Rezension – Schattenhaut

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Autorin: Nané Lénard Titel: Schattenhaut Genre: Krimi Version: eBook und broschiert erschienen: 4. April 2011 Seiten: 352 Altersempfehlung: Erwachsene Verlag: CW Niemeyer Die Autorin Nané Lénard wurde 1965 in Bückeburg geboren. Die Schriftstellerin ist verheiratet und Mutter von zwei erwachsenen … Weiterlesen

Indie-Autoren-Challenge Mila Summers

Im März 2015 hatten einige Autoren die Idee sich einer besonderen Herausforderung zu stellen. Ihnen sollten 15 Begriffe genannt werden und sie wollten eine Geschichte daraus machen, die mindestens drei Seiten lang sein sollte. Nach und nach möchte ich die Autoren und deren Geschichten vorstellen:

Mila Summers sagt über sich:
Ich wurde 1984 in Würzburg geboren, wo ich auch heute noch mit meinem Mann und unserer kleinen Tochter lebe. Ich studierte Europäische Ethnologie, Geschichte und Öffentliches Recht und erfüllte mir mit der Veröffentlichung meines ersten märchenhaften Kurzromans \“Küss mich wach\“ einen großen Traum. Wenn ich nicht gerade Windeln wechsele, auf Reisen gehe oder in den Büchern schmökere, die sich auf meinem SuB häufen, gilt meine Leidenschaft dem Schreiben humorvoller und romantischer Geschichten.

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Nominiert wurde Mila Summers von Violet Truelove & Lindsay Lovejoy. Diese 15 begriffe wurden ihr genannt, die in einer Geschichte vorkommen sollten:

1. Kaffeekanne
2. Stehlampe
3. Stempelkissen
4. Namensgeber
5. Leseratte
6. Poesiealbum
7. Leseprobe
8. Hörspiel
9. Lebensweisheit
10. Surfergirl
11. Blechschild
12. Pandabär
13. Tränensäcke
14. Sonnenblende
15. Deodorant

Never change a running sytem!

Norbert Feldmayer schob seinen Lesesessel ein wenig zur Seite. So war es besser. Die Stehlampe neben sich knipste er auch gleich an. Ungeduldig nahm er schließlich Platz. Er konnte es kaum mehr abwarten, die Leseprobe in Augenschein zu nehmen. Der rundliche Mann mit der Nickelbrille war eine echte Leseratte. Kurz vor dem Zubettgehen verschlang er am liebsten die furchteinflößendsten Thriller. Meist standen dann auf dem kleinen Tischchen neben seinem gemütlichen Ohrensessel eine Kaffeekanne und Gebäck bereit.

Während seine Frau Margarete mal wieder auf der Couch eingeschlafen war, tauchte er immer weiter in die Geschichte ein. An einer besonders spannenden Stelle, hörte er plötzlich hinter sich eine Stimme: »Papa, ich kann nicht schlafen.« Und erschrak dabei fast zu Tode. Er versuchte sich nichts anmerken zu lassen, um das Kind nicht zu ängstigen.

Philipp war gerade mal fünf Jahre alt und sollte um diese Zeit eigentlich schon längst schlafen. »Hast du schlecht geträumt?«, fragte Norbert schließlich, während er ihn zu sich auf den Schoß winkte.

»Ja, von Pandabären«, erzählte der Junge ganz aufgeregt. »Die sind aus dem Hörspiel, das ich vorhin angehört habe, herausgekommen und in mein Bett geklettert. Das war so gruselig, Papi.«

 »Oh, die wollten bestimmt nur mit dir kuscheln. Wenn du nach oben gehst, sind sie sicher schon wieder weg. Vor denen brauchst du keine Angst haben«, beschwichtigte er ihn, während er spürte, wie der Junge langsam ruhiger wurde. Philipp gähnte genüsslich.

 »Kleiner Mann, was machst du denn hier?«, rief Margarete schlaftrunken von der Couch rüber. Während sie sich genüsslich streckte, besah sich Norbert seine Frau genauer. Die Tränensäcke unter ihren Augen hingen ihr weit ins Gesicht, das Haar klebt fettig an der Kopfhaut, die Wölbung unter ihrer Brust war kaum zu übersehen. Was war aus dem einstigen Surfergirl geworden, das jede Welle furchtlos bezwungen hatte?

Verstohlen blickte er auf seine eigene Wampe und musste sich schmerzlich eingestehen, dass der Zahn der Zeit auch ganz ordentlich an ihm genagt hatte. Früher war er durchaus sportlich gewesen. Mit den Kindern und dem eigenen kleinen Häuschen am Stadtrand hat er sich zum Spießer entwickelt. Für Sport war er zu träge geworden. Das viele Gebäck am Abend tat sicher sein übriges.

 »Mama, ich muss unbedingt noch etwas in Luises Poesiealbum schreiben. Jetzt sofort. Morgen haben wir es wieder vergessen«, rief Philipp ganz aufgebracht.

 »Aber Schätzchen, du kannst doch noch gar nicht schreiben. Mal ihr doch morgen ein Bild in das Album. Hm?«, versuchte Margarete den Kleinen von seinem Vorhaben abzubringen. Ohne Erfolg.

Philipp stürzte sich von meinem Schoß und rannte ins Wohnzimmer. Sogleich kam er mit einem kleinen Büchlein in der Hand zurück und streckt es ungeduldig seiner Mutter entgegen. »Mami, Mami, wir brauchen so eine Lebensweisheit, die wir der Luise ins Buch schreiben können. Marion hat erzählt, dass ihre Mama einen ganz tollen Spruch rausgesucht hat. Das müssen wir toppen.«

»Okay, lass mich kurz überlegen. Was hast du denn mit dem Stempelkissen in deiner Hand vor?«

»Damit können wir der Luise dann noch Fingerabdrücke ins Album machen. Das ist dann ein echtes Unidraht.«

»Was ist denn ein Unidraht?«, fragte Norbert neugierig von seinem Sessel aus. In Gedanken klappte er gerade die Sonnenblende in dem schmucken Cabrio herunter, das sie während ihres Surfurlaubs auf Hawaii angemietet hatten. Ohne Kinder. Ungebunden fuhren die beiden Jungverliebten von Strand zu Strand. Immer auf der Suche nach den besten Wellen. Eine aufregende und unglaublich intensive Zeit. Wo war wohl das Blechschild abgeblieben, das er sich zur Erinnerung mit nach Hause genommen hatte?

»Ein Unidraht ist etwas Einmaliges. Das kommt nicht so oft vor«, berichtete Philipp ganz stolz. »Anscheinend kommt es so selten vor, dass du es gar nicht kennst, Papa.« Der kleine Mann wuchs augenscheinlich um zwei Zentimeter bei der Vorstellung, seinen Vater an Wissen zu überragen.

 »Nein, mein Lieber. Das kannte ich wirklich nicht. Das Wort, das du meinst heißt Unikat.« Norbert führte die Kaffeetasse zufrieden an seinen Mund, während der Junge zu schmollen begann. Margarete warf ihrem Mann einen vernichtenden Blick zu. Offensichtlich hatte er einen Fehler begangen. Vielleicht hätte etwas mehr Einfühlungsvermögen zeigen sollen?

»Du musst nicht traurig sein, Philipp. Der Papa ist ja nur eifersüchtig. Du hast ein ganz eigenes Wort erfunden. Du bist sozusagen der Namensgeber für den Unidraht. Das hat der Papa in seinem ganzen Leben nicht geschafft.« Die funkelnden Lichtblitze in ihren Augen zeugten von dem Feuer, das einst in ihr loderte.

Während er in Gedanken an die heißen Liebesnächte von einst dachte, verabschiedete sich sein Sohn brav ins Bett. Ob er es wagen sollte?

Mutig erhob er sich von seinem Sessel, setzte sich auf der Couch ganz dicht zu seiner Frau und begann ihr die empfindliche Stelle unter dem Ohr zu küssen.

»Norbert, hast du wieder mein Deodorant benutzt? Wie oft habe ich dir denn schon gesagt, dass du die Finger von meinen Sachen lassen sollst.«

Da ging sie dahin. Die Hoffnung auf mehr. Das Feuer lag erloschen vor ihm. Der Drops war gelutscht. Nur gut, dass der Thriller noch auf ihn wartete. Der motzte nicht, nahm nicht zwischenzeitlich zwanzig Kilo zu und fügte sich immer anstandslos seiner Führung.

Indie-Autoren-Challenge Dietmar Hesse

Im März 2015 hatten einige Autoren die Idee sich einer besonderen Herausforderung zu stellen. Ihnen sollten 15 Begriffe genannt werden und sie wollten eine Geschichte daraus machen, die mindestens drei Seiten lang sein sollte. Nach und nach möchte ich die Autoren und deren Geschichten vorstellen:

Dietmar Hesse wurde in Welze, einem kleinen Dorf in Niedersachsen geboren. Aufgewachsen ist er in Berenbostel nahe Hannover. Dies ist auch heute wieder seine Heimat. Er schreibt eigentlich schon seit der Schulzeit. Kurze, kleine Sprüche. Gedichte, oder wie wohl fast jeder in dem Alter Songtexte. Das Leben führte ihn in den Süden Deutschlands nach Bayern. Die ersten Seiten von Achterbahn sind vor acht Jahren dort entstanden.
Jahre später, wieder zurück in Niedersachsen, arbeitete er in einer kleinen Druckerei in Alfeld. Seine Tochter rief ihn an. Sie hatte als Abiturarbeit einen Roman geschrieben. Einen Katzenkrimi in der Art von \“Felidae\“. Ob er den für sie drucken und in kleiner Auflage binden könne. Als er das Werk in Händen hielt, war er beeindruckt. Sein kleines Mädchen schreibt einen Roman. Wo war seiner? In zwei Jahren war die war Rohfassung fertig. Ein weiteres Jahr der Überarbeitung, und der Liebeskrimi war geschrieben. Liebe und ein wenig Krimi, die zwei Dinge gehören doch zusammen.

Dazu meint der Autor: Ich habe beim Schreiben immer an mich als Leser gedacht. Das zu Papier gebracht, was mich bewegte. So hoffe ich, dass ich einen schönen Abend und gemütliche Stunden bereiten kann. Eine Tasse Tee oder ein gutes Glas Wein dazu, die Seele baumeln lassen und die Welt für einen Moment vergessen.

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Und hier kommen nun die Begriffe, die  Dietmar Hesse in seiner Geschichte unterbingen sollte. . Nominiert wurde er von Mila Summers.

1. Windmühle
2. Frosch
3. Geigenkasten
4. Fluss
5. Fenstergiebel
6. Rollläden
7. Jack Russell
8. Container
9. Lichtblitz
10. Federmäppchen
11. Melodie
12. Fahrtenbuch
13. Münze
14. Glück
15. Liebe

die Geschichte :

 »Schatz, ich gehe mit dem Hund raus. Wenn ich zurückkomme, frühstücken wir!« Ohne ihre Antwort abzuwarten, schloss ich die Tür. Sam, unser treuer Jack Russel, umkreiste meine Beine zwei mal. Er legte den Kopf schief, dann schaute mich fragend an. »Ja, jetzt ist der Morgenspaziergang dran!« Die Melodie von Lady in Black summend, schlenderte ich gut gelaunt Richtung Fluss. Sam inspizierte den Container vom Nachbarn, schnupperte und setzte eine Duftmarke.

»Komm bei Fuß, es ist Brutzeit, da ist Leinenpflicht!« Gehorsam trotte er heran und ließ sich anleinen. Wir erreichten den Feldweg am Ortsende, wo er aufmerksam jedes Grasbüschel untersuchte. Nur als ein Frosch vor seiner Nase quakend in den Bach hüpfte, blieb er überrascht stehen. »Ist gut, der tut dir nichts! Weiter geht\’s!« Ich genoss diese Spaziergänge in der Natur. Die Luft, der Blick über die Wiesen bis zur alten Windmühle einen Kilometer entfernt, das Gezwitscher der Vögel, wunderschön. Ich sah mich schon mit Block und Federmäppchen bewaffnet zurückkommen, um das in einer Zeichnung festzuhalten.
Sam hatte endlich den Platz für sein Geschäft gefunden. Das verstaute ich gleich zur Entsorgung in der Papiertüte. »Ab, nach Hause, das Frühstück wartet!« Am Gartenzaun wurden wir von einem Lichtblitz überrascht. Der plötzlich aufkommende Wind zusammen mit einem lauten Donner ließen mich zum Himmel schauen. Da zog ein gewaltiges Gewitter auf. Die Rollläden am Fenstergiebel schepperten unüberhörbar. Jetzt aber ab in die gute Stube! Ich öffnete die Tür und Sam zwängte sich vorbei. Er wollte so schnell wie möglich in seinen Hundekorb. Dort legte er die Schnauze auf die Vorderpfoten und sah herzerweichend herüber.
»Ist ja alles in Ordnung, kleiner Racker.« Meine Stimme beruhigte ihn, er gähnte und schloss die Augen. Als ich die Küche betrat, lag der Duft von frisch aufgebrühtem Kaffee in der Luft. Was hatte ich doch für ein Glück, dass diese bezaubernde Frau mir mit so viel Liebe zur Seite stand. Ich trat hinter sie und legte ihr die Arme um die Schultern. »He, vorsichtig, ich verbrenne mich noch!« »An mir?« »Nein, du Trottel! An der heißen Pfanne!« Lächelnd drehte sie sich um und gab mir einen dicken Kuss. »Da zieht ein Unwetter auf, ich sollte die Rollläden herunter lassen, sonst entführt die der Wind.« »Nix da, erst wird gefrühstückt! Mike ist im Bad, die Rühreier mag er doch besonders gerne.«
Unser Sohn, mein ganzer Stolz. Er war so musikalisch, wie ich es mir in jungen Jahren gewünscht hatte, zu sein. Die Töne, die er aus der Geige zauberte, einfach schön. »Hi Mum, Morgen Paps, das duftet aber!« Er setzte sich. »Ich habe einen Riesenhunger!« »Schapp dir schon mal ne Semmel, die Eier sind gleich soweit! Thomas, setz dich!« Tja, auch das war meine Frau. Sie hatte uns im Griff.

»Was steht denn heute auf dem Plan? Draußen sieht es ja nicht so toll aus.« Fragend schaute mich Mike an. »Eigentlich wollten wir dir einen neuen Geigenkasten besorgen, doch bei dem Wetter ist mir mehr nach einem gemütlichen Spieletag. Meinetwegen an der PlayStation. Du hast Ferien, ich den ersten Urlaubstag, nur Mama ruft der Laden. Die Entscheidung überlasse ich dir, oder werfen wir eine Münze?«. »Cool, ich Zahl, du Kopf, der Gewinner entscheidet! Aber … nee, lass uns spielen. Portal wäre toll, da geht es nicht ohne Nachdenken.« »Tja, muss leider los, ihr wisst ja, die kranken Kollegen. Habt viel Spaß, ich bin bald wieder daheim.« Claudia schaute etwas bedrückt. Ich stand auf, nahm sie fest in den Arm und gab ihr einen langen Kuss.
Die eigenartigen Laute in meinem Rücken überhörte ich geflissentlich. »Bringst du nachher das Fahrtenbuch aus dem Auto mit rein, ich muss da noch was nachtragen?« »Klar doch, Tschüss ihr zwei, macht euch einen tollen Männertag.« Sie überraschte uns schon vier Stunden später und sah in strahlende Gesichter. Wir hatten die Herausforderungen der Portale mit Bravour gemeistert.

Rezension – 7 Sommersünden – Seesterne küssen nicht

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Autorin: Martina Gercke Titel: 7 Sommersünden – Seesterne küssen nicht Genre: Frauenroman Version: eBook und Taschenbuch erschienen: 3. Juli 2016 Seiten: 248 Altersempfehlung: Erwachsene Die Autorin Martina Gercke lebt mit ihrem Mann und den zwei erwachsenen Kindern in ihrer Lieblingsstadt … Weiterlesen