Autoreninterview André Wegmann

Lieber André,
ich freue mich, dass Du Dir die Zeit nimmst und Dich meinen Fragen stellst.
Bisher habe ich noch kein Buch von Dir gelesen und kenne Deine Vita nicht.
Möchtest Du Dich den Lesern hier kurz vorstellen?
Hallo und vielen Dank für das Interesse. Ich heiße André Wegmann, bin 39 Jahre alt und seit 2011 als freiberuflicher Texter und Autor tätig. Ich habe schon einige Bücher veröffentlicht, zunächst im Horror-Genre und zuletzt meine Nordsee-Thriller mit Privatermittler Michael Jesko.
Ich habe gelesen, dass Du schon in der Schule gerne etwas geschrieben hast. Hast Du denn auch gerne Bücher gelesen? Wenn ja, weißt Du noch, welche es waren?
Ja, ich lese schon seit der Kindheit viel und gerne. Ich erinnere mich, dass ich damals unter anderem die ganzen Karl-May-Romane gelesen habe.
Wie bist Du denn auf die Idee gekommen im Genre Horror zu schreiben?
Und wann und wie kam der Wechsel zum Krimi?
Thriller, Krimis und Horrorgeschichten sind auch das, was ich privat lese bzw. als Film schaue. Also kamen für mich auch nur diese Genres zum Schreiben infrage. Horror bietet mir die Möglichkeit, die ganze Bandbreite an Emotionen in die Geschichten einfließen zu lassen. Spannung, Grusel, Angst aber auch Liebe, Sex und lustige Sachen … das alles ist Bestandteil meiner Storys. Der Wechsel zum Krimi oder eher Thriller kam, weil ich mal etwas Neues ausprobieren wollte. Aber im Grunde unterscheiden sich die Genres so sehr gar nicht, nur dass bei meinen Thrillern ein realeres, von Menschen erzeugtes Grauen im Vordergrund steht und ein Ermittler dazukommt. 
Finden Dich die Ideen oder suchst Du danach?
Das ist mal so und mal so. Manchmal erarbeite ich mir die Ideen und überlege hin und her, bis langsam eine Grundidee, worum es in der Geschichte gehen soll, Form annimmt. Bei „Todesschmeichler“ zum Beispiel hingegen, dem zweiten Teil der Jesko-Serie, wurde ich von Medienberichten über einen Perversen inspiriert, der labile Frauen in den Selbstmord trieb. Da hat es dann sozusagen „Klick“ gemacht und ich wusste, daraus kann ich was Passendes für meine Serie stricken. Auch andere Bücher und Filme inspirieren mich öfter.
Kann es vorkommen, dass Du an einem Buch schreibst und schon Ideen für das nächste Buch kommen?
Eigentlich konzentriere ich mich gerne auf eins nach dem anderen. Sicher kann es vorkommen, dass ich Ideen für zukünftige Projekte im Hinterkopf behalte aber es ist nicht so, dass ich, wie manch andere Autoren, ein dickes Notizbuch voller Ideen und Gedankenfetzen hier liegen habe.
Wie lange schreibst Du an einem Buch?

Das ist unterschiedlich, je nachdem wie viel andere Arbeit ich noch habe. Von intensiven 4-6 Monaten bis zu einem Jahr.
Ich selber lese sehr gerne Krimis und Thriller, die nicht so unter die Haut gehen. Würdest Du mir empfehlen, Deine Bücher zu lesen? Ich meine, spannend darf es ja ruhig sein, aber meine Nerven möchte ich doch etwas schonen.
Also seichte Cosy-Krimis schreibe ich nicht. Lokalkolorit, die Urlaubsidylle an der Nordsee und auch das Leben und die Beziehungen meiner Protagonisten kommen nicht zu kurz in meinen Büchern, aber der Motor der Geschichte ist der Fall und der beinhaltet soviel Spannung wie möglich und mitunter deftige Szenen, die nichts für zartbesaitete Menschen sind. Ich würde mich natürlich dennoch freuen, wenn du mal hineinschnupperst. „In den Fängen des Bösen“ würde sich gut dafür eignen.
Ich habe zunächst mal nachgesehen, wo der Ort liegt, in dem Du geboren wurdest und heute auch wohnst. Es muss eine tolle Gegend sein und ich nehme an, dass sich dort die Handlungen Deiner Bücher abspielen. Hast Du schon mal mit dem Gedanken gespielt, einen Krimiausflug an die Ostsee zu machen?
Ich komme aus der beschaulichen Kleinstadt Friesoythe, aber bis zur Nordsee sind es von hier aus noch rund 100 Kilometer. Meine Geschichten sind in Ostfriesland angesiedelt, meistens in dem fiktiven Küstenort Grevensiel. Nein bisher habe ich nicht darüber nachgedacht, eine Geschichte an der Ostsee anzusiedeln, aber vorstellen könnte ich mir das schon. Danke für die Idee. 😉
Wie sieht Dein Arbeitsalltag aus? Wenn ich das richtig verstanden habe, war es ja eher Zufall, dass Du ein „richtiger“ Autor wurdest, nimmt diese Tätigkeit jetzt Deine meiste Zeit in Anspruch?
Das variiert. Es kommt vor, dass ich mal wochenlang nur an einem Buch schreibe, aber zuletzt habe ich viel für Werbeagenturen und Reiseportale getextet. Beides ist wichtig für mich und ich versuche es aufzuteilen.
Hast Du Autorenvorbilder?
Ich habe kein direktes Vorbild, aber moderne Thriller-Autoren wie Peter James und Chris Carter finde ich schon gut. Aber ich versuche generell aus jedem Buch, das ich lese auch für mein eigenes Schreiben etwas mitzunehmen bzw. zu lernen. 
Wenn Du eine Zeitreise machen könntest, welchen Autor aus der Vergangenheit würdest Du gerne mal besuchen?

Richard Laymon vielleicht. Von klassischer Literatur bin ich kein großer Fan.
Hast Du jetzt noch Zeit Bücher zu lesen und gibt es da eins, dass Du unbedingt mal lesen möchtest, aber noch nicht geschafft hast?
Lesen ist das beste Training für das Schreiben. Das ist also schon ein guter Grund, sich die Zeit zu nehmen, ich lese aber natürlich auch zur Entspannung und Unterhaltung.
Wer darf Deine Bücher als erstes lesen?

Das ist dann derzeit meine Lektorin aus dem Klarant Verlag. Es gibt ja auch Autoren, die schicken ihre Manuskripte an Testleser, aber darauf verzichte ich.
Da wir bisher noch keinen Kontakt zueinander hatten, weiß ich auch nicht, wie präsent Du in den Social Medien bist und wie wichtig Dir der Austausch mit Lesern ist.
Der Austausch mit den Lesern ist mir sehr wichtig und ich freue mich über jedes Feedback. Andererseits weiß ich auch nicht ständig was Spannendes aus meinem Schreiballtag oder Leben generell zu berichten und versuche auch nicht, um jeden Preis Aufmerksamkeit zu erzielen. Daher gibt es immer Phasen, in denen ich weniger auf Social-Media-Plattformen präsent bin.
Ich weiß, dass es in Leer zum Beispiel ein Leseboot gibt, wo Autoren aus ihren Büchern vorlesen können. Hast Du in dieser Richtung schon einmal etwas gemacht oder vielleicht Lust darauf?
Das ist natürlich ein tolles Ambiente gerade für Geschichten, die auch am Meer spielen. Habe ich bisher noch nicht gemacht, aber wäre sicher interessant.
Nun habe ich soviele Fragen gestellt und mit Sicherheit noch einiges vergessen, deshalb gebe ich Dir hier jetzt die Gelegenheit, uns Lesern das mitzuteilen, was Du schon immer mal loswerden wolltest.
Ich bedanke mich bei allen, die Bücher von mir gelesen haben. Wenn Sie euch gefallen, schreibt bitte Rezensionen und empfehlt sie weiter, das ist für jeden Autor wichtig.
Gerne frage ich den Autor danach, was ihm zu folgenden Begriffen oder Namen einfällt:
 Erich Kästner
 Ich weiß, wer das ist, aber das war es auch schon. Nennt mich ruhig einen Kulturbanausen. 😉
 Enid Blyton
 „Fünf Freunde“, hab ich als Kind gerne geschaut.
Der Graf von Monte Christo
Weder gelesen noch gesehen.
Lieber André, ich möchte mich vielmals für Deine aufschlussreichen Antworten bedanken und wünsche Dir mit Deinen Büchern viel Erfolg.

Vielen lieben Dank und alles Gute!
Diese Bücher sind inzwischen im Klarant Verlag erschienen: 


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Rezension – Der Pub der guten Hoffnung

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Autorin: Alexandra Zöbeli Titel: Der Pub der guten Hoffnung Genre: Roman Version: eBook und Taschenbuch erschienen: 2. April 2018 Seiten: 592 Altersempfehlung: Erwachsene Verlag: Forever Über die Autorin: Alexandra Zöbeli lebt gemeinsam mit ihrem Mann im Zürcher Oberland in der … Weiterlesen

Autoreninterview Susanne Ptak

Liebe Susanne, ich freue mich, dass Du Dir die Zeit nimmst und meine Fragen beantworten möchtest.
Ich habe mich natürlich vorher umgesehen und mich informiert, welche Bücher Du im Klarant Verlag veröffentlicht hast.  Es sind jede Menge und ich gestehe, dass ich erst einen Bruchteil davon gelesen habe. Tja, das ist immer so eine Sache mit der Zeit.
Als Krimifan halte ich ja immer Ausschau nach mir unbekannten Autoren und deren Büchern. Ich weiß noch genau, was ich dachte, als ich auf Dein Buch „Mord in Pilsum“ aufmerksam wurde. Eine Autorin, die in Düsseldorf geboren wurde, der Stadt, in der ich lebe. Das war schon mal ein wichtiger Grund, das Buch zu lesen. Lach, natürlich sollte das nicht den Ausschlag geben, aber ich wurde ja auch nicht enttäuscht.
Inzwischen wohnst Du schon einige Jahre im Norden und da stellt sich mir die Frage, wie Du Dich dort fühlst und kommst Du ab und zu ins Rheinland?
Liebe Ulla, die Zeit nehme ich mir sehr gerne, besonders von einer Düsseldorferin zur anderen 😊.
Den Schritt, nach Ostfriesland zu gehen, habe ich nie bereut. Wir haben uns von der ersten Stunde an sehr wohl hier gefühlt, was nicht zuletzt an unseren superlieben Nachbarn und den Freunden, die wir hier schnell gefunden haben, liegt.
Tatsächlich war ich das letzte Mal vor 10 Jahren in Düsseldorf … Was soll ich sagen? Man „verlandeiert“ ja doch irgendwie. Ich war ohnehin nie so der Stadtmensch aus Leidenschaft. Das ist nach etlichen Jahren auf dem Land nicht besser geworden :-D. Will sagen: Ostfriesland ist inzwischen meine Heimat und ich vermisse höchstens die in Düsseldorf zurückgelassenen Freunde. Zum Glück besuchen die uns aber hin und wieder, denn auch sie mögen unser schönes Leer.
Deinen Werdegang finde ich ausgesprochen interessant, vom Rheinland in den Norden und dort dann einen Traum verwirklichen. Wie kam es, dass Du eine Schafskäserei eröffnen wolltest?
Ob man’s glaubt oder nicht – das war eine spontane Idee, die zu einer Zeit entstand, in der es uns nicht so gut ging. Ich hatte einen Job, den ich nicht mochte, und den ich nur machen konnte, weil ich den besten Chef der Welt hatte und außerdem mit einer guten Freundin zusammenarbeitete. Letztendlich war ich aber kreuzunglücklich. Dazu kam noch, dass mein Mann an Krebs erkrankt war und unsere Zukunft somit mehr als unsicher. Wir haben großes Glück gehabt – er ist wieder gesund geworden! Auf jeden Fall saßen wir an einem Samstagnachmittag auf dem Sofa und zappten uns durch das Fernsehprogramm. Da stießen wir auf einen Beitrag über Schafskäsereien. Ich war sofort begeistert! Arbeiten mit so tollen Tieren und dazu noch leckeren Käse machen. Das wollte ich auch! Und mein Mann sagte: „Dann mach das doch.“ Ich weiß nicht, wie oft er diesen Satz in den darauffolgenden Jahren bereut hat …
Und dann der nächste Schritt zur Krimiautorin, natürlich möchte ich auch wissen, wie es dazu kam.
Letztendlich durch den Frust, den auch die Schafskäserei einbrachte. So viel Freude diese Arbeit auch macht, sie ist körperlich sehr, sehr anstrengend (und ich war leider keine zwanzig mehr …). Außerdem ist die Vermarktung des Käses eine echte Herausforderung, denn anders, als die Medien es uns gerne glauben machen, ist es der Mehrzahl der Kunden sch…egal, woher ihr Essen kommt und wie es produziert wurde. Hauptsache billig … Wenn’s beim Discounter Schafskäse gibt, dann kaufen sie den und nicht den etwas teureren aus der kleinen Manufaktur mit den Streichelschafen. 

Aber zurück zu den Krimis: Es war ein grauer, nasser Novembersamstag. Seit 6.30 Uhr stand ich frierend und mit barbarischen Rückenschmerzen auf dem Leeraner Wochenmarkt, um meinen Käse an geneigte Kunden zu bringen. Endlich kam um 10.30 Uhr die erste potentielle Kundin. Sie probierte sich durch mein komplettes Angebot und riet mir dann, es bei den hohen Preisen doch mal in einer Großstadt zu versuchen. Für Leer sei das alles zu teuer. Sie ging ohne Kauf …
Kollegen behaupteten später, die blanke Mordlust in meinen Augen gesehen zu haben. Und ich dachte: „Mach’s doch einfach! Bring jemanden um – auf dem Papier. Nach Marktschluss fuhr ich nach Hause, aß zu Mittag und schrieb das erste Kapitel vom „Grünlandmord“.
Was ich zu diesem Zeitpunkt nicht ahnen konnte, war, dass schon dieser erste Krimi ein Erfolg werden würde. Er erschien im Februar 2014 und bereits im Sommer wurde uns klar, dass das Schreiben weit einträglicher war als die Käserei. So schickte ich die Schafe in Rente – sie arbeiten allerdings noch als unsere Rasenmäher – und wurde Vollzeit-Autorin.
Hast Du als Kind gerne gelesen und wenn ja, weißt Du noch welche Bücher es waren?
Ich habe Bücher verschlungen und alles gelesen, was mir in die Finger kam. Allen voran Enid Blyton’s 5 Freunde. Aber da ich seit meinem sechsten Lebensjahr auch begeisterte Reiterin war, natürlich sämtliche Pferdebücher, derer ich habhaft werden konnte. Besonders beeindruckt hat mich in diesem Genre damals Anna Sewell‘s Black Beauty.
Die Handlungen Deiner Krimis spielen sich in Ostfriesland ab, was sich anbietet, weil Du dort ja lebst. Aber hast Du Dir schon mal Gedanken über Bücher in einem anderen Genre und über andere Orte gemacht?
Ja, und nicht nur Gedanken gemacht 😀 Unter einem Pseudonym schreibe ich auch Fantasy-Romane. Diese Abwechslung brauche ich, um dann wieder mit Freude am nächsten Krimi schreiben zu können. In der Schublade liegt aber auch die Idee für einen Krimi, der in den USA spielt. Bisher habe ich es zeitlich noch nicht geschafft, diesen umzusetzen. Das wird aber garantiert noch passieren.
Wie kommen die Buchideen zu Dir?
Meistens urplötzlich. Ich lese etwas in der Zeitung, oder sehe etwas im Fernsehen, was ein Mordmotiv sein könnte. Wenn ich das habe, kommt der Rest der Geschichte von ganz alleine.
Ich höre immer mal wieder von anderen Autoren, dass sich Figuren in ihren Büchern verselbständigen und einen eigenen Willen entwickeln. Wie ist es bei Dir, machen immer alle, was Du willst oder kann es passieren, dass sich alles etwas anders entwickelt?
Da ich zu den Autoren gehöre, die „wild drauflos“ schreiben, bin ich eigentlich darauf angewiesen, dass meine Protagonisten ein Eigenleben entwickeln. Meistens lasse ich sie gewähren und folge ihnen einfach. Nur hin und wieder muss ich bremsen, sonst würden die Leser mir die Geschichte am Ende nicht glauben 😀 Besonders Dr. Josefine Brenner läuft gerne mal aus dem Ruder.
Wenn Du eine Idee hast, weißt Du dann ganz genau wie das Buch enden wird, steht alles von Anfang an fest?
Nein, ich weiß nie im Voraus, wie das Buch enden wird. Wie oben schon gesagt, entwickeln sich meine Geschichten während des Schreibens. Das Einzige, was von Anfang an feststeht, ist das Motiv der Tat. Alles andere kommt dann nach und nach. Oft weiß ich auch nach der Hälfte des Manuskriptes noch nicht einmal, wer der Mörder ist.
Kann es passieren, dass, während Du ein Buch schreibst, schon weitere Ideen kommen?
Ständig … Und leider ist das gar nicht so schön, wie man vielleicht denken könnte. Für die Krimis habe ich nämlich Abgabetermine. Manche Ideen sind aber so aufdringlich, dass sie nicht warten wollen und vom Terminprojekt ablenken.
Wie sieht Dein Arbeitsalltag aus?
Recht unspektakulär, da ich mehr so die Beamtin unter den Autoren bin … Um 7.00 Uhr klingelt bei uns der Wecker. Übrigens auch am Wochenende, da es Schafen und Hund völlig schnuppe ist, ob wir gerne mal ausschlafen würden. Nach dem Frühstück versorgen wir die Wolligen, dann gehe ich mit unserem Langhaar-Collie Liam spazieren. Danach gibt’s noch einen Kaffee und dann ist Schreibzeit. Oder aber ich lungere bei Facebook rum … :-D. Meistens begebe ich mich um 12.00 Uhr in die Küche, um das Mittagessen zu kochen. Nach der Mittagspause eine kleine Hunderunde und dann wieder an den Computer. Punkt 18.00 Uhr wird der Laptop zugeklappt. Dann sind die Schafe noch mal dran und es gibt Abendbrot. Abends schaue ich vielleicht noch mal bei Facebook rein, aber ansonsten ist mir der Abend heilig – da wird nicht gearbeitet.
Wie lange schreibst Du an einem Buch?
Bis es fertig ist 😉Spaß beiseite, ich kann’s nicht genau sagen. Manche Geschichten fließen nur so vom Kopf in die Tastatur. So ein Buch ist dann auch mal in drei bis vier Wochen komplett geschrieben. Andere gestalten sich etwas widerspenstiger und benötigen darum deutlich mehr Zeit.
Wer darf Dein Buch als erstes lesen?
Meine überaus geschätzten Testleser. Übrigens die besten Testleser auf diesem Planeten! Sie legen sich immer wie verrückt ins Zeug, um mir möglichst schnell ein Feedback zu geben und mir damit schlaflose Nächte zu ersparen.
Hast Du Autorenvorbilder?
Nein.
Wenn Du eine Zeitreise machen könntest, welchen Autor würdest Du gerne mal besuchen?
Eine Zeitreise bräuchte es dafür nicht. Ich würde wahnsinnig gerne Stephen King kennenlernen. Wenn es aber ein bereits verblichener Autor sein soll, dann definitiv J.R.R. Tolkien.
Ich habe gesehen, dass Du auf dem Leseboot aus Deinen Büchern vorgelesen hast. Sind weitere Termine geplant?
Tatsächlich steht der nächste Termin schon fest, allerdings nicht auf dem Leseboot, sondern an Bord von „Tammy – die Leseinsel“. Tammy ist ein Hausboot und sie liegt in Emden. Da sie deutlich größer ist als „Bookje – dat Leseboot“, finden Lesungen jetzt nur noch dort statt. Am 6.4. lese ich gemeinsam mit meiner lieben Freundin und Kollegin Elke Bergsma, die auch die Eignerin beider Schiffe ist. Ich freue mich schon sehr darauf.
Wie wichtig ist Dir der Kontakt zu Deinen Lesern oder zu Buchbloggern?
Wie den meisten meiner Kollegen sind auch mir diese Kontakte sehr wichtig. Ich schreibe Geschichten, die die Menschen unterhalten sollen, darum möchte ich natürlich auch wissen, wodurch sie sich unterhalten fühlen. Natürlich erfährt man das auch durch Rezensionen, aber im direkten Kontakt kommen oft noch ganz andere Dinge zur Sprache. So hatte ich eigentlich geplant, die Krimis um die Holtlander Spinngruppe zu beenden. Doch alleine die Andeutung hat mir einen Riesenhaufen Mails und Nachrichten beschert, in denen ich gebeten wurde, doch weiterzumachen. Ich war der Meinung, dass die Serie sich langsam totläuft, wurde aber eines Besseren belehrt.
An dieser Stelle einmal ganz herzlichen Dank an die Buchblogger für die tolle Arbeit, die viele von Euch machen! Ich bin immer wieder beeindruckt, wie viel Energie und Freizeit Ihr einsetzt, um Lesern unsere Bücher näherzubringen!
Ich habe jetzt mal wieder eine Reihe Fragen gestellt und mit Sicherheit fallen mir später noch weitere ein, aber hier möchte ich Dir die Gelegenheit geben. Gibt es etwas, was Du uns Lesern schon immer mal mitteilen wolltest?
Ich möchte gerne die Gelegenheit nutzen, um ein großes Dankeschön an „meine“ Leser auszusprechen. Ihr seid einfach großartig! Viele von Euch begleiten mich jetzt schon seit vier Jahren. Danke für Eure Treue, Eure Begeisterung! Ich werde mir Mühe geben, Euch weiterhin mit meinen Geschichten schöne Stunden zu bereiten.
Und nun komme ich wieder zu der Stelle, wo ich gerne frage, was einem zu folgenden Namen oder Begriffen einfällt.
 Das Rote U
 Aha! Eine Düsseldorf-Frage 😀 Detektiv-Roman von Wilhelm Matthießen. Wenn ich mich recht erinnere, spielt der im Winter und der Rhein ist zugefroren.
Enid Blyton
 5 Freunde, Lieblingsbücher meiner Kindheit. Ich war übrigens immer George, wenn wir die Geschichten nachgespielt haben.
Vom Winde verweht
 Tara! Zwei Päckchen Taschentücher – mindestens! (Danke, jetzt habe ich die Musik im Ohr und werde sie vermutlich vorerst nicht mehr wegbekommen 😀 )
Liebe Susanne, ich bedanke mich vielmals für die Antworten und wünsche Dir weiterhin viel Erfolg mit Deinen Büchern.

Ich bedanke mich für die interessanten Fragen, die ich sehr gerne beantwortet habe, liebe Ulla.


Diese Bücher sind bereits im Klarant Verlag erschienen:





















Weitere Informationen zu den Büchern und der Autorin sind hier zu finden:

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Autoreninterview Sina Jorritsma

Liebe Sina,
ich freue mich, dass Du Dir die Zeit nimmst und Dich meinen Fragen stellst. Gleich zu Beginn möchte ich etwas zu dem Autorenbild sagen. Es ist etwas geheimnisvoll, weil Du unter einem Pseudonym schreibst. Mit einem Zwinkern im Auge überlege ich, ob es in Deiner Umgebung tatsächlich so gefährlich zugeht. Aber ich gehe davon aus, dass das Kriminelle der Phantasie der Autorin entsprungen ist und nur besondere Charaktere, die Dir begegnen, sich im Buch wiederfinden würden.
Nein, kriminell sind meine Freunde, Verwandten und Bekannten zum Glück nicht (soweit ich weiß …). Aber ich gebe dir mal ein konkretes Beispiel dafür, warum ich mein Pseudonym wahren möchte. In einem meiner nächsten Krimis wird ein Frisör ermordet, der ein Frauenheld und hemmungsloser Verführer ist … Hallo? Kannst du dir vorstellen, was ich mir bei meinem nächsten Frisörtermin anhören müsste, wenn der Chef und seine Mitarbeiterinnen wüssten, dass ich Sina Jorritsma bin? Die Menschen glauben ja, dass wir Autorinnen sie in unseren Büchern porträtieren würden. Als ob wir keine Fantasie hätten … nein, damit ich auch in Zukunft ungestört zum Frisör gehen möchte, bleibt meine Identität geheim 😉
Dein erstes Buch, in dem Mona Sander und Enno Moll ermitteln, erschien im Dezember 2016. Seitdem haben die beiden einige Fälle gelöst. Wie kann ich mir das vorstellen, wenn ein Autor eine Serie startet. Weißt Du anfangs schon, wie viel Du schreiben möchtest?
Nein, das war mir nicht bekannt. Ich hatte die Grundidee von einer jungen und impulsiven Polizistin und ihrem erfahrenen und gemütlichen Dienstpartner. So sind Mona und Enno entstanden. Die Serie ist erst einmal ohne Ende angelegt. Dieses Duo kann praktisch jeden Kriminalfall lösen, der sich auf Borkum ereignet.
Ich habe die Bücher der beiden gelesen und feststellen können, wie sich besonders Mona weiter entwickelt. Hattest Du Dir das auch so vorgestellt oder hat sie sich selbständig gemacht?
Beides. Es ist wirklich so – was viele andere Autorinnen bestätigen – dass eine Figur irgendwann ein Eigenleben zu führen beginnt. Mona kann ja nicht ständig so aufbrausend sein. Das ist zwar eine Charaktereigenschaft von ihr, aber auf die Dauer nervt es, wenn sie zu keinen anderen Gefühlsregungen fähig ist. Manchmal bin ich als Autorin allerdings selbst überrascht darüber, womit sie denn nun schon wieder um die Ecke kommt.
Wie bist Du überhaupt auf die Idee gekommen, Krimis zu schreiben?
Das liegt daran, dass ich gern Krimis lese. Schon als Mädchen habe ich die „Drei Fragezeichen“ und später Sherlock-Holmes-Geschichten geliebt. Es gibt ja den Ratschlag, dass angehende Schriftsteller über das schreiben sollen, was sie kennen. Das klingt zwar nachvollziehbar, aber ich hatte (zum Glück) noch niemals mit einem Verbrechen zu tun. Also denke ich mir die Romane komplett aus. So kann ich in jedem Buch einen neuen Fall abhandeln, und es wird (hoffentlich) niemals langweilig.
Hast Du Dir mal Gedanken gemacht, Bücher in einem anderen Genre zu schreiben

Vielleicht mal einen historischen Roman. Ostfriesland hat ja eine bewegte Geschichte. Aber dafür muss man sehr viel recherchieren, damit die Fakten stimmen und man die Atmosphäre früherer Jahrhunderte einfangen kann.
Hast Du als Kind gerne gelesen und wenn ja, erinnerst Du Dich an die Bücher?

„Hanni und Nanni“ – na klar, wer nicht? Ansonsten „Momo“ und alle Bücher mit den „Fünf Freunden“.
Hast Du ein Lieblingsbuch?
Nein, das ändert sich bei mir ständig.
Wenn ich Bücher lese und Protagonisten kennen lerne, die ich in mein Leserherz schließe, dann bin ich so richtig dabei, die Figuren sind mir vertraut. Wie ist es bei Dir, gehören Deine Protas zu Deiner Familie?
Ja, auf jeden Fall! Viele Leserinnen schreiben mir ja auch, dass Mona und Enno für sie lebendig werden, wenn sie meine Krimis vor sich haben. Das ist für mich das schönste Kompliment!
Du sammelst Ideen bei langen Spaziergängen, habe ich irgendwo gelesen, kann es passieren, dass Du dann auch direkt denkst: Mona würde jetzt das oder das machen?
Ja, und übrigens: Ich bin nicht Mona! Vielleicht wäre ich gern so mutig wie sie es manchmal ist, aber mein eigenes Temperament ist eher ostfriesisch-bedächtig 😉  Und außerdem bin ich etwas größer als  1,63 m … Aber da ich Mona inzwischen gut kenne, kann ich mich wirklich oft in sie hineinversetzen.

Wie lange schreibst Du an einem Buch?
Das ist schwer zu sagen, meistens ungefähr einen Monat.
Wer darf Dein Buch als erstes lesen?
Mein Lektor oder meine Lektorin.
Ist es tatsächlich Dein großes Geheimnis, dass Du Bücher schreibst?
Meine Familie weiß natürlich darüber Bescheid. Aber ansonsten halte ich mich sehr bedeckt. Ich stehe nicht gern im Mittelpunkt. Außerdem glaube ich, dass viele Leute ein ganz falsches Bild von Autorinnen haben. Ich halte mich selbst jedenfalls für völlig normal. Exzentrische Schriftsteller gibt es wahrscheinlich eher in Romanen als in Wirklichkeit.
Wie sieht denn Dein Autorenalltag aus?
Ich habe Familie, Haus und Garten – darum will und muss ich mich zuerst kümmern. Tagsüber schreibe ich meist nur dann und wann in kleinen Zeiteinheiten, eine halbe Stunde hier und zwanzig Minuten da. Meine hauptsächliche Schreibzeit ist zwischen 20 Uhr und Mitternacht, allerdings nicht jeden Abend. Zum Glück kann ich mit zehn Fingern tippen, weil ich mal im Studium als Sekretärin gejobbt habe. Wenn ich nach der „Adler-such-Methode“ schreiben müsste, würde ich ja ewig brauchen.
Ich habe in meinen Fragen immer Bezug auf die Ermittlerin Mona genommen, natürlich schreibst Du nicht nur eine Serie. Sicher hast Du noch viele Ideen. Wie hälst Du die Ideen fest?
Ganz traditionell, in dicken Notizbüchern. Ungefähr neunzig Prozent meiner spontanen Ideen taugen nichts. Aber das merke ich erst, wenn ich genauer darüber nachdenke.
Kann es passieren, dass beim Schreiben eines Buches schon Ideen für weitere auftauchen?
Ja, die landen dann in den besagten Notizbüchern.
Wenn Du eine Reise in die Vergangenheit machen könntest, welchen Autor würdest Du dann gerne mal besuchen?

Jules Verne. Ich glaube, er wäre sehr erstaunt darüber, wie die Welt sich seit seinen Lebzeiten entwickelt hat.
Hast Du Zeit, Bücher Deiner Kollegen zu lesen?
Ja, schon. Aber aus Fairness-Gründen nenne ich keine Namen, damit sich niemand zurückgesetzt fühlt. Doch ich habe meine Vorlieben, so wie alle anderen auch.
Um Dein Pseudonym zu wahren, kannst Du ja leider nicht zu Lesungen gehen, macht Dir das etwas aus?
Nein. Ich bin von meinem Wesen her schüchtern und zurückhaltend. Die Vorstellung, laut aus meinen Büchern vorlesen zu müssen, ist eher beängstigend für mich.
Hast Du Kontakt zu Lesern?

Ja, per Mail oder über meine Facebook-Autorinnen-Seite.
Gibt es etwas, das Du uns Lesern immer schon mal mitteilen wolltest?
Ja – ich bin sehr glücklich darüber, dass meine Krimis so gut bei euch ankommen!
Gerne stelle ich immer Fragen, was einem zu folgenden Namen und Begriffen einfällt:
 Der alte Mann und das Meer
Hemingway – die Geschichte hätte auch auf der Nordsee vor Borkum spielen können 😉
 Enid Blyton
Hab ich als Mädchen gelesen.
Michael Ende
 Hab ich als Mädchen auch gelesen.
Liebe Sina, ich bedanke mich für Deine Antworten und wünsche Dir weiterhin viel Erfolg mit Deinen Büchern.
Vielen Dank!

Diese Büchern sind inzwischen im Klarant Verlag erschienen: 


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Rezension – Die Liebe der Duftmischerin

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Autorin: Gabriela Galvani Titel: Die Liebe der Duftmischerin Genre: Historisch Version: eBook erschienen: 28. Februar 2018 Seiten: 455 Altersempfehlung: Erwachsene Verlag: dotbooks  der eBookVerlag Über die Autorin: Hinter dem Pseudonym Gabriela Galvani verbirgt sich die Bestsellerautorin Micaela Jary. Sie wurde in … Weiterlesen

Rezension – Africa in Love – Honeymoon mit Hindernissen

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Autorin: Mia Leoni Titel: Africa in Love – Honeymoon mit Hindernissen Genre: Liebesroman, Reise Version: eBook und Taschenbuch erschienen: 31. März 2018 Seiten: 248 Altersempfehlung: Erwachsene Verlag: BoD, Books on Demand Die Autorin Mia Leoni lebt und arbeitet in Erfurt. … Weiterlesen

Autoreninterview Ulrike Busch

Buchmesse Frankfurt 2017
Liebe Ulrike, ich freue mich, dass Du Dir die Zeit nimmst und Dich meinen Fragen stellst. Ich habe mal nachgesehen, seit wann ich Deine Bücher kenne und festgestellt, dass ich im Dezember 2015 zum ersten Mal ein Buch von Dir gelesen und rezensiert habe. Im Oktober 2017 haben wir uns auf der Buchmesse endlich mal persönlich treffen können und uns sehr gut unterhalten. Natürlich über Bücher, wie soll es anders sein.

Seit Ende 2016 veröffentlichst Du im Klarant Verlag Ostfrieslandkrimis, die ich alle mit Begeisterung gelesen habe. Natürlich sind mir die Ermittler der Kripo Greetsiel ans Leserherz gewachsen. Darf ich da auf weitere Folgen hoffen?

Selbstverständlich! Zurzeit arbeite ich an einem neuen Fall mit Tammo Anders und Fenna Stern. Es geht um einen Mord in Pilsum, einem Nachbarort von Greetsiel. Diesmal ist Onkel Frido emotional besonders involviert. Und natürlich erfahren die Leser endlich, wohin die Hochzeitsreise der Ermittler ging. Mehr wird noch nicht verraten.

Da stellt sich mir auch gleich die Frage, wie lange schreibst Du an einem Buch?

Von der Idee bis zur Fertigstellung des Manuskripts vergehen rund drei Monate.

Kann es passieren, dass Dir Ideen zu einem weiteren Buch bereits kommen, während Du noch an einem anderen schreibst?

Das ist sogar der Regelfall. Ich habe immer mehrere Ideen im Hinterstübchen und spätestens dann, wenn ich ein Manuskript finalisiere, weiß ich, wovon der nächste Krimi handeln wird.

Wie werden die Ideen festgehalten? Irgendjemand hat mir mal etwas von einem Ideenbuch erzählt, hast Du auch so etwas oder sind es Notizzettel, worauf schnell etwas notiert wird?

Die Ideen notiere ich auf Karteikarten verschiedener Farbe und Größe, die ich in Karteikästen sammle. Oft sind es nur Gedankensplitter wie Themen oder Personen, manchmal sind es erste Ideen für einen ganzen Plot. Einige Ideen verwerfe ich mit der Zeit oder ich wandle sie ab, und es kommen immer wieder neue dazu.

Ulrike, Du bist ein Mädel aus dem Ruhrpott, wenn ich das mal so frech formulieren darf. Wie kommt es, dass Du nun in Hamburg lebst.

Von Kindesbeinen an habe ich davon geträumt, in Norddeutschland zu leben. Es waren wohl Bilder von weiten grünen Wiesen und vom Meer, die auf irgendwelchen Wegen in meinem Kopf gelandet waren, bevor ich überhaupt bewusst denken konnte.
Nach dem Studium habe ich mir den Traum erfüllt und bin nach Hamburg gezogen. Es hätte auch Husum oder Flensburg oder eine andere Stadt in Schleswig-Holstein sein können, aber in Hamburg waren die beruflichen Möglichkeiten am besten.

Die Handlungen Deiner Krimis spielen an der Nordsee, gibt es dort Orte, die Du besonders magst? Wie gut kennst Du Dich dort aus, bist Du für Recherche dort rumgereist?

In Nordfriesland fühle ich mich wirklich zu Hause. Seit rund 30 Jahren fahre ich regelmäßig nach Amrum; die Insel ist mein ganz persönliches Paradies. Dort mag ich den Ort Nebel am liebsten. Auch nach Sylt zieht es mich immer wieder, besonders nach Kampen, List und Keitum. Manchmal fahre ich auch nach Föhr oder auf die Halligen Langeneß und Hooge. Für meine Ostfriesland-Krimis habe ich natürlich auch in Greetsiel recherchiert.

Du schreibst hauptsächlich Krimis, hast Du schon mal mit dem Gedanken gespielt, Bücher in einem anderen Genre zu schreiben?

Ich kann nicht ausschließen, mal das Genre zu wechseln. Aber im Moment denke ich noch nicht ernsthaft darüber nach. Wenn es keine Krimis sein sollten, müssten doch auf jeden Fall Spannung und überraschende Momente darin enthalten sein.

Hast Du als Kind gerne Bücher gelesen, wenn ja, weißt Du noch welche?

Als Kind habe ich Bücher gefressen. Unsere Eltern hatten unendlich viele Bücher und sie sind mit uns von klein auf in die Stadtbibliothek gegangen. Ich habe es geliebt, in der riesigen Auswahl herumzustöbern. Besonders gern habe ich Astrid Lindgrens Geschichten über die Kinder von Bullerbü gelesen.

Hast Du ein Autorenvorbild?

Ein Vorbild in dem Sinn habe ich nicht. Aber es gibt einige Autoren, die ich besonders gern lese und bei denen ich sehr genau hingucke, wie sie bestimmte Aspekte stilistisch gelöst haben. Ein Vorbild lehne ich eigentlich ganz bewusst ab, weil ich mir dann anmaßen würde, zu schreiben wie … Mir ist wichtig, nicht andere zu imitieren, sondern meinen eigenen Stil zu entwickeln.

Wenn Du eine Zeitreise machen könntest, welchen Autor aus der Vergangenheit würdest Du gerne mal besuchen?

Thomas Mann. Ich wüsste gern, was für eine Persönlichkeit er war, was ihn bewegt und wie er gearbeitet hat.

Wie sieht Dein Arbeitsalltag aus?

Seit ich nicht mehr für Kunden schreibe, sondern ausschließlich Autorin bin, leiste ich mir den Luxus, morgens erst einmal eine halbe Stunde spazieren zu gehen – bei Wind und Wetter. Danach setze ich mich an den Schreibtisch, erledige zuerst Korrespondenz und Telefonate. Anschließend arbeite ich an meinem aktuellen Manuskript.

Hörst Du Musik beim Schreiben eines Buches oder willst Du Dich durch nichts ablenken lassen?

Nein, ich höre keine Musik, kein Radio, nichts. Zum Schreiben brauche ich absolute Stille.

Wer darf Deine Bücher als erstes lesen?

Meine Lieblings-Bloggerinnen.

Ich weiß, dass Du zu Lesern und Buchbloggern einen sehr guten Kontakt hast, wie wichtig ist Dir dieser Kontakt?

Der Kontakt ist mir ausgesprochen wichtig. Es sind regelrechte Freundschaften entstanden, auch wenn sie fast ausschließlich auf digitalem Weg geführt werden. Ich finde es wunderbar, wie viel Vertrauen auf diese Weise entstanden ist und wie offen und ehrlich wir uns miteinander austauschen. Ein Leben ohne diese Kommunikation mit Bloggerinnen, Leserinnen und Lesern kann ich mir heute gar nicht mehr vorstellen!

Hast Du eigentlich Zeit zum Lesen anderer Bücher?

Leider kaum. Mein Leben ist sehr ausgefüllt und fürs Lesen bleibt mir herzlich wenig Zeit. Ich hoffe, das ändert sich mal wieder.


Wenn ja, welches Buch wolltest Du schon immer mal lesen, hast es aus verschiedenen Gründen aber nicht geschafft?

Ein spezieller Titel fällt mir nicht ein. Ich habe mehr als 200 Bücher auf meinem eReader und einige Taschenbücher und Hardcover auf meinem SUB, die allesamt sehnlichst darauf warten, dass ich Zeit für sie habe.

An dieser Stelle frage ich gerne danach, was Dir zu folgenden Namen oder Begriffen einfällt:

Die Buddenbrooks – Ein Wahnsinnsbuch! Habe ich bereits dreimal gelesen. Und ich werde es wieder tun.

Das doppelte Lottchen – Habe ich mal gelesen, ist aber schon ein Weilchen her.

Mark Twain – Ich weiß, dass es ihn gibt, aber ich habe nie etwas von ihm gelesen.

Liebe Ulrike, ich möchte mich nun vielmals für Deine Antworten bedanken und ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg mit Deinen Büchern.

Herzlichen Dank an Dich, liebe Ulla, für dieses schöne Interview! Dir und den vielen anderen engagierten Bloggerinnen sowie allen Leserinnen und Lesern wünsche ich schöne Ostertage!

Diese Bücher sind bisher im Klarant Verlag erschienen:

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da ich mit diesem Interview auch etwas Werbung für die Bücher mache, habe ich hier die Kennzeichnung vorgenommen.

Rezension – Tagebuch eines EX-Bank-Managers: 373 Tage einer Trennung

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Autor: Frank Uffmann Titel: Tagebuch eines EX-Bank-Managers Genre: Gegenwartsliteratur, Personalmanagement Version: eBook und Taschenbuch erschienen: 16. März 2018 Seiten: 152 Altersempfehlung: Erwachsene Verlag: Books on Demand Über den Autor:Frank Uffmann wurde 1960 im schönen Osnabrück geboren, wo er auch den … Weiterlesen

Rezension – Verliebt auf den Seychellen

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Autorin: Rike Stienen Titel: Verliebt auf den Seychellen Genre: Liebesroman, Reise Version: eBook und Taschenbuch erschienen: 12. März 2018 Seiten: 219 Altersempfehlung: Erwachsene Verlag: Independently published Über die Autorin:Rike Stienen absolvierte eine Ausbildung zur Drehbuchautorin. Seitdem hat sie Stoffe für … Weiterlesen

Rezension – Yasemins Kiosk

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Autorin: Christiane Antons Titel: Yasemins Kiosk Genre: Krimi Version: eBook und Taschenbuch erschienen: 16. März 2018 Seiten: 192 Altersempfehlung: Erwachsene Verlag: Grafit Verlag Über die Autorin: Christiane Antons, geboren 1979 in Bielefeld, studierte allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaft, Englisch und Geschichte … Weiterlesen