Rezension – Was in unseren Sternen steht

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Autorin: Catherine Isaac Titel: Was in unseren Sternen steht Genre: Roman Version: eBook, broschiert und Hörbuch erschienen: 27. März 2018 Seiten: 416 Altersempfehlung: Erwachsene Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag Über die Autorin: Catherine Isaac, Jahrgang 1974, ist das Pseudonym einer erfolgreichen … Weiterlesen

Rezension – Ein Sommer wie Limoneneis

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Autorin: Marie Matisek Titel: Ein Sommer wie Limoneneis Genre: Roman Version: eBook, broschiert und Hörbuch erschienen: 3. April 2018 Seiten: 304 Altersempfehlung: Erwachsene Verlag: Knaur TB  Die Autorin Marie Matisek lebt mit ihrer Familie, Hund und Kater im idyllischen Umland … Weiterlesen

Rezension – Eine Bayerische Hochzeit – Band 1: Karoline

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Autorin: Josefa vom Jaaga Titel: Eine Bayerische Hochzeit – Band 1 Karoline Genre: Historisch Version: eBook und Taschenbuch erschienen: 15. Januar 2018 Seiten: 420 Altersempfehlung: Erwachsene Verlag: Books on Demand Über die Autorin:\“Josefa vom Jaaga\“ ist ein für Eingeweihte (oder … Weiterlesen

Rezension – Totgetanzt

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Autorin: Brigitte Lamberts Autorin: Annette Reiter Titel: Totgetanzt Genre: Krimi Version: eBook und Taschenbuch erschienen: 8. Dezember 2014 Seiten: 200 Altersempfehlung: Erwachsene Verlag: edition oberkassel  Über die Autorinnen: Brigitte Lamberts, geboren 1960 in Düsseldorf, lebt seit zwanzig Jahren wieder in … Weiterlesen

Autoreninterview Mia Leoni

Liebe Mia,
ich freue mich, dass Du Dir die Zeit nimmst und Dich meinen Fragen stellen möchtest.
Bevor ich mir meine Fragen zusammen suche, schaue ich ja erst einmal, wann und wo  ich zum ersten Mal Kontakt hatte.
Wir beide haben uns in Frankfurt während der Buchmesse 2016 kennen gelernt. Du gehörst ja zu den Autoren des tollen roten Sofas, an deren Stand ich mich immer gerne aufgehalten habe.  Da ich mir ja vorgenommen hatte, möglichst viele Bücher von Euch Sofaautoren zu lesen, war klar, dass ich natürlich auch Dein Buchlesen wollte, das zu der Himmelreichserie gehörte.
Und da kommt auch gleich die erste Frage, denn diese Buchserie besteht aus fünf Teilen, die Du und vier weitere Autorinnen geschrieben hast.  Wie kam es zu dieser Idee?

Ach, Himmelreich. Wenn ich daran denke, gerate ich immer ins Träumen. Das war schon eine tolle Zeit. Angefangen hat alles mit einer Nachricht von der bezaubernden Emma Wagner, die mich gefragt hat, ob ich an einem Gemeinschaftsprojekt Interesse hätte. Hatte ich! Und daraufhin haben wir alle gemeinsam das Örtchen Himmelreich, die Story und alle Charaktere erschaffen. Das war ein langer Prozess, aber er hat unglaublichen Spaß gemacht.
Ich finde es ja immer wieder interessant, wie solch eine Zusammenarbeit klappt. Gerade bei Himmelreich Amor’s  five gab es ja einen roten Faden, nämlich ein Rätsel um den Tod der gemeinsamen Freundin.  Stand von Anfang an fest, wer der Täter war? Durfte sich jede doch irgendwie frei entfalten?
Den roten Faden haben wir gemeinsam entwickelt. Der Täter stand natürlich relativ schnell fest. Wir mussten quasi die Geschichte davor aufbauen, dass alle Fäden zum Schluss zu IHM führen. Das war das Ziel. Alles andere haben wir frei entschieden. Jede Geschichte musste nur auf die vorhergehende aufbauen. Das war die Schwierigkeit. Da war große Abstimmungsarbeit gefragt. Das war aber nur der Handlungsstrang, der sich über alle Bände zog. Die Liebesgeschichten, die ja in jedem Buch in sich abgeschlossen sind, konnten wir so gestalten, wie wir wollten.
Ich habe gelesen, dass Du schon sehr früh Geschichten geschrieben hast. In welchem Alter hast Du mit Deinen Geschichten angefangen? 
Puh, ich weiß es gar nicht mehr. Damals hatte ich nur eine Schreibmaschine und kann das Erstellungsdatum leider nicht nachvollziehen 😀
Ich glaube, dass ich ungefähr neun war. Ich habe damals sehr viel gelesen und wollte auch immer solche Geschichten schreiben. Das hat mich unglaublich fasziniert.
Hast Du als Kind auch gerne gelesen und wenn ja, kannst Du Dich an Bücher erinnern?

Ja, auf jeden Fall. Ich habe Pferdebücher geliebt. Mein allerliebstes Buch war \“Tränen, Träume und ein weißes Pferd\“. Kein Buch habe ich öfter gelesen als das. So schade, dass ich es nicht mehr habe. Keine Ahnung, wo es hingekommen ist. Aber dafür habe ich noch andere Bücher, die ich damals gern gelesen habe. Zum Beispiel \“Ein Ponysommer\“ oder \“Der Trotzkopf\“. Die stehen alle im Regal bereit für meine Tochter, wenn sie sie endlich lesen kann.
Wenn Du in die Vergangenheit reisen könntest, welchen Autor würdest Du gerne besuchen?
Oje, darüber habe ich mir nie Gedanken gemacht. Ich war nie ein Fangirl eines Autors. Hm, aber wen ich im Moment am liebsten mag, ist Nicholas Sparks. Er verbindet Liebesgeschichten mit so spannenden Elementen, dass diese Storys einfach nur mitreißen.
Zur Ausbildung und zum Arbeiten bist Du nach dem Abitur nach Frankfurt gegangen, was hast Du dort gemacht?
Ich habe mich zur Bankkauffrau ausbilden lassen. Es war eine wirklich tolle Zeit. Die hat mich sehr geprägt, und ich möchte sie nicht missen. Dort habe ich viele tolle Menschen kennengelernt. Mit zwei superlieben Kolleginnen von damals treffe ich mich nun einmal im Jahr, wenn ich zur Frankfurter Buchmesse in meiner vorübergehenden Heimat bin. Darauf freue ich mich immer am meisten.
Gehst Du dieser Tätigkeit heute noch nach oder bist Du hauptberuflich Autorin?

Bankkaufrau war ich tatsächlich nur in Frankfurt. Fünfeinhalb Jahre lang. Danach habe ich in die Werbebranche gewechselt und in verschiedenen Unternehmen gearbeitet. Als Quereinsteiger bin ich in meiner Heimat Erfurt dann in einer Werbeagentur als Grafikerin gelandet. Inzwischen habe ich mein eigenes kleines Unternehmen – ich bin selbstständige Mediengestalterin – und schreibe hauptberuflich Liebesgeschichten. Der Südafrika-Roman ist meine 5. Veröffentlichung.
Inzwischen ist ein weiteres Buch von Dir erschienen, deren Handlung sich in der Hauptsache in Africa abspielt. Wie bist Du auf die Idee zu diesem Buch gekommen?

Mein Mann und ich haben zu unserer Hochzeitsreise eine Tour durch Südafrika gemacht. Das war einfach fantastisch. Das Setting stand also schon mal. Die Geschichte drumherum ist dann in meinem Kopf entstanden und auf dem Papier … ähm dem Bildschirm … gereift.

Wie lange hast Du an diesem Buch geschrieben?

Angefangen habe ich tatsächlich schon 2016. Die Mitglieder in meiner Lesergruppe können das bestätigen. Aber das waren nur die ersten 30 Seiten. Dann kam die 2. Himmelreich-Staffel dazwischen und ich musste Afrika auf Eis legen. Weitergemacht habe ich dann im Januar 2018, und im April ist der Roman dann erschienen. Effektiv war ich aber bereits Mitte/Ende Februar fertig, aber dann kamen noch Lektorat, Überarbeitungsphase, Korrektorat und letzte Überarbeitungen. Das zieht sich immer ein wenig.
Dir hat es dort sehr gut gefallen, ich habe zumindest das Gefühl gehabt, denn die Reise war ganz toll beschrieben. Welche Situationen hast Du selber erlebt?

Die Orte, an denen meine Figuren waren, habe ich natürlich alle selbst gesehen. Die Touren, die wir gemacht haben, habe ich im Buch beschrieben. Ein Mitglied unserer Gruppe hatte tatsächlich ihren Koffer verloren und ist auch noch erkrankt. Das musste ich einfach einbauen. Ansonsten ist alles frei erfunden.
Gibt es schon Ideen zu weiteren Büchern?

Ohhhhh ja! Gerade gestern habe ich mit meiner Schwester auf der Couch gesessen und über mein nächstes Buch diskutiert. Die Idee steht. Der Plot muss noch im Detail ausgearbeitet werden.
Und danach freue ich mich schon unheimlich auf eine weitere Story. Die ist in meinem Kopf auch schon komplett.
Wenn ja, wo werden sie festgehalten?
Erst mal im Kopf und dann im Computer. 
Hast Du Dir schon mal Gedanken gemacht, in einem anderen Genre zu schreiben, wie Krimi oder historisches?

Nicht wirklich, weil ich mir Krimi nicht zutraue und historisch interessiert mich nicht so unbedingt. Ich möchte bei Liebesromanen bleiben. Ob sie nun eher lustig, spannend oder dramatisch sind, ist egal. Aber eine Lovestory wird sicher immer dabei sein.
Wer darf Deine Bücher als erstes lesen?

Als allererstes natürlich meine Lektorin.  Danach meine Blogger, wenn sie denn mögen.
Wie sieht Dein Arbeitsalltag aus. Du hast ja auch Familie, da kann man sich ja leider nicht immer zum Schreiben hinsetzen, wenn die besten Ideen kommen, oder?

Ja, das ist tatsächlich manchmal etwas schwierig. Aber da ich seit knapp einem Jahr selbstständig bin, habe ich tagsüber viel Zeit. Vormittags erledige ich meist Kundenaufträge und nachmittags und abends schreibe ich oder kümmere mich ums Marketing meiner Bücher.
Zwischendurch hole ich dann mein Kind vom Kindergarten ab. Dann ist Familienzeit bis sie ins Bett geht. Meine Tochter fordert im Moment noch sehr viel Aufmerksamkeit ein, sodass ich mich selten einfach ins Arbeitszimmer setzen und schreiben kann. Meist sitzt sie dann schnell auf meinem Schoß und will selbst tippen.
Du bist sehr aktiv bei Facebook. Wie wichtig ist Dir der Kontakt zu Deinen Lesern?

Facebook ist ein wichtiges Marketing-Instrument. Und hier bekomme ich das direkte Feedback von den Lesern. Die tollen und liebevollen Worte tun einfach so gut, dass man motiviert in die nächste Schreibnacht geht.
Du veröffentlichst als Selfpublisher Deine Bücher, bist Du damit zufrieden? Ich meine, Du bist ja selber für die Werbung verantwortlich, was ja sehr viel Zeit in Anspruch nimmt.

Manchmal, wie gerade jetzt, denke ich, warum tue ich mir das an? Es ist wirklich extrem viel Arbeit und eine Menge Zeit, die ich für die Werbung aufwende. Und ich kann nie sicher sein, ob sie auch wirklich funktioniert. Das ist ein großes Risiko. Andererseits kann ich alles selbst entscheiden und gestalten, wie ich es möchte. Das gefällt mir schon sehr gut.
Allerdings finde ich die Aktion vor der Veröffentlichung des neuen  Buches „Africa in Love – Honeymoon mit Hindernissen“ klasse. Ich selber habe da mitgemacht und es hat mir sehr viel Spaß bereitet.

Das freut mich, dass es dir gefallen hat. Ja, hier habe ich sehr viel Zeit investiert. Es hat so viel Spaß gemacht, zu sehen, wie sich die Leser beteiligt haben. Die Resonanz war einfach großartig. Jetzt muss sich das nur noch auf den Erfolg meines Buches niederschlagen 😉
Hast Du jetzt überhaupt Zeit, Bücher Deiner Kollegen zu lesen?

Wenig. Meine komplette Zeit ohne Familie oder andere Verpflichtungen verbringe ich vor dem PC, um zu schreiben oder Werbung für meine Bücher zu machen. Ich bin froh, wenn ich ab und an meine Freunde treffen kann. Dann verzichte ich lieber aufs Lesen.
Gibt es ein Lieblingsbuch?
Im Moment? Ein richtiges Lieblingsbuch fällt mir da nicht ein. Ich lese einfach viel zu wenig in letzter Zeit.
Gibt es ein Buch, das Du schon immer mal lesen wolltest, es aber noch nicht geschafft hast?

Das Schicksal ist ein mieser Verräter. Ich kenne nur den Film. Der hat mich sehr berührt.
Mit dem Lesen von Büchern kann man ja nie früh genug anfangen, wie sieht es bei Dir zu Hause aus. Liest Du Deinem Kind etwas vor?

Ja klar, wir lesen immer, wenn sie Lust dazu hat.
Ich habe mir großer Begeisterung meinen Kindern vorgelesen und vorher auch die toll illustrierte Bücher betrachtet. Gibt es da ein Lieblingsbuch?

Am liebsten sind es im Moment Grimm\’s Märchen oder die Häschenschule, mein liebstes Kinderbuch, als ich so klein war.
Wie immer stelle ich so viele Fragen und doch kann es passieren, dass ich etwas vergesse, hier hast Du jetzt die Möglichkeit uns Lesern etwas mitzuteilen, was Du schon immer mal los werden wolltest:

Öhm … Weltfrieden? … Nee, im Ernst, ich freue mich einfach über jedes liebe Wort, über jede Nachricht, über jede Empfehlung. Es hilft mir sehr, meinen Traum zu leben. Dafür bin ich einfach dankbar.
Und nun bin ich schon wieder an der Stelle angelangt, wo ich frage, was einem zu folgenden Begriffen oder Namen einfällt:
Hanni und Nanni: nie gelesen *wegduck* Das sind doch diese Zwillinge, oder?
Erich Kästner: I love \“Das doppelte Lottchen\“. Ich kann den Film mitsprechen.
  
Nora Roberts: Bewundernswerte Romance-Autorin, an die ich niemals auch nur im entferntesten herankommen werde.
Liebe Mia, ich bedanke mich dafür, dass Du Dir die Zeit für meine Fragen genommen hast.
Sehr, sehr gern!

Auf dieses Buch möchte ich jetzt noch einmal genauer eingehen. Da ich es gerade erst gelesen habe und die Begeisterung noch sehr frisch ist, möchte ich dieses Buch auf jeden Fall allen empfehlen.

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Wer möchte kann meine Rezension hier nachlesen: klick hier

Und weil ich in meinen Rezensionen nie etwas vom Inhalt verrate, stelle ich hier ein Schnipsel mit Erlaubnis der Autorin ein. Eine Stelle, die ich sehr amüsant fand und zeigt, was so alles passieren kann:

Zitat: \“Charlotte sprang schnell unter den Duschkopf und konnte einen Schrei nicht ganz unterdrücken. Da hätte sie auch gleich in einen Bergsee hüpfen können. Sie ließ das Wasser neben sich heruntertröpfeln und seifte sich in Windeseile ein. Um das Duschgel wieder loszuwerden, sprang sie mehrmals für ein paar Sekunden unter den Strahl, länger hielt sie es nicht darunter aus. »Sehr interessante Art, zu duschen«, hörte sie plötzlich eine Stimme hinter der Mauer. Sie quiekte schrill, schnappte sich hastig ihr Handtuch und wickelte es sich um den Körper. Das war Ben! Ungeheuerlich!\“



Und nun zeige ich hier alle bereits erschienenen Bücher von Mia Leoni. Zu erwerben sind sie bei
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Wer noch mehr über die Autorin erfahren möchte, kann dies auf ihrer Seite: klick hier

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Autoreninterview – Ele Wolff





Liebe Ele, ich freue mich, dass Du Dir die Zeit nimmst und meine Fragen beantwortest. Bevor ich mir die Fragen überlege, informiere ich mich hier und dort. Vor einem Jahr wurde ich auf Deine Krimis aufmerksam und mich haben alle, die ich bereits gelesen habe, begeistert. Bei meiner Recherche habe ich gelesen, dass Du erst sehr spät mit dem Schreiben von Büchern angefangen hast.

Wie das so ist, die Kinder sind aus dem Haus und dann tun sich oft ungeahnte Dinge im Leben auf. Manche machen Ikebana, steigen auf Berge oder überwintern in Spanien. Bei mir war es das Schreiben.


Wie bist Du auf die Idee gekommen, ausgerechnet Krimis zu schreiben?

Beim Schreiben für das Buch „Bei Stina brennt noch Licht“ hatte ich die Idee, die Geschichte der drei älteren Schwestern Lindemann zu erzählen. Auf einmal wurde die ältere Schwester Stina so böse und kriminell, dass es ein Krimi wurde. Und da hatte ich Blut geleckt.


Hast Du Dir schon mal Gedanken gemacht, ob Du auch in anderen Genre schreiben willst?

Sicher werde ich noch mal einen Familienroman schreiben, etwas Heiteres und Humorvolles. Ob ich da ohne Mord auskommen, weiß ich nicht mit Bestimmtheit.


Oder wenn Du bei Krimis bleiben möchtest, in einer anderen Zeit, zum Beispiel sind historische Krimis doch auch sehr spannend zu schreiben und zu lesen.
Historisch und Fantasy liegt mir so gar nicht. Ich bewundere die Kollegen, die in diesem Genre schreiben. Ich liebe Krimis, in denen die Lösung des Falls in der Vergangenheit oder Psyche des Protagonisten liegen.
Als Kind hast Du schon sehr gerne Bücher gelesen, gibt es da Lieblingsbücher, an die Du Dich noch gut erinnerst?
In meiner Heimatstadt war ich jeden Tag in der Stadtbücherei und habe viel gelesen. Romane für Jugendliche und Detektivgeschichten. An ein Buch kann ich mich gut erinnern. Es handelte von einem Mädchen, welches ihre Tante auf der Insel Langeoog besucht. Ich glaube, das war der Zeitpunkt, an dem Norden und das Meer für mich zu einem Sehnsuchtsort wurden.
Am Ende des Sommers war ich immer blaß, weil meine Nase die ganze Zeit zwischen den Buchdeckeln steckte.

Wenn Du eine Zeitreise machen könntest, welchen Autor aus der Vergangenheit  möchtest Du gerne besuchen?
Agatha Christie, diese Frau bewundere ich für ihre zahlreichen Bücher, in denen sie immer wieder unterschiedliche und spannende Geschichten erzählte.
Lieblingsplatz der Autorin Museumshafen Leer
Die Kinder waren aus dem Haus und Du hattest wieder viel Zeit, Zeit um mit dem Schreiben zu beginnen. Wie sieht heute Dein Alltag aus?
Meistens korrigiere ich am Vormittag das Geschriebene vom Vortag und schreibe dann weiter. Aber es gibt auch schreibfreie Tage, in denen ich mich mit Freunden, Kolleginnen und Kollegen treffe. Der Austausch und die Zusammenarbeit zum Beispiel bei Lesungen sind mir sehr wichtig. Ich bin keine Einzelkämpferin, sondern fühle mich im Team gut aufgehoben.


Wie lange schreibst Du an einem Buch?
Meisten drei oder vier Monate. Meine ebooks sind ja nicht so umfangreich. Anschließend kommt das Manuskript ins Lektorat und hinterher erfolgt meine Überarbeitung. Alles ist aber so geplant, dass regelmäßig ein Buch aus meinen beiden Reihen, Henriette Honig und Janneke Hoogestraat, erscheint.


Lesen Deine Kinder Deine Bücher?
Hin und wieder, denn sie sind stolz auf ihre Mutter und das gefällt mir.


Wer darf Dein Buch als erstes lesen?
Das macht eine liebe Testleserin, die mich auf unlogische Dinge aufmerksam macht. Das geschieht alles, bevor das Buch an den Verlag geht. Man wird ja als Autorin nach mehreren Überarbeitungen betriebsblind.


Woher kommen Deine Ideen?
Das ist mir ein Rätsel. Ich denke, es ist so, dass ich alles, was ich sehe und erlebe, irgendwo abspeichere und dann kommt es, wie ein Wunder, an die Oberfläche.


Kann es passieren, dass Du jede Menge Ideen hast, die für mehrere Bücher reichen?
Oh, da schlummert noch ganz viel in meinem Kopf, was geschrieben werden will.


Wie werden diese Ideen festgehalten?
Ich habe mir eine kleine Datenbank angelegt mit möglichen Tatwaffen und Motiven. Manchmal sind es auch nur einfache Stichwörter, die ich auf keinen Fall vergessen will.


Wie gehen eigentlich die Nachbarn damit um, da wohnt eine Krimiautorin, sind sie stolz oder haben sie „Angst“ dass sie in Deinen Büchern im schlimmsten Falle umgebracht werden.

Die meisten wissen das gar nicht, da ich unter einem Pseudonym veröffentliche. Ich habe früher in der Kommunalpolitik gearbeitet und wollte das klar trennen. Also schlafen die Nachbarn nicht mit dem Messer unter dem Kopfkissen.

Ich habe gesehen, dass Du immer mal wieder Termine für Lesungen machst. Wie wichtig ist Dir der Kontakt zu Deinen Lesern?
Der Kontakt zu Leserinnen und Leser ist für eine/einen AutorIn wichtig. Bei Lesungen hat man die unmittelbare Reaktion auf den Text. Auch Rezensionen sind wichtig und zeigen gegebenenfalls Schwächen im Buch auf, die man als Autorin durchaus ernst nehmen sollte und prüfen, ob da was Wahres dran ist. Mir gefällt es, wenn ich mit den Zuhörern nach der Lesung ins Gespräch komme. Diesen unmittelbaren Kontakt hat man sonst nie.


Gibt es etwas, das Du uns Lesern immer schon mal sagen wolltest? Hier hast Du die Möglichkeit.
Ja gerne. Vor allem wünsche ich mir, dass ich in Zukunft meine Leserinnen und Leser gut unterhalte und bedanke mich für die Treue bisher.

Gerne frage ich an dieser Stelle immer danach, was einem zu folgenden Namen oder Begriffen einfällt:
Fünf Freunde
Sehr spannende Bücher
Asterix und Obelix
Habe ich nie gelesen und auch nicht verstanden, wieso die Menschen so wild danach sind. Ich glaube aber, dass es an der kleinen Schrift liegt, dass ich sie nicht gelesen habe.
Gebrüder Grimm
Kindheit, Märchen, Traumwelten.
Liebe Ele, ich möchte mich hier für Deine Antworten bedanken und wünsche Dir weiterhin viel Erfolg mit Deinen Büchern.
Liebe Ulla, ganz lieben Dank für deine Fragen. Schreiben ist ein einsamer Job und ich freue mich, wenn jemand mal die Stille unterbricht und nachfragt.

Diese Bücher wurden inzwischen im Klarant Verlag veröffentlicht:

weitere Informationen zu den Büchern und zur Autorin sind hier zu finden:

Autorenseite beim Klarant Verlag: klick hier
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Homepage Ele Wolff klick hier

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da ich mit diesem Interview auch etwas Werbung für die Bücher mache, habe ich hier die Kennzeichnung vorgenommen. 

Autoreninterview André Wegmann

Lieber André,
ich freue mich, dass Du Dir die Zeit nimmst und Dich meinen Fragen stellst.
Bisher habe ich noch kein Buch von Dir gelesen und kenne Deine Vita nicht.
Möchtest Du Dich den Lesern hier kurz vorstellen?
Hallo und vielen Dank für das Interesse. Ich heiße André Wegmann, bin 39 Jahre alt und seit 2011 als freiberuflicher Texter und Autor tätig. Ich habe schon einige Bücher veröffentlicht, zunächst im Horror-Genre und zuletzt meine Nordsee-Thriller mit Privatermittler Michael Jesko.
Ich habe gelesen, dass Du schon in der Schule gerne etwas geschrieben hast. Hast Du denn auch gerne Bücher gelesen? Wenn ja, weißt Du noch, welche es waren?
Ja, ich lese schon seit der Kindheit viel und gerne. Ich erinnere mich, dass ich damals unter anderem die ganzen Karl-May-Romane gelesen habe.
Wie bist Du denn auf die Idee gekommen im Genre Horror zu schreiben?
Und wann und wie kam der Wechsel zum Krimi?
Thriller, Krimis und Horrorgeschichten sind auch das, was ich privat lese bzw. als Film schaue. Also kamen für mich auch nur diese Genres zum Schreiben infrage. Horror bietet mir die Möglichkeit, die ganze Bandbreite an Emotionen in die Geschichten einfließen zu lassen. Spannung, Grusel, Angst aber auch Liebe, Sex und lustige Sachen … das alles ist Bestandteil meiner Storys. Der Wechsel zum Krimi oder eher Thriller kam, weil ich mal etwas Neues ausprobieren wollte. Aber im Grunde unterscheiden sich die Genres so sehr gar nicht, nur dass bei meinen Thrillern ein realeres, von Menschen erzeugtes Grauen im Vordergrund steht und ein Ermittler dazukommt. 
Finden Dich die Ideen oder suchst Du danach?
Das ist mal so und mal so. Manchmal erarbeite ich mir die Ideen und überlege hin und her, bis langsam eine Grundidee, worum es in der Geschichte gehen soll, Form annimmt. Bei „Todesschmeichler“ zum Beispiel hingegen, dem zweiten Teil der Jesko-Serie, wurde ich von Medienberichten über einen Perversen inspiriert, der labile Frauen in den Selbstmord trieb. Da hat es dann sozusagen „Klick“ gemacht und ich wusste, daraus kann ich was Passendes für meine Serie stricken. Auch andere Bücher und Filme inspirieren mich öfter.
Kann es vorkommen, dass Du an einem Buch schreibst und schon Ideen für das nächste Buch kommen?
Eigentlich konzentriere ich mich gerne auf eins nach dem anderen. Sicher kann es vorkommen, dass ich Ideen für zukünftige Projekte im Hinterkopf behalte aber es ist nicht so, dass ich, wie manch andere Autoren, ein dickes Notizbuch voller Ideen und Gedankenfetzen hier liegen habe.
Wie lange schreibst Du an einem Buch?

Das ist unterschiedlich, je nachdem wie viel andere Arbeit ich noch habe. Von intensiven 4-6 Monaten bis zu einem Jahr.
Ich selber lese sehr gerne Krimis und Thriller, die nicht so unter die Haut gehen. Würdest Du mir empfehlen, Deine Bücher zu lesen? Ich meine, spannend darf es ja ruhig sein, aber meine Nerven möchte ich doch etwas schonen.
Also seichte Cosy-Krimis schreibe ich nicht. Lokalkolorit, die Urlaubsidylle an der Nordsee und auch das Leben und die Beziehungen meiner Protagonisten kommen nicht zu kurz in meinen Büchern, aber der Motor der Geschichte ist der Fall und der beinhaltet soviel Spannung wie möglich und mitunter deftige Szenen, die nichts für zartbesaitete Menschen sind. Ich würde mich natürlich dennoch freuen, wenn du mal hineinschnupperst. „In den Fängen des Bösen“ würde sich gut dafür eignen.
Ich habe zunächst mal nachgesehen, wo der Ort liegt, in dem Du geboren wurdest und heute auch wohnst. Es muss eine tolle Gegend sein und ich nehme an, dass sich dort die Handlungen Deiner Bücher abspielen. Hast Du schon mal mit dem Gedanken gespielt, einen Krimiausflug an die Ostsee zu machen?
Ich komme aus der beschaulichen Kleinstadt Friesoythe, aber bis zur Nordsee sind es von hier aus noch rund 100 Kilometer. Meine Geschichten sind in Ostfriesland angesiedelt, meistens in dem fiktiven Küstenort Grevensiel. Nein bisher habe ich nicht darüber nachgedacht, eine Geschichte an der Ostsee anzusiedeln, aber vorstellen könnte ich mir das schon. Danke für die Idee. 😉
Wie sieht Dein Arbeitsalltag aus? Wenn ich das richtig verstanden habe, war es ja eher Zufall, dass Du ein „richtiger“ Autor wurdest, nimmt diese Tätigkeit jetzt Deine meiste Zeit in Anspruch?
Das variiert. Es kommt vor, dass ich mal wochenlang nur an einem Buch schreibe, aber zuletzt habe ich viel für Werbeagenturen und Reiseportale getextet. Beides ist wichtig für mich und ich versuche es aufzuteilen.
Hast Du Autorenvorbilder?
Ich habe kein direktes Vorbild, aber moderne Thriller-Autoren wie Peter James und Chris Carter finde ich schon gut. Aber ich versuche generell aus jedem Buch, das ich lese auch für mein eigenes Schreiben etwas mitzunehmen bzw. zu lernen. 
Wenn Du eine Zeitreise machen könntest, welchen Autor aus der Vergangenheit würdest Du gerne mal besuchen?

Richard Laymon vielleicht. Von klassischer Literatur bin ich kein großer Fan.
Hast Du jetzt noch Zeit Bücher zu lesen und gibt es da eins, dass Du unbedingt mal lesen möchtest, aber noch nicht geschafft hast?
Lesen ist das beste Training für das Schreiben. Das ist also schon ein guter Grund, sich die Zeit zu nehmen, ich lese aber natürlich auch zur Entspannung und Unterhaltung.
Wer darf Deine Bücher als erstes lesen?

Das ist dann derzeit meine Lektorin aus dem Klarant Verlag. Es gibt ja auch Autoren, die schicken ihre Manuskripte an Testleser, aber darauf verzichte ich.
Da wir bisher noch keinen Kontakt zueinander hatten, weiß ich auch nicht, wie präsent Du in den Social Medien bist und wie wichtig Dir der Austausch mit Lesern ist.
Der Austausch mit den Lesern ist mir sehr wichtig und ich freue mich über jedes Feedback. Andererseits weiß ich auch nicht ständig was Spannendes aus meinem Schreiballtag oder Leben generell zu berichten und versuche auch nicht, um jeden Preis Aufmerksamkeit zu erzielen. Daher gibt es immer Phasen, in denen ich weniger auf Social-Media-Plattformen präsent bin.
Ich weiß, dass es in Leer zum Beispiel ein Leseboot gibt, wo Autoren aus ihren Büchern vorlesen können. Hast Du in dieser Richtung schon einmal etwas gemacht oder vielleicht Lust darauf?
Das ist natürlich ein tolles Ambiente gerade für Geschichten, die auch am Meer spielen. Habe ich bisher noch nicht gemacht, aber wäre sicher interessant.
Nun habe ich soviele Fragen gestellt und mit Sicherheit noch einiges vergessen, deshalb gebe ich Dir hier jetzt die Gelegenheit, uns Lesern das mitzuteilen, was Du schon immer mal loswerden wolltest.
Ich bedanke mich bei allen, die Bücher von mir gelesen haben. Wenn Sie euch gefallen, schreibt bitte Rezensionen und empfehlt sie weiter, das ist für jeden Autor wichtig.
Gerne frage ich den Autor danach, was ihm zu folgenden Begriffen oder Namen einfällt:
 Erich Kästner
 Ich weiß, wer das ist, aber das war es auch schon. Nennt mich ruhig einen Kulturbanausen. 😉
 Enid Blyton
 „Fünf Freunde“, hab ich als Kind gerne geschaut.
Der Graf von Monte Christo
Weder gelesen noch gesehen.
Lieber André, ich möchte mich vielmals für Deine aufschlussreichen Antworten bedanken und wünsche Dir mit Deinen Büchern viel Erfolg.

Vielen lieben Dank und alles Gute!
Diese Bücher sind inzwischen im Klarant Verlag erschienen: 


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Rezension – Der Pub der guten Hoffnung

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Autorin: Alexandra Zöbeli Titel: Der Pub der guten Hoffnung Genre: Roman Version: eBook und Taschenbuch erschienen: 2. April 2018 Seiten: 592 Altersempfehlung: Erwachsene Verlag: Forever Über die Autorin: Alexandra Zöbeli lebt gemeinsam mit ihrem Mann im Zürcher Oberland in der … Weiterlesen

Autoreninterview Susanne Ptak

Liebe Susanne, ich freue mich, dass Du Dir die Zeit nimmst und meine Fragen beantworten möchtest.
Ich habe mich natürlich vorher umgesehen und mich informiert, welche Bücher Du im Klarant Verlag veröffentlicht hast.  Es sind jede Menge und ich gestehe, dass ich erst einen Bruchteil davon gelesen habe. Tja, das ist immer so eine Sache mit der Zeit.
Als Krimifan halte ich ja immer Ausschau nach mir unbekannten Autoren und deren Büchern. Ich weiß noch genau, was ich dachte, als ich auf Dein Buch „Mord in Pilsum“ aufmerksam wurde. Eine Autorin, die in Düsseldorf geboren wurde, der Stadt, in der ich lebe. Das war schon mal ein wichtiger Grund, das Buch zu lesen. Lach, natürlich sollte das nicht den Ausschlag geben, aber ich wurde ja auch nicht enttäuscht.
Inzwischen wohnst Du schon einige Jahre im Norden und da stellt sich mir die Frage, wie Du Dich dort fühlst und kommst Du ab und zu ins Rheinland?
Liebe Ulla, die Zeit nehme ich mir sehr gerne, besonders von einer Düsseldorferin zur anderen 😊.
Den Schritt, nach Ostfriesland zu gehen, habe ich nie bereut. Wir haben uns von der ersten Stunde an sehr wohl hier gefühlt, was nicht zuletzt an unseren superlieben Nachbarn und den Freunden, die wir hier schnell gefunden haben, liegt.
Tatsächlich war ich das letzte Mal vor 10 Jahren in Düsseldorf … Was soll ich sagen? Man „verlandeiert“ ja doch irgendwie. Ich war ohnehin nie so der Stadtmensch aus Leidenschaft. Das ist nach etlichen Jahren auf dem Land nicht besser geworden :-D. Will sagen: Ostfriesland ist inzwischen meine Heimat und ich vermisse höchstens die in Düsseldorf zurückgelassenen Freunde. Zum Glück besuchen die uns aber hin und wieder, denn auch sie mögen unser schönes Leer.
Deinen Werdegang finde ich ausgesprochen interessant, vom Rheinland in den Norden und dort dann einen Traum verwirklichen. Wie kam es, dass Du eine Schafskäserei eröffnen wolltest?
Ob man’s glaubt oder nicht – das war eine spontane Idee, die zu einer Zeit entstand, in der es uns nicht so gut ging. Ich hatte einen Job, den ich nicht mochte, und den ich nur machen konnte, weil ich den besten Chef der Welt hatte und außerdem mit einer guten Freundin zusammenarbeitete. Letztendlich war ich aber kreuzunglücklich. Dazu kam noch, dass mein Mann an Krebs erkrankt war und unsere Zukunft somit mehr als unsicher. Wir haben großes Glück gehabt – er ist wieder gesund geworden! Auf jeden Fall saßen wir an einem Samstagnachmittag auf dem Sofa und zappten uns durch das Fernsehprogramm. Da stießen wir auf einen Beitrag über Schafskäsereien. Ich war sofort begeistert! Arbeiten mit so tollen Tieren und dazu noch leckeren Käse machen. Das wollte ich auch! Und mein Mann sagte: „Dann mach das doch.“ Ich weiß nicht, wie oft er diesen Satz in den darauffolgenden Jahren bereut hat …
Und dann der nächste Schritt zur Krimiautorin, natürlich möchte ich auch wissen, wie es dazu kam.
Letztendlich durch den Frust, den auch die Schafskäserei einbrachte. So viel Freude diese Arbeit auch macht, sie ist körperlich sehr, sehr anstrengend (und ich war leider keine zwanzig mehr …). Außerdem ist die Vermarktung des Käses eine echte Herausforderung, denn anders, als die Medien es uns gerne glauben machen, ist es der Mehrzahl der Kunden sch…egal, woher ihr Essen kommt und wie es produziert wurde. Hauptsache billig … Wenn’s beim Discounter Schafskäse gibt, dann kaufen sie den und nicht den etwas teureren aus der kleinen Manufaktur mit den Streichelschafen. 

Aber zurück zu den Krimis: Es war ein grauer, nasser Novembersamstag. Seit 6.30 Uhr stand ich frierend und mit barbarischen Rückenschmerzen auf dem Leeraner Wochenmarkt, um meinen Käse an geneigte Kunden zu bringen. Endlich kam um 10.30 Uhr die erste potentielle Kundin. Sie probierte sich durch mein komplettes Angebot und riet mir dann, es bei den hohen Preisen doch mal in einer Großstadt zu versuchen. Für Leer sei das alles zu teuer. Sie ging ohne Kauf …
Kollegen behaupteten später, die blanke Mordlust in meinen Augen gesehen zu haben. Und ich dachte: „Mach’s doch einfach! Bring jemanden um – auf dem Papier. Nach Marktschluss fuhr ich nach Hause, aß zu Mittag und schrieb das erste Kapitel vom „Grünlandmord“.
Was ich zu diesem Zeitpunkt nicht ahnen konnte, war, dass schon dieser erste Krimi ein Erfolg werden würde. Er erschien im Februar 2014 und bereits im Sommer wurde uns klar, dass das Schreiben weit einträglicher war als die Käserei. So schickte ich die Schafe in Rente – sie arbeiten allerdings noch als unsere Rasenmäher – und wurde Vollzeit-Autorin.
Hast Du als Kind gerne gelesen und wenn ja, weißt Du noch welche Bücher es waren?
Ich habe Bücher verschlungen und alles gelesen, was mir in die Finger kam. Allen voran Enid Blyton’s 5 Freunde. Aber da ich seit meinem sechsten Lebensjahr auch begeisterte Reiterin war, natürlich sämtliche Pferdebücher, derer ich habhaft werden konnte. Besonders beeindruckt hat mich in diesem Genre damals Anna Sewell‘s Black Beauty.
Die Handlungen Deiner Krimis spielen sich in Ostfriesland ab, was sich anbietet, weil Du dort ja lebst. Aber hast Du Dir schon mal Gedanken über Bücher in einem anderen Genre und über andere Orte gemacht?
Ja, und nicht nur Gedanken gemacht 😀 Unter einem Pseudonym schreibe ich auch Fantasy-Romane. Diese Abwechslung brauche ich, um dann wieder mit Freude am nächsten Krimi schreiben zu können. In der Schublade liegt aber auch die Idee für einen Krimi, der in den USA spielt. Bisher habe ich es zeitlich noch nicht geschafft, diesen umzusetzen. Das wird aber garantiert noch passieren.
Wie kommen die Buchideen zu Dir?
Meistens urplötzlich. Ich lese etwas in der Zeitung, oder sehe etwas im Fernsehen, was ein Mordmotiv sein könnte. Wenn ich das habe, kommt der Rest der Geschichte von ganz alleine.
Ich höre immer mal wieder von anderen Autoren, dass sich Figuren in ihren Büchern verselbständigen und einen eigenen Willen entwickeln. Wie ist es bei Dir, machen immer alle, was Du willst oder kann es passieren, dass sich alles etwas anders entwickelt?
Da ich zu den Autoren gehöre, die „wild drauflos“ schreiben, bin ich eigentlich darauf angewiesen, dass meine Protagonisten ein Eigenleben entwickeln. Meistens lasse ich sie gewähren und folge ihnen einfach. Nur hin und wieder muss ich bremsen, sonst würden die Leser mir die Geschichte am Ende nicht glauben 😀 Besonders Dr. Josefine Brenner läuft gerne mal aus dem Ruder.
Wenn Du eine Idee hast, weißt Du dann ganz genau wie das Buch enden wird, steht alles von Anfang an fest?
Nein, ich weiß nie im Voraus, wie das Buch enden wird. Wie oben schon gesagt, entwickeln sich meine Geschichten während des Schreibens. Das Einzige, was von Anfang an feststeht, ist das Motiv der Tat. Alles andere kommt dann nach und nach. Oft weiß ich auch nach der Hälfte des Manuskriptes noch nicht einmal, wer der Mörder ist.
Kann es passieren, dass, während Du ein Buch schreibst, schon weitere Ideen kommen?
Ständig … Und leider ist das gar nicht so schön, wie man vielleicht denken könnte. Für die Krimis habe ich nämlich Abgabetermine. Manche Ideen sind aber so aufdringlich, dass sie nicht warten wollen und vom Terminprojekt ablenken.
Wie sieht Dein Arbeitsalltag aus?
Recht unspektakulär, da ich mehr so die Beamtin unter den Autoren bin … Um 7.00 Uhr klingelt bei uns der Wecker. Übrigens auch am Wochenende, da es Schafen und Hund völlig schnuppe ist, ob wir gerne mal ausschlafen würden. Nach dem Frühstück versorgen wir die Wolligen, dann gehe ich mit unserem Langhaar-Collie Liam spazieren. Danach gibt’s noch einen Kaffee und dann ist Schreibzeit. Oder aber ich lungere bei Facebook rum … :-D. Meistens begebe ich mich um 12.00 Uhr in die Küche, um das Mittagessen zu kochen. Nach der Mittagspause eine kleine Hunderunde und dann wieder an den Computer. Punkt 18.00 Uhr wird der Laptop zugeklappt. Dann sind die Schafe noch mal dran und es gibt Abendbrot. Abends schaue ich vielleicht noch mal bei Facebook rein, aber ansonsten ist mir der Abend heilig – da wird nicht gearbeitet.
Wie lange schreibst Du an einem Buch?
Bis es fertig ist 😉Spaß beiseite, ich kann’s nicht genau sagen. Manche Geschichten fließen nur so vom Kopf in die Tastatur. So ein Buch ist dann auch mal in drei bis vier Wochen komplett geschrieben. Andere gestalten sich etwas widerspenstiger und benötigen darum deutlich mehr Zeit.
Wer darf Dein Buch als erstes lesen?
Meine überaus geschätzten Testleser. Übrigens die besten Testleser auf diesem Planeten! Sie legen sich immer wie verrückt ins Zeug, um mir möglichst schnell ein Feedback zu geben und mir damit schlaflose Nächte zu ersparen.
Hast Du Autorenvorbilder?
Nein.
Wenn Du eine Zeitreise machen könntest, welchen Autor würdest Du gerne mal besuchen?
Eine Zeitreise bräuchte es dafür nicht. Ich würde wahnsinnig gerne Stephen King kennenlernen. Wenn es aber ein bereits verblichener Autor sein soll, dann definitiv J.R.R. Tolkien.
Ich habe gesehen, dass Du auf dem Leseboot aus Deinen Büchern vorgelesen hast. Sind weitere Termine geplant?
Tatsächlich steht der nächste Termin schon fest, allerdings nicht auf dem Leseboot, sondern an Bord von „Tammy – die Leseinsel“. Tammy ist ein Hausboot und sie liegt in Emden. Da sie deutlich größer ist als „Bookje – dat Leseboot“, finden Lesungen jetzt nur noch dort statt. Am 6.4. lese ich gemeinsam mit meiner lieben Freundin und Kollegin Elke Bergsma, die auch die Eignerin beider Schiffe ist. Ich freue mich schon sehr darauf.
Wie wichtig ist Dir der Kontakt zu Deinen Lesern oder zu Buchbloggern?
Wie den meisten meiner Kollegen sind auch mir diese Kontakte sehr wichtig. Ich schreibe Geschichten, die die Menschen unterhalten sollen, darum möchte ich natürlich auch wissen, wodurch sie sich unterhalten fühlen. Natürlich erfährt man das auch durch Rezensionen, aber im direkten Kontakt kommen oft noch ganz andere Dinge zur Sprache. So hatte ich eigentlich geplant, die Krimis um die Holtlander Spinngruppe zu beenden. Doch alleine die Andeutung hat mir einen Riesenhaufen Mails und Nachrichten beschert, in denen ich gebeten wurde, doch weiterzumachen. Ich war der Meinung, dass die Serie sich langsam totläuft, wurde aber eines Besseren belehrt.
An dieser Stelle einmal ganz herzlichen Dank an die Buchblogger für die tolle Arbeit, die viele von Euch machen! Ich bin immer wieder beeindruckt, wie viel Energie und Freizeit Ihr einsetzt, um Lesern unsere Bücher näherzubringen!
Ich habe jetzt mal wieder eine Reihe Fragen gestellt und mit Sicherheit fallen mir später noch weitere ein, aber hier möchte ich Dir die Gelegenheit geben. Gibt es etwas, was Du uns Lesern schon immer mal mitteilen wolltest?
Ich möchte gerne die Gelegenheit nutzen, um ein großes Dankeschön an „meine“ Leser auszusprechen. Ihr seid einfach großartig! Viele von Euch begleiten mich jetzt schon seit vier Jahren. Danke für Eure Treue, Eure Begeisterung! Ich werde mir Mühe geben, Euch weiterhin mit meinen Geschichten schöne Stunden zu bereiten.
Und nun komme ich wieder zu der Stelle, wo ich gerne frage, was einem zu folgenden Namen oder Begriffen einfällt.
 Das Rote U
 Aha! Eine Düsseldorf-Frage 😀 Detektiv-Roman von Wilhelm Matthießen. Wenn ich mich recht erinnere, spielt der im Winter und der Rhein ist zugefroren.
Enid Blyton
 5 Freunde, Lieblingsbücher meiner Kindheit. Ich war übrigens immer George, wenn wir die Geschichten nachgespielt haben.
Vom Winde verweht
 Tara! Zwei Päckchen Taschentücher – mindestens! (Danke, jetzt habe ich die Musik im Ohr und werde sie vermutlich vorerst nicht mehr wegbekommen 😀 )
Liebe Susanne, ich bedanke mich vielmals für die Antworten und wünsche Dir weiterhin viel Erfolg mit Deinen Büchern.

Ich bedanke mich für die interessanten Fragen, die ich sehr gerne beantwortet habe, liebe Ulla.


Diese Bücher sind bereits im Klarant Verlag erschienen:





















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da ich mit diesem Interview auch etwas Werbung für die Bücher mache, habe ich hier die Kennzeichnung vorgenommen.