die Messen sind toll, da man Leser aus allen möglichen Städten treffen kann. Ich freue mich immer sehr, wenn Leser kommen. Manche bringen auch extra ein Buch von mir zur Buchmesse mit, um es signieren zu lassen, das beeindruckt mich jedes Mal. Ansonsten freue ich mich über Kontakt auf Facebook, Instagram oder über einen Eintrag in meinen Newsletter auf meiner Homepage. www.Anja-Saskia-Beyer.com
Frage: Manche Autorinnen veranstalten Lesungen, machst Du das auch?
Antwort: Ich hatte schon mehrere Lesungen auf den Buchmessen in Frankfurt und Leipzig, auch in einer Buchhandlung. Es können gerne mehr Lesungen werden, denn auch da ist der Kontakt zum Leser ja immer sehr schön.
Frage: Möchtest Du von Deiner Seite aus uns Lesern gerne noch etwas mitteilen?
Antwort: Ohne euch und euer Feedback wäre der Job viel weniger schön. Ich freue mich immer riesig, wenn euch ein Buch gefallen hat und ihr mir das auch sagt, schreibt, oder in einer netten Rezension verpackt.
Frage: Noch ein Gedanke, kannst Du Dir vorstellen auch mal einen Krimi oder in einem anderen Genre zu schreiben?
Antwort: Da ich erst kürzlich ein Krimi-Serienkonzept für die ARD überarbeitet habe, das sehr gut ankam, kann ich es mir inzwischen vorstellen, mal einen Krimi zu schreiben. Fantasy ist mir zu fremd. Auf einen rein historischen Roman habe ich auch sehr große Lust. Das Schöne am Schreiben ist ja, dass einem die Welt offen steht.
Frage: Dein Buch \“Nelkenliebe\“ ist ja beim Verlag Tinte & Feder erschienen, möchtest Du dazu noch etwas sagen?
Antwort: Die Zusammenarbeit mit meinem Verlag Tinte & Feder ist toll. Ich darf beim Cover mitreden, Autoren werden da sehr gewertschätzt, ich bekomme auf den Buchmessen Veranstaltungen und Lesungen und auch das restliche Marketing ist klasse.

Liebe Anja, ich bedanke mich für dieses Interview und wünsche Dir weiterhin viel Erfolg mit Deinen Büchern und mögen Dir die Ideen nicht ausgehen.

Ich bedanke mich auch ganz herzlich, liebe Ulla


Übrigens, wer mehr über die Autorin erfahren oder sogar Kontakt aufnehmen möchte, kann dies auf den  Seiten bei Facebook oder Instagram.

Facebook: https://www.facebook.com/AnjaSaskiaBeyer

Instagram: https://www.instagram.com/AnjaSaskiaBeyer/

Morgen macht die Blogtour Station bei Katja mit dem Thema

Rezepte: Kochen wie in Portugal

Last, but not least

Anja Saskia Beyer stellt freundlicherweise ein signiertes Buch zur Verfügung und es wird unter allen verlost, die uns auf eine der Seiten, die mit der Blogtour zu tun haben, eine Frage beantwortet. Ausgelost wird am 24.1.2018. Dies ist eine rein private Sache und es besteht kein Rechtsanspruch, eine Barauszahlung ist nicht möglich.

Die Frage lautet:

Was verbindest Du mit Portugal?



Ich selber war noch nie in Portugal, aber diese Bilder Impressionen von Portugal haben mich neugierig gemacht. Die Bilder haben uns freundlicherweise Freunde der Autorin zur Verfügung gestellt



Autoreninterview – Ulrike Busch

Auch diesmal habe ich das Interview nicht selber geführt, aber ich wollte es Euch nicht vorenthalten, denn ich lese die Bücher von Ulrike Busch immer mit sehr viel Begeisterung und finde es klasse, wenn ich etwas mehr über die Autorin und die Bücher erfahren kann.

Die Ostfrieslandkrimi-Autorin Ulrike Busch begeistert ihre Leser mit ihrer erfolgreichen Krimi-Reihe „Kripo Greetsiel ermittelt“. 2017 ist sie gleich mit den drei Bänden „Tod am Deich“, „Mordskuss und „Mordsleben“ durchgestartet und in den Bestsellerrängen der Amazon TOP TEN vertreten. Ein Grund mehr für uns, die sympathische Autorin zum Interview zu bitten.

Interview mit Ulrike Busch zu ihrer Bestsellerreihe „Kripo Greetsiel ermittelt“


1.) Liebe Ulrike, die Greetsieler Kommissare Tammo Anders und Fenna Stern aus deiner neuen Krimi-Reihe „Kripo Greetsiel ermittelt“ kommen wunderbar bei den Lesern an. Die danken es dir mit TOP – Plätzen in den Buch-Charts. Was denkst Du, was die Erfolgsgeschichte der Serie ausmacht?


Ich freue mich riesig darüber, dass Tammo und Fenna bei den Lesern so gut ankommen. Was den Erfolg dieser Reihe ausmacht? Ich vermute, er ist ganz einfach darin begründet, dass die zwei ganz normale Charaktere sind – mit all den Stärken und Schwächen, Abneigungen und Gewohnheiten, die man in der Lebensmitte so hat. Sicher können viele Leser sich selbst oder Menschen, die ihnen nahestehen, in diesen Figuren wiedererkennen oder zumindest nachempfinden, wie die beiden sich fühlen.

Nun seid Ihr sicher neugierig geworden und wollt mehr wissen, aber ich will nicht das gesamte Interview hier veröffentlichen. Ihr könnt gerne weiterlesen auf der Seite \“Ostfrieslandkrimid.de\“
Dort werden auch die Cover weiterer Bücher von ihr gezeigt, die übrigens alle gerne empfehle.

Elke Becker wurde interviewt

zwar nicht von mir, aber ich darf hier auf dieses Interview hinweisen

Wenn ich Rezensionen schreibe, dann versuche ich auch immer etwas über die Autorin zu schreiben. Hilfreich sind da Angaben, die ich auf Verlagsseiten finde. Aber sie sind oft auch sehr allgemein gehalten und deshalb freue ich mich immer, wenn ich etwas mehr von und über Autoren erfahre.

Elke Becker lebt seit einigen Jahren auf Mallorca und wurde dort von Martin Breuninger vom Mallorca Magazin interviewt. Das Bild zeigt nur einen kleinen Ausschnitt und deshalb stelle ich hier den Link ein.

Bei Elke Becker möchte ich mich vielmals für die Genehmigung bedanken.

Wer jetzt neugierig auf ihre Bücher geworden ist, kann hier meine Rezensionen nachlesen, denn ich habe mit Begeisterung viele Bücher von ihr gelesen. 
Becker, Elke – One Night in Bangkok
Becker, Elke – Ticket ins Glück
Becker, Elke – Hot Dogs zum Frühstück
Becker, Elke – Das Mallorca-Kartell
Becker, Elke – Wenn Amor nicht zuhört
Becker, Elke – Drei Herzen auf Safari

Autoreninterview Andrea Klier

Leider hält das Leben sehr viele Überraschungen bereit und lässt einem nicht immer Zeit, alle Vorhaben und Ideen ausführen zu können. Leider ist die Autorin am 4. September 2017 verstorben.
Am Ende meines Beitrages habe ich den Nachruf des Verlages eingefügt.

Bisher kannte ich den Namen nur im Zusammenhang mit den Ostfrieslandkrimis und da bin ich froh, dass ich auf die Bücher aufmerksam gemacht wurde. Ich habe einen späten Einstieg in die Serie gemacht, mit Band 8, aber das sollte gar kein Problem für mich werden. Ich habe mich bestens zurecht gefunden.

Inzwischen weiß ich, dass Andrea Klier unter verschiedenen Namen in anderen Genres Bücher veröffentlicht hat. Darüber bin ich sehr erstaunt und natürlich neugierig geworden.

Seit 1997, also seit 20 Jahren ist Andrea Klier nun als Autorin tätig, sie kann also in diesem Jahr ein Jubiläum feiern und ich freue mich, dass ich dazu gratulieren kann und demnächst Band 9 der Ostfrieslandkrimiserie lesen werde.

Für mich ist dies aber auch ein Grund mich mit der Autorin mal etwas zu unterhalten und einige Fragen zu stellen, wobei ich nicht die üblichen Fragen stellen möchte, auf der anderen Seite bin ich doch sehr neugierig und da ich nicht viel weiß, außer das, was ich so gefunden habe …

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Andrea Klier, ich habe gelesen, dass Sie schon mit 11 Jahren den Berufswunsch Schriftstellerin hatten. Gab es damals nur den Wunsch oder haben Sie auch schon einige Geschichten geschrieben?

Der Wunsch zu schreiben, war immer da, und das habe ich auch gemacht. Begonnen hat alles mit einfachen Geschichten im Stil von Hanni und Nanni. Leider habe ich das Meiste davon wieder vernichtet, aber es existiert noch ein Theaterstück aus Witzen und meine Gedichte.
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Dass Sie dann Hebamme wurden, finde ich persönlich doch sehr überraschend, hatten Sie in der Familie ein Vorbild?
Nein, es gab überhaupt kein Vorbild, niemand in meiner Familie hat damals im medizinischen Bereich gearbeitet, ich war da die einzige Ausnahme.
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Wie kam es dann, dass Sie den Entschluss fassten, ihren Beruf aufzugeben und mit dem Schreiben zu beginnen?
Ganz zu Anfang habe ich parallel zu meiner freiberuflichen Tätigkeit geschrieben. Dann sind wir jedoch für viele Jahre ins Ausland gegangen. Dort war es mir nicht möglich, in meinem Beruf als freie Hebamme zu arbeiten, also habe ich mich, neben einem eigenen Garten, mit biologischem Gemüseanbau für den Eigenbedarf, voll auf das Schreiben konzentriert.
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Anfangs haben Sie unter verschiedenen Namen viele Bücher geschrieben. Ich werde irgendwann mal das eine oder andere lesen, weil ich neugierig geworden bin. Aber nun sieht es für mich so aus, dass Sie hauptsächlich Krimis schreiben. Haben Sie Ihre Nische gefunden?
Ja, das habe ich, das Krimi-Genre liegt mir sehr. Es bietet mir die Möglichkeit Psychologie, Mystik und auch Spannung mit in die Handlung einzubauen.
Allerdings habe ich auch eine Vorliebe für Fantasieromane, mit meinem Debüt, „Sturmwind – Die Tochter der Magierin“, hat schließlich alles begonnen.
Fantasie hat zudem einen Vorteil: Durch Zauberei ist es wesentlich leichter, jemanden verschwinden zu lassen oder zu bekämpfen.
Um in einem Krimi Spuren zu verwischen oder Leichen zu befördern, muss ich mir schon mehr einfallen lassen. Die Herausforderung ist größer, aber darin liegt ja der Reiz.
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2014 erschien der erste Ostfriesenkrimi mit dem sympathischen Hauke Holjansen und dann in kurzen Abständen weitere Folgen. Ich finde das sehr gut, denn ich bin eine ungeduldige Leserin, wenn ich einmal mit einer Serie begonnen habe, dann möchte ich selten lange auf das nächste Buch warten.
Das kenne ich von mir als Leserin auch, wenn man gleich von Anfang an mit dabei ist, eine Reihe zu lesen, sind Wartezeiten aber leider nicht zu vermeiden.
Von daher ist ein später Einstieg für interessierte Leser immer besser, weil dann schon einige Titel vorhanden sind.
Irgendwie ist es wie beim Kochen. Der Aufwand bei der Zubereitung eines Essens steht in keinem Verhältnis zu der Zeit, in der es aufgegessen wird.
Das ist auch das Problem für uns Autoren. So schnell, wie die Leser einen Roman lesen, können wir ihn nicht schreiben.
Die Entwicklung einer Idee, das Niederschreiben, falsche Spuren legen, Änderungen, Verbesserungen oder neue Ansätze brauchen ihre Zeit, ebenso das darauf folgende Verlagslektorat.
Die Terminabgaben und der extremer Zeitdruck sind das, was mich beim Schreiben am meisten stört.
Wenn ich könnte, würde ich mir sehr viel mehr Zeit dafür lassen.

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Bei Ihnen sprudelt es nur so, wie lange sitzen Sie an einem Buch?
Das hängt von vielen Faktoren wie Aufwand der Recherche, Anzahl der Handlungsstränge und der Länge des Romans ab.
Während meiner Heftroman-Zeit wurde pro Monat ein Heftroman von etwa 100 bis 120 Manuskriptseiten veröffentlicht, zusätzlich dann noch Kurzgeschichten für Zeitschriften.
Im Augenblick schaffe ich vier längere Krimis im Jahr plus die anderen Projekte, auch die, die noch in der Vorbereitungsphase stecken.
Mein erster Hauke Holjansen Krimi „Lazarusmorde“ erschien im Juni 2014. Der neuste Titel Band 9 „Ihr letzter Fall“ am 19. April 2017.
Das sind grob gerechnet viereinhalb Krimis im Jahr. Im Schnitt brauche ich für einen längeren Roman etwa drei Monate.

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Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus?
Wenn ich aufstehe, sammle ich mich erst einmal und gehe dann gleich danach meinen Text am Tag zuvor durch.
Dann frühstücke ich ganz ohne Hektik, räume danach auf, und erst dann geht es wieder an den Computer.
Ich schreibe bis zum Nachmittag und gehe entweder zu Fuß Einkaufen, das sind etwa fünf bergige Kilometer, oder, wenn ich nichts brauche, im Wald mindestens eine Stunde spazieren.
Oft fallen mir draußen in der freier Natur und beim Gehen die besten Sachen ein. Danach arbeite ich weiter bis zum Abend.
Manchmal wird die Schreibarbeit auch unterbrochen. Wenn ich mir etwas überlegen muss, setze ich meine Arbeit mit Papier und Bleistift draußen im Freien und auf einer Bank fort.
Je nachdem, ob eine Fahnenkorrektur oder ein Abgabetermin ansteht, kann es sein, dass ich noch nach dem Abendessen schreibe oder entsprechende Kapitel bearbeite.

Der Ausblick
bei einer  größeren
Spazierrunde
Der von Andrea Klier 
beliebte 
Waldweg 
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Was gab den Ausschlag, Ihren Wunsch zu schreiben endlich umzusetzen?
Das war meine Tochter, die als kleines Kind nie allein im oberen Stock einschlafen wollte. Sie bestand darauf, dass jemand im Zimmer nebenan ist und auch Licht durch den Türspalt scheint.
Diese Zeit habe ich genutzt und mit dem Schreiben begonnen. So entstand mein erster Roman \’Sturmwind-Die Tochter der Magierin\‘.
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Durch die unterschiedlichen Genre stellt sich mir die Frage, mussten Sie Ihren Platz erst finden?
Ja, das sicher auch, aber wer mit Schreiben seinen Lebensunterhalt verdienen will, muss sich auch an der Auftragslage orientieren.
Begonnen habe ich mit Fantasie, damals noch ganz ohne Auftrag.
Auch die vielen Notarztromane waren ein Bereich, der mir liegt, da ich aus der Medizin komme und mehrere Jahre in Unikliniken gearbeitet habe.
Kurzkrimis habe ich von Anfang an geschrieben, das mochte ich damals schon.
Im Klarant Verlag bin ich unter einem Pseudonym mit Liebesromanen und der Wechseljahre-Reihe gestartet, bis mich eines Tages meine Verlegerin fragte, ob ich nicht Lust hätte, einmal einen Nordseeroman zu schreiben.
Die Idee fand ich toll. Es war zwar ein Liebesroman, doch die Hauptdarstellerin war Detektivin und auf der Suche nach einer Geldfälscher-Organisation.
„Blütenmord“ ist zwar kein typischer Krimi, sondern eher eine Liebesgeschichte mit Krimi-Ambiente, aber da der Roman erfolgreich war, bekam ich den Auftrag für einen Ostfrieslandkrimi.
Das war dann die Geburtsstunde der Hauke Holjansen Reihe, und dabei bin ich geblieben.
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Schreiben Sie weiterhin in unterschiedlichen Genre? Oder sind Sie jetzt zur Krimiautorin geworden?
Beides. Momentan bin und bleibe ich Krimiautorin, aber ich werde mich demnächst auch wieder Sachthemen zuwenden.
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Lesen Sie selber gerne Bücher und wenn ja, welche?
Ich mag die Romane und Krimis von Georgette Heyer.
Ansonsten lese ich quer Beet und schätze raffinierte und spannende Krimis, flotte Liebesromane und auch Fantasie- und Jugendbücher.
Es gibt viele gute Autoren, da fällt es mir schwer, mich festzulegen.
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Gibt es Autoren, die Sie zu Ihrem Vorbild gewählt haben?
Ja, Georgette Heyer, ich mag ihren trockenen Humor.
Fasziniert bin ich auch von Theodor Storms „Schimmelreiter“ und dessen Protagonisten Hauke Haien, dem späteren Deichgrafen. Diese Figur stand auch vom Vornamen her Pate für Hauke Holjansen.
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Ist ein Ende der Krimiserie geplant oder lassen Sie sie erst einmal laufen, bis so zu sagen die Luft raus ist?
Ein Ende ist nicht geplant, denn es gibt noch eine Menge Ideen, die ich umsetzen möchte. Ich hoffe, meine Leser bleiben mir treu und halten die Reihe am Leben.
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Wer darf Ihre Bücher zuerst lesen?
Mein Mann. Er ist schonungslos offen und mein bester Kritiker. Für mich ist er der wertvollste Testleser, den es gibt.
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Holen Sie sich Ratschläge?
Für das Schreiben selbst nicht, nur wenn es um Sachfragen geht, in denen ich mich nicht auskenne. Für technische Details und spezielles Wissen informiere ich mich dann bei Fachleuten, damit das auch stimmt.
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Gibt es für Sie eine persönliche Lieblingsfolge in der \’Hauke Holjansen ermittelt\‘ Reihe?
Ja, und zwar Folge 5, \’Das letzte Ultimatum\‘.
Diese Handlung war für mich beim Schreiben hart, da es sich um eine Geiselnahme handelt, in die auch Hauke Holjansens Schwester hineingerät.
\’Das letzte Ultimatum\‘ ist bis jetzt Haukes emotionalster Fall, da er nicht nur als ermittelnder Hauptkommissar, sondern auch persönlich betroffen ist.
Das Besondere an diesem Krimi ist ein psychologischer Effekt, den hauptsächlich Opfer von Geiselnahmen entwickeln, wenn sie ihre Selbstständigkeit und die Kontrolle über ihr Leben verlieren. Es geht um ein schwerwiegendes Problem, das durch die Extremsituation entsteht, eine Art Selbstschutz und eine Strategie zum Überleben.
Die Geschichte erzählt davon und auch von den Problemen der Polizei und den Ängsten der Angehörigen, vor allem, wenn der Entführer sein tödliches Ultimatum setzt.
Interessant ist, dass meine persönliche Lieblingsfolge nicht zu den drei erfolgreichsten Krimis der Reihe zählt, das sind eindeutig \’Die schwarze Perle\‘, \’Ostfriesisches Erbe\‘, und \’Ostfriesische Gier\‘.
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Wieso ist Folge 9 mit dem Titel „Ihr letzter Fall“ bei Ihnen die Jubiläumsausgabe und nicht Folge 10?
Weil Folge 9 im Vergleich zu den anderen Veröffentlichungen ein klein wenig aus dem Rahmen fällt.
Zuerst: Es gibt diesen Krimi nicht nur als E-Book, sondern auch als Taschenbuch.
Für den Buchdruck wollte ich eine Geschichte schreiben, die
                vom üblichen Schema abweicht,
                isoliert im Regal bestehen kann
                und die außerhalb des Zuständigkeitsbereichs meiner Kommissare liegt.
Anders ist diesmal:
Die Handlung ist auch außerhalb von Ostfriesland angesiedelt, und zwar in Wilhelmshaven.
Hauke und sein Freund und Kollege Sven gehen diesmal unter die Privatermittler.
Linas Vergangenheit wird aufgedeckt und einiges aus Haukes Kindheit verraten.
Und dann spielt auch ein bisschen Zahlensymbolik eine Rolle, warum die neunte Folge die Jubiläumsausgabe ist.
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Wie passt Zahlensymbolik damit zusammen?
Zahlensymbolik ist ein Thema, das mich schon lange spielerisch interessiert.
Normalerweise feiern die Menschen ihre runden Geburtstage, und Jubiläen finden hauptsächlich an geraden Jahreszahlen statt.
Daher wäre ein passendes Jubiläum für eine Krimi-Reihe eher die zehnte Ausgabe.
Nicht so bei mir, die Zahl 9 ist nicht nur wunderschön, sondern für diesen Krimi in mehrerer Hinsicht geradezu passend.
Neun bedeutet in der Zahlensymbolik, dass sich der Kreis der Zahlen schließt, ein Abschnitt beendet ist, und mit der Zahl 10 dann wieder ein neuer Rhythmus beginnt.
Das passt zu meiner neusten und neunten Handlung, denn für Hauke Holjansens Tante, Lina Matern, endet ein Abschnitt aus der Vergangenheit.
Der Kreis, in diesem Fall ein Drama, das vor 20 Jahren begann, schließt sich erst mit dieser Folge.
                3 x 3 = 9
                In der Neun ist auch dreimal die Drei enthalten,
                „Ihr letzter Fall“ ist in drei Abschnitte mit Titelüberschriften eingeteilt,
                die erste Veröffentlichung eines Hauke Holjansen Krimis erschien zufällig vor                 drei Jahren.
Wirklich zufällig? In den Krimis wird öfter wiederholt, dass es keine Zufälle gibt.
Wie dem auch sei: Folge 9 passt für mich als Jubiläumsausgabe, und es sind auch wieder alle bereits bekannten Figuren der Reihe mit dabei.
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Ist die Jubiläumsausgabe auch für Einsteiger geeignet?
Durch die Abweichungen vom üblichen Schema auf jeden Fall, auch sonst können die Folgen immer unabhängig voneinander gelesen werden.
Natürlich hoffe ich sehr, dass dieser Ausflug ins Detektivische auch meinen Stammlesern gefällt, die Hauke und Sven bisher nur als Kommissare in Aumund erlebt haben. Für diese Gruppe beantworten sich sicher ein paar Fragen, die in den vorangegangen Krimis nie ganz geklärt wurden.
Ab Folge 10 ermitteln Hauke und Sven wieder wie gewohnt in ihrem Präsidium, und es geht weiter mit neuen Figuren und Geschichten, die immer wieder Licht auf Haukes Privatleben und die Vergangenheit werfen.

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Ist der nächste Hauke Holjansen Krimi bereits in Planung?
Ja. Folge 10 habe ich gerade begonnen. Mit der Krimi Reihe geht es auf jeden Fall weiter.
Ich wünsche allen Lesern spannende Stunden beim Lesen und bedanke mich ganz herzlich für dieses Interview.
Andrea Klier

Und ich möchte mich bei Andrea Klier ebenfalls recht herzlich bedanken. Es hat mir viel Spaß gemacht, mich mit ihr auszutauschen. Ich weiß, dass ich jetzt so schnell wie möglich Band 9 lesen und rezensieren werde.


Gerne gebe ich hier einen Überblick ihrer Ostfrieslandkrimis

Buch 1

Lazarusmorde 

erschienen im Juni 2014

Buch 2

Die Schwarze Perle

erschienen im Januar 2015

Buch 3

Ostfriesische Rache

erschienen im April 2015

Buch 4

Friesische Zerstörung

erschienen im September 2015

Buch 5

Das letzte Ultimatum

erschienen im November 2015

Buch 6

Tödliche Wappen 

erschienen im April 2016

Buch 7

Ostfriesisches Erbe

erschienen im  September 2016

Buch 8

Ostfriesische Gier

erschienen im Januar 2017

Buch 9

Ihr letzter Fall

erschienen im April 2017

wer übrigens noch mehr von und über die Autorin lesen möchte, kann dies auf ihrer Homepage www.AndreaKlier.org

Folgende Nachricht hat mich sehr betroffen und traurig gemacht.  Durch das Interview hatte ich einen sehr netten Kontakt zur Autorin und ich habe jetzt einfach mal den Nachruf des Verlages hier eingestellt.

Nachruf zum Tod von Andrea Klier
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Plötzlich und völlig unvorbereitet traf uns am Montag, den 04. September 2017, die Nachricht vom Tod Andrea Kliers. Eine sehr geschätzte Autorin ist von uns gegangen. Wir alle sind tief erschüttert und es fällt schwer, die tiefe Traurigkeit, die uns erfüllt, in Worte zu fassen. Vor ihrer Zeit als Schriftstellerin hat Andrea 24 Jahre lang als Hebamme gearbeitet und viele Menschen von der Geburt ins Leben begleitet. Wir kannten Andrea Klier als präzisen, leidenschaftlichen und vor allem liebenswerten Menschen, eine Frau, die voller Herzlichkeit für andere Menschen war, bevor sie an sich selbst dachte.

Diese Menschlichkeit, dieses feine Gespür für die Mitmenschen, spiegelt sich auch in Andrea Kliers literarischem Schaffen wider. Wir hatten die Ehre, gemeinsam mit Andrea wunderbare Bücher auf den Weg zu bringen. Ihren ostfriesischen Kommissar Hauke Holjansen hat sie uns und ihren Lesern mit seinen Fällen unvergessen gemacht. Inspiration fand sie unter freiem Himmel, bei Bäumen, hinter ihrem Schreibtisch und in der Versenkung in alte Lehrbücher unterschiedlichster Sparten.
Auch über die Vermarktung ihrer Bücher hinaus hat sich Andrea Klier immer Gedanken gemacht. Für sie endete das Autorendasein nicht mit dem Schreiben, sondern sie war immer darauf bedacht, uns zu vermitteln, dass Lesen die Seele stärkt und Bücher ein Teil unseres Glücks sind.
Wir hatten für die nächsten Jahre noch einiges gemeinsam vor und haben uns sehr darauf gefreut, diesen Weg mit Andrea Klier zusammen zu gehen. Unsere Gedanken sind bei ihrer Familie, der wir in dieser schweren Zeit viel Kraft und Zuversicht wünschen.
Die Geschäftsführung des Klarant Verlages, Bremen