Rezension – Eine Schildkröte macht noch keine Liebe

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Autorin: Emma Wagner Titel: Eine Schildkröte macht noch keine Liebe Genre: Liebesroman Version: eBook und Taschenbuch erschienen: 17. Juni 2016 Seiten: 398 Altersempfehlung: Erwachsene Emma Wagner ist eine 1982 in Niedersachsen geborene Autorin. Zum Studium verschlug es sie nach Heidelberg. … Weiterlesen

Rezension – Wolkenblüte: Ein Engel zum Verlieben

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Autorin: Alisha April Titel: Wolkenblüte – Ein Engel zum Verlieben Genre: Fantasy, Romanze Version: eBook erschienen: 17. Juni 2016 Seiten: 230 Altersempfehlung: Erwachsene Biografie Alisha April ist das Pseudonym der Autorin Martina Schmid, unter dem sie Romance-Fantasy und Liebesromane schreibt. … Weiterlesen

Rezension – Schattenhaut

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Autorin: Nané Lénard Titel: Schattenhaut Genre: Krimi Version: eBook und broschiert erschienen: 4. April 2011 Seiten: 352 Altersempfehlung: Erwachsene Verlag: CW Niemeyer Die Autorin Nané Lénard wurde 1965 in Bückeburg geboren. Die Schriftstellerin ist verheiratet und Mutter von zwei erwachsenen … Weiterlesen

Indie-Autoren-Challenge Mila Summers

Im März 2015 hatten einige Autoren die Idee sich einer besonderen Herausforderung zu stellen. Ihnen sollten 15 Begriffe genannt werden und sie wollten eine Geschichte daraus machen, die mindestens drei Seiten lang sein sollte. Nach und nach möchte ich die Autoren und deren Geschichten vorstellen:

Mila Summers sagt über sich:
Ich wurde 1984 in Würzburg geboren, wo ich auch heute noch mit meinem Mann und unserer kleinen Tochter lebe. Ich studierte Europäische Ethnologie, Geschichte und Öffentliches Recht und erfüllte mir mit der Veröffentlichung meines ersten märchenhaften Kurzromans \“Küss mich wach\“ einen großen Traum. Wenn ich nicht gerade Windeln wechsele, auf Reisen gehe oder in den Büchern schmökere, die sich auf meinem SuB häufen, gilt meine Leidenschaft dem Schreiben humorvoller und romantischer Geschichten.

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Nominiert wurde Mila Summers von Violet Truelove & Lindsay Lovejoy. Diese 15 begriffe wurden ihr genannt, die in einer Geschichte vorkommen sollten:

1. Kaffeekanne
2. Stehlampe
3. Stempelkissen
4. Namensgeber
5. Leseratte
6. Poesiealbum
7. Leseprobe
8. Hörspiel
9. Lebensweisheit
10. Surfergirl
11. Blechschild
12. Pandabär
13. Tränensäcke
14. Sonnenblende
15. Deodorant

Never change a running sytem!

Norbert Feldmayer schob seinen Lesesessel ein wenig zur Seite. So war es besser. Die Stehlampe neben sich knipste er auch gleich an. Ungeduldig nahm er schließlich Platz. Er konnte es kaum mehr abwarten, die Leseprobe in Augenschein zu nehmen. Der rundliche Mann mit der Nickelbrille war eine echte Leseratte. Kurz vor dem Zubettgehen verschlang er am liebsten die furchteinflößendsten Thriller. Meist standen dann auf dem kleinen Tischchen neben seinem gemütlichen Ohrensessel eine Kaffeekanne und Gebäck bereit.

Während seine Frau Margarete mal wieder auf der Couch eingeschlafen war, tauchte er immer weiter in die Geschichte ein. An einer besonders spannenden Stelle, hörte er plötzlich hinter sich eine Stimme: »Papa, ich kann nicht schlafen.« Und erschrak dabei fast zu Tode. Er versuchte sich nichts anmerken zu lassen, um das Kind nicht zu ängstigen.

Philipp war gerade mal fünf Jahre alt und sollte um diese Zeit eigentlich schon längst schlafen. »Hast du schlecht geträumt?«, fragte Norbert schließlich, während er ihn zu sich auf den Schoß winkte.

»Ja, von Pandabären«, erzählte der Junge ganz aufgeregt. »Die sind aus dem Hörspiel, das ich vorhin angehört habe, herausgekommen und in mein Bett geklettert. Das war so gruselig, Papi.«

 »Oh, die wollten bestimmt nur mit dir kuscheln. Wenn du nach oben gehst, sind sie sicher schon wieder weg. Vor denen brauchst du keine Angst haben«, beschwichtigte er ihn, während er spürte, wie der Junge langsam ruhiger wurde. Philipp gähnte genüsslich.

 »Kleiner Mann, was machst du denn hier?«, rief Margarete schlaftrunken von der Couch rüber. Während sie sich genüsslich streckte, besah sich Norbert seine Frau genauer. Die Tränensäcke unter ihren Augen hingen ihr weit ins Gesicht, das Haar klebt fettig an der Kopfhaut, die Wölbung unter ihrer Brust war kaum zu übersehen. Was war aus dem einstigen Surfergirl geworden, das jede Welle furchtlos bezwungen hatte?

Verstohlen blickte er auf seine eigene Wampe und musste sich schmerzlich eingestehen, dass der Zahn der Zeit auch ganz ordentlich an ihm genagt hatte. Früher war er durchaus sportlich gewesen. Mit den Kindern und dem eigenen kleinen Häuschen am Stadtrand hat er sich zum Spießer entwickelt. Für Sport war er zu träge geworden. Das viele Gebäck am Abend tat sicher sein übriges.

 »Mama, ich muss unbedingt noch etwas in Luises Poesiealbum schreiben. Jetzt sofort. Morgen haben wir es wieder vergessen«, rief Philipp ganz aufgebracht.

 »Aber Schätzchen, du kannst doch noch gar nicht schreiben. Mal ihr doch morgen ein Bild in das Album. Hm?«, versuchte Margarete den Kleinen von seinem Vorhaben abzubringen. Ohne Erfolg.

Philipp stürzte sich von meinem Schoß und rannte ins Wohnzimmer. Sogleich kam er mit einem kleinen Büchlein in der Hand zurück und streckt es ungeduldig seiner Mutter entgegen. »Mami, Mami, wir brauchen so eine Lebensweisheit, die wir der Luise ins Buch schreiben können. Marion hat erzählt, dass ihre Mama einen ganz tollen Spruch rausgesucht hat. Das müssen wir toppen.«

»Okay, lass mich kurz überlegen. Was hast du denn mit dem Stempelkissen in deiner Hand vor?«

»Damit können wir der Luise dann noch Fingerabdrücke ins Album machen. Das ist dann ein echtes Unidraht.«

»Was ist denn ein Unidraht?«, fragte Norbert neugierig von seinem Sessel aus. In Gedanken klappte er gerade die Sonnenblende in dem schmucken Cabrio herunter, das sie während ihres Surfurlaubs auf Hawaii angemietet hatten. Ohne Kinder. Ungebunden fuhren die beiden Jungverliebten von Strand zu Strand. Immer auf der Suche nach den besten Wellen. Eine aufregende und unglaublich intensive Zeit. Wo war wohl das Blechschild abgeblieben, das er sich zur Erinnerung mit nach Hause genommen hatte?

»Ein Unidraht ist etwas Einmaliges. Das kommt nicht so oft vor«, berichtete Philipp ganz stolz. »Anscheinend kommt es so selten vor, dass du es gar nicht kennst, Papa.« Der kleine Mann wuchs augenscheinlich um zwei Zentimeter bei der Vorstellung, seinen Vater an Wissen zu überragen.

 »Nein, mein Lieber. Das kannte ich wirklich nicht. Das Wort, das du meinst heißt Unikat.« Norbert führte die Kaffeetasse zufrieden an seinen Mund, während der Junge zu schmollen begann. Margarete warf ihrem Mann einen vernichtenden Blick zu. Offensichtlich hatte er einen Fehler begangen. Vielleicht hätte etwas mehr Einfühlungsvermögen zeigen sollen?

»Du musst nicht traurig sein, Philipp. Der Papa ist ja nur eifersüchtig. Du hast ein ganz eigenes Wort erfunden. Du bist sozusagen der Namensgeber für den Unidraht. Das hat der Papa in seinem ganzen Leben nicht geschafft.« Die funkelnden Lichtblitze in ihren Augen zeugten von dem Feuer, das einst in ihr loderte.

Während er in Gedanken an die heißen Liebesnächte von einst dachte, verabschiedete sich sein Sohn brav ins Bett. Ob er es wagen sollte?

Mutig erhob er sich von seinem Sessel, setzte sich auf der Couch ganz dicht zu seiner Frau und begann ihr die empfindliche Stelle unter dem Ohr zu küssen.

»Norbert, hast du wieder mein Deodorant benutzt? Wie oft habe ich dir denn schon gesagt, dass du die Finger von meinen Sachen lassen sollst.«

Da ging sie dahin. Die Hoffnung auf mehr. Das Feuer lag erloschen vor ihm. Der Drops war gelutscht. Nur gut, dass der Thriller noch auf ihn wartete. Der motzte nicht, nahm nicht zwischenzeitlich zwanzig Kilo zu und fügte sich immer anstandslos seiner Führung.

Indie-Autoren-Challenge Dietmar Hesse

Im März 2015 hatten einige Autoren die Idee sich einer besonderen Herausforderung zu stellen. Ihnen sollten 15 Begriffe genannt werden und sie wollten eine Geschichte daraus machen, die mindestens drei Seiten lang sein sollte. Nach und nach möchte ich die Autoren und deren Geschichten vorstellen:

Dietmar Hesse wurde in Welze, einem kleinen Dorf in Niedersachsen geboren. Aufgewachsen ist er in Berenbostel nahe Hannover. Dies ist auch heute wieder seine Heimat. Er schreibt eigentlich schon seit der Schulzeit. Kurze, kleine Sprüche. Gedichte, oder wie wohl fast jeder in dem Alter Songtexte. Das Leben führte ihn in den Süden Deutschlands nach Bayern. Die ersten Seiten von Achterbahn sind vor acht Jahren dort entstanden.
Jahre später, wieder zurück in Niedersachsen, arbeitete er in einer kleinen Druckerei in Alfeld. Seine Tochter rief ihn an. Sie hatte als Abiturarbeit einen Roman geschrieben. Einen Katzenkrimi in der Art von \“Felidae\“. Ob er den für sie drucken und in kleiner Auflage binden könne. Als er das Werk in Händen hielt, war er beeindruckt. Sein kleines Mädchen schreibt einen Roman. Wo war seiner? In zwei Jahren war die war Rohfassung fertig. Ein weiteres Jahr der Überarbeitung, und der Liebeskrimi war geschrieben. Liebe und ein wenig Krimi, die zwei Dinge gehören doch zusammen.

Dazu meint der Autor: Ich habe beim Schreiben immer an mich als Leser gedacht. Das zu Papier gebracht, was mich bewegte. So hoffe ich, dass ich einen schönen Abend und gemütliche Stunden bereiten kann. Eine Tasse Tee oder ein gutes Glas Wein dazu, die Seele baumeln lassen und die Welt für einen Moment vergessen.

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Und hier kommen nun die Begriffe, die  Dietmar Hesse in seiner Geschichte unterbingen sollte. . Nominiert wurde er von Mila Summers.

1. Windmühle
2. Frosch
3. Geigenkasten
4. Fluss
5. Fenstergiebel
6. Rollläden
7. Jack Russell
8. Container
9. Lichtblitz
10. Federmäppchen
11. Melodie
12. Fahrtenbuch
13. Münze
14. Glück
15. Liebe

die Geschichte :

 »Schatz, ich gehe mit dem Hund raus. Wenn ich zurückkomme, frühstücken wir!« Ohne ihre Antwort abzuwarten, schloss ich die Tür. Sam, unser treuer Jack Russel, umkreiste meine Beine zwei mal. Er legte den Kopf schief, dann schaute mich fragend an. »Ja, jetzt ist der Morgenspaziergang dran!« Die Melodie von Lady in Black summend, schlenderte ich gut gelaunt Richtung Fluss. Sam inspizierte den Container vom Nachbarn, schnupperte und setzte eine Duftmarke.

»Komm bei Fuß, es ist Brutzeit, da ist Leinenpflicht!« Gehorsam trotte er heran und ließ sich anleinen. Wir erreichten den Feldweg am Ortsende, wo er aufmerksam jedes Grasbüschel untersuchte. Nur als ein Frosch vor seiner Nase quakend in den Bach hüpfte, blieb er überrascht stehen. »Ist gut, der tut dir nichts! Weiter geht\’s!« Ich genoss diese Spaziergänge in der Natur. Die Luft, der Blick über die Wiesen bis zur alten Windmühle einen Kilometer entfernt, das Gezwitscher der Vögel, wunderschön. Ich sah mich schon mit Block und Federmäppchen bewaffnet zurückkommen, um das in einer Zeichnung festzuhalten.
Sam hatte endlich den Platz für sein Geschäft gefunden. Das verstaute ich gleich zur Entsorgung in der Papiertüte. »Ab, nach Hause, das Frühstück wartet!« Am Gartenzaun wurden wir von einem Lichtblitz überrascht. Der plötzlich aufkommende Wind zusammen mit einem lauten Donner ließen mich zum Himmel schauen. Da zog ein gewaltiges Gewitter auf. Die Rollläden am Fenstergiebel schepperten unüberhörbar. Jetzt aber ab in die gute Stube! Ich öffnete die Tür und Sam zwängte sich vorbei. Er wollte so schnell wie möglich in seinen Hundekorb. Dort legte er die Schnauze auf die Vorderpfoten und sah herzerweichend herüber.
»Ist ja alles in Ordnung, kleiner Racker.« Meine Stimme beruhigte ihn, er gähnte und schloss die Augen. Als ich die Küche betrat, lag der Duft von frisch aufgebrühtem Kaffee in der Luft. Was hatte ich doch für ein Glück, dass diese bezaubernde Frau mir mit so viel Liebe zur Seite stand. Ich trat hinter sie und legte ihr die Arme um die Schultern. »He, vorsichtig, ich verbrenne mich noch!« »An mir?« »Nein, du Trottel! An der heißen Pfanne!« Lächelnd drehte sie sich um und gab mir einen dicken Kuss. »Da zieht ein Unwetter auf, ich sollte die Rollläden herunter lassen, sonst entführt die der Wind.« »Nix da, erst wird gefrühstückt! Mike ist im Bad, die Rühreier mag er doch besonders gerne.«
Unser Sohn, mein ganzer Stolz. Er war so musikalisch, wie ich es mir in jungen Jahren gewünscht hatte, zu sein. Die Töne, die er aus der Geige zauberte, einfach schön. »Hi Mum, Morgen Paps, das duftet aber!« Er setzte sich. »Ich habe einen Riesenhunger!« »Schapp dir schon mal ne Semmel, die Eier sind gleich soweit! Thomas, setz dich!« Tja, auch das war meine Frau. Sie hatte uns im Griff.

»Was steht denn heute auf dem Plan? Draußen sieht es ja nicht so toll aus.« Fragend schaute mich Mike an. »Eigentlich wollten wir dir einen neuen Geigenkasten besorgen, doch bei dem Wetter ist mir mehr nach einem gemütlichen Spieletag. Meinetwegen an der PlayStation. Du hast Ferien, ich den ersten Urlaubstag, nur Mama ruft der Laden. Die Entscheidung überlasse ich dir, oder werfen wir eine Münze?«. »Cool, ich Zahl, du Kopf, der Gewinner entscheidet! Aber … nee, lass uns spielen. Portal wäre toll, da geht es nicht ohne Nachdenken.« »Tja, muss leider los, ihr wisst ja, die kranken Kollegen. Habt viel Spaß, ich bin bald wieder daheim.« Claudia schaute etwas bedrückt. Ich stand auf, nahm sie fest in den Arm und gab ihr einen langen Kuss.
Die eigenartigen Laute in meinem Rücken überhörte ich geflissentlich. »Bringst du nachher das Fahrtenbuch aus dem Auto mit rein, ich muss da noch was nachtragen?« »Klar doch, Tschüss ihr zwei, macht euch einen tollen Männertag.« Sie überraschte uns schon vier Stunden später und sah in strahlende Gesichter. Wir hatten die Herausforderungen der Portale mit Bravour gemeistert.

Rezension – 7 Sommersünden – Seesterne küssen nicht

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Autorin: Martina Gercke Titel: 7 Sommersünden – Seesterne küssen nicht Genre: Frauenroman Version: eBook und Taschenbuch erschienen: 3. Juli 2016 Seiten: 248 Altersempfehlung: Erwachsene Die Autorin Martina Gercke lebt mit ihrem Mann und den zwei erwachsenen Kindern in ihrer Lieblingsstadt … Weiterlesen

Rezension – Portugiesisches Erbe

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Autor: Luis Sellano Titel: Portugiesisches Erbe Genre: Krimi Version: eBook, Taschenbuch und Hörbuch erschienen: 13. Juni 2016 Seiten: 369 Altersempfehlung: Erwachsene Verlag: Heyne Luis Sellano ist das Pseudonym eines deutschen Autors. Auch wenn Stockfisch bislang nicht als seine Leibspeise gilt, … Weiterlesen

Rezension – Dreams II – Eines Nachts in Quebec

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Autorin: Amanda Frost Titel: Dreams  – Eines Nachts in Quebec  Genre: Frauenroman, Romanze Version: eBook und Taschenbuch erschienen: 28. Juni 2016 Seiten: 344 Altersempfehlung: Erwachsene Im April 2013 startete die Autorin Amanda Frost die erfolgreiche Sternen-Trilogie, die es prompt in … Weiterlesen

Indie-Autoren-Challenge Nadine Kapp

Im März 2015 hatten einige Autoren die Idee sich einer besonderen Herausforderung zu stellen. Ihnen sollten 15 Begriffe genannt werden und sie wollten eine Geschichte daraus machen, die mindestens drei Seiten lang sein sollte. Nach und nach möchte ich die Autoren und deren Geschichten vorstellen:

Nadine Kapp stellt sich vor: Mein Name ist Nadine Kapp, geboren und wohnhaft in Köln. Ende 2012 erblickte mein Sohn das Licht der Welt und zu diesem Zeitpunkt stand für mich bereits fest, dass ich meinem alten Beruf als gelernte Fachkraft für Lagerlogistik nicht mehr nachgehen möchte. 2014 begann ich damit, ein paar Kapitel zu schreiben, doch so „richtig“ startete ich erst Anfang 2015 als Autorin, auch wenn es nach all der Zeit immer noch seltsam ist, sich als solche bezeichnen zu dürfen.

Im Juli 2015 gründete ich den Booklover Verlag, um so auch anderen Autoren die Chance zu geben, sich im Buchdschungel einen Namen zu machen. Somit steuere ich hauptberuflich die Abläufe im Verlag, habe mich außerdem mit dem Designen von Buchcovern selbstständig gemacht, schreibe aber täglich an meinen Romanen, da es einfach eine Leidenschaft von mir ist.

Das vollständige Interview,  aus dem ich zitieren durfte, kann hier nachgelesen werden: klick mich

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Und hier kommen nun die Begriffe, die Nadine Kapp von  Violet Truelove & Lindsay Lovejoy genannt wurden:

1.Schimmel
2. Wolkenbruch
3. Handtasche
4. Haare
5. Schreibtisch
6. Müsli
7. Kuh
8. Flasche
9. Arzt
10. Schlaf
11. Landstrasse
12. Urlaub
13. Geist
14. Unfall
15. Chaos

Müde öffnete ich die Augen und ein gewaltiger Kopfschmerz erinnerte mich daran, dass ich, am gestrigen Abend eine ganze Flasche Wein geleert hatte.

Das ist alles bloß deine Schuld, Sam!, dachte ich.

Das laute Klingeln des Telefons trug keineswegs dazu bei, dass ich mich besser fühlte. Ich griff nach dem Handy, das auf meinem Nachttisch lag und flüsterte regelrecht ein »Hallo?«, in den Hörer.
»Du schläfst doch nicht immer noch, oder?«, brüllte jemand ins Telefon und aufgrund meines Zustandes brauchte ich einige Minuten, um die Stimme zu erkennen.
»Schrei doch bitte nicht so!«, flehte ich, doch meine beste Freundin Laura zeigte kein Erbarmen und fuhr mit ihrer Predigt fort. »Hast du wieder getrunken? Natürlich hast du das! Wieso frage ich überhaupt? Dein neuer Mitbewohner tut dir nicht gut. Im Gegenteil! Wenn das so weitergeht, schleppe ich dich zu einem Arzt!«, tadelte sie mich.
»Du redest Blödsinn! Sam und ich haben uns gestern einen Film angesehen und dabei einige Gläser getrunken. Was ist schon dabei?« Obwohl ich ihr Gesicht nicht sehen konnte, ahnte ich, dass sie im Stillen die Augen verdrehte.
»Hör zu, Laura. Wenn es dich beruhigt, lasse ich es die nächsten Tage erst mal mit dem Alkohol. Einverstanden? Du benimmst dich zwar gerade wie meine Mutter, aber ich versuche dir zumindest entgegen zu kommen«, seufzte ich ins Handy. »Aber ich brauche jetzt wirklich noch ein paar Stunden Schlaf, damit ich wieder fit bin. Ist das für dich in Ordnung? Ich melde mich einfach heute Abend bei dir und dann können wir meinetwegen irgendetwas unternehmen.«
»Lisa«, begann sie und blieb für einige Sekunden still. «Du redest mir jetzt einfach nach dem Mund, damit ich Ruhe gebe. Ist es nicht so?« Unwillkürlich musste ich grinsen. »Natürlich nicht. Wie kommst du denn auf so einen Schwachsinn?«, erwiderte ich, auch wenn sie genau ins Schwarze getroffen hatte. Vor einigen Wochen war Sam bei mir eingezogen, nachdem meine alte Mitbewohnerin ein Studium in den Staaten begonnen hatte. Seither gab es bloß zwei Wochenenden, an denen wir ein wenig getrunken hatten. Laura musste jede Situation völlig dramatisieren, das lag ihr im Blut.
»Na ja, wie dem auch sei. Meld\‘ dich heute Abend!«
»Mache ich!«, antwortete ich und legte erleichtert auf.

Für so etwas hatte ich momentan wirklich keinen Nerv. Langsam stieg ich aus dem Bett und hielt mir meinen schmerzenden Kopf. Als ich die Küche betrat, begegnete mir ein gut gelaunter Sam, dem man nicht ansah, dass er genauso viel getrunken hatte, wie ich.
»Guten Morgen, Sonnenschein«, begrüßte er mich und ich zog eine Grimasse. »Du siehst nicht gerade fit aus. Bekam der Wein dir gestern Abend nicht?«, wollte er wissen und ich schüttelte den Kopf.
»Überhaupt nicht. Ich fühle mich, wie vom LKW überfahren«, gab ich ehrlich zu und er lachte.
»Frühstück? Ich habe Rührei gemacht«, verkündete er stolz.
»Nein, Danke. Ich glaube, Müsli ist nun genau das Richtige.«

Ich öffnete den Küchenschrank und nahm die Schachtel mit dem Schokomüsli heraus, das mein Magen hoffentlich akzeptierte. Die Milch ließ ich weg, denn allein schon bei dem Gedanken daran, wurde mir übel. Interessiert beobachte ich Sam, wie er gefühlte Stunden seine Brote mit Butter beschmierte und dann angewidert sein Gesicht verzog.

»Wie alt ist denn der Käse? Da ist ja bereits Schimmel drauf«, fragte er und ich zuckte mit den Schultern.
»Ich bin kein Käse-Freund. Also frag mich nicht! Dafür bist du zuständig.« Bedächtig griff er stattdessen nach der Salami und setzte sich zu mir an den Tisch. »Was hast du heute vor? Sollen wir bei dem schönen Wetter nicht an den See fahren?«, schlug Sam vor. Ich würgte gerade einen Löffel Müsli herunter, als ich ihn erfreut ansah.
»Eigentlich eine gute Idee, aber ich fühle mich noch etwas schwach. Gib mir noch eine Stunde, um wieder auf die Beine zu kommen.«
Zufrieden nickte er und biss in sein Salamibrot.
»Ich glaube, mehr kriege ich nicht herunter«, sagte ich, lächelte ihn matt an und erhob mich von meinem Stuhl. Ich stellte die Schüssel in die Spüle und trat wieder den Weg in mein Zimmer an, um meinen Kleiderschrank zu durchforsten. Die Jogginghose, die ich trug konnte ich sicherlich nicht am See tragen, auch wenn ich dies am liebsten getan hätte. Seufzend griff ich nach einem kurzen Sommerkleid und schlüpfte hinein, als es an meiner Tür klopfte.

»Ich will dich nicht stören, aber vielleicht hilft dir ja das?«, fragte Sam und deutete auf das Glas Wasser in seiner Hand. »Ich habe dir eine Aspirin aufgelöst.«
»Danke! Du bist ein Schatz! Was würde ich bloß ohne dich tun?«, erwiderte ich gerührt und trank es in einem Zug aus. Grinsend verließ er mein Zimmer und ich ging nachdenklich ins angrenzende Badezimmer. Wenn ich ehrlich war, gefiel er mir. Seit zwei Jahren war ich bereits Single. Und obwohl ich momentan keine Beziehung wollte, bekam ich immer wieder ein Bauchkribbeln, wenn er mich bloß ansah. Wir teilten den gleichen Humor und ich hätte mich in seinen dunkelbraunen Augen verlieren können. Ich griff nach meiner Bürste und versuchte meine Haare zu bändigen, die in alle Richtungen standen.

Verflucht! Warum musste ich blöde Kuh, auch so viel trinken?
Nach zehn Minuten wirkte ich schon wesentlich frischer, auch wenn das Make Up einen großen Teil dazu beigetragen hatte. Grinsend griff ich nach meiner Handtasche und klopfte an Sams Zimmertür.
»Ich wäre fertig!«, ließ ich ihn wissen, woraufhin er seine Tür öffnete. »Also sollen wir los?«, fragte er und ich nickte. Wir liefen in Richtung Haustür, als er plötzlich stehen blieb und sich suchend umsah.
»Du siehst wunderschön aus!«, verließen die Worte seinen Mund, bei denen ich weiche Knie bekam.
»Du Charmeur!«, grinste ich und versuchte einigermaßen gelassen zu wirken, auch wenn ich mich ganz und gar nicht so fühlte.
»Hast du meine Autoschlüssel gesehen?«, fragte er zerstreut, doch im gleichen Atemzug schien es ihm einzufallen. »Ich habe sie eben auf den Schreibtisch gelegt.« Er schüttelte lachend den Kopf.
»Du wirst anscheinend alt!«, erwiderte ich grinsend.
»Nein, deine Anwesenheit sorgt dafür, dass ich völlig durch den Wind bin.«

Und wieder dieses warme Gefühl in meinem Bauch. Fühlte er etwa ebenso wie ich?
Als wir wenige Minuten später in seinem Auto saßen, vernahm ich wieder den herben Duft seines Aftershaves, bei dem ich regelrecht dahinschmolz. Sam fuhr Richtung Landstraße und schaltete das Radio ein. Ausgerechnet ein Liebeslied wurde gespielt und mein Herz klopfte, als würde es mir in der nächsten Sekunde aus der Brust springen. Was war bloß los mit mir?

Ein Unfall auf der anderen Fahrbahn riss mich aus meinen Gedanken. Drei Autos waren ineinander gefahren und ich hoffte, dass niemand zu Schaden gekommen war. Die gesamte Autofahrt über sprach Sam kein Wort und ich wunderte mich, da er sonst kaum zu stoppen war. Verträumt blickte ich ihn an, als wir den See erreichten und aus dem Auto stiegen. Als er sein Gesicht zu mir drehte, sah er aus, als sei er einem Geist begegnet.
»Ist alles in Ordnung? Du bist doch sonst nicht so wortkarg«, unterbrach ich die Stille und er zuckte zusammen.
»Quatsch! Ich bin so wie immer!«
Auch wenn dies natürlich keineswegs der Wahrheit entsprach, beschloss ich, es auf sich beruhen zu lassen. Gemeinsam liefen wir die Wiese hinunter, bis wir am Wasser standen.

»Diese Ruhe. Da möchte man doch glatt wieder Urlaub machen. Findest du nicht auch?«, warf ich ein, doch er antwortete nicht. Stumm blickte ich auf das Wasser und ignorierte das Herzrasen, was er durch seine bloße Anwesenheit in mir verursachte. Seit er bei mir wohnte, herrschte bei mir innerlich das Chaos. Woran es genau lag, wusste ich nicht. Gerade, als ich noch etwas sagen wollte, um die Stimmung aufzulockern, brach ein Wolkenbruch über uns herein und wir rannten schnell zum Auto. Durchnässt setzten wir uns zurück in den warmen Wagen.

»Das war es dann wohl mit dem schönen Wetter«, sagte ich grinsend und nun endlich lächelte er.
»Sieht wohl so aus!«
Sanft strich er mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht und mir stockte der Atem. Seine Hand streichelte über meine Wange und ich schloss für einen kurzen Moment die Augen.
»Was machst du bloß mit mir?«, flüsterte ich.
»Das könnte ich eher dich fragen«, erwiderte er und beugte sich zu mir herüber. Unsere Lippen berührten sich und ich sog das elektrisierende Gefühl in mir auf.

Obwohl ich bereits einige Männer geküsst hatte, übertraf dieser Kuss alles. Er war sanft, leidenschaftlich, voller Gefühl und hätte ich nicht gesessen, wären mir wahrscheinlich die Beine weg geklappt. Als er sich wieder von mir löste und mir tief in die Augen blickte, sah ich ihn fragend an.
»Was … ?«, begann ich, doch Sam unterbrach mich bestimmt.
»Bereits vom ersten Moment an, als ich deine Wohnung betreten hatte, fühlte ich dieses warme Gefühl in meinem Bauch. Obwohl wir uns erst ein paar Wochen kennen, kann ich nicht abstreiten, dass ich mich in dich verliebt habe. Ich wusste bloß nicht, wie ich es dir sagen soll«, gestand er.
Mein Herz machte einen freudigen Sprung und ich lächelte.

Als wir wieder Zuhause waren, griff ich nach meinem Handy und verfasste eine Nachricht an Laura.

>Ich bin wieder betrunken, diesmal allerdings vor Liebe!<