London wird nie langweilig

Ich hoffe, meinen Lesern werden meine Berichte auch nicht langweilig. Einmal im Jahr steht ein Flug nach London auf meinem Plan. In diesem Jahr war es sogar ein Besuch mit Übernachtung. So konnte alles etwas entspannter angehen und gerade auf die Abendstunden hatte ich mich sehr gefreut. Allerdings war  Petrus mit meinen Plänen wohl überhaupt nicht einverstanden. Schade auch. Aber ich will der Reihe nach berichten.
Obwohl wir 2 Tage Zeit hatten, wollten wir aber auch nicht unnötig Zeit vertrödeln und haben wieder einen Flug um 7 Uhr morgens genommen. Diesmal hatte Lufthansa das Vergnügen, uns nach London zu bringen. Lufthansa landet auf dem Flughafen von Heathrow, der mit der Piccadilly Line sehr gut mit der Stadt verbunden ist. Ich freute mich schon auf den Anflug auf London, denn die Maschine fliegt direkt über die Stadt und man hat eine gute Sicht von oben, wenn man auf der richtigen Seite im Flugzeug sitzt. Tja, irgendwie habe ich so oft das Pech, sitze ich gut, sehe ich eine dichte Wolkendecke, ist tolles Wetter sitze ich auf der falschen Seite. Naja, was soll’s, wir sind gut gelandet und London empfing uns mit blauem Himmel und kleinen weißen Wolken, kalt war es nicht, also richtig angenehm. 
Wie schon erwähnt, nimmt man vom Flughafen die U-Bahn der Piccadilly Line. Diese Weltstadt ist faszinierend, alle paar Minuten kommt eine Bahn, lange Wartezeiten entstehen nicht. Dass es auch dort anders sein kann, berichte ich später. Die Fahrt mit der Bahn war angenehm und nach ca 40 Minuten waren wir am Zielbahnhof – Gloucester Road. Von dort mussten wir auch nur noch ein paar Minuten bis zum Hotel gehen. Auf dem Weg dorthin, waren wir schon wieder von den Häusern begeistert. Nun ja, wir hatten ja auch eine Unterkunft in Kensington südlich des Hyde Parks gebucht. Das ist schon eine tolle Lage gewesen.
Da die Zimmer erst nachmittags zur Verfügung standen, haben wir unser Gepäck erst einmal nur deponiert und sind nach einer kleinen Erfrischungspause losmarschiert. Nach dem Motto: gehen wir doch mal dort lang und sehen uns um. Auf einmal konnte man von weitem schon Harrods, das Superkaufhaus sehen. Durch die Zeitverschiebung war uns nicht bewusst wie früh wir waren, in London durften wir ja die Uhr eine Stunde zurückstellen und hatten dadurch Zeit gewonnen. Allerdings machte Harrods erst um 10 Uhr auf und so spät war es noch nicht. Also ging es weiter und dies auch zu Fuß, denn schließlich kennen wir uns ja schon etwas aus. Der pulsierende Londoner Verkehr wird jedes Jahr aufs Neue bestaunt. Große und kleine Häuser, schön gestrichene und etwas vernachlässigte, alles wurde uns auf der Strecke zum Hyde Park Corner geboten. Von hier sind es nur ein paar Meter zum Hard Rock Cafe und ein bisschen mehr sind es bis Piccadilly Circus.
Das war aber nicht unser Ziel, sondern jetzt wollten wir mit der U-Bahn zum Bahnhof Kings Cross fahren und endlich mal den Bahnsteig 9 ¾ sehen. Wir haben auch eine Stelle im Bahnhof gefunden, der zu Ehren der Harry Potter Bücher entsprechend hergerichtet wurde. Aber enttäuschend war es schon, nichts war zu sehen von dem schönen Bahnhof, den man sich beim Lesen der Bücher vorgestellt hat. Tja, die Realität….
Weiter ging es von dort zum dem Platz, der mir in London am allerliebsten ist und auch jedes Mal wieder besucht wird: Covent Garden.
Mittlerweile meldete sich auch der Magen, der etwas zu tun haben wollte und dort haben wir vor einigen Jahren mal einen netten Pub entdeckt, wo es tradionell Fish and Chips zu essen gibt. Also wurde zuerst zwecks Stärkung der Pub angesteuert. Frisch gestärkt habe ich meine Truppe dann mal kurz verlassen, weil in der Nähe ein Stempelladen ist, dem ich mal wieder einen Besuch abstatten wollte. Ich wollte nur mal gucken, welche Auswahl er so hat. Aber da riefen einige Stempel doch etwas lauter, nimm uns mit auf die Reise und wie sollte ich da widerstehen. Nun, demnächst können Weihnachtskarten mit Stempel, die ich dort gekauft habe, betrachtet werden. Auf meinem Weg habe ich natürlich gleich mal noch einige Fotos gemacht, denn die bunten Taxen begeistern mich auch immer wieder und auch die tollen und auch sehr liebevollen Pubs.
Meine Gruppe konnte ich in Covent Garden leicht wieder finden, obwohl es sehr voll war. Aber wie immer traten an allen Ecken und in allen Hallen Künstler auf und unter den Zuschauern habe ich sie dann schnell gefunden, denn die Künstler ziehen alle ja magisch an. Stundenlang könnte ich dort meine Zeit verbringen, aber wir wollten jetzt nur noch  einen Cappuccino zum Munterbleiben zu uns nehmen. Rein zufällig trat in dieser Halle auch die Musikgruppe auf, die uns schon im Dezember begeistert hatte. Im Dezember hatten wir ja eine CD gekauft und konnten uns immer wieder an der Musik erfreuen und hatten gleichzeitig das Bild vor Augen, wie sie dort unten auftraten. Aber diesmal standen wir nicht oben am Geländer, sondern hatten unten einen schönen Platz.
Nach diesem Muntermacher wollten wir das nächste Ziel ansteuern: Leadenhall Market. Denn jede hatte sich im Vorfeld Gedanken gemacht, was sie gerne sehen wollte. Meine Freundin hat beim Marathonlauf der Olympischen Spiele etwas Schönes am Weg gesehen und wollte dies so gerne mal selber sehen. Ein bisschen suchen mussten wir diesmal schon, aber dann haben wir die Halle gefunden, die auch sehr schön aussah. Anscheinend finden nicht viele Touristen den Weg dahin, denn es waren meist Männer in Anzug und Krawatte dort, die mit einem Pint in Gruppen zusammenstanden und unterhielten. Wir haben dann nur überlegt, ist es nun ein Feierabendbierchen oder verlängerte Mittagspause, oder was? Die Halle machte einen netten gemütlichen Eindruck auf uns, aber so richtig begeistern konnte sie mich nicht, dass ich nun sage, da sollte jeder mal hin oder ich möchte noch einmal dahin.
Die Zeit vergeht doch auch ganz gut, wenn man so unterwegs ist und nun wollten wir doch mal zum Hotel, unsere Zimmer beziehen und eine längere Ruhepause einlegen. Das gefährlich dabei ist nur, wenn die Pause zu lang ist, kommt man nicht mehr so richtig in Schwung. Wir haben es aber geschafft und uns auf den Weg zur Oxford Street gemacht, wir alle wollten ja etwas shoppen und dort ist die jüngste im Bunde fündig geworden. Leider fing es nun an zu regnen und wenn ich dachte, es reicht, dass  ich meine Kaputze aufsetze, hatte ich mich aber sehr getäuscht. Schade, ich wäre so gerne abends mit einem Bus durch London gefahren und hätte mir angesehen, wie alles erleuchtet ist. Leider konnte man vom Bus aus keine Bilder machen, denn die Regentropfen verhinderten die Sicht. Dies hatten wir schon auf dem Weg vom Hotel zur Oxford Street gemerkt. Unser Hotel lag nicht nur günstig in der Nähe mehrerer U-Bahn-Stationen, sondern direkt um die Ecke war eine Bushaltestelle. So kamen wir wirklich bequem überall hin. Nach der Oxford Street stand noch der große Souvenirladen am Piccadilly Circus auf dem Plan. Dort wollten wir kleine Geschenke kaufen und auch „Bringste-mir-mit“-Wünsche erfüllen. Inzwischen war es dunkel, die Werbung am Piccadilly Circus wunderschön erleuchtet, aber der Regen wurde immer heftiger und unser Magen meldete sich auch wieder. Angesichts der Touristenmassen, die sich an dem Platz aufhielten, verzichteten wir darauf, uns dort ein Esslokal zu suchen und wollten lieber in der Nähe des Hotels etwas suchen. Außerdem hatten wir eigentlich vor, den Tag in einem Pub ausklingen zu lassen, schließlich hatten wir bei den vergangenen Besuchen dazu ja nie die  Möglichkeit gehabt. Nun befanden sich in der Nähe unseres Hotels tatsächlich viele Restaurants, aber bei genauem betrachten, haben wir doch darauf verzichtet, dort einzukehren. Andere Restaurants, in die wir bedenkenlos gegangen wären, zogen es vor, rechtzeitig zu schließen. Verhungert sich wir nicht, es gibt ja zur „Not“ immer noch bekannte Fast-Food-Ketten, die dies verhindern. Durch den Regen entmutigt, haben wir dann aber leider auch nicht mehr die Lust verspürt, nach einem schönen Pub Ausschau zu halten. Es machte einfach keinen Spaß mehr, in die kleinen Nebengassen zu gehen, wo wir mit Sicherheit etwas gefunden hätten. So langsam machte sich auch die Müdigkeit bemerkbar, es waren auch schon reichlich Stunden, die wir wach und unterwegs waren. Deshalb haben wir im Hotel einen Schlummertrunk zu uns genommen und ich habe die Gelegenheit genutzt, uns für den Heimflug am PC einzuchecken.
Gut erholt haben wir uns morgens beim Frühstücken wieder getroffen. Das Hotel hat ein wirklich gutes Frühstücksbüfett angeboten. Überhaupt kann ich nur gutes darüber berichten. Wer in London günstig wohnen möchte und mit einfacher, aber guter Ausstattung zu frieden ist, kommt dort im Meininger Hotel gut unter. Im Frühstücksraum saßen sehr viele Kinder, die wohl aus Frankreich kamen, aber im Hotel hat man nichts davon gemerkt, kein Lärm oder sonstiges störendes. Nach dem Frühstück wollten wir uns noch einmal trennen, unsere Jüngste wollte noch einmal in Ruhe shoppen und hatte auch die Hoffnung, wenn sie früh dort ist, wird es nicht so voll werden. Wir anderen haben in Ruhe ausgecheckt und das Gepäck auch wieder deponiert. Auf unserem Plan stand diesmal Camden Market. Mittlerweile gut vertraut mit dem U-Bahnnetz machten wir uns auf den Weg und übersahen Hinweisschilder. Durchsagen in der Bahn haben wir auch nicht beachtet. Mal ganz davon abgesehen, dass wir sowieso nichts verstanden haben. So waren wir dann im Umsteigebahnhof ganz überrascht, als wir auf einmal lasen, dass genau an diesem Wochenende die Strecke geschlossen ist. Tja, was nun, es gab die Möglichkeit mit dem Bus zu fahren oder dies als Zeichen zu sehen, nach dem Motto: ne, wir sollten nicht zu diesem Markt fahren. Wir entschieden uns für letzteres und machten uns auf dem Weg zu Harrods, dort wollten wir ja danach hin. So hatten wir dort mehr  Zeit und unsere Kreditkarten hatten einiges zu tun. Es ist schon erstaunlich, wir schaffen es nie, durch die Tür das Kaufhaus zu verlassen, durch die wir auch reingekommen sind. Allerdings haben wir diesmal die Weihnachts- und Geschenkeabteilung viel schneller gefunden, darin waren wir nun doch geübter. Zuvor sind wir aber wieder durch die Abteilungen mit den Artikeln gegangen, wo ich immer denke, wozu braucht man die und weshalb ist das alles so teuer. Es ist eben ein Luxuskaufhaus, was alles bietet. Man sollte es wenigstens einmal gesehen haben, wenn man in London ist. Ich war es ja auch schon gewohnt, dass ich am Eingang angesprochen und gebeten werde, meinen Rucksack in die Hand zu nehmen. Wobei der Rucksack diesmal sehr klein war. Aber wer weiß, was Leute schon alles damit angerichtet haben, auf der anderen Seite kann mit einer großen Handtasche auch allerhand Unfug angestellt werden.
Morgens beim Frühstück hatten wir verabredet, dass wir uns alle in Nottinghill treffen wollten. Dabei haben wir aber auch nicht gewusst, dass auch diese Linie an dem Wochenende nicht fuhr. Es wäre ja auch zu einfach gewesen, von der Gloucester Road mal eben 2 Stationen bis Nottinghill zu fahren. Stattdessen mussten wir einen Umweg fahren und obwohl alle paar Minuten die Bahnen fahren, ist es doch ein sehr langer Weg innerhalb einer Station von einer Bahn zur anderen. Ich staune auch hier immer wieder über die vielen Treppen, Aufzüge und wahnsinnig langen Rolltreppen. Manches Mal dachte ich schon, dass der Weg am Tageslicht genauso lang gewesen wäre. Aber wir hatten ja auch Fußkranke dabei und so wurde meist gefahren. Was wir aber auch nicht bedacht hatten, an einem sonnigen Samstag um die Mittagszeit hatten Tausende ebenfalls die Idee nach Nottinghill zur Portobello Road zu fahren. Völlig verdrängt hatte ich die Tatsache, dass wir in den vergangenen Jahren entweder an einem Wochentag oder wesentlich früher dort waren. So konnten wir kurz das Gefühl geniessen, wie es ist, wenn es so richtig voll ist und machten uns dann doch lieber wieder auf den Weg ins Hotel. Nach einem kleinen Imbiss hieß es dann Abschied nehmen vom Hotel und London.
Der Flughafen Heathrow ist nicht nur gut zu erreichen, er ist auch riesengroß und bis man an Ort und Stelle ist, vergeht schon einige Zeit. Wir wollten lieber etwas zu früh dort sein und uns nicht durch alle Kontrollen abhetzen müssen. Außerdem, wer noch Pfund übrig hatte oder wessen Kreditkarte noch nicht richtig heiß gelaufen war, konnte dort noch einmal in Ruhe shoppen. Selbst Harrods hat dort einen Shop, der auch sehr lohnenswert ist.
Der Rückflug mit Lufthansa war wieder super, die Sicht auf Stadt und Umgebung und auch auf die Themsemündung war herrlich. Es kommt einem immer wie ein Katzensprung vor, den man zurücklegt und  wenn man London verlässt, hat man wirklich das Gefühl von einer turbulenten Weltstadt aufs Land zu kommen. Es ist immer wieder beeindruckend.
Ein paar Bilder habe ich diesmal auch wieder zu zeigen, wer es gerne größer sehen möchte, einfach auf das Bild klicken.

Die Taxen sind immer so schön bunt, aber schwarze, wie man sie von früher kennt, gibt es natürlich auch noch.

besonders bunte und begrünte Pubs

hier soll Fish and Chips besonders gut schmecken, allerdings war ich zu satt, als ich das gefunden hatte und kann die Aussage nicht bestätigen

Ist das nicht mal eine tolle Fassadenverschönerung und Aussage und Bild finde ich ebenfalls sehr gut

Zwei Bilder von besagtem Stempelladen

Schilder, die mir gefallen haben

Covent Garden, voriges Jahr standen wir oben am Geländer, jetzt konnten wir die Musik unten geniessen

Eindrücke vom Leadenhall Market

Wenn ich schon nicht mit dem Bus durch das beleuchtete London fahren konnte, wollte ich aber wenigstens Harrods mit Beleuchtung fotografieren und Busse und Regenschirme bieten mal etwas Abwechslung

Außerdem bieten Regen und Beleuchtung auch mal etwas besonders

Der Tag endete verregnet. Am nächsten Morgen bot sich dieser Anblick aus dem Fenster:

Genau gegenüber, denn wir hatten ein Zimmer in der 5. Etage

der Blick nach Unten, die typischen Telefonzellen

vom Fenster aus sehr gut zu sehen: der Hinweis für die (schusseligen) Touristen, die trotzdem oft in die falsche Richtung schauen

Eindrücke von der Portobello Raod

Die Uhr in \“unserem\“ Bahnhof hat mir sehr gefallen

Noch einmal ein Blick aus einem Fenster der 5. Etage unseres Hotels diesmal zur anderen Seite

Ich dachte zunächst, der Anblick wäre die Rückseite eines ganz normalen Hauses und war überrascht, wie es von vorne aussah:

das vorletzte Foto, auf dem Weg zum Hotel. Links eins der vielen schönen typischen weißen Häuser, rechts daneben das Meininger Hotel

und nun ein Abschiedsfoto mit den Telefonzellen

Bilder zum Londontripp im Dezember 2011

Eindrücke von London

als Ergänzung zu dem Bericht. Falls der Wunsch besteht, die Bilder größer zu betrachten, kann auch jetzt einfach wieder auf der Bild geklickt werden.

Der Beweis, dass die Sonne schien

wann hat man am 1.12. schon mal vor einem Cafe gesessen und gefrühstückt?

Eindrücke aus Notting Hill





Sehr originell: die Dekoration der Oxford Street


Vom Bus aus entdeckt, der hübsch geschmückte Platz vor dem Dorchester Hotel


Harrods hat sich auch weihnachtlich fein gemacht

Freddie ist der diesjährige Weihnachtsbär bei Harrods

Ich würde hier auf den Personaleingang tippen und zu beachten ist die Markise im typischen \“Harrodsgrün\“

Vormittags war es für uns noch erfreulich leer und wir konnten alle Stände angucken

für uns ganz einfach: Reibekuchen

ein wunderschöner Anblick: Kunstgeschmiedet – das Tor am Hyde Park Corner und damit es auch jeder glaubt, ist netterweise mal ein Bus oder ein Taxi ins Bild gefahren. Der Eingang zum Winterwonderworld ist ebenfalls zu sehen




das Hardrock Cafe und der Tannenbaum

die geschmückte Regent Street


Verkehr am Piccadilly Circus

Diese beiden haben nicht nur uns mit ihren Späßen in einen tollen Laden gelockt

schöne Häuser, die wir auf unseren Wegen festgehalten haben



Von außen ist dieser Pub auch ein schöner Anblick

der schön dekorierte Raum in der 1. Etage des Pubs

Blick aus dem Fenster auf das Haus gegenüber

Überall sind Baustellen zu finden. London macht sich fein für die Olympiade 2012. Hier auf dem Bild der schön geschmückte Hauseingang und dafür Baustellenschilder.

Der eindrucksvolle Tannenbaum vor dem Covent Garden Market

der kleine \“zierliche\“ Bottich

Der Gang wurde mit Zuckerstangen geschmückt

Es ist noch sehr hell und das Reh hauptsächlich \“grün\“

Einer der breiten Hauptgänge mit den Verkaufsständen der Kunsthandwerker

Es dämmert und alles ist wunderschön anzusehen! Und noch schöner ist es, wenn dabei auch tolle Musik gespielt wird.



Charlie Chaplin lebt, naja zumindest einer seiner künstlerischen Nachfahren

Bei dieser Dämmerung kommt die Beleuchtung des Rehs besser zur Geltung

Ein letztes Foto, bevor es heftiger zu regnen anfing und wir uns auf den Rückweg machten

Immer wieder London

Und wieder mal war ich in London, diesmal am 1.12.2011 und stellte fest, dass ich mit der Serie meiner Tagesreisen auf den Tag genau am 1.12.2007 begonnen habe. Mir wird es dort einfach nicht langweilig, es könnte nur sein, dass ich langsam meine Leser damit langweile. Trotzdem berichte ich hier über den gestrigen Tag in London.

Natürlich habe ich mir im Vorfeld Gedanken gemacht, was ich mit meiner Freundin unternehmen wollte. Es sollten Anhaltspunkte sein, damit wir nicht zu planlos durch die Gegend fahren und laufen würden. Allerdings kommt manches anders, als man denkt, aber dazu später mehr.

Wie immer bedeutete es für mich, in aller Frühe aufzustehen, mit dem ersten Bus um 4.30 Uhr zum Flughafen zu fahren, damit wir mit Air Berlin um 6.30 Uhr nach London fliegen konnten. Ausgerechnet für diesen Tag wurden leichte Regelfälle für London angesagt. Ok, das hieß, einen Knirps in den Rucksack zu stecken, aber sich ansonsten dadurch nicht die Laune vermiesen zu lassen. Und was war, es regnete bei der Landung nicht leicht, nein, es regnete heftig! Nun gut, ich wollte mir den Tag damit einfach nicht verderben lassen und wir gingen zum Stansted Express, der uns innerhalb von 45 Minuten nach London zur Liverpool Station bringen sollte. Laut Plan sollte der Zug um 7.15 Uhr starten und ich freute mich schon auf die Fahrt, denn die Strecke ist wirklich sehr schön.

Es kamen laufend Lautsprecherdurchsagen, die wir doppelt nicht verstehen konnten. Wie bei uns auch, wird da ja oft sehr undeutlich gesprochen oder die Nebengeräusche sind sehr laut. Bei uns kam dann noch hinzu, dass die Durchsage in Englisch war und soo gut sprechen wir die Sprache ja auch nicht. Aber wir bekamen trotzdem mit, dass dieser Zug wegen technischer Probleme Verspätung haben wird (Haha, wie sich das doch mit Bahnfahrten hier zu Hause ähnelte) Inzwischen kam auf dem anderen Bahnsteig der nächste Zug aus London an und ich sagte noch im Scherz, „na, wenn der mal nicht vor unserem wieder zurückfährt.“ Es kamen wieder Durchsagen und wir verstanden immerhin, dass wir unseren Zug verlassen und zur anderen Platform wechseln sollten. Nun, das hätten wir auch so mitbekommen, denn es war ja eine Massenwanderung von dem einen Zug zum anderen. So saßen wir dann im anderen Zug, der sich nach ein paar Minuten auf den Weg machte. Er fuhr aber nicht richtig flott, sondern zuckelte mehr oder weniger durch die Gegend und ich dachte noch, wenn der in dem Tempo weiterfährt, dann können wir uns eigentlich direkt wieder auf den Rückweg machen. Auch hier knarrte es im Lautsprecher und immer wurde ein Name einer Haltestelle gesagt, aber darüber machte ich mir keine Gedanken, schließlich wollte ich zur Endstation und hatte mit den Haltestellen zwischendurch nichts am Hut. Aber da lag ich schon wieder falsch, es wurde nämlich gesagt, dass der Zug nur bis Bishop’s Stotford fahren würde und alle aussteigen sollten. Weiterfahrt mit dem nächsten Zug, der kurz danach kam und schon brechend voll war. Für uns hieß es, den schönen Sitzplatz gegen einen wackeligen Stehplatz eintauschen und 40 Minuten Standfestigkeit üben, denn Haltegriffe gab es keine.

Wir haben diese Fahrt dann doch gut überstanden und betrachteten es von der positiven Seite. Die Weiterfahrt von der Liverpool Station wäre mit der Undergroundbahn sonst in der größten Hauptverkehrszeit gewesen und nun hatten wir eine Stunde später als sonst, die Chance, nicht in einer überfüllten Bahn weiterfahren zu müssen. Und die Busfahrt konnten wir uns so auch sparen. Schnell ging es dann weiter zu unserem ersten Ziel: Nottinghill Gate. Dort wollten wir frühstücken, denn ich kannte von einem anderen Aufenthalt dort ein nettes Cafe. Und was soll ich sagen, als wollte das Wetter alles wieder gut machen, hatten wir blauen Himmel und Sonnenschein. Vor Gail’s auf der Portobello Road saßen dann auch Leute und frühstückten draußen. Wie auch beim letzten Mal waren wir für die Verhältnisse der dortigen Händler sehr früh. Sie waren erst dabei ihre Ware auf den Tischen vor den Läden auszubreiten. Aber trotzdem war es schon sehr interessant anzusehen. Eigentlich wollten wir in dem Stadtteil noch ein bisschen bummeln, aber irgendwie hatten wir doch das Gefühl die „verlorene“ Stunde aufholen zu müssen. Ich wusste zwar, wo eine Bushaltestelle war, wo wir zur nächsten geplanten Station starten konnten, aber als wir in einer Seitenstraße einen Bus sahen, haben wir einfach mal auf den Fahrplan geguckt und festgestellt, dass wir zwar nicht auf direktem Weg zu Harrods fahren konnten, aber eine der vielen Haltestellen „Marble Arch“ war genau richtig für uns, denn von dort wusste ich den weiteren Weg mit Sicherheit. Das schöne an Busfahrten ist ja wirklich, wenn man sich aufmerksam umsieht, ist es fast wie eine informative Stadtrundfahrt. Blicke in die Seitenstraßen sind auch immer gut, denn überraschend sind dort schöne Häuser und Pubs zu sehen. Dieser Baustilmischmasch in London ist wirklich sehr interessant. Groß alte Häuser mit hübschen Vorbauten stehen direkt neben kleinen schnuckeligen Einfamilienhäusern und überall stehen diese riesigen Mietshäuser, die auch in unseren Städten nicht immer sehr ansehnlich sind. Der Bus fuhr für mich sozusagen „hintenrum“ von Notting Hill über Paddington zur Mable Arch. Als wir uns der Paddington Station näherten, erkannte ich auch die Umgebung des Hotels, wo ich einmal mit meinen Kindern übernachtet hatte. Es ist immer wieder schön, wenn man Plätze entdeckt, die man schon mal kennen gelernt hatte. Marble Arch wollten wir dann in den nächsten Bus einsteigen, der uns zu Harrods bringen sollte. Auf dem Weg von einer Haltestelle zur nächsten mussten wir uns durch den wuseligen Londoner Verkehr bewegen. Das konnte mich aber nicht davon abhalten, auf einer Verkehrsinsel mitten auf der Straße Bilder von der Weihnachtsdekoration der Oxford Street zu machen. Wie auch vor vier Jahren war es einfach zu helle, um die Wirkung richtig festhalten zu können. Aber ich wollte wenigstens den Adventsschirm festhalten. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln kommt man in London ja wirklich sehr gut von einer Stelle zur nächsten. Fahrpläne legen sich aber auch nicht so genau fest, statt wie bei uns steht auf dem Plan einfach nur, dass der Bus alle 7 bis 12 Minuten kommt und es stimmt wirklich. Wie mussten nie lange warten. Im Underground geht es ja noch schneller, dort waren es immer 1 bis 3 Minuten, bis die nächste Bahn kam. Diesmal hatten wir uns im Bus nach oben gesetzt und konnten die Aussicht von oben genießen. So wirklich flott kommt der Bus ja nicht voran. Bei dem Verkehr kein Wunder, aber wir konnten so wirklich in Ruhe gucken. Vor dem Hotel Dorchester auf der Park Lane war der Platz sehr schön und liebevoll angelegt. Die kurze Idee, dort mal zu übernachten, wurde sehr schnell von uns beiden verworfen. Das nötige Kleingeld dafür wollten wir doch lieber bei Harrods ausgeben. Und so blieben wir bei unserem Plan und stürmten ein paar Minuten später das berühmt Kaufhaus. Das heißt, so richtig stürmen darf man dort ja nicht. Dafür stehen an jedem der zahlreichen Eingänge uniformierte Mitarbeiter, die einem sagen, wie man sich zu benehmen hat. Klar, das wissen wir sehr wohl. Und ich hatte den Hinweis nicht vergessen, den ich vor ein paar Jahren schon erhalten hatte. Rucksäcke sind nicht auf dem Rücken sondern in der Hand zu tragen. Als ob ich dann im Eifer des Gefechtes nichts umwerfen könnte. Hüstel. Spaßeshalber haben wir beide uns auch hier nur „Gucken“ erlaubt, denn Geld könnte man nicht nur bei Handtaschen und Schuhen reichlich ausgeben. Aber unser Ziel war die Weihnachts- und Geschenkeabteilung. Dort haben wir einige nette Sachen für uns und andere nette Menschen gefunden. Die Gelegenheit war ja sehr günstig, stehen doch in Kürze einige Feierlichkeiten an. Ich weiß ja nicht, warum ich mir das nie merken kann. In Harrods suche ich immer etwas. Haben wir diesmal die angestrebte Abteilung schnell gefunden, ging die Suche zur Toilette los. Wage Erinnerungen tauchen immer auf, aber ich habe trotzdem das Gefühl, dass dort nach meinem Besuch schnell alles umgebaut wird, damit ich nichts wieder finde. So haben wir es auch diesmal geschafft, nicht einen Vorderausgang zu finden, sondern wir standen auf der Rückseite des Kaufhauses. Ist ja nicht weiter schlimm, so haben wir dann auch die schöne Umgebung „hinten“ sehen können. Wieder vorm Haus haben wir überlegt, laufen oder mit dem Bus zu fahren. Die Entscheidung sollte uns der Bus abnehmen, wenn er schnell kommt, dann darf er uns mitnehmen, ansonsten wollten wir laufen. Was soll ich sagen, natürlich tauchte ein Bus auf und wir konnten bequem wieder das nächste Ziel ansteuern. Diesmal war es der Weihnachtsmarkt im Hyde Park. Es ist ja nicht so, als hätten wir hier nicht selber genug Weihnachtsmärkte, aber ich wollte doch gerne sehen, wie in London nun ein sogenannter Weihnachtsmarkt nach deutscher Tradition umgesetzt wird. Interessant war es dann auch. Zielsicher fand ich zum Beispiel einen Stand, der kleine Keramikhäuschen verkauft. Die kennt jeder, denn viele haben sich kleine Weihnachtsdörfer oder –märkte zu Hause aufgebaut. Mir fiel im Angebot eine kleine englische Telefonzelle auf, die ich zur Bereicherung meines kleinen Weihnachtsmarktes kaufen wollte. Bei genauem Hinsehen haben meine Freundin und ich festgestellt, dass dieser Stand alles von einer Töpferei in Langerwehe verkaufte. Die Telefonzelle habe ich trotzdem mitgenommen, denn ich war mir nicht sicher, dass ich diese auf unserem Markt finden würde. Aber auch sonst war es recht unterhaltsam. Das Wort „Bratwurst“ wurde nicht übersetzt oder Reibekuchen hießen dort: „German Potato Pancake“ natürlich habe ich auch hier Bilder gemacht, um den Eindruck noch besser weitergeben zu können.

Und wieder konnten wir einen Punkt auf unserem Tagesplan abhaken. Es war nun nicht so, als wären wir da ganz streng. Wir konnten uns überall gut Zeit lassen und war auch flexibel für spontane Änderungen. Nicht geplant hatten wir einen Besuch beim Hardrock Cafe, aber es lag sozusagen auf dem Weg und der Tannenbaum davor war es auch wert, von mir fotografiert zu werden. Überhaupt haben wir so viele wunderschöne Dekorationen gesehen und uns immer wieder mit Begeisterung auf eine besonders schöne Stelle hingewiesen. Die Strecke vom Hyde Park bis zum Piccadilly Circus kann zwar auch zu Fuß gelaufen werden, aber sie zieht sich schon in die Länge und was lag da näher, wieder in einen Bus zu steigen. Mit der UBahn geht es zwar schneller, aber man sieht ja auch nicht so viel. Vor einer kleinen Kirche war ein Basar aufgebaut, überall hing über den Straßen phantasievolle Beleuchtung. So auch über der Regent Street. Ich freute mich jetzt wirklich schon auf die Dämmerung, die ja in London früher als bei uns eintreten würde, schließlich hatten wir unsere Uhren eine Stunde zurück stellen müssen und bei uns ist es um 17 Uhr schon ziemlich dunkel.

Aber zunächst haben wir uns auf den Fußweg zum Covent Garden Market gemacht. Mein absoluter Lieblingsplatz in London und ich wollte auch diesmal nicht auf einem Besuch dort verzichten. Aber vorher wollte ich meiner Freundin in einem Pub „Fish and Chips“ essen. Ich hatte diesen Pub schon kennen gelernt und war mir sicher, dass er auch meiner Freundin gefallen würde. So war es denn auch. Gestärkt brauchten wir jetzt nur noch um die Ecke zu den Markthallen gehen. Die Hallen waren wunderschön geschmückt und je dunkler es wurde, desto schöner sah es aus. Hatte ich vor 4 Jahren dort einen „Eispalast“ vorgefunden, war diesmal alles auf Rot abgestimmt. Vor den Hallen stand ein riesiger Tannenbaum in einem Bottich, an dessen Rand ich auch mit ausgestrecktem Arm nicht dran kommen konnte. In den breiten äußeren Gängen hingen riesengroße rote Kugeln, im mittleren Gang wunderschöne „Zuckerstangen“. Auch diesmal konnten wir überall Künstler sehen, die die Leute erfreuten. Vor der Halle zeigte ein Fakir seine Künste, in der einen Halle traf man auch Charlie Chaplin und in der Halle, die noch ein offenes Untergeschoss hatte, zeigten Musiker ihr Können, oder besser gesagt, wir konnten hören, wie gut sie ihre Musikinstrumente beherrschten. Sehr lange haben wir dort gestanden und zugehört. Zum Schluss konnten wir auch nicht widerstehen und habe eine CD erstanden, so können wir uns zu Hause daran weiter erfreuen. Nun war es ja wirklich dunkler geworden und die Wirkung der Beleuchtung war enorm. Das große Reh hinter der Halle, mit vielen blauen Lichtern geschmückt, wirkte nun auch viel eindrucksvoller.
Allerdings fing es jetzt langsam an zu regnen und so fiel uns die Entscheidung, uns langsam auf dem Weg zum Flughafen zu machen, doch nicht so schwer. Wir hatten ja eigentlich noch genug Zeit, aber nach dem Desaster am Morgen wollten wir auch kein Risiko eingehen und lieber etwas eher einen Zug nehmen. Die letzten Fotos wurden geschossen und dann die UBahnstation aufgesucht, wo wir die Bahn Richtung Liverpoolstation nehmen konnten. Vor diesem Bahnhof wollten wir einen letzten Blick auf die Umgebung werfen, aber mittlerweile regnete es sehr heftig und so fiel diese Art Abschiednehmen flach. Deshalb suchten wir jetzt wirklich den Bahnsteig auf, wo der Stansted Express auch schon auf uns wartete. Glücklicherweise verlief diese Rückfahrt ohne Unterbrechungen und wir erreichten den Flughafen nach 45 Minuten. Wir hatten ja schon unsere Boardingcard und konnten so schnell durch alle Kontrollen und im Wartebereich dann endlich auch mal unsere Füße ausstrecken und uns etwas von dem doch anstrengenden Tag erholen. Schön wäre ja nun gewesen, wenn unser Flugzeug pünktlich angekommen und somit auch wieder pünktlich gestartet wäre. Aber eine letzte „Schikane“ hatte dieser Tag doch noch zu bieten. Hatten wir morgens das Glück mit einer großen Maschine fliegen zu können, kam abends wieder das kleine Maschinchen, wo man jede Wolke oder jeden Windhauch spürt. So wurde es nicht nur ein verspäteter Abflug, sondern auch ein sehr wackeliger Rückflug. Aber ich habe es ja nicht anders gewollt und obwohl ich froh war, endlich wieder auf dem heimatlichen Flughafen landen zu können, würde ich sofort wieder fliegen und einen Tag in London verbringen.
Glücklich, aber auch ganz schön geschafft, war ich dann um 24 Uhr wieder zu Hause. Heute, am Tag danach erfreue ich mich an meinen Bildern, werde gleich die CD einlegen und mich auch noch an der Musik erfreuen. Übrigens haben wir uns schon Gedanken gemacht, wann denn mal wieder ein „günstiger“ Tag für einen Besuch in London sein könnte.

Bilder zum Londontripp 2011

Hier kommen nun die Bilder, die ich in diesem Jahr gemacht habe, zur Vergrößerung einfach drauf klicken

Liverpool Street Station und die tolle Deckenkonstruktion


3 mal typisch London: die rote Telefonzelle, der rote Briefkasten und der rote Doppeldeckerbus

Neben Westminster Abbey: St.Margaret\’s Church und Big Ben

Blick von der Wetsminster Bridge Richtung London Ey und mit auf dem Bild das obligatorische schwarze Taxi

Mal mit eindrucksvoller Laterne und mal ohne, ein Teil des Parlamentes und der Turm mit der berühmten Glocke:

Sind die blühenden Bäume nicht schön anzusehen? Der Rasen vor dem Buckingham Palast ist anscheinend frisch gemäht worden

Der Platz vor dem Palast und hier ist auch die fast fertige Tribüne zu sehen und was fährt da? Diesmal ein graues Taxi

Szenen der kleinen Wachablösung



Diesmal im Green Park: wieder ein schöner Baum, diesmal mit einer Verkaufsbude, aus der es lecker nach Waffeln duftete

Harrods macht Werbung mit einem eigenen Bus, der gegenüber stand

Harrods hatte \“Schweizer Woche\“

das wunderschöne alte Kaufhaus Liberty

Am Piccadelly Circus ist immer etwas los

Blick zum Tower vom Tower Hill aus

Das Gelände rund um den Tower und die Tower Bridge

Eindrucksvolle Mauern am Tower und im Hintergrund \“The Gherkin\“

Eindrücke beim Überqueren der Tower Bridge


Blick zurück, die Türmchen des Towers sind sehr gut zu sehen und noch einmal das auffallende Bürogebäude

Pubs, die ich unterwegs entdeckt habe und denen ich nicht widerstehen konnte. Ein Foto musste gemacht werden



ein toller Anblick, gleich mehrere der schönen Telefonzellen nebeneinander

\“unser\“ Flugzeug ist gelandet und wird für den Rückflug vorbereitet


Alle Jahre wieder – London

Wenn es eine Stadt gibt, die mich immer wieder anlockt, dann ist es London. Zumal die Flugzeit von uns aus nur eine Stunde beträgt.

So hat es London auch in diesem Jahr wieder geschafft und ich habe mich auf den Weg gemacht. Begleitet wurde ich von 3 Freunden. Meine älteste Freundin und ich waren vor genau 30 Jahren zum ersten Mal für mehrere Tage dort und auch später noch einmal. So kennen wir beide uns ja gut aus und konnten uns um die beiden kümmern, die zum ersten Mal in London waren. Da meist mehrere Interessen vorhanden sind, was man sehen möchte und auch unternehmen will, haben wir uns in 2 Gruppen aufgeteilt. Ich hatte das Vergnügen meiner zweitältesten Freundin vieles von London zu zeigen. Schon zu Hause hat es mir viel Freude bereitet, als ich überlegt habe, wohin ich mit ihr an dem einen Tag gehen bzw. fahren möchte. Nachdem nun alle Vorbereitungen abgeschlossen waren, konnte besagter Tag ja kommen.

Wie immer hieß es sehr früh aufstehen, denn der Flieger sollte um 6.30 Uhr starten. Aber für London stehe ich gerne früh auf. Nachdem wir alles am Flughafen erledigt hatten und wir zu unserem Flieger konnten, kam wieder die Überraschung, dass wir mit der niedlichen kleinen Maschine fliegen sollten. Na gut, die mitreisenden Geschäftsleute waren nicht beunruhigt, die Crew ebenfalls nicht, also konnten wir auch davon ausgehen, dass das Maschinchen es wohl schaffen wird.

Nach ca. einer Stunde konnten wir in London Stansted landen und auch gleich zum Zug gehen, ohne uns mit dem Kaufen von Fahrkarten aufhalten zu müssen, denn mittlerweile kann ja alles schon im Vorfeld online besorgt werden. Ein toller Service, der mir sehr gut gefällt. Der Zug fährt vom Flughafen Stansted ja ca 45 Minuten bis zur Liverpool Street. Schon von oben hatten wir die Rapsfelder gesehen, die langsam von Grün zu Gelb wechseln und nun konnten wir auch die wunderschönen blühenden Bäume bewundern. Überhaupt ist es eine sehr schöne Strecke, die wir immer fahren. Nette kleine Orte, typische englische Häuser und ein Kanal, den ich immer wieder sehen konnte. Nun konnte ich meine Freundin auf die kleinen Ortschaften hinweisen, wo die Häuser direkt an dem kleinen Kanal standen und einen Bootssteg am Grundstück hatten. Es wirkte alles sehr idyllisch.

Irgendwann standen längs der Zugstrecke immer mehr Häuser und wir wussten, dass wir uns der großen Stadt näherten. Schon von weitem ist das extravagante Bürogebäude einer Versicherung zu sehen, das ich auf einigen Fotos auch verewigt habe. Endlich war das erste Ziel erreicht: London Liverpool Street Station. Immer wieder bin ich von der tollen Konstruktion der Träger beeindruckt. Es wirkt auf mich so fein gearbeitet, wie Spitzen, die Tischdecken umranden. Deshalb mache ich wohl auch jedes Jahr wieder Fotos davon. Nachdem wir vor dem Bahnhof den hübschen Pub bewundert und auch die verschiedenen Arten der Häuser bestaunt hatten, ging es zu dem Bus Nr. 11.

Im vorigen Jahr hatte ich entdeckt, welch tolle Route er fährt und sich auch für London-Neulinge bestens anbietet. Außerdem konnten wir so der Rush-Hour in der Subway umgehen und saßen bequem im Bus, der sich überirdisch durch die Staus quälen musste, aber dadurch konnten wir auch vieles in Ruhe sehen. Auch in diesem Jahr habe ich über den Mut der Radfahrer gestaunt. Ich würde nie mit dem Auto durch London fahren wollen, aber mit dem Rad noch weniger! Allerdings ist mir auch aufgefallen, dass die Mehrheit der Radfahrer Helme und grell leuchtende Westen trugen. Lustig sahen für mich die Fahrer im Anzug oder Kostüm aus, aber ich vermute mal auf diese Weise kamen sie am schnellsten ins Büro. Wir hatten aber Zeit und konnten vom Bus oben alles schön überblicken. Ich finde es ja toll, dass es in London, nachdem die alten Doppeldecker aus dem Verkehr gezogen wurden, immer noch Doppeldecker gibt, die für mich auch unbedingt zum Stadtbild von London gehören.

Es hat sich ja viel gewandelt in den ganzen Jahren, die großen schwarzen Taxen haben viel farbige Konkurrenz bekommen und es verging kein Augenblick, während man den Verkehr beobachtete, in dem keine Taxe an einem vorbeifuhr. Auf jeden Fall konnten wir durch unsere Fahrt mit dem Bus Nr. 11 schon einige Sehenswürdigkeiten „abhaken“. St. Pauls Cathedral gehört dazu, ebenso die Fahrt über die „Fleet Street“, die an dem alten Grenzpunkt „Temple Bar“ zur „Strand“ wird. Die Fahrt ging weiter am Trafalgar Square vorbei in Richtung Whitehall. Da der Bus wegen des großen Verkehrsaufkommens wirklich nur sehr langsam vorankam, konnten wir in Ruhe zum Horse Guards und in die Downing Street blicken. Langsam näherten wir uns dem nächsten Ziel. An der Westminster Abbey hieß es, jetzt können wir nach dem langen Sitzen mal unsere Beine vertreten.

Gegenüber der Abtei wurden große Zuschauertribünen aufgebaut, „große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus“, für die anstehende Hochzeit wurde an vielen Ecken mit Hochtouren gearbeitet. Nicht nur unsere Füße bekamen etwas zu tun, auch unsere Fotoapparate konnten endlich tätig werden. Vorbei an der Abtei ging es Richtung Big Ben, der übrigens viertelstündlich sehr melodisch läutet. Von der Westminster Bridge hatten wir einen schönen Blick auf das Parlament und zur anderen Seite Richtung „London Eye“. Erstaunlich ist ja, dass man in London nur ein paar Meter gehen muss und dann Orte der Ruhe findet. So wählten wir den Weg durch den St. James’s Park zum Buckingham Palast und bekamen von dem starken Verkehr kaum noch etwas mit. Vor dem Palast fand gerade eine kleine Wachablösung statt, als wir dort ankamen. Es ist schon interessant mit anzusehen, wie das so abläuft. Gegenüber des Palastes wurde ebenfalls sehr eifrig gearbeitet, Riesentribünen entstanden vor dem Green Park und wie es aussah wurde der Brunnen „verpackt“. Ich bin ja wirklich mal gespannt, wie es bei der Hochzeit aussieht, besonders jetzt, wo ich doch auch die Vorbereitungen gesehen habe.

Unser Weg führte uns weiter, nun durch den Green Park, wo riesengroße Zelte aufgebaut wurden, Richtung Hyde Park Corner, wir wollten zum Shop des Hardrock Cafes. In London erfreuten uns viele Bäume mit der Blütenpracht und auch die Blumenbeete gaben ihr Bestes. Am schnellstens kommt man in London ja mit der U-Bahn voran, aber mit dem Bus sieht man viel mehr. So wechselten wir immer wieder die Transportmittel. Im Underground ging es zum berühmten Kaufhaus Harrods, ein Pflichtbesuch für alle Londonneulinge. Aber es müssen nicht alle Etagen durchlaufen werden, für den ersten überwältigen Eindruck reichen 2 oder 3. Außerdem muss es doch auch einen Grund geben, noch einmal dorthin zu wollen.

Nun stand wieder eine Busfahrt an. Richtung Marble Arch ging es diesmal, dabei bekam man auch gleich einen Eindruck wie groß der Hyde Park ist und die „Speakers Corner“ konnte auch abgehakt werden. Auf der Oxford Street begann unsere Shoppingmeile, wobei wir die vielen großen und kleinen Geschäfte nur von draußen gesehen haben. Einzig das wunderschöne „Liberty“ wurde betreten. Eindrucksvoll ist es nicht nur außen, sondern auch innen. Inzwischen waren wir auf der Regent Street angekommen und machten nun am Liberty einen Schlenker zur Carnaby Street. Schließlich mussten wir uns in unserer Jugend sehr oft anhören; was so alles geschieht in der Carnaby Street. Nun war es nicht mehr sehr weit zum Piccadilly Circus. Am eindrucksvollsten ist es an diesem Platz wohl am Abend, wenn die Leuchtreklame zu Hochtouren aufläuft, aber solange konnten wir nun mal nicht warten.

Als nächstes stand die Tower Bridge auf dem Besichtigungsprogramm. In den letzten Jahren war ich dort nicht mehr, denn bei einem Tagestripp ist die Zeit doch etwas knapp, aber ich freute mich, dass ich mal wieder den Tower und die Brücke sehen konnte. Mit der UBahn ging es vom Piccadilly Circus flott zum Tower Hill. Das ist ein schöner Aussichtspunkt auf die gewaltige uralte Anlage. Was dort alles an Geschichte geschrieben wurde, ist schon beeindruckend. Auf dem Weg zur Brücke konnten wir einige schöne Bilder machen und alt und neu ist darauf auch vereint zu sehen. The Gherkin, wie das von mir bereits erwähnte ungewöhnliche Bürogebäude auch genannt wird, ragt hinter dem Tower in die Höhe. Die Brücke ist für mich auch immer wieder beeindruckend. Ist sie doch auch schon über 100 Jahren alt. Eins von so vielen besonderen Bauwerken in London. Diesmal wollten wir die Brücke überqueren und zur Bushaltestelle auf der anderen Seite gehen. Jetzt war wieder eine Busfahrt angesagt, die letzte an diesem Tag, die uns auch zu dem letzten von mir ausgesuchten Platz führen sollte. Die Fahrt ging nach Covent Garden.

Ein Besuch des Covent Garden Market steht für mich jedes Mal auf dem Plan. Es wird dort immer etwas geboten. Bis jetzt habe ich immer verschiedene Künstler angetroffen, die die Menge begeisterten. Diesmal konnten wir beim Ausruhen einem Sänger zuhören, der nicht nur italienische Arien sang, sondern auch mit Späßen die Leute zum lachen brachte. Nachdem wir die ausgestellten Kunsthandwerke bewundert und in dem von mir bevorzugten Teeladen „Whittard of Chelsea“ zugeschlagen hatten, wollten unsere Füße einfach nicht mehr weiterlaufen. So beschlossen wir, uns auf den Weg zur Liverpool Station zumachen, was ein weiser Entschluß war, denn wir hatten ganz vergessen, dass jetzt die Feierabend-Rush-Hour begann und wir nicht mal „eben“ fahren, sondern doch etwas länger unterwegs sein würden. Ganz in Ruhe, weil wir nun genügend Zeit hatten, konnten wir also den Weg antreten.

Am Flughafen haben wir dann auch die beiden anderen wieder getroffen und es begann ein munterer Austausch der Erlebnisse. Beide „Neulinge“ waren sich einig, dass die nicht der letzte Ausflug nach London war. Klasse, hatten wir noch 2 Fans gefunden und auch genügend Ideen, was wir beim nächsten Mal alles machen wollten.

Damit es den Rahmen nicht sprengt, werde ich die Bilder in einem Extra-Beitrag zeigen

Bilder zum Ausflug nach London

Hier können nun einige Bilder betrachtet werden. Durch \“Klick\“ aufs Bild kann es vergrößert werden. Die ersten Bilder sind leider etwas dunkel, war es doch bis Mittags noch sehr bewölkt.

Vor dem Bahnhof an der Liverpool Street. Imposante Gebäude stehen zwischen kleinen alten Häusern. Auf dem Platz vor dem Bahnhof war ein sehr schönes Denkmal, es sollte an die Kinderverschickung im 2. Weltkrieg erinnern.

Überall konnten wir diese wunderschön und liebevoll verschönerten Pubs bewundern. Wenn man nicht aufpasst, fährt eins der vielen Taxen gerade an einem vorbei, wenn das Bild gemacht wird. Aber das gehört eben auch zum Stadtbild dazu.

Einer der vielen Doppeldeckerbusse, der an dieser Busstation startete. Die Uhr im linken Bahnhofsturm zeigt aber nicht die aktuelle Zeit an.

Und hier noch einmal ein Blick auf den Bahnhof und die Liverpool Street, bevor wir uns in den Bus Nr. 11 begaben.

Ganz dicht vor uns der Bus Nr. 23, links daneben einige Taxen und die Fahrradspur. Ich war doch erstaunt, dass es in dieser großen Stadt so viele Radfahrer gab, die auch auf den Straßen noch einige Spuren hatten.

Da kam die St. Paul\’s Cathedral in Sicht, kurz danach fuhren wir an der Treppe vor derm Kirche vorbei.

Und wieder steht ein Haus mit einem schönen Pub mitten zwischen anderen, eher unscheinbaren Häusern.

Punkt 9 Uhr am Morgen waren wir am Westminster.

Von den Laternen war ich auch sehr begeistert. Hier steht eine am Platz vor dem Buckingham Palast.

Ob das wohl \“Echtgold\“ ist. Eins von den vielen eindrucksvollen Toren

Schade, es war nicht William oder Harry, der in der Kuschte saß. grins

Ohne Fotos zu machen, kam ich nicht an diesem tollen Tor vorbei. Es leuchtete aber wirklich auch sehr schön.

Nicht nur Taxen mogelten sich ins Bild, auch Jogger liefen reichlich rum und mir natürlich ins Bild.

Dieses Haus mußte mir doch auffallen!

Zwischen den \“farbloseren\“ war das Blau ja wirklich ein Lichtblick. Übrigens, die Taxen fahren nicht, nein, sie stehen mitten auf der Straße und warten auf Kunden.

Ein kleiner Wegweiser, damit nun jeder weiß, wo ich in diesem Moment war.

Eindrücke hinter und neben der Markthalle vom Covent Garden.

In der Markthalle, die mit den Fähnchen anläßlich des 180. Geburtstages geschmückt ist. Hier Zuschauer, die einem Künstler zusehen.
Im Hintergrund einige der kleinen schmalen Lädchen, die sich meist über ein bis 3 Etagen ausbreiteten.

und weil es so schön aussieht, noch einmal ein Foto mit Fähnchen, Läden und Schnellimbiß

Fotos von Mable Arch, unserer letzten Station, bevor es in den Underground ging.

Kurz nach dem Start war schon die Küste in Sicht.

Nur noch wenige Minuten bis zur Landung

London – immer wieder gerne

Oder sollte ich schreiben, immer wieder London. Egal, ich würde jederzeit wieder hinfliegen und einen Tag dort verbringen. Und egal, wie anstrengend das ist, es lohnt sich auf jeden Fall.

Bevor ich gleich mit meinem ausführlichen Bericht starte, möchte ich hier ein paar Fotos zeigen:


Der erste Eindruck, Ankunft des Stansted Express in der Liverpool Station. Leider sind die Feinarbeiten der Deckenkonstruktion des Bahnshofs auf dem Bild nicht so gut zu erkennen und geben nicht den Gesamteindruck wider, den dieser Bahnhof auf einen macht.


Kensington, eine typische Straße mit den wunderschönen Häusern.


Eine Parallelstraße zur Portobello Road, nette kleine Häuser, liebevoll verschönert.


warten vor Harrods, die Taxen sind nun bunter geworden und tragen zum farblichen Straßenbild bei.


Einer der vielen Eingänge von Harrods, nach Auskunft eines Sicherheitsbeamten haben sie 11 Ein/Ausgänge, wir wollten aber zu dem, der uns zum Underground führte:

Hinweisschild vor Harrods


Starbucks in der Regent Street, Ausblick auf das schöne Haus gegenüber


Irgendwo hatte ich gelesen, dass die alten roten Telefonzellen abgebaut werden sollen. Falls das stimmt, habe ich wenigstens noch mal ein Foto gemacht.

Meine diesjährigen \“Pubfotos\“


Die Schilder gefallen mir immer wieder:

Und hier nun der Bericht:

In diesem Jahr hatten wir uns den 3. Oktober für unseren Ausflug ausgesucht. Bei uns ein Freitag und Feiertag, in London natürlich ein ganz normaler Wochentag, was wir auch noch merken sollten. Diesmal sind wir morgens um 6.30 Uhr in Düsseldorf gestartet. Das hieß aber um 4 Uhr aufstehen und rechtzeitig am Flughafen sein. Dank Kerstin hatten wir unsere Bordkarten schon, sie hatte Online eingecheckt. Und so mussten wir uns nicht in einer der langen Schlangen einreihen, denn auch andere wollten den günstig gelegenen Feiertag und die Herbstferien nutzen. Verabredet hatten wir uns am Gate, denn Tochter und ich konnten ja mit Bus anreisen und Kerstin kam mit Verena aus Duisburg. Wie auch beim letzten Mal wurden wir gründlichst am Zugang in den Sicherheitsbereich kontrolliert. Kathrin musste wieder ihre Schuhe ausziehen. Nun ein bisschen hatten wir uns ja schon darauf eingestellt. Jetzt konnten wir erst einmal einen Cappucchino zum Munter werden gebrauchen.

Da wir ja nicht zu früh da waren, ging alles andere auch sehr schnell und auf einmal saßen wir im Flugzeug von Air Berlin. Der Service, der uns in diesem Jahr geboten wurde, war sehr gut, man merkt schon, dass dies die alte Mannschaft von LTU war. Tja, wären wir mit dem Auto unterwegs gewesen, hätte ich jetzt gesagt, ui, da waren reichlich Schlaglöcher unterwegs. Es war ein sehr unruhiger Flug, aber er dauerte ja auch nur 55 Minuten und schon landeten wir in London Stansted.

Ohne Gepäck zu reisen ist sehr angenehm und schnell waren wir auf dem Weg zum Zug. Die Fahrkarte konnten wir unterwegs ohne Stress kaufen, denn alle anderen warteten ja auf ihr Gepäck. Mit dem Stansted Express dauert die Fahrt zur Liverpool Station 45 Minuten. Diesmal war es schon hell und wir konnten uns schon die Gegend ansehen. Voriges Jahr im Dezember haben wir nicht so viel sehen können.

Ich betrachte mir gerne die typisch englischen Häuser und Gärten. Auf einmal konnten hinter den Gärten der Häuser wir einen Kanal sehen. Es sah so toll aus, einfache und Kanalboote lagen dort. Gerade neulich habe ich einen Krimi gelesen, in dem viel über englische Kanalboote und das Leben dort beschrieben wurde. Verständlich, dass ich begeistert war, einen Kanal zu sehen und natürlich auch abends auf dem Fahrt zum Flughafen wieder danach Ausschau hielt.

Die Zugfahrt kam uns gar nicht so lang vor, da es wirklich viel zu sehen gab. Als wir in der Liverpool Station ankamen, waren wir direkt mittendrin im Londoner Leben und der morgendlichen Rushhour, denn es war nach Londoner Zeit ja erst 8.00 Uhr. Auf dem Bahnsteig vor uns ging eine Frau, die alles Mögliche fotografierte und ich habe natürlich sofort geguckt, was sie denn so begeisterte. Leider kann man das Interessante dieses Bahnhofs gar nicht richtig mit dem Bild festhalten, aber ich habe es auch mal versucht.

Zu Hause hatten wir uns überlegt, was wir zuerst machen wollten. Da die Wettervorhersage aber nicht ganz so gut war, wurde kurzfristig das Programm umgestellt. Wir wollten nach Notting Hill, dort finden an den Freitagen und Samstagen immer Trödelmärkte statt. Also mal eben eine kurze Orientierung, wohin müssen wir mit welcher Line fahren.

Und wie ich schon erwähnte, für die Londoner war es ein ganz normaler Tag und sie wollten zur Arbeit fahren. Das hieß für uns, rein in die volle Bahn und sofort Kontaktaufnahme mit allen möglichen Leuten und Gerüchen. Ich hatte das Gefühl, der Mann neben mir, hätte seine Anzugjacke ruhig mal wechseln können. Wie es bei uns üblich ist, gibt es eine Station, an dem die Bahnen sich leeren. So auch bei uns. Es war ja eine sehr lange Strecke von der Liverpool Station bis nach Notting Hill und einige Stationen konnten wir dann doch gemütlich sitzen. Wir haben dann auch festgestellt, dass die Bahn sehr verschmutzt wirkte. Aber bei genauer Betrachtung konnte man sehen, dass anscheinend morgens eine Tageszeitung in großer Menge verteilt wurde, denn jeder hatte eine Ausgabe in der Hand und wenn sie ausgesehen war, wurde sie einfach auf die Ablage hinter den Sitzen gelegt. Aber auch sonst war es sehr interessant in der Bahn. Eine Dame zupfte gerade ihre Augenbrauen in Form und schminkte sich anschließend, viele waren in ihren dicken Büchern vertieft. Bei der Betrachtung der Kleidung wusste ich nicht, ob sie alle unterschiedliche Wetterberichte gehört haben. Mir gegenüber saß eine Frau, mit einem kurzen Rock und nackten Beinen, der Anblick alleine hat mich schon zum Frieren gebracht. Daneben hatte eine junge Frau ihre Winterstiefel und warme Jacke an. Ein Mann hatte nur Bermudas an und war auch sonst sehr sommerlich eingestellt. Gut, dass keiner meine Gedanken lesen kann, wenn ich mir alle so ansehe.

In Notting Hill angekommen, sind wir dann direkt zur Portobello Road gegangen. Meine Begeisterung für die schönen Häuser war auch sofort wieder da. Man kann es nicht glauben, London ist eine Großstadt, aber man findet immer wieder diese hübschen kleinen Häuser und es wirkt richtig gemütlich auf einem. Aber wir wollten nun als erstes frühstücken und da wir nun mal in London waren, sollte es auch ein englisches sein. Wie es oft so ist, man ist ungeduldig und möchte sofort das richtige Lokal finden und nimmt dann aber trotzdem das zweite, das man sieht. Das dritte oder vierte wäre vielleicht noch typischer gewesen. Aber unvoreingenommen, wie wir waren, haben wir einen Bäcker mit Cafe gewählt und es war auch gut so. Es war eine Bäckerei, so richtig gemütlich und alt und es schmeckte gut.

Langsam öffneten auch die Verkäufer ihre Läden und die Trödeltische wurden aufgebaut. Für mich war auch dies wieder toll, denn ich habe eine Krimiserie gelesen und Buch handelte über das Leben in Notting Hill. Da war es klar, dass ich mir dies alles genau angesehen habe. Die Verkäufer hatten kleine Ladenflächen mit Gitter vor den Verkaufstheken, die langsam alle geöffnet wurden. Die Portobello Road ist sehr lang und in sehr viele Abschnitte eingeteilt. Stadtauswärts gesehen kommen zuerst die Antiquitäten, denn Fruit, Vegetables, Fish und so weiter und sofort. Gemütlich sind wir die Straße einmal runter und dann wieder rauf gegangen. Zu unserem Glück konnten wir ja nichts kaufen, denn ins Handgepäck passte das wenigste der Sachen.

Die Zeit vergeht ja bei dieser Art zu Bummeln immer sehr schnell und schon war es Mittag, aber halt nur auf meiner Uhr, die ich für den einen Tag nicht um eine Stunde verstellt hatte. Ach, wie schön, wir haben doch mehr Zeit. So sind wir auch noch etwas durch noblere Straßen gegangen haben da die Häuser bewundert. Das ist ja dort das interessante die eine Straße ist ganz einfach und die Ecke rum schon wieder sehr vornehm.
Zufällig kamen wir nun an einer Bushaltestelle vorbei, vor der ein Bus Richtung Harrods fuhr. Wir wollten dort ja auch hin, obwohl ich nicht so begeistert war, denn im Dezember vorigen Jahres fand ich es sehr nervig, es war mir zu voll dort. Aber ich konnte ja immer noch draußen auf die anderen warten, wenn es mir zu viel würde.

Mit dem Bus fuhren wir eine ganze Weile und ich muss zugeben, die Strecke hat mich etwas verwirrt. Aber man braucht sich ja keine Sorgen zu machen, wenn man falsch fährt, einfach aussteigen und einen anderen Weg wählen. Das Netz der öffentlichen Verkehrsmittel in London finde ich sehr gut ausgebaut. Aber laut Plan sollte dieser Bus in Knightsbridge halten und wir wollten ihm auch die Chance geben, bevor wir ihn vorzeitig verlassen. Ich hatte einen guten Sitzplatz, vorne beim Fahrer und konnte so wirklich alles bestens sehen. Mir kommt das Busfahren immer wie eine kleine Stadtrundfahrt vor, immer sehe ich etwas anderes. Aber wie erwähnt, die Strecke hat mich schon verwirrt. Kennt man sich doch in London bestens aus, nachdem das Spiel „Scotland Yard“ häufig mit den Kindern gespielt wurde. Kathrin meinte, mit diesem Bus hätten wir auf jeden Fall jeden Verfolger abgehängt. Aber wir sind dann doch tatsächlich an einer Station in der Nähe von Harrods ausgestiegen, denn der Bus steckte nun im Stau fest und zu Fuß waren wir dann doch schneller.

Jetzt bin ich froh, dass ich doch in das Kaufhaus gegangen bin. Ich hatte doch vergessen, es war ein ganz normaler Freitag und wir konnten überall gucken und ohne Gedränge durch alle Abteilungen gehen. Leider habe ich dort auch die Möglichkeit gehabt, meine neue Visacard einzuweihen. Aber wann habe ich schon mal die Gelegenheit in der Abteilung „Gifts“ auch kleine typische Harrods Geschenke zu erwerben. So hatte ich dann doch schnell die Mitbringsel für die Lieben zu Hause zusammen. Mittlerweile waren wir alle auch reichlich mit Tüten bestückt, denn unterwegs gab es ja das eine oder andere nette kleine Geschäft, wo man auch etwas günstig einkaufen konnte.

So, und nun, ach der nächste Zugang zum Underground ist ja nie weit und ab ging es auch nach unten. Die Line bis Piccadilly Circus wurde von uns erwählt. Dieser Platz hat es mir bereits Anfang der 80er Jahre angetan und auch jetzt finde ich ihn immer noch toll. Wer meint, London wäre flach und eben, der täuscht sich, vom Piccadilly Circus kann man „nach unten“ schauen und sieht den berühmten Nelson und weiter dahinter den Big Ben.

Aber wir wollten nun in die Regent Street, wo es auch wieder reichlich Geschäfte gibt, wo man „gucken“ kann. Aber wir wollten zuerst in einen Teeladen, indem Kathrin und ich im vorigen Jahr nicht nur Tee, sondern auch Kakao gekauft hatten. Auch dort wollten wir erst mal nur „gucken“ denn warum jetzt schon kaufen und mit sich rumschleppen, wenn wir den Teeladen später in Covent Garden auch aufsuchen konnten. Aber, was kümmert uns das dumme Geschwätz vorm Laden, wenn es innen so schöne Sachen gibt, weiß ich, ob der andere das auch hat. Und der Verkäufer war so nett und zuvorkommend und auf einmal hatten wir vier jede eine Tüte in der Hand. Ich selber habe mir dort auch eine schöne Teetasse und verschiedene gefüllte Teedosen gegönnt.

So, nun war aber mal wieder eine Pause angesagt. Kaffee zum Aufmuntern – da ist Starbucks immer eine gute Adresse. In den gemütlichen Sesseln hingen wir dann aber auch wie ein Schluck Wasser in der Kurve und diese sollten wir mal besser wieder kriegen, denn wir wollten ja schließlich noch etwas sehen. Also weiter auf der Regent Street und dann abbiegen in die Oxford Street. Mal in dieses Geschäft, mal in das andere gucken oder auch kaufen. Jetzt merkte man aber auch, es war Freitagnachmittag und die Straße und Bürgersteige wurden immer voller. Und wir peilten nun unser letztes Ziel für den Tag an: Covent Garden.

Natürlich legten wir den Weg zu Fuß zurück, so konnten wir doch wesentlich mehr sehen und die U-Bahnen waren jetzt mit Sicherheit auch wieder proppevoll und die Busse standen mehr, als sie fuhren. Außerdem konnte ich dann mal wieder einige Pubs fotografieren. Ich finde das so klasse, da stehen ganz normale Häuser und auf der Ecke ein liebevoll zurecht gemachtes Haus, in dem sich ein Pub befindet. Die Schilder begeistern mich auch immer wieder. Aber wenn ich an jeder Ecke stehen bleibe und gucke und fotografiere, komme ich nie ans Ziel, also habe ich gar nicht so viele der Pubs fotografiert.

Nun meldete sich aber auch unser Magen, ergab Zeichen, dass er mal etwas anderes als Kaffee haben wollte. Nach Londoner Zeit war es ja auch schon 14.30 Uhr und ein Mittagessen längst fällig. Und was wählt man dann zu Mittag? Ja, klar Fish and Chips. Voriges Jahr hatten wir in Covent Garen ein nettes Lokal gefunden, wo es uns geschmeckt hat und dort wollten wir wieder hin. Falls es voll sein sollte, dann hätten wir dort mit Sicherheit auch noch etwas gefunden. Aber wieder haben wir vergessen, dass die Touristenströme nicht unterwegs sind und die Londoner ihrem Alltag nachgehen. Es war fast leer und so konnten wir in einer stressfreien Umgebung unser Essen einnehmen. Mir schmeckt es, das gebe ich zu. Allerdings hätte ich gerne hinterher einen Degistif zu mir genommen, aber das scheinen sie dort nicht zu kennen. Wir haben danach nämlich noch in einem Pub gefragt, ob wir dort ein Getränk dieser Art bekommen können, aber das war ein Satz mit x. Nun waren wir pattsatt und kaputt. Die eine oder andere klagte über Füße, Zeh oder sonst was. So verabredeten wir, dass wir uns jetzt nur noch in den Hallen umsehen und die Atmosphäre auf uns wirken lassen. Nette kleine Geschäfte konnten wir aufsuchen, um unsere letzten Pfund und Pennys loszuwerden. Leider wurde das Wetter nun etwas ungemütlich. Den ganzen Tag hatten wir Glück, außer ein paar Regentropfen, für die es sich kaum lohnte den Schirm zu öffnen, war es trocken, aber auch kalt und windig. Gerne hätte ich mich noch etwas auf eine Bank gesetzt und einfach nur geguckt, aber nun regnete es doch etwas mehr und dann macht das ja auch keinen Spaß. Auf der anderen Seite hatten wir ja noch den Weg zum Flughafen vor uns und zu knapp wollten wir auch nicht fahren.

So wurde mal wieder Abschied genommen. Aber mit der Gewissheit, noch einmal, vielleicht im nächsten Jahr wieder zu kommen. Im Zug hatten wir dann auch Gelegenheit den Inhalt unserer Tüten noch einmal anzugucken und einiges umzupacken, denn es musste ja später gut im Flugzeug untergebracht werden. Sorgen machten uns ein bisschen die Dosen mit dem Kakaopulver und die Tüten mit Pulver, die der nette Verkäufer uns geschenkt hatte. Denn im vorigen Jahr musste Kathrin ihre Tasche leeren, weil die Sicherheitsleute nachsehen wollten, was sie denn da in ihrem Rucksack hat. Aber außer Schuhe ausziehen ging alles glatt.

Im Flughafen kann man sich ja auch immer gut aufhalten. Noch schnell ein letztes Mal in einen Laden, um etwas englisches mit nach Hause zu nehmen, noch einmal etwas trinken und schnupper, riecht es hier gut, auch noch mal etwas zu essen, man weiß ja nicht, ob es auch abends ein Sandwich gibt.

Oh wunder, unser Flieger hatte keine Verspätung und wir konnten pünktlich an Bord gehen. Ebenfalls starten und überpünktlich landen, denn Wind, der uns vorangetrieben hat, gab es reichlich. Immer diese Löcher in den Wolken! Um 20.15 Uhr Londoner Zeit sind wir gestartet und um 22.15 Uhr deutscher Zeit in Düsseldorf gelandet. Um 23.30 Uhr waren Tochter und ich dann wieder zu Hause. Außer kurz zu erzählen, wie es war, aber wirklich nur kurz und noch nicht einmal Taschen auspacken, ging es sofort ins Bett mit dem Wunsch, endlich ausruhen und schlafen. Am nächsten Tag spüre ich den anstrengenden Tag zwar immer noch in den Knochen und besonders in den Füßen, aber wenn mich einer fragt, kommt Du morgen mit, dann sage ich sofort wieder „JA“
Oder sollte ich schreiben, immer wieder London. Egal, ich würde jederzeit wieder hinfliegen und einen Tag dort verbringen. Und egal, wie anstrengend das ist, es lohnt sich auf jeden Fall.

Ein Tag in London der 1. Dezember 2007

Morgens in aller Frühe und im Dunkeln kamen wir in London an. Als wir dann endlich über diese scheinbar endlosen Rolltreppen aus dem Underground nach oben kamen

befanden wir uns mitten im pulsierenden London – auf der Oxford Street.


Das Straßenbild stimmt glücklicherweise immer noch. War ich doch traurig, als ich las, dass die alten Doppeldeckerbusse abgeschafft werden sollen. Was ich nicht wußte, es wurden schöne neue Doppeldecker angeschafft. Die Taxen sind auch bunter geworden, aber die schwarzen findet man immer noch auf der Straße.

Windig war es in London.


Traumhaftes Wetter – blauer Himmel über der Oxford Street. Der Nachteil ist, die Weihnachtsdeko kommt nicht so richtig zur Wirkung.

Ist es die autofreie Oxford Street, die mir etwas Zahnschmerzen beschert? Nach dem Trubel kurze Zeit davor, mußte ich mich erst einmal an die \“Ruhe\“ gewöhnen.


Kathi auf der autofreien Regent Street, toll, was die Weltstadt sich alles einfallen läßt. Von dem Verkehrschaos rings herum auf den Ausweichstraßen bekommt keiner etwas mit.


Das wunderschöne Kaufhaus Liberty in einer Seitengasse der Regent Street hat mir jedes Mal gut gefallen. Irgendwann werde ich auch mal reingehen.


Bisher bin ich nur immer durch den Torbogen gegangen, um auf die Carneby Street zu kommen.

Wer von uns \“Älteren\“ kennt sie nicht, die Carneby Street. Wie schon erwähnt, wenn man von der Regent Street abbiegt, findet man die kleine Seitengasse. Der Schmuck hat mir sehr gut gefallen.

Hier ein paar Eindrücke vom teilweisen autofreien Piccadilly Circus.




Kathi, meine Fotografin war ebenfalls eifrig bei der \“Arbeit\“


Hard Rock Cafe, weltweit bekannt und es gibt viele, die sich dort zur Erinnerung T-Shirts oder anderes holen. Wir wollten die zu klein gewordenen T-Shirts von 1999 durch neue ersetzen. Kathi wartet hier auf Mutter und Visa Card.


Covent Garden – dieser Platz hat es mir schon immer angetan. Haben wir doch in der Schule darüber gehört und die Handlung des Musicals My Fair Lady beginnt dort. Beim Rundgang fielen mir diese Christbaumkugeln auf. Auf dem nächsten Bild sind rechts Stühle zu sehen, so bekommt man eine Vorstellung, wie groß sie waren.


Die Markthalle von hinten mit den Christbaumkugeln.


Covent Garden Market – in der alten Markthalle, wo früher Blumen, Obst und Gemüse verkauft wurde, befinden sich heute sehr viele kleine Gaststätten und Lädchen. Für mich sah die Markthalle wie ein Eispalast aus.


Über mehrere Etagen ist diese Markthalle angelegt. Draußen auf den \“Balkonen\“ saßen auch Leute und betrachteten das Geschehen drumherum. Links auf dem Bild kann man sehen, dass die Leute draußen unter dem Schirm saßen.

Hier nun noch der Anblick der Lichter an der Decke der Markthalle innen. Leider kann auf dem Bild nicht dieser kalte Eiseindruck wiedergegeben werden, den ich dort empfand.

Kurz vor der Abfahrt Richtung Flughafen, konnte noch der beleuchtete Big Ben fotografiert werden. Ein riesiger Tannenbaum steht rechts vor dem House of Parlament.