Rezension – Jaspers letzter Flirt

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Autorin: Ulrike Busch Titel: Jaspers letzter Flirt Genre: Krimi Version: eBook und Taschenbuch erschienen: 16. August 2016 Seiten: 300 Altersempfehlung: Erwachsene Die Sehnsucht nach Meer und weitem Horizont verspürte Ulrike Busch schon als Kind. Noch immer ist sie fasziniert von … Weiterlesen

Rezension – Schnee sei Dank

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Autorin: Tara Riedmann Titel: Schnee sei Dank Genre: Weihnachtsbuch Version: eBook und Taschenbuch erschienen: 30. Oktober 2016 Seiten: 256 Altersempfehlung: Erwachsene Verlag: Books on Demand Die Autorin Tara Riedman wurde 1974 in Düsseldorf geboren. Früher wollte sie Ärztin für Pferde, … Weiterlesen

Karten im Vintage-Stil

Was meine ich damit nun wieder. Nun, Bastelprofis können mit dem Begriff etwas anfangen, aber es gibt ja noch genügend Leser, die nicht basteln und einfach nur mal gucken möchten.

Der Vintage-Stil ist in vielen Bereichen wieder ganz aktuell. Da werden zum Beispiel Holzschränkchen frisch gestrichen und die Farbe wird dann mit Schmirgelpapier teilweise abgerieben, damit der Eindruck von Vintage – Alt entsteht.

Karten können ebenfalls im Vintage-Stil angefertigt werden. Auf der Creativa im März 2016 habe ich am Stand von Pure creative dazu Workshops gegeben.

Schöne alte Servietten wurden auf braunem Kartenpapier geklebt. Da von den Servietten nur die oberste Lage verarbeitet wird, schimmert die Farbe des Papiers durch. Der Effekt wird noch verstärkt, in dem mit brauner Stempelfarbe Ränder gewischt werden. Außerdem gibt es wunderbare Schablonen, die ich ebenfalls eingesetzt habe.

Nun, ich hatte dann die Idee für einige besondere Anlässe – zwei mal stand ein 60. Geburtstag und einmal sogar ein 60. Hochzeitstag an, in diesem Stil Karten zu fertigen. Natürlich gehörten alte Bilder dazu, die in die Laschen gesteckt wurden, deshalb möchte ich hier nicht alles zeigen, um die Privatsphäre zu bewahren.

Hier wurde die Serviette mit der Rose absichtlich gewählt, 
weil sie einen Bezug zum Namen des Geburtstagskindes hatte

Schrieb ich gerade, dass ich keine Bilder zeigen will.
 Naja, das heulende Etwas bin ich und dazu stehe ich 😉

Mitte und letze Seite, überall habe
 ich Erinnerungsfoto eingesteckt

Das Deckblatt einer Karte, die ich für einen 60jährigen
jungen Mann gemacht habe. Ist das nicht eine 
tolle Serviette?
Als ich diese Serviette sah, wusste ich, 
die passt zu dem Diamantenen Hochzeitspaar

Lesezeichen 2016

Ein Lesezeichen basteln? Ach was, das wäre ja zu einfach. Wenn schon, denn schon, dachte ich und wollte so um die 20 Stück anfertigen. Naja, auf einmal war ich so im Stempel-Colorierrausch, dass es am Ende 41 Stück waren. Danach hatte ich aber keine Lust mehr, denn ich hätte ja auf 50 aufstocken können, aber irgendwann ist die Luft auch mal raus.
Ich habe hier jetzt einfach mal die einzelnen Schritte festgehalten, damit sich jeder eine Vorstellung machen kann.
Zunächst wird Papier zurecht gelegt und bestempelt. Einer meiner Lieblingsstempel von Penny Black – lesende Katze und der Spruchstempel kamen mehrfach zum Einsatz.
Danach wird geeignetes  Motivpapier aus meinen Vorräten heraus gesucht. Auf dem Bild ist der Stapel mit den Stempelabdrücken und dem Motivpapier zu sehen.
Meine Aquarellbuntstifte mit den passenden Farben werden herausgesucht und jeder Stempelabdruck entsprechend ausgemalt. Noch sieht es ziemlich langweilig aus, Effekte erziele ich dann mit meinen Pinseln und Wasser.

Fällt Euch das Hintergrundpapier auf? Hier teste ich die Farben, manchmal sind solche Schmierblätter auch sehr interessant anzusehen.
Schritt für Schritt arbeite ich mich vor. Hier sind nun alle Stempelabdrücken coloriert und als nächstes brauche ich farblich passendes Papier, um das Stempelbildchen zu matten. So heißt es, wenn das Stempelbild nicht direkt auf das Motivpapier geklebt wird, sondern so zu sagen noch eine Farbe dazwischen kommt.
Diese Arbeit mache ich am besten bei Tageslicht, denn es ist mir schon oft passiert, dass ich bei Lampenschein etwas gemalt oder zusammen gestellt habe, was am nächsten Tag überhaupt passte.
Hier sind nun die vier Papiere zu sehen, die ich brauche, um das Lesezeichen fertig zu stellen.
Das Stempelbild befindet sich nun auf farblich passendes Papier 

und muss jetzt nur noch auf das Motivpapier geklebt werden. 
Die Rückseite wurde schon mit der Vorderseite verbunden.
Manchmal sieht es schon etwas wüst auf meinem Basteltisch aus…..
Und hier liegt er nun, der Stapel mit 41 Stück. Ich muss jetzt nur noch alles laminieren. Mit meinem einfachen Laminiergerät ist das allerdings eine Geduldsprobe.
Und hier seht Ihr jetzt 3 fertig gestellte Lesezeichen, 
ich verzichte darauf, alle 41 zu zeigen. Obwohl viele Motive öfter vorkommen, gleicht doch keines dem anderen. Jedes ist individuell gestaltet, mal etwas schiefer, mal etwas grader, lach, das nicht, aber mal wurde rechts mehr abgeschnitten, mal links, weil ich Schussel den Spruch jedes Mal anders platziert hatte.

Vielen Dank für Schauen.

Indie-Autoren-Challenge Denise Wolf

Im März 2015 hatten einige Autoren die Idee sich einer besonderen Herausforderung zu stellen. Ihnen sollten 15 Begriffe genannt werden und sie wollten eine Geschichte daraus machen, die mindestens drei Seiten lang sein sollte. Nach und nach möchte ich die Autoren und deren Geschichten vorstellen:

Denise Wolf stellt sich vor:
Ich bin 1993 geboren und im Landkreis Schwäbisch Hall aufgewachsen. Ich hab, kaum dass ich lesen konnte, unzählige Bücher verschlungen und schon früh selbst Geschichten ausgedacht. Aber bisher kamen die nur unzureichend auf Papier. Mit 16 bin ich nach Nürnberg gezogen, hab aber nach 4 Jahren das Abitur abgebrochen und bin dann für ein halbes Jahr ans Theater, wo ich Regiehospitanz gemacht hab und den Jugendclub betreut habe. Ich hab für mich eigene Stücke geschrieben, die dann aufgeführt wurden und beim Jugendclub geholfen, deren Stück zu entwickeln. Danach habe ich eine Ausbildung als Mediengestalterin begonnen und schreibe nun endlich all die Geschichten auf, die mich seit Jahren quälen. Mein erstes Buch wird von einer Schneekönigin handeln.

Hier kommt nun die erste Kurzgeschichte von Denise Wolf, in der sie folgende 10 Begriffe einarbeiten sollte:

1. Hasenmaske

2. Buddahstatue

3. Kerzenhalter

4. Federmäppchen

5. Schlüsselkarte

6. Maßband

7. Postkarte

8. Magnet

9. Schwein

10. Nähmaschine

11. Briefkopf

12. Locher

13. Kekse

14. Poster

15. Armband

Es war ein ganz normaler Montagabend. Nach der Arbeit hatte ich mal wieder Zeit, durch die Innenstadt zu schlendern. Ich kaufte ein paar Kekse und ein neues Federmäppchen, weil mein altes ausgedient hatte.

Unterwegs kam ich an einem hübschen Trödelladen vorbei und blieb davor stehen. Er wirkte etwas heruntergekommen, hatte aber eine nostalgische Note, die mir gefiel. Man konnte zwar kaum was vom Laden erkennen, dafür waren aber ein paar Gegenstände ausgelegt. Ich sah eine glänzend polierte Buddha-Statue und eine verstörende Hasenmaske. Ein seltsamer Laden.

Meine Neugier war geweckt. Vorsichtig öffnete ich die Tür und schob mich nun doch etwas nervös hinein. Mein Herz pochte aufgeregt. Es war düster. Nur ein paar Kerzen am Tresen brannten. Der Kerzenhalter selbst sah aus wie Knochenhände. Mir lief es kalt den Rücken herunter, aber ich ging trotzdem weiter und sah mir die Regale näher an. Ein paar Poster stapelten aufgerollt neben einem kleinen Haufen Postkarten. Auf einer der Karten konnte ich ein pinkfarbenes Schwein mitsamt Glücksklee erkennen. Auf einer anderen waren Nähutensilien wie Fadenrollen, Nähmaschine und ein Maßband auf einem Stück Stoff abgebildet. Sehr seltsame Karten.

Im nächsten Regal entdeckte ich ein feines Armband in einer Schatulle. Es funkelte geheimnisvoll in dem kaum vorhandenen Licht und sah sehr wertvoll aus. Vorsichtig streckte ich meine Hand aus und strich über die feinen Kristalle. Wie schön es war …

\“Finger weg!\“, bellte plötzlich eine heisere Stimme neben mir. Eine alte Frau stand direkt neben dem Regal und sah mich mit funkelnden Augen an.
\“Hier wird nicht einfach alles angetatscht. Schon gar nicht Schmuck. Nimm deine dreckigen Griffel da weg!\“, zeterte sie weiter und beäugte mich misstrauisch. \“Na, willst du weiter das Armband antatschen oder soll ich dir deine Hand abhacken?\“
\“Nein, ich …\“, begann ich, doch als ich die Hand wegnahm und mich erneut nach der Alten umsah, war sie verschwunden.

Obwohl mir der Laden unheimlich war, schaute ich mich weiter um. Alles wirkte schmutzig, als hätte seit Monaten niemand mehr geputzt. Nachdem ich die letzte Regalreihe hinter mir gelassen hatte, stand ich vor einem Tresen, auf dem sich ein moderner Kassenautomat mit steckender Schlüsselkarte befand. Direkt daneben lagen Papiere und andere Büroutensilien wie ein Locher. Hier lag kein Staub. alles machte den Eindruck, als sei der Ladenbesitzer nur kurz weggegangen. Ich war schon im Begriff zu gehen, als mir etwas ins Auge stach. An der Rückseite der Kasse waren ein Foto und ein Brief mit einem Magneten befestigt. Auf dem Bild war eine ältere Dame zu erkennen. Moment mal! Das war die Alte, die ich beim Armband gesehen hatte! Neugierig nahm ich den Brief in die Hand. Auf dem Briefkopf erkannte ich ein Datum … 03.12.2001. Verwirrt las ich die Zeilen, blickte erschrocken auf und las sie erneut. Wieder und wieder und ich konnte es mit jedem Mal weniger glauben. Ich starrte auf die Fotografie und meine Hände begannen zu zittern. Eilig verließ ich den Laden und rannte zur Bushaltestelle zurück. Doch als ich aus einer Gasse eilte und über die Straße laufen wollte, kam plötzlich ein Bus auf mich zugeschossen … und überfuhr mich.

Die Alte stand an der gegenüberliegenden Seite und sah dabei zu, wie die junge Frau auf sie zu rannte. Sie wusste nichts von ihrem Schicksal. Und so sollte es bleiben, bis zum letzten Augenblick. Die Alte sah zu, wie der Bus das Mädchen überfuhr und lächelte. Das war das letzte Opfer, dachte sie sich und verschwand. Zurückblieb nur ein Brief, in dem stand:

Johanna,

ich schicke dir das Armband mit einer Bitte. Eine alte Zigeunerin hat mich verflucht. Ich werde nach meinem Tod an das Armband gebunden sein. Nur 13 Tote, die das Armband berühren, können mich erlösen. Bring mir diese Opfer!

In Liebe,
Astrid

Rezension – Ein letztes Fest

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Autorin: Moa Graven Titel: Ein letztes Fest Genre: Weihnachtsbuch Version: eBook erschienen: 26. August 2016 Seiten: 47 Altersempfehlung: Erwachsene Die Autorin schreibt über sich: \“Ich habe erst mit fünfzig meine Leidenschaft für das subtile Verbrechen entdeckt.\“ Als gebürtige Ostfriesin kam … Weiterlesen

Rezension – Ein Hund zu Weihnachten

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Autor: Greg Kincaid Titel: Ein Hund zu Weihnachten Genre: Weihnachtsbuch Version: eBook, gebunden´und Taschenbuch erschienen: 8. Oktober 2012 Seiten: 192 Altersempfehlung: Jugendlich und Erwachsene Verlag: cbj Der Autor Greg Kincaid arbeitet im Hauptberuf als Rechtsanwalt und ist auf Familienrecht spezialisiert. … Weiterlesen

Rezension – Ein Weihnachtsmuffel zum Verlieben – Weihnachtsnovelle

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Autorin: Kay Noa Titel: Ein Weihnachtsmuffel zum Verlieben Genre: Weihnachtsbuch Version: eBook erschienen: 3. Dezember 2015 Seiten: 138 Altersempfehlung: Erwachsene Das schreibt die Autorin über sich: Ich lebe mit meinem Mann zusammen mit Reservewerwolf Bruno und zwei egozentrischen Katzen in … Weiterlesen

Rezension – Wintersonnenglanz

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Autorin: Gabriella Engelmann Titel: Wintersonnenglanz Genre: Weihnachtsbuch Version: eBook, broschiert und Hörbuch erschienen: 4. Oktober 2016 Seiten: 256 Altersempfehlung: Erwachsene Verlag: Knaur Zur Autorin: Die gebürtige Münchnerin entdeckte in Hamburg ihre Freude am Schreiben und fühlt sich im Norden pudelwohl. … Weiterlesen

Indie-Autoren-Challenge Jennifer Heine

Im März 2015 hatten einige Autoren die Idee sich einer besonderen Herausforderung zu stellen. Ihnen sollten 15 Begriffe genannt werden und sie wollten eine Geschichte daraus machen, die mindestens drei Seiten lang sein sollte. Nach und nach möchte ich die Autoren und deren Geschichten vorstellen:

Jennifer Heine, geboren 1987 in Leverkusen, lebt – nach einigen Jahren abseits der Heimat – nun wieder in der schönen Stadt am Rhein. Schon als Kind war sie von Büchern besessen, schrieb später kleinere Geschichten und Gedichte für die Schülerzeitung und das Jahrbuch ihrer Schule. Während ihrer Lehre zur Pferdewirtin rückten die Bücher und das Schreiben für ihren Traumberuf in den Hintergrund. Nach mehreren Jahren, die die Rheinländerin im Münsterland und später im Ruhrgebiet verbrachte, absolvierte sie eine Umschulung, gründete eine Familie und brachte ihr erstes Kind zur Welt. Während der Schwangerschaft fand sie die Leidenschaft zum Schreiben wieder. Ihre Freizeit verbringt die Bürokauffrau zum Großteil auf dem Rücken eines Pferdes, in ihrem Schrebergarten oder im Schneidersitz mit Laptop auf der Couch, wo sie ihre Geschichten zum Leben erweckt.

Diese Bücher können bei Amazon erworben werden: klick mich

Ganz neu im Indie-Autor-Challenge-Team ist Jennifer Heine Autorin. Sie wurde von der lieben Denise Wolf nominiert. Viel Spaß mit ihrem Challenge-Debüt.

1. Natur
2. Park
3. Apfel
4. Mülltonne
5. Graffiti
6. Sternschnuppe
7. Schnee
8. Laub
9. Auto
10. Ampel
11. Duftkerze
12. Chips
13. Notizblock
14. Visitenkarte
15. Hund

 »Betty, komm endlich«, grummelnd stehe ich auf der Straße und zerre an der Leine, während mein Hund meint, dass die Mülltonne ein hervorragender Ort ist, um ihr Geschäft zu verrichten. Es ist früh am Morgen, beinahe noch Nacht, kaum ein Auto ist auf den Straßen unterwegs. Eigentlich müssten wir nur die Dorfstraße entlang gehen, bis wir an dem wunderschönen Park vorbeikommen. Doch Betty hatte es zu eilig. Der Park ist die Visitenkarte des Dorfes, in dem ich wohne. Vor einigen Jahren gab es hier nichts außer unberührter Natur. Doch die Stadtflucht hat es notwendig gemacht, dass hier neuer Lebensraum geschaffen werden musste.

Nachdem Betty fertig ist, überqueren wir die einzige Ampel im Dorf. Dann endlich erreichen wir den Wald, durch den wir gehen müssen, um zu meiner Arbeit zu gelangen. Ich löse die Leine von Bettys Halsband und fange an zu joggen. Als wir am Stall ankommen, ist noch alles dunkel. Ich öffne das riesige Tor und befestige es mit den Metallketten an der Stallwand. Dann knipse ich das Licht an. Fünf Minuten später höre ich Schritte in der Stallgasse, und Chip, einer der Arbeitsreiter, kommt grüßend auf mich zu.

 »Na Schnecke. Alles frisch?« Nickend reiche ich ihm zwei Eimer.
»Sicher. Fängst du schon mal an? Die anderen müssten jede Minute kommen.«
Innerhalb der nächsten Minuten trudeln alle Angestellten ein. Chips Freundin Laura, Kevin, Martin und Tanja sind gemeinsam mit Chip und mir für das Reiten und Trainieren der edlen Vollblüter zuständig. Anschließend versammeln wir uns vor der Lot-Tafel. Neugierig schaue ich auf meinen Namen und die Pferde dahinter. Karasu, Allqueen und Santero sind die ersten drei, nach der Pause folgen Sternschnuppe, Schnee auf dem Berg und Graffiti.
Als ich später die Box mit der gesattelten Graffiti verlasse, hebt mich der Trainer auf den Rücken des großen Tieres und ich ziehe den Sattelgurt nach.
 »Nele, eine Runde. Laura, Chip und Kevin eine halbe Runde. Tanja, du begleitest Nele.« Tanja schließt zu mir auf, während vom Hof in Richtung Sandbahn reiten.
 »Wie war dein Abend?«
 Ich schüttle den Kopf. »Wenn du das Date mit dem Dressurreiter meinst, dann war es grauenhaft. Es war… ein weiterer Name auf meinem Notizblock, den ich streichen werde.«
 »Wieso?«
»Erinnerst du dich an die Duftkerze?«
 »Die nach Lilien riechen sollte?«
 »Genau die. Ich habe sie angezündet, weil ich dachte, das würde die Stimmung ein wenig heben. Aber was dann kam … Er war gegen irgendeinen Stoff in der Kerze allergisch. Keine fünf Minuten war er in der Wohnung, da ist er hochrot angelaufen und bekam keine Luft mehr. Er keuchte irgendwas von wegen Spray. Also habe ich ihm Deo, Haarspray und so einen Raumlufterfrischer geholt. Der Idiot hat mich damit abgeschmissen, ehe er fluchtartig das Haus verlassen hat. Heute Morgen hatte ich eine Nachricht auf dem Handy, dass wir scheinbar nicht zusammenpassen würden.«
»Nicht dein Ernst?«, lacht sie.
 »Mein voller Ernst. So was habe ich noch nie erlebt.«
 Wir passieren den Übergang und nicken dem Trainer zu.
 »Noch eine Runde, Mädels«, ruft er uns hinterher, während er die anderen zurückhält und sie zur Galoppbahn bringt.
Auf dem Weg zur Galoppbahn gurte ich erneut nach, verkürze die Steigbügel und stelle mich im Sattel auf. Von Weitem können wir bereits die kraftvolle Galoppade der drei anderen Pferde hören. Wenn das Adrenalin durch meine Adern pumpt und der Wind mir ins Gesicht peitscht, wenn das Rennpferd unter mir alles gibt, dann weiß ich, dass ich niemals woanders arbeiten kann. Graffiti tänzelt leicht hin und her, als die anderen näher kommen. Das trockene Laub unter ihren Hufen knistert und ich spüre, wie hart ihr Rücken wird. Mit einem wahnsinnigen Tempo preschen sie dann an uns vorbei. Graffiti ist ganz wild auf den Galopp. Sie tänzelt seitwärts auf die Bahn und ich muss sie zurückhalten. Erst, nachdem der Trainer das Tor geschlossen hat und sich in die Mitte der Bahn begeben hat, trabe ich an. Tanja trabt mit Bolero in der Bahnmitte, ich bleibe innen, wo der Boden härter ist.
»Bereit?«, rufe ich ihr über die Schulter hinweg zu und fasse die Zügel kürzer.
»Los!« Sofort springt Graffiti sanft ab und verfällt in einen gleichmäßigen Galopp. In der ersten Kurve halte sie noch ein wenig zurück, doch am Ende der Gegengeraden treibe ich sie an. Als ich die Zügel verkürze, spüre ich, wie der Gegenwind stärker wird. Spüre, wie sie ihre Kraft einsetzt, um noch ein Bisschen schneller zu werden. Ich höre das Schnauben, wenn sie Luft holt, und bemerke den Kampfgeist, der in ihr erwacht, als Bolero fast auf Kopfhöhe an sie herankommt.
 »Komm, mein Mädchen. Nachher gibt es auch einen dicken Apfel für dich!«, feuere ich sie an. Als wir am Ziel vorbeipreschen weiß ich, dass sie alles gegeben hat.