Autoreninterview Alexandra Zöbeli

Liebe Alexandra,
ich freue mich, dass Du mir Fragen beantworten möchtest. Du gehörst von allen Autoren, die ich interviewen möchte, zu den wenigen, die ich leider noch nicht persönlich kennen gelernt habe. Aber ich hoffe, dass wir uns auf irgendeiner Buchmesse mal begegnen werden.
Natürlich versuche ich im Vorfeld so viel wie möglich über die Autoren zu erfahren, damit ich auch gezielt Fragen stellen kann. Dabei habe ich festgestellt, dass wir Kontakt zueinander aufgenommen haben, nachdem ich im November 2014 eins Deiner Bücher gelesen und rezensiert habe. Inzwischen habe ich von den bereits erschienen vier gelesen und ich gestehe, dass ein Buch schon ungeduldig wird, denn es schlummert schon länger auf meinem Reader.
Hallo liebe Ulla
Ich freu mich sehr, Deine Fragen zu beantworten. Dann leg mal los!
Ja, gerne, denn nun habe ich mich lange genug mit der Vorrede aufgehalten und will dann mal durchstarten.
Liebe Alexandra, Dein erstes Buch „Ein Bett in Cornwell“ ist 2014 erschienen, also vor gar nicht allzu langer Zeit. Wie bist Du auf die Idee gekommen, Bücher zu schreiben?
Geschichten geisterten schon immer in meinem Kopf herum … Ich bin und bleibe wohl eine Träumerin. Mit Schreiben begann ich erst so mit fünfundzwanzig. Meine erste tatsächlich zu Ende geschriebene Geschichte habe ich aber niemandem zum Lesen gegeben *lach*, das wäre eine Zumutung gewesen. Meine Leidenschaft für England erwachte, als ich nach meiner Berufslehre für drei Monate in London eine Sprachschule besuchte. Ich mochte den englischen Humor und all die netten Leute, die ich kennengelernt habe. Aber eine richtige Britoholikerin wurde ich erst mit der Übernahme des eigenen Gartens und mit den ersten Reisen auf der Insel. London ist ja ganz nett, aber das Land außerhalb der Stadt: WOW!
Auf die Idee Bücher zu schreiben kam ich ganz einfach, weil ich meine zusammengeträumten Geschichten nicht vergessen wollte. Ja, „Ein Bett in Cornwall“ habe ich in erster Linie für mich selbst geschrieben. Und weil ich eben wirklich mal mein eigenes Buch in den Händen haben wollte, bat ich eine befreundete Bloggerin es für mich zu korrigieren (meine Rechtschreibung ist leider ziemlich kreativ). Anschliessend wollte ich es bei einer Druckerei für mich drucken lassen. Wo es dann schon mal korrigiert war und die nette Bloggerin mir auch noch Dampf unterm Hintern gemacht hat, habe ich es ein paar Agenturen und Verlagen geschickt. Der Rest ist Geschichte und unheimlich viel Glück.
Hast Du vorher schon mal mit dem Gedanken gespielt?
Als ahnungslose aber willige Gärtnerin begann ich bei einem Gartenforum mitzuschreiben. Die netten Damen aus dem Forum liessen öfters mal den Spruch fallen: Mensch, schreib doch mal ein Buch. Mädels, das hätte ich dann nun getan J.
Später begann ich einen eigenen Gartenblog zu schreiben und durfte dann auch für das Gartenmagazin „Schweizer Garten“ die monatliche Kolumne übernehmen. Das hat richtig Spass gemacht! Vermutlich wurde ich so sanft zum Schreiben verführt.
Hast Du als Kind gerne gelesen und wenn ja, welche Bücher?

Oh ja! Ich gehörte zu den Kindern, die Bücher nur so gefressen haben. Besonders beeindruckt hat mich Michael Endes „Die unendliche Geschichte“. Nicht etwa weil ich das Genre Fantasy gemocht hätte, sondern weil der lesende Junge, Bastian, Teil der Geschichte wurde. Das war doch auch mein Traum! Gut, ich hätte mich jetzt aber lieber in eine Geschichte von Berte Bratt oder Enid Blyton hineinziehen lassen wollen … Ich frage mich bis heute, warum der Mensch zum Mond fliegen kann, aber es nicht hinkriegt, einem in eine Geschichte hineinzubeamen. Strengt Euch mal ein bisschen an, Ihr Wissenschaftler da draussen.

Hast Du Autorenvorbilder?

Katie Fforde, Robin Pilcher (ja der Sohn, nicht die Mutter), Barbara Delinsky und Nora Roberts. Ich mag es, wie sie es schaffen, Kopfkino zu zaubern und einem für Stunden in eine andere Welt zu entführen. Ein Happy End ist für mich ein Muss. Es gibt genug Trauriges im realen Leben. Pssst … ich lese meistens auf den letzten Seiten nach, ob eine Geschichte gut ausgeht. Bei Nora Roberts mag ich es, wie sie Abenteuer, Liebe und Thriller vermischt.
Ich habe gelesen, dass Du mit Begeisterung auf die britische Insel fährst und Deine Geschichten spielen sich dort auch überall ab. Hast Du Dir schon mal Gedanken gemacht, Handlungen in der Schweiz anzusiedeln?
Hmm, also die Schweiz ist ein ganz wunderbares Land, und ich bin glücklich und dankbar, hier geboren zu sein. Aber … und nun kommt’s J … die Schweiz ist für mich eben Alltag. Und zum Träumen und Schreiben muss ich dem Alltag entfliehen. Ich brauche weite hügelige Landschaften, das Meer und Himmel ohne Ende. Ich brauche auch diese überaus freundlichen Menschen, die einem auch dann zu Tee und Kuchen einladen, wenn man völlig verregnet und in Fahrradklamotten vor der Kirche steht, um da das Unwetter auszusitzen und ich brauche einfach diesen goldig-kauzigen Humor. Ich weiss, auch in England laufen Stinkstiefel herum, aber zu meinem Glück, bin ich diesen noch nicht begegnet. In drei meiner bisher veröffentlichten Romanen spielt die Schweiz zudem schon auch eine Rolle … gut, eine Nebenrolle, aber immerhin *schmunzel*.
Deine Geschichten spielen sich alle in der Gegenwart ab, aber gerade besondere Gegenden in England und Schottland haben in meiner Vorstellung etwas mystisches, kommt Dir da nicht die Idee in einem anderen Genre ein Buch zu schreiben?
In „Die Rosen von Abbotswood Castle“ habe ich das Mystische in Form eines Gespenstes einfliessen lassen. Ja, man kommt in Schottland tatsächlich an keinem Schloss ohne Gespenstergeschichte vorbei. Eigentlich grusle ich mich vor Gespenstern und dergleichen (ich bin wirklich ein Schisserchen, was das anbelangt und kann noch nicht mal die Komödie „Der Tanz der Vampire“ anschauen). Aber gerade im Schloss Glamis Castle wurden die Geschichten so warmherzig und lustig erzählt, dass man beinahe gerne eines getroffen hätte. Tatsächlich ist mir in diesem Schloss auch die Idee zur Rose gekommen, die sich ständig aus dem Fenster stürzt. Ich mag es, die Genres ein wenig zu mischen.
Wenn Du in die Vergangenheit reisen könntest, welchen Autor würdest Du gerne mal besuchen?
Astrid Lindgren. Ich weiss, da müsste ich nicht weit in die Vergangenheit reisen, aber ich mag Zeitmaschinen eh nicht so gern.
Mir gefällt Astrid Lindgrens Humor, und wie sie sich für die Rechte der Tiere und der Kinder eingesetzt hatte. Wer mit achtzig Jahren mit ihrer Freundin noch ein Wettklettern auf einen Baum veranstaltet und meint: „Es gäbe kein Verbot, das alten Weibern verbiete auf Bäume zu klettern“, der hat mein Herz im Sturm erobert. Ich hoffe, ich kann das mit achtzig auch noch. Meiner Freundin rate ich jetzt schon, sich mal vorzubereiten … obwohl sie ist jünger als ich und wird das locker hinbekommen.
Wenn ich da richtig gelesen habe, hast Du auch einen Brotjob, ist das richtig? Wie vereinbarst Du das zeitmäßig mit dem Schreiben Deiner Bücher?
Puh, frag bloss nicht! Solange ich im Prozess des Schreibens bin, klappt das super mit meinem Brotjob. Aber wenn es dann um die Endarbeiten geht – nach dem Lektorat und Korrektorat – und der Terminplan eng gesteckt ist, geht’s echt an die Substanz. Da heisst es manchmal einfach, ohne Pause durchzuackern: arbeiten, schreiben, essen, schlafen… Letzteres geht dann meistens noch schlechter als sonst, weil einem ständig die Geschichte im Kopf herumgeistert. Und nach jedem Buch sage ich mir, jetzt lege ich eine Pause ein. Das hält dann meistens eine Woche an und schon sitze ich an der nächsten Geschichte :o). So ist das eben mit Suchtgefährdeten.


Wie sieht Dein Arbeitsalltag aus?

Unspektakulär. Meistens stehe ich morgens um Viertel nach fünf Uhr auf, damit ich um sieben Uhr bei der Arbeit bin. Zwischen fünf und sechs Uhr abends komme ich wieder nach Hause. Dann werden zuerst der Herr Kater und Herr Kaninchen mit Futter versorgt, dann kriegen auch der Göttergatte und meine Wenigkeit etwas zu essen. Später wird der Bürokram erledigt und, wenn ein Abgabetermin ansteht, korrigiere ich bis mir die Augen zufallen. Ansonsten guck ich ganz gerne mal etwas TV oder lese ein Buch. Sobald es die Temperaturen zulassen, verbringe ich die Abende gerne auch im Garten, um noch etwas zu jäten oder zu schnippeln. Das ist übrigens eine gute Anti-Aggressions-Therapie. Wen genau ich da nämlich aus der Erde ziehe oder wem ich gerade den Kopf abschneide, ist jeweils mein persönliches Geheimnis.
Du fragst Dich jetzt vielleicht: Aber wann schreibt sie denn? An meinem freien Tag in der Woche, am Wochenende, in den Ferien, und seit ich die präsenile Bettflucht habe, auch gerne mal um zwei Uhr morgens im Bett. Ich sass schon frierend auf den Azoren in einem Bungalow mitten im Wald, auf dem Sofa, wo ich in Gesellschaft eines Nachtfalters an der Decke und unheimlichen Geräuschen vor der Tür, die Nacht hindurchschrieb. Einfach weil ich nicht schlafen konnte. Eine Liebesszene wurde das aber nicht, das sage ich Dir.

Hast Co-Autoren oder lässt Du Deine Bücher von anderen schreiben 😉

Es ist nur ein übles Gerücht, dass mein Kater die Geschichten schreibt, aber ich werde zumindest von ihm genau überwacht.

Wie lange schreibst Du an einem Buch?

Normalerweise brauche ich etwa ein halbes bis ein Jahr um eine Geschichte zu Ende zu schreiben. Aber die eigentliche Arbeit fängt ja dann erst an: korrigieren, korrigieren und noch mal korrigieren. Das liegt vermutlich daran, dass ich eine etwas chaotische Schreiberin bin. Ich schreibe nämlich einfach drauflos und lasse mich von meinen Helden und Heldinnen überraschen.
In den letzten Jahren ist jedes Jahr ein Buch erschienen, ich gehe einfach mal davon aus, dass Du reichlich Ideen hast. Wie sieht das bei Dir aus, schreibst Du ein Buch ohne Dich ablenken zu lassen, oder kommen während des Schreibens schon die nächsten Ideen?
Es ist so eine Sache mit der Inspiration: Die kommt immer dann, wenn man nicht danach fragt.
Aber immerhin rennen mir die Ideen nicht gleich wieder weg. Sie bleiben bei mir und reifen noch ein wenig, bis ich Zeit für sie habe. Im Moment geistern mir Ideen für zwei weitere Geschichten im Kopf herum.

Wer darf Dein Buch als erstes lesen?

Meine Freundin Caro und meine Testleserinnen. Eigentlich sind die drei wirklich bemitleidenswerte Leserinnen, da sie bereits die zweite oder dritte Fassung eines neuen Romans erhalten und die ist wirklich in der Regel noch Schrott. Aber ihre Hinweise sind für mich sehr hilfreich. Ich muss meine Romane insgesamt gut sechs bis acht Mal lesen, bis das Endprodukt steht.

Wir haben ja mit Hilfe von Facebook zueinander gefunden, wie wichtig sind Dir die Social Medien?

Ich schätze die sozialen Medien, weil sie auf eine einfache Weise den Kontakt zu den Leserinnen und Lesern ermöglichen. Auch für den Austausch mit Autorenkolleginnen oder mit so netten Buchbloggerinnen wie Dir, ist es praktisch. Natürlich hoffe ich, Dich auch mal live und in Farbe kennenlernen zu dürfen. J
Nun wohnst Du ja sehr weit weg und ich glaube in der Schweiz finden keine Buchmessen statt, aber ich frage mich, ob Du dort Lesungen geben kannst. Ich meine ist da Interesse vorhanden oder eher nicht üblich?

So grosse Messen wie bei Euch die Frankfurter oder Leipziger haben wir hier in der Schweiz tatsächlich nicht. Aber Lesungen gibt es durchaus. Allerdings muss ich ehrlich gestehen, dass mir etwas davor graut, selbst eine Lesung zu geben. Ich bin eine Schreiberin, keine Rednerin. Das heisst, ich schreibe am liebsten einfach so vor mich hin, und wenn ich vor Leuten sprechen soll, sterbe ich tausend Tode. Nun springe ich trotzdem demnächst über meinen Schatten und werde an einer kleinen privaten Lesung so eine Art Survival Training für schüchterne Autorinnen ablegen. Falls danach also kein Roman mehr erscheint, wisst Ihr, dass ich es nicht überlebt habe.
Ich habe jetzt jede Menge gefragt, weiß aber, dass ich bestimmt mal wieder etwas vergessen habe, deshalb bitte ich Dich, hier einfach zu schreiben, was Du uns Lesern schon immer mal mitteilen wolltest.
Hmm, was ich den Lesern schon immer mal mitteilen wollte? Da gibt es eigentlich nur etwas: DANKE! Danke, dass Ihr Euch die Zeit nehmt für all die Geschichten, die wir Autorinnen und Autoren mit viel Herzblut niederschreiben. Dass Ihr geduldig mit uns seid, wenn die Heldin oder der Held mal nicht so handelt, wie Ihr es Euch erhofft habt, dass Ihr mit uns lacht und mit uns weint. Nur dank Euch werden unsere Geschichten in die Welt hinausgetragen und finden andere Leser, die sich damit ein paar schöne Stunden machen können. Mein Ziel ist es, Euch zu unterhalten … nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Gerne bitte ich meine Interviewpartner mir zu Namen oder Begriffen etwas zu sagen:

Johanna Spyri:
Lach, Heidi und der Geissenpeter. Ich glaube, das waren die ersten Bilderbücher nach Johanna Spyri, die meine Eltern mir als Kind gekauft haben. Ich hab’s geliebt und mit der Heidi mitgelitten.
Enid Blyton:
Seufz, ich hätte so gerne mit George (Georgina) und ihrem Hund all die Abenteuer miterlebt. Und ja, in George sah ich immer ein wenig mich selbst: Lieber auf Bäume klettern und Geheimnisse aufdecken, als mit Puppen spielen.
Die drei Musketiere
Da mochte ich die Filme unglaublich gerne. Wer hat nicht auch den D’Artagnan angehimmelt? Auch hier wäre ich lieber mit den drei Musketieren auf einem Pferd losgeprescht, als in dem hübschen Kleidchen der Königin herumgewandelt. Dass ich nicht reiten kann, hätte allerdings ein Problem werden können *lach*.

Liebe Alexandra, ich möchte mich vielmals bei Dir bedanken, dass Du Dir die Zeit genommen hast.
Sehr gerne, liebe Ulla. Es war mir eine Ehre. Herzlichen Dank an Dich, dass Du uns Autorinnen mit Deinen Rezensionen so toll unterstützt. Das ist nicht selbstverständlich und da steckt eine Menge Arbeit drin. Ich hoffe, wir treffen uns mal an einer Messe und haben Zeit für einen kleinen Schwatz.
Diese fünf Bücher sind bereits erschienen und mehr Informationen gibt es auf der
Autorenseite: klick hier

Autoreninterview Elke Nansen

Liebe Elke,
ich freue mich, dass Du Dir Zeit nimmst und Dich meinen Fragen stellst.  Bevor ich meine Fragen zusammenstelle, versuche ich viele Informationen zu bekommen, zumal wir bisher noch keinen Kontakt zueinander hatten. Ich habe im November Deinen ersten Ostfrieslandkrimi gelesen und jetzt gerade den zweiten, die mich beide sehr begeistert haben. Mehr Infos dazu sind am Ende dieses Beitrages zu finden.

Ich habe gelesen, dass Du einige Jahre in Verden an der Aller gelebt hast, nun ist das doch noch ein Stück von Ostfriesland entfernt, wie kam es, dass Du Dich entschieden hast und Ostfrieslandkrimis schreiben wolltest?

Dadurch, dass ich in Verden wohnte, war ich an den Wochenenden ganz viel in Ostfriesland, denn es ist von dort ein Katzensprung. Aber selbst, als ich noch in jungen Jahren in Frankfurt wohnte, bin ich mindestens einmal im Jahr hoch in die Siele gefahren. Es ist so ein bisschen meine Wahlheimat.
Das Regio-Krimi-Genre hat mich immer gereizt und was lag da näher, als meine Krimis im schönen Ostfriesland spielen zu lassen.
Dein Hobby ist Tauchen und Du bist schon in ganz tollem Gewässer getaucht, da ist die Nordsee doch etwas langweilig, zumal das Wasser öfter weg ist, oder?
Da hast du vollkommen recht, dennoch sollte man als echter Taucher auch in der Nordsee getaucht sein. Aber es ist kalt, richtig kalt, selbst im Hochsommer.

Unter einem anderen Namen schreibst Du ebenfalls Krimis, nun bin ich immer furchtbar neugierig und würde gerne wissen, ob Du mir den Autorennamen verrätst und was Du geschrieben hast.
Ich schreibe auch unter dem Pseudonym E. M. Ross und habe vier FBI-Thriller veröffentlicht. Die Angels-Serie, die in folgender Reihenfolge erschien:
Desperate Angels
Guardian Angels
Fanatic Angels
Devoted Angel
Unter E. M. Ross erschien auch eine Biographie aus dem Rotlichtmilieu, A fucking Business. Eine junge Frau, die für ein Jahr als Escort-Girl arbeitet, erzählte mir damals ihre spannende Geschichte und ich habe sie aufgeschrieben. Danach war ich ein paar Jahre als Ghostwriter für einen sehr bekannten Helden tätig: Jerry Cotton, vom Bastei Lübbe Verlag.

Nach meinem doch recht langen schriftstellerischen Ausflug nach Amerika, wollte ich dann endlich in Regio-Krimis einsteigen und habe mich sehr gefreut, als mir eine Serie angeboten wurde.

Ganz begeistert bin ich ja von Deinen Ostfrieslandkrimis, an Spannung fehlt es nicht und ich mag es auch, wenn ich so ein bisschen mehr von den Ermittlern erfahre. Da Kommissar Faber aus Frankfurt in den Norden versetzt wurde, lerne ich als Leserin mit ihm die Gepflogenheiten kennen.  Hast Du noch weitere Folgen mit dem Team Faber/Waatstedt geplant?
Ja, da kommt noch eine ganze Menge. Nach Tödliche Krummhörn und Tödliche Leyhörn, werden allein noch dieses Jahr drei weitere Romane der Serie erscheinen. Wenn die Resonanz der Leser weiterhin so gut ist, dann planen wir auch 2019 noch einige Faber/Waatstedt-Romane.

Arbeitest Du hauptberuflich als Autorin?
Mittlerweile tue ich das. Ich hatte das große Glück in meinem ursprünglichen Beruf sehr erfolgreich zu sein und konnte mich daher früh als Privatier zur Ruhe setzten. Damit hatte ich dann endlich Zeit, meiner Leidenschaft, dem Schreiben, nachzugehen.
Was gefällt Dir am Beruf der Autorin?
Eine interessante Frage, ich musste erst einmal darüber nachdenken, ob es ein Beruf ist. Ja und nein. Eher ist es eine Leidenschaft, die man zum Beruf machen kann. Natürlich gibt auch dort die unangenehmen Dinge, wie in jedem Beruf, zum Beispiel Disziplin, Handwerk und Termine. Einer meiner vielen Lektoren sagte einmal: Um ein guter Schriftsteller zu sein, braucht man 95% Handwerk und 5% Prozent Talent. Doch wenn die 5% Prozent Talent fehlen, nützt auch alles Handwerk nicht.

Große Freude macht es Protagonisten auszuarbeiten, dann die Kriminalfälle und den roten Faden einer Serie. Recherche ist das A und O einer Geschichte. Die Leser sind anspruchsvoll und man darf  ihnen keine Unwahrheiten berichten. Das verärgert den Leser nur. Ich lerne bei jedem Buch, das ich schreibe, eine ganze Menge allein durch die Recherche. Das sind dann Dinge, die hochinteressant sind und mit denen man sich sonst nie beschäftigt hätte.
Bücher zu schreiben und Leser zu unterhalten ist einfach ein Traum, viel Arbeit aber auch ganz viel Spaß!

Wie sieht Dein Alltag aus?
Leider bin ich keiner der Autoren, die von acht Uhr bis zwölf Uhr schreiben können und sich am Nachmittag dann mit Korrekturen und Recherche beschäftigt. Wenn ich eine Geschichte zu erzählen habe, dann muss die sofort raus und geschrieben werden. So sitze ich manchmal viel länger am PC, als er gut für mich ist.
Wie findest Du Ideen zu Deinen Büchern oder finden sie sogar Dich?
Schwer zu beantworten. Manchmal sind es Situationen, die ich erlebe, manchmal Anstöße aus Büchern, Serien oder auch den Nachrichten. Aber so manches Mal liege ich auch im Bett und kann nicht schlafen, dann macht es PING und es kommt eine Idee, die ich mir dann notieren muss.
So morbid es klingt, aber ich musste mich für mein erstes FBI-Buch mit der Psychologie von Serienmördern auseinandersetzen. Das Feld psychischer Erkrankungen und deren Auswirkungen auf das Leben dieser Menschen sind sehr interessant, wenn auch furchterregend. Daher versuche ich auch immer, sehr genau mit den Motiven von meinen fiktiven Mördern zu sein. Denn die Frage ist nicht, was macht einen Menschen zum Mörder, sondern welche Lebendbedingungen und Erkrankungen können einen Menschen so weit treiben, um zum Mörder zu werden. Das ist ein umfassendes Gebiet, das viele Ideen beinhaltet.
Kann es vorkommen, dass Dir beim Schreiben schon neue und weitere Ideen einfallen?
Ja leider! Denn es ist wichtig sich auf ein Projekt zu konzentrieren, sonst verliert man den Fokus. Aber ich mache mir dann immer schnell ein paar Notizen, die ich dann zur gegebenen Zeit benutze.
Wie werden sie festgehalten?
Ich nehme an, du meinst die Ideen. Auf meinem Schreibtisch kleben Unmengen von gelben Post-its. Wenn ich die dann durchgehe, denke ich manchmal: Was wollte ich denn damit?
Aber im Großen und Ganzen bewahre ich den Überblick.
Wenn ich auf Reisen bin, dann habe ich immer ein Notizbuch dabei, denn oft sind es Stimmungen, die mich dann inspirieren. Ich fotografiere auch viel auf meinen Recherchereisen und prompt ist dann auch wieder ein neuer Tatort dabei.
Wie lange schreibst Du an einem Buch?
Da wir in 2018 jedes Quartal ein neues Buch der Faber/Waatstedt-Serie herausbringen wollen, beantwortet das deine Frage. Es ist ein taffes Timing, da muss man sich schon disziplinieren. Für meine ersten Bücher brauchte ich wesentlich länger; gut die hatten auch einen Umfang von 300 bis 400 Seiten. Wie wichtig es ist, Abgabetermine zu halten, habe ich dann bei den Jerry Cotton-Romanen gelernt. Wie überall, hat auch das Schreiben mit Erfahrung zu tun und man wird mit den Jahren besser darin.

Wer darf Dein Buch als erstes lesen?

Mein Lektor, denn es fehlt die Zeit, dass es vorher noch jemand anderer lesen kann. Am Anfang meiner Schriftstellerei hatte ich einen Mentor, meinen Kollege bei der Zeitung. Er war das Versuchskaninchen, um überhaupt erst einmal festzustellen, ob ich das Zeug für einen Autor habe.
Er hat mir am Anfang viel geholfen, vor allem mit Zuspruch. Denn, um einen Fuß in die Verlage zu bekommen, muss man eine Menge Klinken putzten und darf nie aufgeben. Hat man es erst einmal geschafft, läuft das bei den Verlagen dann wie von selbst. Mit viel Glück kommen die dann auf dich zu.

Hast Du als Kind gerne gelesen und wenn ja, an welche Bücher erinnerst Du Dich?
Meine gesamte Kindheit und Jugend war vom Lesen bestimmt. Ich erinnere mich sehr gut daran, dass ich etwa mit zwölf Jahren ein Jugendbuch von Ravensburger Taschenbücher gelesen habe, das bereits 1966 erschienen war. Es lebe die Republik von Jan Procházka. Es ging um einen ebenfalls zwölfjährigen Jungen, der im Zweiten Weltkrieg überleben musste. Das hat mich damals ungemein beeindruckt. Dieses Buch steht immer noch neben meinem Bett bei meinen Lieblingsbüchern.
Aber ich liebte als Kind auch schon die Jugend-Thriller, wie zum Beispiel, die Geheimagent LennetJugendbuch-Serie, die damals von Schneider-Büchern verlegt wurde. Fünf Freunde und Raumschiff Monitor Serien habe ich als Kind natürlich ebenfalls verschlungen.

Liest Du jetzt als Erwachsene auch noch Bücher oder lässt es Deine Zeit nicht zu?

Ich nehme mir die Zeit und das muss ich auch, da ich als Redakteurin einer Kulturzeitung Rezensionen schreibe und Interviews mit Autoren mache. Glaube mir, es vergeht keine Woche, in der ich nicht zwei, eher drei Bücher lese.

Hast Du ein Lieblingsbuch?
Ganz schwierig. Ich denke, ich habe den Herrn der Ringe in meinem bisherigen Leben bestimmt fünfzehn Mal gelesen. Es ist eine großartige Geschichte und man entdeckt bei jedem Lesen wieder etwas Neues. Doch ich habe eher Lieblingsautoren, wie Jussi Adler Olsen, David Baldacci, Jack Kerley, Harlan Coben, Don Winslow, Karin Slaughter und und und.

Was macht für Dich ein wirklich gutes Buch aus?
Wenn ich das wüsste, dann würde ich ab morgen nur noch Weltbestseller schreiben.
Doch Spaß beiseite, ein Buch muss mich auf den ersten dreißig Seiten fesseln. Wenn ich es dann nicht mehr aus der Hand legen kann, bis ich den letzten Satz gelesen habe und dadurch vielleicht nur vier Stunden Schlaf bekomme, dann ist es ein gutes Buch.
Wenn Du eine Zeitreise machen könntest, welchen Autor der Vergangenheit würdest Du gerne besuchen?
Tolle Frage!
Also, ich würde gerne mal:
Eine Flasche Wein mit Erich Kästner trinken. Mich mit Joachim Ringelnatz kaputtlachen. Mit Goethe durch Weimar schlendern. Immanuel Kant belauschen. Ein Kaffeekränzen mit Thomas Mann abhalten. Einen deftigen Streit mit Dr. Freud über seine Hysterie-Bücher, speziell die Hysterie der Frauen, ausfechten. Mit Alexandre Dumas eine echte Runde fechten. Mich mit Emily Brontë ausführlich über Heathcliff unterhalten und mit Theodor Fontane auf dem Deich spazieren gehen.
Mir ist jetzt nicht bekannt, wo Du wohnst. Deshalb meine Frage, wenn Du einen Krimi schreibst, schaust Du Dir die Gegend an, damit alles so richtig authentisch ist?
Definitiv. Ich breche jetzt Ende April wieder zu einer Recherchereise nach Greetsiel Ostfriesland auf.
Ich radele durch die Dörfer und auf dem Deich und mache viele Fotos. Dieses Mal bin ich sogar eingeladen von der Emdener Polizei, mir das Revier anzusehen und Fragen zur Organisation und den Ermittlungsprozessen zu stellen. Das wird spannend!
Du schreibst in der Hauptsache Krimis, hast Du Dir schon mal Gedanken gemacht, Bücher in einem anderen Genre zu schreiben, wie zum Beispiel historische oder Fantasy?

Ich habe noch einen dreiteiligen Science-Fiction in meiner Schreibtischschublade liegen, den ich vor Jahren geschrieben habe. Mal sehen, ob sich irgendwann mal ein Verlag findet. Jedoch ist Sci-Fi von deutschen Autoren immer noch ein Nischenprodukt und daher ist es schwer, einen Verlag dafür zu interessieren. Historienromane von Gable und Follet finde ich toll, doch es gibt mittlerweile viele Autoren, die mich mit ihren Historienbüchern nur langweilen. Das wäre nicht mein Metier. Auch Fantasy lese ich gerne, doch so etwas schreiben, kann ich mir nicht vorstellen.
Gerne würde mal ein richtig kluges Buch schreiben, so wie Ferdinand von Schirach, den ich sehr bewundere. Doch ob ich jemals so alt werden kann, damit ich so weise bin, bezweifle ich stark.

Viele Autoren haben sehr engen Kontakt zu Lesern oder Bloggern, wie sieht es bei Dir aus?
Ich habe bei meiner Angels-Serie sehr viel Kontakt zu Bloggern gehabt. Finde ich super, denn ich bewundere die Leseratten sehr. Meistens sind es junge Mädchen und alle Generationen von Frauen, die Leseblogs führen und sehr viel Arbeit in ihr Hobby stecken. Es ist enorm, wie viele Bücher die Blogger lesen und wie viel Enthusiasmus sie entwickeln. Ich habe mich früher regelmäßig mit Bloggern auf den Buchmessen getroffen und mich sehr gerne ausgetauscht.
Eigentlich hoffe ich, dass der Kontakt mit den Ostfriesland-Krimis wieder enger wird, da ich während meiner Jerry Cotton Jahre einfach nicht die Zeit hatte, mit Bloggern zu diskutieren

Was wünschst Du Dir von Deinen Lesern?
Einfach, dass sie sich von meinen Büchern gut unterhalten fühlen. Wenn ein Leser begeistert mitfiebert oder einen meiner Protagonisten so richtig ins Herz schließt, ist das für mich die größte Freude.

Gerne frage ich meine Interviewpartner immer, was einem zu folgenden Namen oder Begriffen einfällt:
Klaus Störtebecker
Rote, lange und verfilzte Haare und Bart. Sein Kopf wurde nach der Enthauptung an der Elbe aufgespießt (brrr, gruselig). Ostfrieslands Sir Francis Drake. Es gibt ja Stimmen die behaupten er komme aus Verden an der Aller, was Wismar natürlich von sich weist.
Enid Blyton
Uhhhh, Hanni und Nanni, Lissy, Dolly, war so gar nicht meins. Internat, Mädchen-Geschichten.
Fünf Freunde, super! Ich wollte immer George sein, den Hund Timmy fand ich auch spitze.
Aus der Kinder- und Jugendliteratur nicht wegzudenken, erstaunlicherweise immer noch aktuell, obwohl nicht ein einziges Handy oder iPhone in ihren Geschichten vorkommt. Da fragt sich doch der heutige Teenager, wie konnte man damals überleben.
Ernest Hemingway
Nobelpreis- und Pulitzerpreisträger. Mein Besuch in seinem Haus in Key West. Depressionen, Alkoholexzesse und Suizid. Wahlheimat Kuba. Stierkampf.
Der alte Mann und das Meer, Tod am Nachmittag und Wem die Stunde schlägt.
Liebe Elke, ich bedanke mich, dass Du meine Fragen beantwortet hast.
Vielen Dank! Das war ein tolles Interview mit einer Menge spannender Fragen, die mir so noch nie gestellt wurden.
Hier möchte ich auf die beiden Bücher, die im Klarant Verlag erschienen sind, hinweisen

Tödliche Krummhörn

erschienen am 17. November 2017

205 Seiten

Das Buch habe ich bereits rezensiert

Tödliche Leyhörn

erschienen am 13. April 2018

200 Seiten

Zu diesem Buch gibt es in Kürze meine Rezension

#Anzeige #Werbung #KlarantVerlag
da ich mit diesem Interview auch etwas Werbung für die Bücher mache, habe ich hier die Kennzeichnung vorgenommen.

Autoreninterview – Petra Mattfeldt

Liebe Petra,
ich freue mich sehr, dass Du Dir die Zeit nimmst und meine Fragen beantwortest. Eigentlich müssten es ja mehrere Interviews sein, denn ich kenne Dich unter drei Namen und bin von all Deinen Büchern begeistert. Ob es nun Jugendbücher, Krimis/Thriller oder historische Bücher sind. Letztere schreibst Du unter dem Namen Caren Benedikt und Ellin Carsta. Und als Caren Benedikt habe ich Dich vor vielen Jahren kennen gelernt. Zunächst nur schriftlich und später dann hatten wir die Gelegenheit uns auf Buchmessen zu unterhalten.
Bei unserem ersten Treffen auf der Buchmesse 
 in Frankfurt hatten wir beide auf jeden Fall 
sehr viel Spaß 
Ich finde es schon faszinierend, was Du alles schreibst und das in ganz unterschiedlichen Genres. Wie ist das eigentlich, kann die Petra abschalten, wenn die Caren gerade an einem Buch schreibt?
Zunächst muss ich sagen, dass ich mich selbst natürlich nicht als unterschiedliche Personen wahrnehme, die Pseudonyme sind wirklich nur Aushängeschilder.
Das Gute ist, dass ich sehr interessiert im Bereich Geschichte bin und deswegen in allen Bereichen, egal ob nun bei Jugendbüchern, Krimis oder historischen Romanen begeistert meine Ideen selbst entwickle. Mir wird nicht vorgeschrieben, was für Stoff ich schreiben soll. Deswegen ist jedes Buch eine echte Herzensangelegenheit, ich stecke alles in meine Bücher und deshalb denke ich überhaupt nicht daran, für welches Pseudonym ich schreibe. Im Vordergrund sollte meiner Meinung nach nicht der Autor stehen, sondern das Werk selbst. Das versuche ich immer so gut wie möglich hinzubekommen.
Kommen Dir beim Schreiben eines Buches schon Ideen für ein weiteres? 
Ja, das ist tatsächlich so! Es ist wirklich schwierig alle Figuren richtig zu ordnen. Ich hatte schon einige historische Romane, in denen plötzlich mein Kommissar Cornelsen über den Mittelaltermarkt spazierte. Das heißt, ich bekomme nicht nur weitere Ideen zu der Reihe, die ich gerade schreibe, sondern auch zu anderen Büchern. Das ist wirklich extrem spannend, weil für mich bei einem Buch, das ich schreibe, bestimmt drei bis vier weitere Buchideen entstehen. Somit regt der Prozess mich sofort zu neuen Büchern an!


Und woher kommen die Ideen?

Meine Ideen kommen von überall. Ich weiß, das hört sich sehr klischeehaft an, aber es ist wirklich so! Das kann ein Bild von einem Weinbau sein, das ich betrachte und plötzlich möchte ich eine Familiengeschichte dazu schreiben. Oder sogar noch weniger: Es reicht ein Geruch, der mir in die Nase steigt und mich an einen mittelalterlichen Basar im fernen Osten denken lässt oder eine Melodie, die mir in den Kopf steigt. Manchmal ist das sehr anstrengend, weil ich aus dem Nichts aufspringe und mein Handy greife, um mir ein Zitat zu notieren, an das ich denken muss. Zu dem Zeitpunkt habe ich nicht die geringste Ahnung, zu welcher Figur oder Geschichte das gehören könnte, ich schreibe es einfach auf und hoffe das Beste (lacht)!
Wie lange schreibst Du an einem Buch und wer darf es als erstes lesen?
Das ist von Buch zu Buch unterschiedlich. Das Gute ist, dass ich recht schnell schreiben kann und deshalb die wirkliche Schreibzeit gar nicht so lange ist. So schnell wie meine Gedanken springen, ist das auch gut so! Viel länger dauert für mich das Einfühlen in die Zeit und natürlich die Recherche. Zum Glück übernehme nicht ich diese, sondern mein Mann. Mir fehlt einfach die Geduld dafür. Dennoch dauert es für mich einige Zeit, bis ich mich in die Zeit zurückversetzt habe und die Atmosphäre für mich aufnehmen kann.
Als Erster liest immer mein Mann und das nicht nur, weil er die Recherche macht und deshalb über den Inhalt und meine Fragen dazu Bescheid wissen muss. Mein Mann ist einfach selbst ein begeisterter Leser und mir ist der Austausch mit ihm unglaublich wichtig, weil ich sichergehen will, dass die Gedanken der Figuren glaubhaft sind und man der Handlung gut folgen kann. Wenn er stundenlang nur am Manuskript sitzt und die Augen gar nicht mehr abwendet, dann ist das für mich das größte Lob, das ich kriegen kann!


Wir haben uns ja schon mal über ein Zeitmanagement unterhalten, leider hat der Tag wirklich nur 24 Stunden. Wie sieht Dein Autorenalltag aus?
Tja, das ist mein größtes Problem. Meiner Meinung nach ist die Erfindung der 24 Stunden eine Gemeinheit. Mit 32 Stunden käme ich deutlich besser aus! Mein Tag ist prall gefüllt. Morgens fahre ich im Normalfall mit meinem Mann ins Büro und arbeite dort an diversen Aufgaben, vor allem aber für den Bookspot-Verlag, bei dem ich als Verlagsleiterin mit eingestiegen bin. Immer dabei ist unser jüngstes Familienmitglied Henry, ein Cavalier King Charles Spaniel, der mir hilft, in der ganzen Arbeit nicht unterzugehen. So gut es möglich ist, schreibe ich auch in der Zeit, doch oft ist gar keine Zeit mehr für meine Geschichten. Dann fahre ich nach Hause, koche für die Familie und fahre danach entweder wieder ins Büro oder beginne richtig zu schreiben. Für mich funktioniert jedoch am besten ohnehin das Nachtschreiben, also dass ich mich ab ca. 23 Uhr hinsetze und loslege. Zu keiner anderen Zeit bekomme ich diese Ruhe und kann mich so in die Geschichte einfühlen.
Du hast ja auch Familie, wie kommen Dein Mann und die Kinder mit dieser emsigen Frau und Mutter klar?
Meine Familie unterstützt mich in meiner Arbeit. Manchmal reicht es schon, wenn man ein bisschen aus der Geschichte herauskommt und mal abgelenkt wird, dann ist das auch sehr gut. Aber sobald ich Ruhe brauche oder jemanden zum Reden, ist meine ganze Familie für mich da. Der Zusammenhalt ist mir sehr wichtig und gibt mir die Kraft, die ich brauche.

Du bist ja eine eifrig schreibende Autorin, was mich natürlich sehr begeistert. Werden Deine Bücher von Deiner Familie auch gelesen?

Wie schon gesagt, liest mein Mann jedes Buch als Erster, also ja. Bei meinen Kindern sieht es ein bisschen anders aus, da liest jeder das, was ihn interessiert. Mein Sohn zum Beispiel hat die Jugendromane verschlungen. Er ist selbst angehender Autor und ich habe mit ihm dann auch gleich den zweiten Teil des „Jahrbuchcodes“ zusammengeschrieben.  Meine eine Tochter hat einige der historischen Romane gelesen und meine andere Tochter die Krimis. Das freut mich natürlich, aber ich würde nie von ihnen erwarten, dass sie alle meine Bücher lesen müssen. Geschmäcker sind eben unterschiedlich und das ist gut so.


Wie bist Du auf die Idee gekommen, eine Autorin zu werden?
Es gab bei mir nie die Idee „Jetzt möchte ich Autorin sein“, es waren nur einige Einfälle, die ich aufschreiben wollte. Diese Einfälle wurden zu einer ganzen Geschichte, einem ganzen Roman und den habe ich bei einem Wettbewerb eingereicht. Nachdem ich dort den zweiten Platz machte und die Gedanken um Geschichten nicht aufhören wollten zu sprudeln, hatte ich Blut geleckt und wollte mehr. Insgesamt muss ich sagen, dass mir das alles eher wie ein glücklicher Zufall vorkommt. Oft habe ich einfach angefangen zu schreiben, das Beste gehofft und das hat sich bezahlt gemacht. Aber es war nie das Bewusstsein, dass ich jetzt als Autorin gelten könnte.

Hast Du als Kind gerne gelesen und wenn ja, welche Bücher fallen Dir spontan ein.

Ja – klar! Ich war ein typischer Pippi Langstrumpf Fan. Die fand ich super. Aber auch die Winnetou Romane und Michael Ende habe ich geliebt!
Hast Du jetzt überhaupt noch Zeit aus Spaß an der Freude Bücher zu lesen?
Die Zeit ist das große Problem. Sobald ich Zeit habe, lese ich auch gerne andere Bücher. Aber gerade im Urlaub ist es die leichte Literatur, die ich mitnehme. Die Romane helfen mir beim Entspannen. Aber ich lese auch unglaublich gerne Krimis oder historische Romane, weil mir das Abtauchen sehr gefällt, dieser Moment, wenn ich ganz in den Bann eines Buches gesogen werde.

Gibt es einen Autor, den Du als Vorbild betrachtest?

Nein, als Vorbild würde ich wirklich nicht sagen. Natürlich finde ich beispielsweise Ken Follett superklasse, weil er toll schreibt und ich seine Bücher verschlinge. Aber nicht als Vorbild, weil ich nicht wie jemand anderes schreiben möchte. Ich mache meine Sachen so, wie ich denke.
Nehmen wir mal an, Du könntest einen Autor in der Vergangenheit besuchen, zu wem würdest Du gerne reisen und weshalb?
Eigenartig – da fällt mir niemand ein. Bei mir wären es nicht so sehr die Autoren, mit denen ich sprechen möchte, sondern die Erfinder. Menschen, die eine Vision hatten und fest an ihr Ziel glaubten, auch wenn sie Rückschläge einzustecken hatten. Solche Leute beeindrucken mich sehr!


Was fällt Dir zu folgenden Namen und /oder Titeln ein:
Die verlorene Ehre der Katharina Blum
Hab ich nicht gelesen 😊
Astrid Lindgren
Klasse! Abtauchen in eine andere Welt, zusammen mit Pippi Langstrumpf bärenstark sein und tolle Abenteuer erleben!
Die Mädels vom Immenhof
Fand ich selbst als Kind zu kitschig 😊
Bevor ich nun gleich noch über andere Bereiche, in denen Du tätig bist, berichte, gebe ich Dir die Möglichkeit, hier etwas zu erwähnen, was Du immer mal gerne loswerden wolltest, ich aber nicht gefragt habe 😉

Da fällt mir nichts spezielles ein. Ich gehöre nicht zu den Menschen, die gern den Zeigefinger heben und belehrend auf andere einwirken wollen.
Du engagierst Dich ja  in vielen Bereichen, ich möchte zunächst einmal den Homer-Literaturpreis erwähnen, möchtest Du uns dazu etwas sagen?
Ja, das stimmt. Ich bin die Vorsitzende des Vereins HOMER historische Literatur e.V., ein Zusammenschluss von Autorinnen und Autoren, die im historischen Genre schreiben. Hier loben wir jedes Jahr einen Literaturpreis für den besten Roman des Vorjahres aus. Da werden dann auch mal Schätze gefördert, die vielleicht bisher auf dem Markt gar nicht die riesen Beachtung erhalten haben.
Des weitern bin ich Mitglied des Exil PEN. Der PEN dürfte ja als Schriftstellervereinigung doch recht bekannt sein. Es gibt verschiedene Organisationen, die unterschiedliche Ausrichtung haben. Unserer ist der, der damals von den Kollegen Mann gegründet wurde. Ja – da bin ich schon ein bisschen stolz drauf.
Und dann habe ich eben vor kurzen die Verlagsleitung des Bookspot Verlags, der nun auch schon über fünfzehn Jahre existent ist, übernommen und eine Dependance des Verlages hier im Norden aufgemacht. Mein Leben dreht sich also tatsächlich sehr viel um Bücher!

Du erwähnst, dass Du seit kurzem  Geschäftsführerin im Bereich Nord des Bookspot-Verlages bist. Ich habe mich dort schon  etwas umgesehen und weiß auch, dass demnächst etwas Besonderes geplant ist: Ladies Lounge. Was dürfen wir Ladies dort erwarten?
Ladies Lounge ist ein Label, das wir ins Leben gerufen haben, um lustige, aber nicht flache Frauenliteratur zu bedienen. Ich sehe dort einen soliden Markt. Mir ist wirklich wichtig, dass das Niveau nicht allzu sehr abflacht, deshalb kümmere ich mich selbst um eine strenge Auslese. Ich bin auch für das Lachen, wir lachen viel zu wenig, aber nicht um den Preis unserer Qualität.
Insgesamt wollen wir frischen Wind hereinbringen und was könnte das besser erreichen als lustige Literatur? Bis jetzt haben wir zwei Bücher im Repertoire und von Beiden bin ich restlos überzeugt. Sie sollen den so stressigen Arbeitsalltag mit ihrer Leichtigkeit auflockern. Ich selbst lese – wie schon gesagt – gerne einfach Unterhaltungsliteratur, weil ein herzhaftes Lachen den Tag doch gut ausklinken lässt. Ich hoffe sehr, dass nicht nur ich das so sehe und Ladies Lounge ein voller Erfolg wird.
Liebe Petra, ich möchte mich herzlich bedanken, dass Du Dir die Zeit für mich genommen hast.
Sehr gern, liebe Ulla! Wir kennen uns ja nun auch schon ein paar Jahre und ich freue mich immer wieder, wie sehr ich dich mit meinen Büchern begeistern konnte.
An dieser Stelle zeige ich gerne die Buchcover der erschienenen Bücher, aber das würde hier den Rahmen sprengen deshalb stelle ich den jeweiligen Link zur Autorenseite bei Amazon ein:

Petra Mattfeldt: klick hier

Caren Benedikt: klick hier
Ellin Carsta: klick hier
Und wer noch mehr über die Autorin erfahren möchte, klickt hier

Autoreninterview Mia Leoni

Liebe Mia,
ich freue mich, dass Du Dir die Zeit nimmst und Dich meinen Fragen stellen möchtest.
Bevor ich mir meine Fragen zusammen suche, schaue ich ja erst einmal, wann und wo  ich zum ersten Mal Kontakt hatte.
Wir beide haben uns in Frankfurt während der Buchmesse 2016 kennen gelernt. Du gehörst ja zu den Autoren des tollen roten Sofas, an deren Stand ich mich immer gerne aufgehalten habe.  Da ich mir ja vorgenommen hatte, möglichst viele Bücher von Euch Sofaautoren zu lesen, war klar, dass ich natürlich auch Dein Buchlesen wollte, das zu der Himmelreichserie gehörte.
Und da kommt auch gleich die erste Frage, denn diese Buchserie besteht aus fünf Teilen, die Du und vier weitere Autorinnen geschrieben hast.  Wie kam es zu dieser Idee?

Ach, Himmelreich. Wenn ich daran denke, gerate ich immer ins Träumen. Das war schon eine tolle Zeit. Angefangen hat alles mit einer Nachricht von der bezaubernden Emma Wagner, die mich gefragt hat, ob ich an einem Gemeinschaftsprojekt Interesse hätte. Hatte ich! Und daraufhin haben wir alle gemeinsam das Örtchen Himmelreich, die Story und alle Charaktere erschaffen. Das war ein langer Prozess, aber er hat unglaublichen Spaß gemacht.
Ich finde es ja immer wieder interessant, wie solch eine Zusammenarbeit klappt. Gerade bei Himmelreich Amor’s  five gab es ja einen roten Faden, nämlich ein Rätsel um den Tod der gemeinsamen Freundin.  Stand von Anfang an fest, wer der Täter war? Durfte sich jede doch irgendwie frei entfalten?
Den roten Faden haben wir gemeinsam entwickelt. Der Täter stand natürlich relativ schnell fest. Wir mussten quasi die Geschichte davor aufbauen, dass alle Fäden zum Schluss zu IHM führen. Das war das Ziel. Alles andere haben wir frei entschieden. Jede Geschichte musste nur auf die vorhergehende aufbauen. Das war die Schwierigkeit. Da war große Abstimmungsarbeit gefragt. Das war aber nur der Handlungsstrang, der sich über alle Bände zog. Die Liebesgeschichten, die ja in jedem Buch in sich abgeschlossen sind, konnten wir so gestalten, wie wir wollten.
Ich habe gelesen, dass Du schon sehr früh Geschichten geschrieben hast. In welchem Alter hast Du mit Deinen Geschichten angefangen? 
Puh, ich weiß es gar nicht mehr. Damals hatte ich nur eine Schreibmaschine und kann das Erstellungsdatum leider nicht nachvollziehen 😀
Ich glaube, dass ich ungefähr neun war. Ich habe damals sehr viel gelesen und wollte auch immer solche Geschichten schreiben. Das hat mich unglaublich fasziniert.
Hast Du als Kind auch gerne gelesen und wenn ja, kannst Du Dich an Bücher erinnern?

Ja, auf jeden Fall. Ich habe Pferdebücher geliebt. Mein allerliebstes Buch war \“Tränen, Träume und ein weißes Pferd\“. Kein Buch habe ich öfter gelesen als das. So schade, dass ich es nicht mehr habe. Keine Ahnung, wo es hingekommen ist. Aber dafür habe ich noch andere Bücher, die ich damals gern gelesen habe. Zum Beispiel \“Ein Ponysommer\“ oder \“Der Trotzkopf\“. Die stehen alle im Regal bereit für meine Tochter, wenn sie sie endlich lesen kann.
Wenn Du in die Vergangenheit reisen könntest, welchen Autor würdest Du gerne besuchen?
Oje, darüber habe ich mir nie Gedanken gemacht. Ich war nie ein Fangirl eines Autors. Hm, aber wen ich im Moment am liebsten mag, ist Nicholas Sparks. Er verbindet Liebesgeschichten mit so spannenden Elementen, dass diese Storys einfach nur mitreißen.
Zur Ausbildung und zum Arbeiten bist Du nach dem Abitur nach Frankfurt gegangen, was hast Du dort gemacht?
Ich habe mich zur Bankkauffrau ausbilden lassen. Es war eine wirklich tolle Zeit. Die hat mich sehr geprägt, und ich möchte sie nicht missen. Dort habe ich viele tolle Menschen kennengelernt. Mit zwei superlieben Kolleginnen von damals treffe ich mich nun einmal im Jahr, wenn ich zur Frankfurter Buchmesse in meiner vorübergehenden Heimat bin. Darauf freue ich mich immer am meisten.
Gehst Du dieser Tätigkeit heute noch nach oder bist Du hauptberuflich Autorin?

Bankkaufrau war ich tatsächlich nur in Frankfurt. Fünfeinhalb Jahre lang. Danach habe ich in die Werbebranche gewechselt und in verschiedenen Unternehmen gearbeitet. Als Quereinsteiger bin ich in meiner Heimat Erfurt dann in einer Werbeagentur als Grafikerin gelandet. Inzwischen habe ich mein eigenes kleines Unternehmen – ich bin selbstständige Mediengestalterin – und schreibe hauptberuflich Liebesgeschichten. Der Südafrika-Roman ist meine 5. Veröffentlichung.
Inzwischen ist ein weiteres Buch von Dir erschienen, deren Handlung sich in der Hauptsache in Africa abspielt. Wie bist Du auf die Idee zu diesem Buch gekommen?

Mein Mann und ich haben zu unserer Hochzeitsreise eine Tour durch Südafrika gemacht. Das war einfach fantastisch. Das Setting stand also schon mal. Die Geschichte drumherum ist dann in meinem Kopf entstanden und auf dem Papier … ähm dem Bildschirm … gereift.

Wie lange hast Du an diesem Buch geschrieben?

Angefangen habe ich tatsächlich schon 2016. Die Mitglieder in meiner Lesergruppe können das bestätigen. Aber das waren nur die ersten 30 Seiten. Dann kam die 2. Himmelreich-Staffel dazwischen und ich musste Afrika auf Eis legen. Weitergemacht habe ich dann im Januar 2018, und im April ist der Roman dann erschienen. Effektiv war ich aber bereits Mitte/Ende Februar fertig, aber dann kamen noch Lektorat, Überarbeitungsphase, Korrektorat und letzte Überarbeitungen. Das zieht sich immer ein wenig.
Dir hat es dort sehr gut gefallen, ich habe zumindest das Gefühl gehabt, denn die Reise war ganz toll beschrieben. Welche Situationen hast Du selber erlebt?

Die Orte, an denen meine Figuren waren, habe ich natürlich alle selbst gesehen. Die Touren, die wir gemacht haben, habe ich im Buch beschrieben. Ein Mitglied unserer Gruppe hatte tatsächlich ihren Koffer verloren und ist auch noch erkrankt. Das musste ich einfach einbauen. Ansonsten ist alles frei erfunden.
Gibt es schon Ideen zu weiteren Büchern?

Ohhhhh ja! Gerade gestern habe ich mit meiner Schwester auf der Couch gesessen und über mein nächstes Buch diskutiert. Die Idee steht. Der Plot muss noch im Detail ausgearbeitet werden.
Und danach freue ich mich schon unheimlich auf eine weitere Story. Die ist in meinem Kopf auch schon komplett.
Wenn ja, wo werden sie festgehalten?
Erst mal im Kopf und dann im Computer. 
Hast Du Dir schon mal Gedanken gemacht, in einem anderen Genre zu schreiben, wie Krimi oder historisches?

Nicht wirklich, weil ich mir Krimi nicht zutraue und historisch interessiert mich nicht so unbedingt. Ich möchte bei Liebesromanen bleiben. Ob sie nun eher lustig, spannend oder dramatisch sind, ist egal. Aber eine Lovestory wird sicher immer dabei sein.
Wer darf Deine Bücher als erstes lesen?

Als allererstes natürlich meine Lektorin.  Danach meine Blogger, wenn sie denn mögen.
Wie sieht Dein Arbeitsalltag aus. Du hast ja auch Familie, da kann man sich ja leider nicht immer zum Schreiben hinsetzen, wenn die besten Ideen kommen, oder?

Ja, das ist tatsächlich manchmal etwas schwierig. Aber da ich seit knapp einem Jahr selbstständig bin, habe ich tagsüber viel Zeit. Vormittags erledige ich meist Kundenaufträge und nachmittags und abends schreibe ich oder kümmere mich ums Marketing meiner Bücher.
Zwischendurch hole ich dann mein Kind vom Kindergarten ab. Dann ist Familienzeit bis sie ins Bett geht. Meine Tochter fordert im Moment noch sehr viel Aufmerksamkeit ein, sodass ich mich selten einfach ins Arbeitszimmer setzen und schreiben kann. Meist sitzt sie dann schnell auf meinem Schoß und will selbst tippen.
Du bist sehr aktiv bei Facebook. Wie wichtig ist Dir der Kontakt zu Deinen Lesern?

Facebook ist ein wichtiges Marketing-Instrument. Und hier bekomme ich das direkte Feedback von den Lesern. Die tollen und liebevollen Worte tun einfach so gut, dass man motiviert in die nächste Schreibnacht geht.
Du veröffentlichst als Selfpublisher Deine Bücher, bist Du damit zufrieden? Ich meine, Du bist ja selber für die Werbung verantwortlich, was ja sehr viel Zeit in Anspruch nimmt.

Manchmal, wie gerade jetzt, denke ich, warum tue ich mir das an? Es ist wirklich extrem viel Arbeit und eine Menge Zeit, die ich für die Werbung aufwende. Und ich kann nie sicher sein, ob sie auch wirklich funktioniert. Das ist ein großes Risiko. Andererseits kann ich alles selbst entscheiden und gestalten, wie ich es möchte. Das gefällt mir schon sehr gut.
Allerdings finde ich die Aktion vor der Veröffentlichung des neuen  Buches „Africa in Love – Honeymoon mit Hindernissen“ klasse. Ich selber habe da mitgemacht und es hat mir sehr viel Spaß bereitet.

Das freut mich, dass es dir gefallen hat. Ja, hier habe ich sehr viel Zeit investiert. Es hat so viel Spaß gemacht, zu sehen, wie sich die Leser beteiligt haben. Die Resonanz war einfach großartig. Jetzt muss sich das nur noch auf den Erfolg meines Buches niederschlagen 😉
Hast Du jetzt überhaupt Zeit, Bücher Deiner Kollegen zu lesen?

Wenig. Meine komplette Zeit ohne Familie oder andere Verpflichtungen verbringe ich vor dem PC, um zu schreiben oder Werbung für meine Bücher zu machen. Ich bin froh, wenn ich ab und an meine Freunde treffen kann. Dann verzichte ich lieber aufs Lesen.
Gibt es ein Lieblingsbuch?
Im Moment? Ein richtiges Lieblingsbuch fällt mir da nicht ein. Ich lese einfach viel zu wenig in letzter Zeit.
Gibt es ein Buch, das Du schon immer mal lesen wolltest, es aber noch nicht geschafft hast?

Das Schicksal ist ein mieser Verräter. Ich kenne nur den Film. Der hat mich sehr berührt.
Mit dem Lesen von Büchern kann man ja nie früh genug anfangen, wie sieht es bei Dir zu Hause aus. Liest Du Deinem Kind etwas vor?

Ja klar, wir lesen immer, wenn sie Lust dazu hat.
Ich habe mir großer Begeisterung meinen Kindern vorgelesen und vorher auch die toll illustrierte Bücher betrachtet. Gibt es da ein Lieblingsbuch?

Am liebsten sind es im Moment Grimm\’s Märchen oder die Häschenschule, mein liebstes Kinderbuch, als ich so klein war.
Wie immer stelle ich so viele Fragen und doch kann es passieren, dass ich etwas vergesse, hier hast Du jetzt die Möglichkeit uns Lesern etwas mitzuteilen, was Du schon immer mal los werden wolltest:

Öhm … Weltfrieden? … Nee, im Ernst, ich freue mich einfach über jedes liebe Wort, über jede Nachricht, über jede Empfehlung. Es hilft mir sehr, meinen Traum zu leben. Dafür bin ich einfach dankbar.
Und nun bin ich schon wieder an der Stelle angelangt, wo ich frage, was einem zu folgenden Begriffen oder Namen einfällt:
Hanni und Nanni: nie gelesen *wegduck* Das sind doch diese Zwillinge, oder?
Erich Kästner: I love \“Das doppelte Lottchen\“. Ich kann den Film mitsprechen.
  
Nora Roberts: Bewundernswerte Romance-Autorin, an die ich niemals auch nur im entferntesten herankommen werde.
Liebe Mia, ich bedanke mich dafür, dass Du Dir die Zeit für meine Fragen genommen hast.
Sehr, sehr gern!

Auf dieses Buch möchte ich jetzt noch einmal genauer eingehen. Da ich es gerade erst gelesen habe und die Begeisterung noch sehr frisch ist, möchte ich dieses Buch auf jeden Fall allen empfehlen.

zu erwerben ist es hier: klick hier

Wer möchte kann meine Rezension hier nachlesen: klick hier

Und weil ich in meinen Rezensionen nie etwas vom Inhalt verrate, stelle ich hier ein Schnipsel mit Erlaubnis der Autorin ein. Eine Stelle, die ich sehr amüsant fand und zeigt, was so alles passieren kann:

Zitat: \“Charlotte sprang schnell unter den Duschkopf und konnte einen Schrei nicht ganz unterdrücken. Da hätte sie auch gleich in einen Bergsee hüpfen können. Sie ließ das Wasser neben sich heruntertröpfeln und seifte sich in Windeseile ein. Um das Duschgel wieder loszuwerden, sprang sie mehrmals für ein paar Sekunden unter den Strahl, länger hielt sie es nicht darunter aus. »Sehr interessante Art, zu duschen«, hörte sie plötzlich eine Stimme hinter der Mauer. Sie quiekte schrill, schnappte sich hastig ihr Handtuch und wickelte es sich um den Körper. Das war Ben! Ungeheuerlich!\“



Und nun zeige ich hier alle bereits erschienenen Bücher von Mia Leoni. Zu erwerben sind sie bei
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Wer noch mehr über die Autorin erfahren möchte, kann dies auf ihrer Seite: klick hier

Da ich mit meinem Beitrag auch etwas Werbung mache, kennzeichne ich dies hier entsprechend
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Autoreninterview – Ele Wolff





Liebe Ele, ich freue mich, dass Du Dir die Zeit nimmst und meine Fragen beantwortest. Bevor ich mir die Fragen überlege, informiere ich mich hier und dort. Vor einem Jahr wurde ich auf Deine Krimis aufmerksam und mich haben alle, die ich bereits gelesen habe, begeistert. Bei meiner Recherche habe ich gelesen, dass Du erst sehr spät mit dem Schreiben von Büchern angefangen hast.

Wie das so ist, die Kinder sind aus dem Haus und dann tun sich oft ungeahnte Dinge im Leben auf. Manche machen Ikebana, steigen auf Berge oder überwintern in Spanien. Bei mir war es das Schreiben.


Wie bist Du auf die Idee gekommen, ausgerechnet Krimis zu schreiben?

Beim Schreiben für das Buch „Bei Stina brennt noch Licht“ hatte ich die Idee, die Geschichte der drei älteren Schwestern Lindemann zu erzählen. Auf einmal wurde die ältere Schwester Stina so böse und kriminell, dass es ein Krimi wurde. Und da hatte ich Blut geleckt.


Hast Du Dir schon mal Gedanken gemacht, ob Du auch in anderen Genre schreiben willst?

Sicher werde ich noch mal einen Familienroman schreiben, etwas Heiteres und Humorvolles. Ob ich da ohne Mord auskommen, weiß ich nicht mit Bestimmtheit.


Oder wenn Du bei Krimis bleiben möchtest, in einer anderen Zeit, zum Beispiel sind historische Krimis doch auch sehr spannend zu schreiben und zu lesen.
Historisch und Fantasy liegt mir so gar nicht. Ich bewundere die Kollegen, die in diesem Genre schreiben. Ich liebe Krimis, in denen die Lösung des Falls in der Vergangenheit oder Psyche des Protagonisten liegen.
Als Kind hast Du schon sehr gerne Bücher gelesen, gibt es da Lieblingsbücher, an die Du Dich noch gut erinnerst?
In meiner Heimatstadt war ich jeden Tag in der Stadtbücherei und habe viel gelesen. Romane für Jugendliche und Detektivgeschichten. An ein Buch kann ich mich gut erinnern. Es handelte von einem Mädchen, welches ihre Tante auf der Insel Langeoog besucht. Ich glaube, das war der Zeitpunkt, an dem Norden und das Meer für mich zu einem Sehnsuchtsort wurden.
Am Ende des Sommers war ich immer blaß, weil meine Nase die ganze Zeit zwischen den Buchdeckeln steckte.

Wenn Du eine Zeitreise machen könntest, welchen Autor aus der Vergangenheit  möchtest Du gerne besuchen?
Agatha Christie, diese Frau bewundere ich für ihre zahlreichen Bücher, in denen sie immer wieder unterschiedliche und spannende Geschichten erzählte.
Lieblingsplatz der Autorin Museumshafen Leer
Die Kinder waren aus dem Haus und Du hattest wieder viel Zeit, Zeit um mit dem Schreiben zu beginnen. Wie sieht heute Dein Alltag aus?
Meistens korrigiere ich am Vormittag das Geschriebene vom Vortag und schreibe dann weiter. Aber es gibt auch schreibfreie Tage, in denen ich mich mit Freunden, Kolleginnen und Kollegen treffe. Der Austausch und die Zusammenarbeit zum Beispiel bei Lesungen sind mir sehr wichtig. Ich bin keine Einzelkämpferin, sondern fühle mich im Team gut aufgehoben.


Wie lange schreibst Du an einem Buch?
Meisten drei oder vier Monate. Meine ebooks sind ja nicht so umfangreich. Anschließend kommt das Manuskript ins Lektorat und hinterher erfolgt meine Überarbeitung. Alles ist aber so geplant, dass regelmäßig ein Buch aus meinen beiden Reihen, Henriette Honig und Janneke Hoogestraat, erscheint.


Lesen Deine Kinder Deine Bücher?
Hin und wieder, denn sie sind stolz auf ihre Mutter und das gefällt mir.


Wer darf Dein Buch als erstes lesen?
Das macht eine liebe Testleserin, die mich auf unlogische Dinge aufmerksam macht. Das geschieht alles, bevor das Buch an den Verlag geht. Man wird ja als Autorin nach mehreren Überarbeitungen betriebsblind.


Woher kommen Deine Ideen?
Das ist mir ein Rätsel. Ich denke, es ist so, dass ich alles, was ich sehe und erlebe, irgendwo abspeichere und dann kommt es, wie ein Wunder, an die Oberfläche.


Kann es passieren, dass Du jede Menge Ideen hast, die für mehrere Bücher reichen?
Oh, da schlummert noch ganz viel in meinem Kopf, was geschrieben werden will.


Wie werden diese Ideen festgehalten?
Ich habe mir eine kleine Datenbank angelegt mit möglichen Tatwaffen und Motiven. Manchmal sind es auch nur einfache Stichwörter, die ich auf keinen Fall vergessen will.


Wie gehen eigentlich die Nachbarn damit um, da wohnt eine Krimiautorin, sind sie stolz oder haben sie „Angst“ dass sie in Deinen Büchern im schlimmsten Falle umgebracht werden.

Die meisten wissen das gar nicht, da ich unter einem Pseudonym veröffentliche. Ich habe früher in der Kommunalpolitik gearbeitet und wollte das klar trennen. Also schlafen die Nachbarn nicht mit dem Messer unter dem Kopfkissen.

Ich habe gesehen, dass Du immer mal wieder Termine für Lesungen machst. Wie wichtig ist Dir der Kontakt zu Deinen Lesern?
Der Kontakt zu Leserinnen und Leser ist für eine/einen AutorIn wichtig. Bei Lesungen hat man die unmittelbare Reaktion auf den Text. Auch Rezensionen sind wichtig und zeigen gegebenenfalls Schwächen im Buch auf, die man als Autorin durchaus ernst nehmen sollte und prüfen, ob da was Wahres dran ist. Mir gefällt es, wenn ich mit den Zuhörern nach der Lesung ins Gespräch komme. Diesen unmittelbaren Kontakt hat man sonst nie.


Gibt es etwas, das Du uns Lesern immer schon mal sagen wolltest? Hier hast Du die Möglichkeit.
Ja gerne. Vor allem wünsche ich mir, dass ich in Zukunft meine Leserinnen und Leser gut unterhalte und bedanke mich für die Treue bisher.

Gerne frage ich an dieser Stelle immer danach, was einem zu folgenden Namen oder Begriffen einfällt:
Fünf Freunde
Sehr spannende Bücher
Asterix und Obelix
Habe ich nie gelesen und auch nicht verstanden, wieso die Menschen so wild danach sind. Ich glaube aber, dass es an der kleinen Schrift liegt, dass ich sie nicht gelesen habe.
Gebrüder Grimm
Kindheit, Märchen, Traumwelten.
Liebe Ele, ich möchte mich hier für Deine Antworten bedanken und wünsche Dir weiterhin viel Erfolg mit Deinen Büchern.
Liebe Ulla, ganz lieben Dank für deine Fragen. Schreiben ist ein einsamer Job und ich freue mich, wenn jemand mal die Stille unterbricht und nachfragt.

Diese Bücher wurden inzwischen im Klarant Verlag veröffentlicht:

weitere Informationen zu den Büchern und zur Autorin sind hier zu finden:

Autorenseite beim Klarant Verlag: klick hier
Autorenseite bei Amazon klick hier

Homepage Ele Wolff klick hier

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da ich mit diesem Interview auch etwas Werbung für die Bücher mache, habe ich hier die Kennzeichnung vorgenommen. 

Autoreninterview André Wegmann

Lieber André,
ich freue mich, dass Du Dir die Zeit nimmst und Dich meinen Fragen stellst.
Bisher habe ich noch kein Buch von Dir gelesen und kenne Deine Vita nicht.
Möchtest Du Dich den Lesern hier kurz vorstellen?
Hallo und vielen Dank für das Interesse. Ich heiße André Wegmann, bin 39 Jahre alt und seit 2011 als freiberuflicher Texter und Autor tätig. Ich habe schon einige Bücher veröffentlicht, zunächst im Horror-Genre und zuletzt meine Nordsee-Thriller mit Privatermittler Michael Jesko.
Ich habe gelesen, dass Du schon in der Schule gerne etwas geschrieben hast. Hast Du denn auch gerne Bücher gelesen? Wenn ja, weißt Du noch, welche es waren?
Ja, ich lese schon seit der Kindheit viel und gerne. Ich erinnere mich, dass ich damals unter anderem die ganzen Karl-May-Romane gelesen habe.
Wie bist Du denn auf die Idee gekommen im Genre Horror zu schreiben?
Und wann und wie kam der Wechsel zum Krimi?
Thriller, Krimis und Horrorgeschichten sind auch das, was ich privat lese bzw. als Film schaue. Also kamen für mich auch nur diese Genres zum Schreiben infrage. Horror bietet mir die Möglichkeit, die ganze Bandbreite an Emotionen in die Geschichten einfließen zu lassen. Spannung, Grusel, Angst aber auch Liebe, Sex und lustige Sachen … das alles ist Bestandteil meiner Storys. Der Wechsel zum Krimi oder eher Thriller kam, weil ich mal etwas Neues ausprobieren wollte. Aber im Grunde unterscheiden sich die Genres so sehr gar nicht, nur dass bei meinen Thrillern ein realeres, von Menschen erzeugtes Grauen im Vordergrund steht und ein Ermittler dazukommt. 
Finden Dich die Ideen oder suchst Du danach?
Das ist mal so und mal so. Manchmal erarbeite ich mir die Ideen und überlege hin und her, bis langsam eine Grundidee, worum es in der Geschichte gehen soll, Form annimmt. Bei „Todesschmeichler“ zum Beispiel hingegen, dem zweiten Teil der Jesko-Serie, wurde ich von Medienberichten über einen Perversen inspiriert, der labile Frauen in den Selbstmord trieb. Da hat es dann sozusagen „Klick“ gemacht und ich wusste, daraus kann ich was Passendes für meine Serie stricken. Auch andere Bücher und Filme inspirieren mich öfter.
Kann es vorkommen, dass Du an einem Buch schreibst und schon Ideen für das nächste Buch kommen?
Eigentlich konzentriere ich mich gerne auf eins nach dem anderen. Sicher kann es vorkommen, dass ich Ideen für zukünftige Projekte im Hinterkopf behalte aber es ist nicht so, dass ich, wie manch andere Autoren, ein dickes Notizbuch voller Ideen und Gedankenfetzen hier liegen habe.
Wie lange schreibst Du an einem Buch?

Das ist unterschiedlich, je nachdem wie viel andere Arbeit ich noch habe. Von intensiven 4-6 Monaten bis zu einem Jahr.
Ich selber lese sehr gerne Krimis und Thriller, die nicht so unter die Haut gehen. Würdest Du mir empfehlen, Deine Bücher zu lesen? Ich meine, spannend darf es ja ruhig sein, aber meine Nerven möchte ich doch etwas schonen.
Also seichte Cosy-Krimis schreibe ich nicht. Lokalkolorit, die Urlaubsidylle an der Nordsee und auch das Leben und die Beziehungen meiner Protagonisten kommen nicht zu kurz in meinen Büchern, aber der Motor der Geschichte ist der Fall und der beinhaltet soviel Spannung wie möglich und mitunter deftige Szenen, die nichts für zartbesaitete Menschen sind. Ich würde mich natürlich dennoch freuen, wenn du mal hineinschnupperst. „In den Fängen des Bösen“ würde sich gut dafür eignen.
Ich habe zunächst mal nachgesehen, wo der Ort liegt, in dem Du geboren wurdest und heute auch wohnst. Es muss eine tolle Gegend sein und ich nehme an, dass sich dort die Handlungen Deiner Bücher abspielen. Hast Du schon mal mit dem Gedanken gespielt, einen Krimiausflug an die Ostsee zu machen?
Ich komme aus der beschaulichen Kleinstadt Friesoythe, aber bis zur Nordsee sind es von hier aus noch rund 100 Kilometer. Meine Geschichten sind in Ostfriesland angesiedelt, meistens in dem fiktiven Küstenort Grevensiel. Nein bisher habe ich nicht darüber nachgedacht, eine Geschichte an der Ostsee anzusiedeln, aber vorstellen könnte ich mir das schon. Danke für die Idee. 😉
Wie sieht Dein Arbeitsalltag aus? Wenn ich das richtig verstanden habe, war es ja eher Zufall, dass Du ein „richtiger“ Autor wurdest, nimmt diese Tätigkeit jetzt Deine meiste Zeit in Anspruch?
Das variiert. Es kommt vor, dass ich mal wochenlang nur an einem Buch schreibe, aber zuletzt habe ich viel für Werbeagenturen und Reiseportale getextet. Beides ist wichtig für mich und ich versuche es aufzuteilen.
Hast Du Autorenvorbilder?
Ich habe kein direktes Vorbild, aber moderne Thriller-Autoren wie Peter James und Chris Carter finde ich schon gut. Aber ich versuche generell aus jedem Buch, das ich lese auch für mein eigenes Schreiben etwas mitzunehmen bzw. zu lernen. 
Wenn Du eine Zeitreise machen könntest, welchen Autor aus der Vergangenheit würdest Du gerne mal besuchen?

Richard Laymon vielleicht. Von klassischer Literatur bin ich kein großer Fan.
Hast Du jetzt noch Zeit Bücher zu lesen und gibt es da eins, dass Du unbedingt mal lesen möchtest, aber noch nicht geschafft hast?
Lesen ist das beste Training für das Schreiben. Das ist also schon ein guter Grund, sich die Zeit zu nehmen, ich lese aber natürlich auch zur Entspannung und Unterhaltung.
Wer darf Deine Bücher als erstes lesen?

Das ist dann derzeit meine Lektorin aus dem Klarant Verlag. Es gibt ja auch Autoren, die schicken ihre Manuskripte an Testleser, aber darauf verzichte ich.
Da wir bisher noch keinen Kontakt zueinander hatten, weiß ich auch nicht, wie präsent Du in den Social Medien bist und wie wichtig Dir der Austausch mit Lesern ist.
Der Austausch mit den Lesern ist mir sehr wichtig und ich freue mich über jedes Feedback. Andererseits weiß ich auch nicht ständig was Spannendes aus meinem Schreiballtag oder Leben generell zu berichten und versuche auch nicht, um jeden Preis Aufmerksamkeit zu erzielen. Daher gibt es immer Phasen, in denen ich weniger auf Social-Media-Plattformen präsent bin.
Ich weiß, dass es in Leer zum Beispiel ein Leseboot gibt, wo Autoren aus ihren Büchern vorlesen können. Hast Du in dieser Richtung schon einmal etwas gemacht oder vielleicht Lust darauf?
Das ist natürlich ein tolles Ambiente gerade für Geschichten, die auch am Meer spielen. Habe ich bisher noch nicht gemacht, aber wäre sicher interessant.
Nun habe ich soviele Fragen gestellt und mit Sicherheit noch einiges vergessen, deshalb gebe ich Dir hier jetzt die Gelegenheit, uns Lesern das mitzuteilen, was Du schon immer mal loswerden wolltest.
Ich bedanke mich bei allen, die Bücher von mir gelesen haben. Wenn Sie euch gefallen, schreibt bitte Rezensionen und empfehlt sie weiter, das ist für jeden Autor wichtig.
Gerne frage ich den Autor danach, was ihm zu folgenden Begriffen oder Namen einfällt:
 Erich Kästner
 Ich weiß, wer das ist, aber das war es auch schon. Nennt mich ruhig einen Kulturbanausen. 😉
 Enid Blyton
 „Fünf Freunde“, hab ich als Kind gerne geschaut.
Der Graf von Monte Christo
Weder gelesen noch gesehen.
Lieber André, ich möchte mich vielmals für Deine aufschlussreichen Antworten bedanken und wünsche Dir mit Deinen Büchern viel Erfolg.

Vielen lieben Dank und alles Gute!
Diese Bücher sind inzwischen im Klarant Verlag erschienen: 


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da ich mit diesem Interview auch etwas Werbung für die Bücher mache, habe ich hier die Kennzeichnung vorgenommen. 

Autoreninterview Susanne Ptak

Liebe Susanne, ich freue mich, dass Du Dir die Zeit nimmst und meine Fragen beantworten möchtest.
Ich habe mich natürlich vorher umgesehen und mich informiert, welche Bücher Du im Klarant Verlag veröffentlicht hast.  Es sind jede Menge und ich gestehe, dass ich erst einen Bruchteil davon gelesen habe. Tja, das ist immer so eine Sache mit der Zeit.
Als Krimifan halte ich ja immer Ausschau nach mir unbekannten Autoren und deren Büchern. Ich weiß noch genau, was ich dachte, als ich auf Dein Buch „Mord in Pilsum“ aufmerksam wurde. Eine Autorin, die in Düsseldorf geboren wurde, der Stadt, in der ich lebe. Das war schon mal ein wichtiger Grund, das Buch zu lesen. Lach, natürlich sollte das nicht den Ausschlag geben, aber ich wurde ja auch nicht enttäuscht.
Inzwischen wohnst Du schon einige Jahre im Norden und da stellt sich mir die Frage, wie Du Dich dort fühlst und kommst Du ab und zu ins Rheinland?
Liebe Ulla, die Zeit nehme ich mir sehr gerne, besonders von einer Düsseldorferin zur anderen 😊.
Den Schritt, nach Ostfriesland zu gehen, habe ich nie bereut. Wir haben uns von der ersten Stunde an sehr wohl hier gefühlt, was nicht zuletzt an unseren superlieben Nachbarn und den Freunden, die wir hier schnell gefunden haben, liegt.
Tatsächlich war ich das letzte Mal vor 10 Jahren in Düsseldorf … Was soll ich sagen? Man „verlandeiert“ ja doch irgendwie. Ich war ohnehin nie so der Stadtmensch aus Leidenschaft. Das ist nach etlichen Jahren auf dem Land nicht besser geworden :-D. Will sagen: Ostfriesland ist inzwischen meine Heimat und ich vermisse höchstens die in Düsseldorf zurückgelassenen Freunde. Zum Glück besuchen die uns aber hin und wieder, denn auch sie mögen unser schönes Leer.
Deinen Werdegang finde ich ausgesprochen interessant, vom Rheinland in den Norden und dort dann einen Traum verwirklichen. Wie kam es, dass Du eine Schafskäserei eröffnen wolltest?
Ob man’s glaubt oder nicht – das war eine spontane Idee, die zu einer Zeit entstand, in der es uns nicht so gut ging. Ich hatte einen Job, den ich nicht mochte, und den ich nur machen konnte, weil ich den besten Chef der Welt hatte und außerdem mit einer guten Freundin zusammenarbeitete. Letztendlich war ich aber kreuzunglücklich. Dazu kam noch, dass mein Mann an Krebs erkrankt war und unsere Zukunft somit mehr als unsicher. Wir haben großes Glück gehabt – er ist wieder gesund geworden! Auf jeden Fall saßen wir an einem Samstagnachmittag auf dem Sofa und zappten uns durch das Fernsehprogramm. Da stießen wir auf einen Beitrag über Schafskäsereien. Ich war sofort begeistert! Arbeiten mit so tollen Tieren und dazu noch leckeren Käse machen. Das wollte ich auch! Und mein Mann sagte: „Dann mach das doch.“ Ich weiß nicht, wie oft er diesen Satz in den darauffolgenden Jahren bereut hat …
Und dann der nächste Schritt zur Krimiautorin, natürlich möchte ich auch wissen, wie es dazu kam.
Letztendlich durch den Frust, den auch die Schafskäserei einbrachte. So viel Freude diese Arbeit auch macht, sie ist körperlich sehr, sehr anstrengend (und ich war leider keine zwanzig mehr …). Außerdem ist die Vermarktung des Käses eine echte Herausforderung, denn anders, als die Medien es uns gerne glauben machen, ist es der Mehrzahl der Kunden sch…egal, woher ihr Essen kommt und wie es produziert wurde. Hauptsache billig … Wenn’s beim Discounter Schafskäse gibt, dann kaufen sie den und nicht den etwas teureren aus der kleinen Manufaktur mit den Streichelschafen. 

Aber zurück zu den Krimis: Es war ein grauer, nasser Novembersamstag. Seit 6.30 Uhr stand ich frierend und mit barbarischen Rückenschmerzen auf dem Leeraner Wochenmarkt, um meinen Käse an geneigte Kunden zu bringen. Endlich kam um 10.30 Uhr die erste potentielle Kundin. Sie probierte sich durch mein komplettes Angebot und riet mir dann, es bei den hohen Preisen doch mal in einer Großstadt zu versuchen. Für Leer sei das alles zu teuer. Sie ging ohne Kauf …
Kollegen behaupteten später, die blanke Mordlust in meinen Augen gesehen zu haben. Und ich dachte: „Mach’s doch einfach! Bring jemanden um – auf dem Papier. Nach Marktschluss fuhr ich nach Hause, aß zu Mittag und schrieb das erste Kapitel vom „Grünlandmord“.
Was ich zu diesem Zeitpunkt nicht ahnen konnte, war, dass schon dieser erste Krimi ein Erfolg werden würde. Er erschien im Februar 2014 und bereits im Sommer wurde uns klar, dass das Schreiben weit einträglicher war als die Käserei. So schickte ich die Schafe in Rente – sie arbeiten allerdings noch als unsere Rasenmäher – und wurde Vollzeit-Autorin.
Hast Du als Kind gerne gelesen und wenn ja, weißt Du noch welche Bücher es waren?
Ich habe Bücher verschlungen und alles gelesen, was mir in die Finger kam. Allen voran Enid Blyton’s 5 Freunde. Aber da ich seit meinem sechsten Lebensjahr auch begeisterte Reiterin war, natürlich sämtliche Pferdebücher, derer ich habhaft werden konnte. Besonders beeindruckt hat mich in diesem Genre damals Anna Sewell‘s Black Beauty.
Die Handlungen Deiner Krimis spielen sich in Ostfriesland ab, was sich anbietet, weil Du dort ja lebst. Aber hast Du Dir schon mal Gedanken über Bücher in einem anderen Genre und über andere Orte gemacht?
Ja, und nicht nur Gedanken gemacht 😀 Unter einem Pseudonym schreibe ich auch Fantasy-Romane. Diese Abwechslung brauche ich, um dann wieder mit Freude am nächsten Krimi schreiben zu können. In der Schublade liegt aber auch die Idee für einen Krimi, der in den USA spielt. Bisher habe ich es zeitlich noch nicht geschafft, diesen umzusetzen. Das wird aber garantiert noch passieren.
Wie kommen die Buchideen zu Dir?
Meistens urplötzlich. Ich lese etwas in der Zeitung, oder sehe etwas im Fernsehen, was ein Mordmotiv sein könnte. Wenn ich das habe, kommt der Rest der Geschichte von ganz alleine.
Ich höre immer mal wieder von anderen Autoren, dass sich Figuren in ihren Büchern verselbständigen und einen eigenen Willen entwickeln. Wie ist es bei Dir, machen immer alle, was Du willst oder kann es passieren, dass sich alles etwas anders entwickelt?
Da ich zu den Autoren gehöre, die „wild drauflos“ schreiben, bin ich eigentlich darauf angewiesen, dass meine Protagonisten ein Eigenleben entwickeln. Meistens lasse ich sie gewähren und folge ihnen einfach. Nur hin und wieder muss ich bremsen, sonst würden die Leser mir die Geschichte am Ende nicht glauben 😀 Besonders Dr. Josefine Brenner läuft gerne mal aus dem Ruder.
Wenn Du eine Idee hast, weißt Du dann ganz genau wie das Buch enden wird, steht alles von Anfang an fest?
Nein, ich weiß nie im Voraus, wie das Buch enden wird. Wie oben schon gesagt, entwickeln sich meine Geschichten während des Schreibens. Das Einzige, was von Anfang an feststeht, ist das Motiv der Tat. Alles andere kommt dann nach und nach. Oft weiß ich auch nach der Hälfte des Manuskriptes noch nicht einmal, wer der Mörder ist.
Kann es passieren, dass, während Du ein Buch schreibst, schon weitere Ideen kommen?
Ständig … Und leider ist das gar nicht so schön, wie man vielleicht denken könnte. Für die Krimis habe ich nämlich Abgabetermine. Manche Ideen sind aber so aufdringlich, dass sie nicht warten wollen und vom Terminprojekt ablenken.
Wie sieht Dein Arbeitsalltag aus?
Recht unspektakulär, da ich mehr so die Beamtin unter den Autoren bin … Um 7.00 Uhr klingelt bei uns der Wecker. Übrigens auch am Wochenende, da es Schafen und Hund völlig schnuppe ist, ob wir gerne mal ausschlafen würden. Nach dem Frühstück versorgen wir die Wolligen, dann gehe ich mit unserem Langhaar-Collie Liam spazieren. Danach gibt’s noch einen Kaffee und dann ist Schreibzeit. Oder aber ich lungere bei Facebook rum … :-D. Meistens begebe ich mich um 12.00 Uhr in die Küche, um das Mittagessen zu kochen. Nach der Mittagspause eine kleine Hunderunde und dann wieder an den Computer. Punkt 18.00 Uhr wird der Laptop zugeklappt. Dann sind die Schafe noch mal dran und es gibt Abendbrot. Abends schaue ich vielleicht noch mal bei Facebook rein, aber ansonsten ist mir der Abend heilig – da wird nicht gearbeitet.
Wie lange schreibst Du an einem Buch?
Bis es fertig ist 😉Spaß beiseite, ich kann’s nicht genau sagen. Manche Geschichten fließen nur so vom Kopf in die Tastatur. So ein Buch ist dann auch mal in drei bis vier Wochen komplett geschrieben. Andere gestalten sich etwas widerspenstiger und benötigen darum deutlich mehr Zeit.
Wer darf Dein Buch als erstes lesen?
Meine überaus geschätzten Testleser. Übrigens die besten Testleser auf diesem Planeten! Sie legen sich immer wie verrückt ins Zeug, um mir möglichst schnell ein Feedback zu geben und mir damit schlaflose Nächte zu ersparen.
Hast Du Autorenvorbilder?
Nein.
Wenn Du eine Zeitreise machen könntest, welchen Autor würdest Du gerne mal besuchen?
Eine Zeitreise bräuchte es dafür nicht. Ich würde wahnsinnig gerne Stephen King kennenlernen. Wenn es aber ein bereits verblichener Autor sein soll, dann definitiv J.R.R. Tolkien.
Ich habe gesehen, dass Du auf dem Leseboot aus Deinen Büchern vorgelesen hast. Sind weitere Termine geplant?
Tatsächlich steht der nächste Termin schon fest, allerdings nicht auf dem Leseboot, sondern an Bord von „Tammy – die Leseinsel“. Tammy ist ein Hausboot und sie liegt in Emden. Da sie deutlich größer ist als „Bookje – dat Leseboot“, finden Lesungen jetzt nur noch dort statt. Am 6.4. lese ich gemeinsam mit meiner lieben Freundin und Kollegin Elke Bergsma, die auch die Eignerin beider Schiffe ist. Ich freue mich schon sehr darauf.
Wie wichtig ist Dir der Kontakt zu Deinen Lesern oder zu Buchbloggern?
Wie den meisten meiner Kollegen sind auch mir diese Kontakte sehr wichtig. Ich schreibe Geschichten, die die Menschen unterhalten sollen, darum möchte ich natürlich auch wissen, wodurch sie sich unterhalten fühlen. Natürlich erfährt man das auch durch Rezensionen, aber im direkten Kontakt kommen oft noch ganz andere Dinge zur Sprache. So hatte ich eigentlich geplant, die Krimis um die Holtlander Spinngruppe zu beenden. Doch alleine die Andeutung hat mir einen Riesenhaufen Mails und Nachrichten beschert, in denen ich gebeten wurde, doch weiterzumachen. Ich war der Meinung, dass die Serie sich langsam totläuft, wurde aber eines Besseren belehrt.
An dieser Stelle einmal ganz herzlichen Dank an die Buchblogger für die tolle Arbeit, die viele von Euch machen! Ich bin immer wieder beeindruckt, wie viel Energie und Freizeit Ihr einsetzt, um Lesern unsere Bücher näherzubringen!
Ich habe jetzt mal wieder eine Reihe Fragen gestellt und mit Sicherheit fallen mir später noch weitere ein, aber hier möchte ich Dir die Gelegenheit geben. Gibt es etwas, was Du uns Lesern schon immer mal mitteilen wolltest?
Ich möchte gerne die Gelegenheit nutzen, um ein großes Dankeschön an „meine“ Leser auszusprechen. Ihr seid einfach großartig! Viele von Euch begleiten mich jetzt schon seit vier Jahren. Danke für Eure Treue, Eure Begeisterung! Ich werde mir Mühe geben, Euch weiterhin mit meinen Geschichten schöne Stunden zu bereiten.
Und nun komme ich wieder zu der Stelle, wo ich gerne frage, was einem zu folgenden Namen oder Begriffen einfällt.
 Das Rote U
 Aha! Eine Düsseldorf-Frage 😀 Detektiv-Roman von Wilhelm Matthießen. Wenn ich mich recht erinnere, spielt der im Winter und der Rhein ist zugefroren.
Enid Blyton
 5 Freunde, Lieblingsbücher meiner Kindheit. Ich war übrigens immer George, wenn wir die Geschichten nachgespielt haben.
Vom Winde verweht
 Tara! Zwei Päckchen Taschentücher – mindestens! (Danke, jetzt habe ich die Musik im Ohr und werde sie vermutlich vorerst nicht mehr wegbekommen 😀 )
Liebe Susanne, ich bedanke mich vielmals für die Antworten und wünsche Dir weiterhin viel Erfolg mit Deinen Büchern.

Ich bedanke mich für die interessanten Fragen, die ich sehr gerne beantwortet habe, liebe Ulla.


Diese Bücher sind bereits im Klarant Verlag erschienen:





















Weitere Informationen zu den Büchern und der Autorin sind hier zu finden:

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da ich mit diesem Interview auch etwas Werbung für die Bücher mache, habe ich hier die Kennzeichnung vorgenommen.

Autoreninterview Sina Jorritsma

Liebe Sina,
ich freue mich, dass Du Dir die Zeit nimmst und Dich meinen Fragen stellst. Gleich zu Beginn möchte ich etwas zu dem Autorenbild sagen. Es ist etwas geheimnisvoll, weil Du unter einem Pseudonym schreibst. Mit einem Zwinkern im Auge überlege ich, ob es in Deiner Umgebung tatsächlich so gefährlich zugeht. Aber ich gehe davon aus, dass das Kriminelle der Phantasie der Autorin entsprungen ist und nur besondere Charaktere, die Dir begegnen, sich im Buch wiederfinden würden.
Nein, kriminell sind meine Freunde, Verwandten und Bekannten zum Glück nicht (soweit ich weiß …). Aber ich gebe dir mal ein konkretes Beispiel dafür, warum ich mein Pseudonym wahren möchte. In einem meiner nächsten Krimis wird ein Frisör ermordet, der ein Frauenheld und hemmungsloser Verführer ist … Hallo? Kannst du dir vorstellen, was ich mir bei meinem nächsten Frisörtermin anhören müsste, wenn der Chef und seine Mitarbeiterinnen wüssten, dass ich Sina Jorritsma bin? Die Menschen glauben ja, dass wir Autorinnen sie in unseren Büchern porträtieren würden. Als ob wir keine Fantasie hätten … nein, damit ich auch in Zukunft ungestört zum Frisör gehen möchte, bleibt meine Identität geheim 😉
Dein erstes Buch, in dem Mona Sander und Enno Moll ermitteln, erschien im Dezember 2016. Seitdem haben die beiden einige Fälle gelöst. Wie kann ich mir das vorstellen, wenn ein Autor eine Serie startet. Weißt Du anfangs schon, wie viel Du schreiben möchtest?
Nein, das war mir nicht bekannt. Ich hatte die Grundidee von einer jungen und impulsiven Polizistin und ihrem erfahrenen und gemütlichen Dienstpartner. So sind Mona und Enno entstanden. Die Serie ist erst einmal ohne Ende angelegt. Dieses Duo kann praktisch jeden Kriminalfall lösen, der sich auf Borkum ereignet.
Ich habe die Bücher der beiden gelesen und feststellen können, wie sich besonders Mona weiter entwickelt. Hattest Du Dir das auch so vorgestellt oder hat sie sich selbständig gemacht?
Beides. Es ist wirklich so – was viele andere Autorinnen bestätigen – dass eine Figur irgendwann ein Eigenleben zu führen beginnt. Mona kann ja nicht ständig so aufbrausend sein. Das ist zwar eine Charaktereigenschaft von ihr, aber auf die Dauer nervt es, wenn sie zu keinen anderen Gefühlsregungen fähig ist. Manchmal bin ich als Autorin allerdings selbst überrascht darüber, womit sie denn nun schon wieder um die Ecke kommt.
Wie bist Du überhaupt auf die Idee gekommen, Krimis zu schreiben?
Das liegt daran, dass ich gern Krimis lese. Schon als Mädchen habe ich die „Drei Fragezeichen“ und später Sherlock-Holmes-Geschichten geliebt. Es gibt ja den Ratschlag, dass angehende Schriftsteller über das schreiben sollen, was sie kennen. Das klingt zwar nachvollziehbar, aber ich hatte (zum Glück) noch niemals mit einem Verbrechen zu tun. Also denke ich mir die Romane komplett aus. So kann ich in jedem Buch einen neuen Fall abhandeln, und es wird (hoffentlich) niemals langweilig.
Hast Du Dir mal Gedanken gemacht, Bücher in einem anderen Genre zu schreiben

Vielleicht mal einen historischen Roman. Ostfriesland hat ja eine bewegte Geschichte. Aber dafür muss man sehr viel recherchieren, damit die Fakten stimmen und man die Atmosphäre früherer Jahrhunderte einfangen kann.
Hast Du als Kind gerne gelesen und wenn ja, erinnerst Du Dich an die Bücher?

„Hanni und Nanni“ – na klar, wer nicht? Ansonsten „Momo“ und alle Bücher mit den „Fünf Freunden“.
Hast Du ein Lieblingsbuch?
Nein, das ändert sich bei mir ständig.
Wenn ich Bücher lese und Protagonisten kennen lerne, die ich in mein Leserherz schließe, dann bin ich so richtig dabei, die Figuren sind mir vertraut. Wie ist es bei Dir, gehören Deine Protas zu Deiner Familie?
Ja, auf jeden Fall! Viele Leserinnen schreiben mir ja auch, dass Mona und Enno für sie lebendig werden, wenn sie meine Krimis vor sich haben. Das ist für mich das schönste Kompliment!
Du sammelst Ideen bei langen Spaziergängen, habe ich irgendwo gelesen, kann es passieren, dass Du dann auch direkt denkst: Mona würde jetzt das oder das machen?
Ja, und übrigens: Ich bin nicht Mona! Vielleicht wäre ich gern so mutig wie sie es manchmal ist, aber mein eigenes Temperament ist eher ostfriesisch-bedächtig 😉  Und außerdem bin ich etwas größer als  1,63 m … Aber da ich Mona inzwischen gut kenne, kann ich mich wirklich oft in sie hineinversetzen.

Wie lange schreibst Du an einem Buch?
Das ist schwer zu sagen, meistens ungefähr einen Monat.
Wer darf Dein Buch als erstes lesen?
Mein Lektor oder meine Lektorin.
Ist es tatsächlich Dein großes Geheimnis, dass Du Bücher schreibst?
Meine Familie weiß natürlich darüber Bescheid. Aber ansonsten halte ich mich sehr bedeckt. Ich stehe nicht gern im Mittelpunkt. Außerdem glaube ich, dass viele Leute ein ganz falsches Bild von Autorinnen haben. Ich halte mich selbst jedenfalls für völlig normal. Exzentrische Schriftsteller gibt es wahrscheinlich eher in Romanen als in Wirklichkeit.
Wie sieht denn Dein Autorenalltag aus?
Ich habe Familie, Haus und Garten – darum will und muss ich mich zuerst kümmern. Tagsüber schreibe ich meist nur dann und wann in kleinen Zeiteinheiten, eine halbe Stunde hier und zwanzig Minuten da. Meine hauptsächliche Schreibzeit ist zwischen 20 Uhr und Mitternacht, allerdings nicht jeden Abend. Zum Glück kann ich mit zehn Fingern tippen, weil ich mal im Studium als Sekretärin gejobbt habe. Wenn ich nach der „Adler-such-Methode“ schreiben müsste, würde ich ja ewig brauchen.
Ich habe in meinen Fragen immer Bezug auf die Ermittlerin Mona genommen, natürlich schreibst Du nicht nur eine Serie. Sicher hast Du noch viele Ideen. Wie hälst Du die Ideen fest?
Ganz traditionell, in dicken Notizbüchern. Ungefähr neunzig Prozent meiner spontanen Ideen taugen nichts. Aber das merke ich erst, wenn ich genauer darüber nachdenke.
Kann es passieren, dass beim Schreiben eines Buches schon Ideen für weitere auftauchen?
Ja, die landen dann in den besagten Notizbüchern.
Wenn Du eine Reise in die Vergangenheit machen könntest, welchen Autor würdest Du dann gerne mal besuchen?

Jules Verne. Ich glaube, er wäre sehr erstaunt darüber, wie die Welt sich seit seinen Lebzeiten entwickelt hat.
Hast Du Zeit, Bücher Deiner Kollegen zu lesen?
Ja, schon. Aber aus Fairness-Gründen nenne ich keine Namen, damit sich niemand zurückgesetzt fühlt. Doch ich habe meine Vorlieben, so wie alle anderen auch.
Um Dein Pseudonym zu wahren, kannst Du ja leider nicht zu Lesungen gehen, macht Dir das etwas aus?
Nein. Ich bin von meinem Wesen her schüchtern und zurückhaltend. Die Vorstellung, laut aus meinen Büchern vorlesen zu müssen, ist eher beängstigend für mich.
Hast Du Kontakt zu Lesern?

Ja, per Mail oder über meine Facebook-Autorinnen-Seite.
Gibt es etwas, das Du uns Lesern immer schon mal mitteilen wolltest?
Ja – ich bin sehr glücklich darüber, dass meine Krimis so gut bei euch ankommen!
Gerne stelle ich immer Fragen, was einem zu folgenden Namen und Begriffen einfällt:
 Der alte Mann und das Meer
Hemingway – die Geschichte hätte auch auf der Nordsee vor Borkum spielen können 😉
 Enid Blyton
Hab ich als Mädchen gelesen.
Michael Ende
 Hab ich als Mädchen auch gelesen.
Liebe Sina, ich bedanke mich für Deine Antworten und wünsche Dir weiterhin viel Erfolg mit Deinen Büchern.
Vielen Dank!

Diese Büchern sind inzwischen im Klarant Verlag erschienen: 


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da ich mit diesem Interview auch etwas Werbung für die Bücher mache, habe ich hier die Kennzeichnung vorgenommen.

Autoreninterview Ulrike Busch

Buchmesse Frankfurt 2017
Liebe Ulrike, ich freue mich, dass Du Dir die Zeit nimmst und Dich meinen Fragen stellst. Ich habe mal nachgesehen, seit wann ich Deine Bücher kenne und festgestellt, dass ich im Dezember 2015 zum ersten Mal ein Buch von Dir gelesen und rezensiert habe. Im Oktober 2017 haben wir uns auf der Buchmesse endlich mal persönlich treffen können und uns sehr gut unterhalten. Natürlich über Bücher, wie soll es anders sein.

Seit Ende 2016 veröffentlichst Du im Klarant Verlag Ostfrieslandkrimis, die ich alle mit Begeisterung gelesen habe. Natürlich sind mir die Ermittler der Kripo Greetsiel ans Leserherz gewachsen. Darf ich da auf weitere Folgen hoffen?

Selbstverständlich! Zurzeit arbeite ich an einem neuen Fall mit Tammo Anders und Fenna Stern. Es geht um einen Mord in Pilsum, einem Nachbarort von Greetsiel. Diesmal ist Onkel Frido emotional besonders involviert. Und natürlich erfahren die Leser endlich, wohin die Hochzeitsreise der Ermittler ging. Mehr wird noch nicht verraten.

Da stellt sich mir auch gleich die Frage, wie lange schreibst Du an einem Buch?

Von der Idee bis zur Fertigstellung des Manuskripts vergehen rund drei Monate.

Kann es passieren, dass Dir Ideen zu einem weiteren Buch bereits kommen, während Du noch an einem anderen schreibst?

Das ist sogar der Regelfall. Ich habe immer mehrere Ideen im Hinterstübchen und spätestens dann, wenn ich ein Manuskript finalisiere, weiß ich, wovon der nächste Krimi handeln wird.

Wie werden die Ideen festgehalten? Irgendjemand hat mir mal etwas von einem Ideenbuch erzählt, hast Du auch so etwas oder sind es Notizzettel, worauf schnell etwas notiert wird?

Die Ideen notiere ich auf Karteikarten verschiedener Farbe und Größe, die ich in Karteikästen sammle. Oft sind es nur Gedankensplitter wie Themen oder Personen, manchmal sind es erste Ideen für einen ganzen Plot. Einige Ideen verwerfe ich mit der Zeit oder ich wandle sie ab, und es kommen immer wieder neue dazu.

Ulrike, Du bist ein Mädel aus dem Ruhrpott, wenn ich das mal so frech formulieren darf. Wie kommt es, dass Du nun in Hamburg lebst.

Von Kindesbeinen an habe ich davon geträumt, in Norddeutschland zu leben. Es waren wohl Bilder von weiten grünen Wiesen und vom Meer, die auf irgendwelchen Wegen in meinem Kopf gelandet waren, bevor ich überhaupt bewusst denken konnte.
Nach dem Studium habe ich mir den Traum erfüllt und bin nach Hamburg gezogen. Es hätte auch Husum oder Flensburg oder eine andere Stadt in Schleswig-Holstein sein können, aber in Hamburg waren die beruflichen Möglichkeiten am besten.

Die Handlungen Deiner Krimis spielen an der Nordsee, gibt es dort Orte, die Du besonders magst? Wie gut kennst Du Dich dort aus, bist Du für Recherche dort rumgereist?

In Nordfriesland fühle ich mich wirklich zu Hause. Seit rund 30 Jahren fahre ich regelmäßig nach Amrum; die Insel ist mein ganz persönliches Paradies. Dort mag ich den Ort Nebel am liebsten. Auch nach Sylt zieht es mich immer wieder, besonders nach Kampen, List und Keitum. Manchmal fahre ich auch nach Föhr oder auf die Halligen Langeneß und Hooge. Für meine Ostfriesland-Krimis habe ich natürlich auch in Greetsiel recherchiert.

Du schreibst hauptsächlich Krimis, hast Du schon mal mit dem Gedanken gespielt, Bücher in einem anderen Genre zu schreiben?

Ich kann nicht ausschließen, mal das Genre zu wechseln. Aber im Moment denke ich noch nicht ernsthaft darüber nach. Wenn es keine Krimis sein sollten, müssten doch auf jeden Fall Spannung und überraschende Momente darin enthalten sein.

Hast Du als Kind gerne Bücher gelesen, wenn ja, weißt Du noch welche?

Als Kind habe ich Bücher gefressen. Unsere Eltern hatten unendlich viele Bücher und sie sind mit uns von klein auf in die Stadtbibliothek gegangen. Ich habe es geliebt, in der riesigen Auswahl herumzustöbern. Besonders gern habe ich Astrid Lindgrens Geschichten über die Kinder von Bullerbü gelesen.

Hast Du ein Autorenvorbild?

Ein Vorbild in dem Sinn habe ich nicht. Aber es gibt einige Autoren, die ich besonders gern lese und bei denen ich sehr genau hingucke, wie sie bestimmte Aspekte stilistisch gelöst haben. Ein Vorbild lehne ich eigentlich ganz bewusst ab, weil ich mir dann anmaßen würde, zu schreiben wie … Mir ist wichtig, nicht andere zu imitieren, sondern meinen eigenen Stil zu entwickeln.

Wenn Du eine Zeitreise machen könntest, welchen Autor aus der Vergangenheit würdest Du gerne mal besuchen?

Thomas Mann. Ich wüsste gern, was für eine Persönlichkeit er war, was ihn bewegt und wie er gearbeitet hat.

Wie sieht Dein Arbeitsalltag aus?

Seit ich nicht mehr für Kunden schreibe, sondern ausschließlich Autorin bin, leiste ich mir den Luxus, morgens erst einmal eine halbe Stunde spazieren zu gehen – bei Wind und Wetter. Danach setze ich mich an den Schreibtisch, erledige zuerst Korrespondenz und Telefonate. Anschließend arbeite ich an meinem aktuellen Manuskript.

Hörst Du Musik beim Schreiben eines Buches oder willst Du Dich durch nichts ablenken lassen?

Nein, ich höre keine Musik, kein Radio, nichts. Zum Schreiben brauche ich absolute Stille.

Wer darf Deine Bücher als erstes lesen?

Meine Lieblings-Bloggerinnen.

Ich weiß, dass Du zu Lesern und Buchbloggern einen sehr guten Kontakt hast, wie wichtig ist Dir dieser Kontakt?

Der Kontakt ist mir ausgesprochen wichtig. Es sind regelrechte Freundschaften entstanden, auch wenn sie fast ausschließlich auf digitalem Weg geführt werden. Ich finde es wunderbar, wie viel Vertrauen auf diese Weise entstanden ist und wie offen und ehrlich wir uns miteinander austauschen. Ein Leben ohne diese Kommunikation mit Bloggerinnen, Leserinnen und Lesern kann ich mir heute gar nicht mehr vorstellen!

Hast Du eigentlich Zeit zum Lesen anderer Bücher?

Leider kaum. Mein Leben ist sehr ausgefüllt und fürs Lesen bleibt mir herzlich wenig Zeit. Ich hoffe, das ändert sich mal wieder.


Wenn ja, welches Buch wolltest Du schon immer mal lesen, hast es aus verschiedenen Gründen aber nicht geschafft?

Ein spezieller Titel fällt mir nicht ein. Ich habe mehr als 200 Bücher auf meinem eReader und einige Taschenbücher und Hardcover auf meinem SUB, die allesamt sehnlichst darauf warten, dass ich Zeit für sie habe.

An dieser Stelle frage ich gerne danach, was Dir zu folgenden Namen oder Begriffen einfällt:

Die Buddenbrooks – Ein Wahnsinnsbuch! Habe ich bereits dreimal gelesen. Und ich werde es wieder tun.

Das doppelte Lottchen – Habe ich mal gelesen, ist aber schon ein Weilchen her.

Mark Twain – Ich weiß, dass es ihn gibt, aber ich habe nie etwas von ihm gelesen.

Liebe Ulrike, ich möchte mich nun vielmals für Deine Antworten bedanken und ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg mit Deinen Büchern.

Herzlichen Dank an Dich, liebe Ulla, für dieses schöne Interview! Dir und den vielen anderen engagierten Bloggerinnen sowie allen Leserinnen und Lesern wünsche ich schöne Ostertage!

Diese Bücher sind bisher im Klarant Verlag erschienen:

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da ich mit diesem Interview auch etwas Werbung für die Bücher mache, habe ich hier die Kennzeichnung vorgenommen.

Autoreninterview – Marleen Reichenberg

Buchmesse Frankfurt 2016 
Liebe Marleen,
ich habe es mir angewöhnt, dass ich zunächst einmal nachsehe, wann ich zum ersten Mal ein Buch der Autorin gelesen habe, die ich interviewen möchte und wann wir uns kennen gelernt haben.
Im November 2014 habe ich das Buch „Novemberhimmel“ gelesen und ab da noch jede Menge und alle haben mich begeistert.

Im März 2015 war ich dann zum allerersten Mal auf einer Buchmesse, es gab ein Meet & Greet und natürlich wollte ich dahin und einige Autoren treffen. Ich fand die Idee damals mit den Namen auf den Luftballons originell und so habe ich Dich dann auch gefunden.

Danach haben wir uns auf  jeder Messe getroffen und uns unterhalten können.

Aber nun möchte ich endlich mit dem Interview beginnen.
Liebe Marleen,
Du hast ja schon einige Interviews gegeben, wie ich auf Deiner Homepage klick hier sehen konnte, trotzdem möchte ich hier noch einmal fragen, wie Du auf die Idee gekommen bist, eine Autorin zu werden.

Seitdem ich lesen kann, wollte ich selbst Bücher schreiben. Bei einem Kurzgeschichtenwettbewerb unserer Tageszeitung erreichte ich mit zehn Jahren den ersten Platz und ab da war mir klar, dass ich Autorin werden wollte. Allerdings habe ich – auch weil meine Großmutter erklärte, Schriftstellerei  sei eine brotlose Kunst – diesen Plan im Laufe meiner Jugend wieder verworfen, erstmal Jura studiert und mich an juristischen Schriftsätzen ausgetobt. Durch eine plötzliche, schwere Krankheit konnte ich meinen Beruf als Anwältin nicht mehr ausüben und habe mich dann wieder auf meinen Kindheitstraum besonnen.

Hast Du als Kind auch gerne gelesen und wenn ja, an welche Bücher kannst Du Dich erinnern?
Ja, ich habe unglaublich viel gelesen – meine Mutter sagte immer, ich würde Bücher nicht lesen, sondern fressen.
Besonders erinnere ich mich an Bücher von Otfried Preußler, „Das kleine Gespenst“und „Die kleine Hexe“, an „Ronja Räubertochter“ von Astrid Lindgren und an die Bücher von Karl May. Von Letzteren hat mein Vater, als ich etwa zwölf Jahre alt war, aus einer Haushaltsauflösung einen ganzen Karton voll nach Hause gebracht. Obwohl der blumige und teilweise langatmige Schreibstil gewöhnungsbedürftig war, fand ich die Geschichten alle toll.
Gibt es ein Buch, dass Du unbedingt mal lesen möchtest, aber noch nicht dazu gekommen bist?
Nein, das gibt es nicht. Wenn mich ein Buch wirklich interessiert, dann lese ich es sofort. Zum Glück bin ich Schnellleserin und schaffe es auch locker, mal eine Nacht lang durch zu lesen.

Wie lange schreibst Du an einem Buch?
Meine Bücher haben durchschnittlich etwa 320 bis 350 Seiten. Dafür benötige ich mit Recherche, Schreiben sowie allen Überarbeitungsdurchgängen, bevor ein Manuskript zur Lektorin geht, ungefähr vier bis fünf  Monate.
Wie sieht Dein Autorenalltag aus? Du hast ja auch eine Familie um die Du Dich kümmern musst. Kannst Du alles unter einen Hut bringen?
Ja, ich bin ein ziemlich disziplinierter Mensch. Soll heißen, ich kann mir gut in den Hintern treten. J Ich arbeite mit täglichen To-Do-Listen, die ich konsequent abhake. Außerdem respektiert meine Familie meinen Job und unterstützt mich darin.
Auf Messen ist Dein Mann immer dabei und ich bin jedes Mal begeistert, welch  tolle Fotos er macht. Liest er denn auch Deine Bücher?
Er hat ein paar davon gelesen und bei einem sogar den Titel erfunden. Aber generell liest er eher Fachbücher und repräsentiert nicht meine Zielgruppe. J
Wer darf Dein fertiges Buch als erstes lesen?

Meine Tochter und meine Mutter.

Wie ist das eigentlich mit den Ideen, kann es passieren, dass Dir auf einmal viele Ideen kommen und Du sozusagen eine Ideen-Warteliste für Bücher hast?

Ja, ich habe dafür einen eigenen Ordner namens  „Bücher die geschrieben werden wollen“ auf dem PC, der immer umfangreicher wird.  Sofern mir eine brauchbar erscheinende Inspiration zu einer Geschichte oder einem Buchtitel kommt, speichere ich sie darin ab.

Wie erreichen Dich die Ideen für Bücher?

Das ist ganz unterschiedlich. Oft lese ich etwas in der Zeitung, oder höre Geschichten von Bekannten und spinne diese Splitter dann mit dem Gedanken „Was wäre wenn?“ weiter.
Manchmal werde ich durch Bilder oder eine schöne Gegend inspiriert, oder mir fällt ein guter Buchtitel ein, zu dem ich dann eine Geschichte entwickle.

Kennst Du von Anfang an den Verlauf und das Ende des Buches, oder kann es sein, dass sich auf einmal Figuren oder Begebenheiten in die Geschichte mogeln und etwas ändern.

Ich bin ein Discovery-Writer und kenne meist nur meine Protagonisten sowie das ungefähre Ende eines Buches. Der Rest entwickelt sich während des Schreibens. Deshalb bin ich, was den Verlauf der Geschichte angeht, flexibel.

Wenn ich ein Buch lese, dann sind die Beteiligten für mich real, ich leide und freue mich mit ihnen, ich kann aber auch böse werden und schimpfen. Wie ist das bei Dir, lassen Dich die Beteiligten wieder los. Wie ist das Gefühl, wenn ein Buch zu Ende geschrieben wurde.

Nachdem ich ein Buch beendet habe, stecke ich gedanklich schon noch einige Zeit in der Geschichte drin. Einerseits ist es ein erhebendes Gefühl,  wieder einen mehrere hundert Seiten starken Roman fertig geschrieben zu haben, andererseits bin ich auch ein bisschen wehmütig, weil ich mich von den handelnden Personen „trennen“ muss.

Hast Du Dir schon mal Gedanken gemacht, ob Du ein Buch in einem ganz anderen Genre schreiben möchtest?

Ich lese alle Genres außer Horror und bewundere Krimi- und Thrillerautoren, denen es gelingt, eine spannende Geschichte zu entwerfen und den Leser aufs Glatteis zu führen, oder Fantasy-Autoren, die Parallelwelten erschaffen.
Aber ich selbst schreibe gerne Romance und kann mir momentan nicht vorstellen, das Genre zu wechseln.

Wenn Du eine Zeitreise machen könntest, welchen Autor würdest Du dann gerne mal besuchen?

Eine Zeitreise müsste ich dazu nicht machen, sondern lediglich in die USA fliegen. Ich würde sehr gerne einmal Kristin Hannah treffen und mich mit ihr unterhalten, da ich ihre Bücher und ihre Art zu schreiben liebe.

Seit ein paar Jahren gehörst Du zu einer Gruppe Autoren,  die sich auf der Frankfurter Messe mit dem schicken roten Autorensofa präsentieren. Wie wichtig ist Dir der Kontakt zu den Lesern.

Ich schätze den Kontakt zu Lesern sehr, freue mich über jede persönliche Zuschrift, die mich über meine Homepage oder per Mail erreicht und beantworte sie zeitnah.
Ich  bin unter anderem deshalb Mitglied des Autorensofas, weil ich mit unserem Stand eine wunderbare Möglichkeit habe, auf der FBM einen Teil meiner Leser persönlich kennenzulernen, mich mit ihnen zu unterhalten und auszutauschen. Mittlerweile haben sich dadurch schon einige Freundschaften ergeben.



Gibt es etwas, dass Du uns Lesern unbedingt mal sagen wolltest.

Ja. Ich sage ein riesengroßes, von Herzen kommendes DANKE an alle, die meine Bücher mögen, sie kaufen, leihen, lesen, rezensieren und weiterempfehlen.  Durch euch bin ich in der Lage, meinen Kindheitstraum zu leben und darf mich sogar Bestseller-Autorin nennen.

Was fällt Dir zu folgenden Begriffen oder Namen ein:
Erich Kästner
Ein wunderbarer Schriftsteller, von dem ich “Das doppelte Lottchen“, „“Das fliegende Klassenzimmer“ sowie  “Emil und die Detektive“ gelesen habe. Er musste – und das stelle ich mir schrecklich vor – im Dritten Reich aus nächster Nähe miterleben, wie seine Werke bei der Bücherverbrennung vernichtet wurden.
Der Graf von Monte Christo
Ein Klassiker und toller Abenteuerroman, der nach vielen Irrungen und Wirrrungen zu einem für den Leser befriedigenden Ende führt. Ich habe das Buch mit etwa 16 gelesen und fand es spannend. Die Gefängnisinsel bzw. Festung, wo Dantès eingesperrt wurde, das Chateau d’If, gibt es wirklich, und ich habe beides von Marseille aus gesehen.
Oliver Twist
Gesellschaftskritischer Roman, der Armut, Kinderarbeit und Kriminalität im England des neunzehnten Jahrhunderts schildert. Ich habe die Geschichte gelesen, weil sie zu den Klassikern der Weltliteratur gehört, war aber nicht sonderlich beeindruckt. Mich haben der teils langatmige, umständliche Schreibstil sowie die Schwarz-Weiß-Malerei der handelnden Personen gestört.
Nun habe ich soviel gefragt und bestimmt doch noch das eine oder andere vergessen. Hier hast Du nun Gelegenheit noch etwas loszuwerden. Kaum schreibe ich diesen Satz fällt mir ein, dass ich doch nach weiteren Buchplänen fragen wollte.

Weitere Buchpläne habe ich genügend, siehe oben die Frage zu der Ideen-Warteliste. J
Was ich noch loswerden möchte:
Liebe Ulla, ich freue mich, dass wir uns nun schon einige Jahre kennen und regelmäßig auf Buchmessen treffen. Ich möchte Dir für Deine wertvolle Arbeit als Buchbloggerin danken  – nicht nur deshalb, weil Du auch meine Romane liest und rezensierst. Du machst Dir viele Gedanken um ein gelesenes Buch und schreibst ausführliche, gut begründete Rezensionen. Auf Deiner Seite habe ich schon öfter gute Tipps für lesenswerte Bücher gefunden.

Liebe Marleen, ich bedanke mich vielmals, dass Du Dir die Zeit genommen und meine Fragen beantwortet hast.

Ich danke Dir für dieses Interview. Die Fragen waren interessant und ich habe sie sehr gern beantwortet.

Manchmal zeige ich an dieser Stelle Cover der bereits erschienenen Bücher, aber das würde hier den Rahmen sprengen und deshalb stelle ich hier einige Links ein.
Übersicht der bisher erschienenen Bücher: klick hier