Im August bekam ich zum Geburtstag einen Gutschein für eine Hop on – Hop off Tour auf der Themse, von Westminster Richtung Greenwich und zurück. Ein tolles Geschenk, allerdings musste der Gutschein bis Ende Dezember eingelöst werden. Natürlich gehörte zu dem Geschenk auch der Flug dazu. Tja, so kam es, dass ich mit meiner Tochter im Advent nach London geflogen bin.
Die Flüge wurden bei British Airways gebucht, denn leider haben in der Vergangenheit deutsche Fluggesellschaften zu oft gestreikt und wir wollten kein Risiko eingehen.
Ein Hotel wurde ebenfalls frühzeitig gebucht, diesmal hatten wir uns eins in der Nähe der Paddington Station ausgesucht. Von dort konnten wir sehr gut zu allen Orten fahren, die wir diesmal aufsuchen wollten.
Samstag – Morgens sind wir sehr früh gestartet und freuten uns, dass wir bereits am Vormittag im Hotel ankommen würden. Denn normalerweise fährt vom Flughafen Heathrow ein Schnellzug innerhalb von wenigen Minuten nach Paddington. Ja, richtig, ich habe normalerweise geschrieben, denn genau an unserem Ankunftstag wurden alle Züge bestreikt. Es war von Vorteil, dass wir uns auskennen und kurzerhand einen alternativen, aber zeitaufwendigeren Weg wählten. Wir waren dann froh, als wir mittags endlich im Hotel ankamen.

Da wir für den ersten Tag keine großen Pläne gemacht hatten, haben wir erst einmal nach einem Imbiss Ausschau gehalten, uns gestärkt und sind dann los. Zu Fuß ging es durch den Hyde Park, eigentlich wollten wir durch das Winter Wonderland bummeln, aber es war alles abgesperrt und man musste Eintritt zahlen. Nur fürs Gucken, nein danke, zumal wir das ja bereits aus den Jahren davor kannten.
Also weitergehen, wir kennen uns ja aus. 😉 Unser nächstes Ziel war der Weihnachtsmarkt in South Bank. Dort konnten wir wunderschöne Eindrücke sammeln, die Dämmerung trat ja früh ein und die Lichter sind einfach herrlich anzusehen. Außerdem gab es eine sehr große Auswahl an Getränken und leckeres zu essen. In einem Bookshop konnten wir nicht verhindern, dass Bücher unbedingt in die Tasche meiner Tochter wollten.
Damit wir weitere Eindrücke von der adventlichen Straßenbeleuchtung bekommen konnten, haben wir für die Rückfahrt den Bus genommen. Laufen wollten wir nicht mehr, denn es fing so ein bisschen an zu regnen. Außerdem wollten wir die U-Bahn von London Underground nicht nehmen, es war viel zu voll, da viele, ja sogar sehr viele Touristen ebenfalls die Idee hatten, am 1. Adventwochenende einen Besuch in London zu machen.
Deshalb hatten wir dann auch die Idee, in einem Pub, das sich in der Nähe unseres Hotels befand, den Abend ausklingen zu lassen. Es war ein sehr unterhaltsamer Abend und ich stellte fest, dass mir Cider schmeckt.
Sonntag – Ein Besuch bei Madame Tussaud stand auf dem Programm. 1981 und 1999 war ich schon mal dort und freute mich, aber irgendwie hatte ich diesmal das Gefühl, nicht so viel Prominenz anzutreffen. Ich fragte mich, ob Persönlichkeiten zur Ruhe gesetzt wurden? Auf jeden Fall haben wir uns dort nicht so lange aufgehalten, wie ich es mir vorher gedacht hatte.
Deshalb nutzten wir die Zeit und fuhren anschließend zu Harrods. Wir hatten ja bereits festgestellt, wie voll es in London ist, aber Harrods übertraf alles. Schade! Ich wollte doch nur ein Sandwich und ein paar Kleinigkeiten zum Verschenken kaufen. Um halb zwölf wurde geöffnet und wir sind durch einen Seiteneingang rein. In der Food Hall wurden die Kassen erst um 12 Uhr aktiviert und es entstand unnötige Wartezeit. Ich hatte dann einfach keinen Nerv, mich weiter umzusehen. Nachdem ich einiges, längst nicht alles, was auf meiner Liste stand, gefunden hatte, was ich kaufen wollte, haben wir das Kaufhaus schnell wieder verlassen.
Das Thema Harrods haben wir dann auch schnell abgehakt, denn als nächstes hatten wir etwas ganz besonderes geplant. In einem wunderschönen Pub, in der Nähe unseres Hotels hatten wir einen Tisch reserviert. Wir wollten einen Sunday Roast, einen Sonntagsbraten kennen lernen.
Ich stelle dazu mal eine Information ein, die ich gefunden habe: Beim traditionellen britischen Sonntagsessen Sunday roast wird Yorkshire-Pudding im selben Ofen wie das Roastbeef oder sonst verwendete Fleisch gebacken, wobei der Pudding unter dem Fleischstück gart, sodass der Bratensaft in den Pudding tropft und ihm zusätzliches Aroma verleiht.
Wobei ich erwähnen möchte, dass der Yorkshire Pudding eine federleichte Teig-Kreation ist. Typischerweise wird er als Beilage zum Sunday Roast (Sonntagsbraten) serviert und in die dicke Gravy (Bratensoße) getunkt.
Nach dem Essen, das hervorragend gemundet hat, wollten wir uns aber wieder bewegen und haben uns auf dem Weg nach Covent Garden gemacht.
Einer meiner Lieblingsorte in London. Ich liebe die Atmosphäre dort. Es sind immer verschiedene Musiker anwesend und ich sitze dort gerne und höre ihnen zu. Einkäufe konnte ich dort dann auch machen.
Anschließend stellten wir uns die Frage, wollen wir direkt ins Hotel oder suchen wir einen Pub für einen Schlummertrunk. Nun, wir wählten einen Pub in Hotelnähe und das war eine gute Entscheidung. Denn wir konnten sehen, was es dort zu essen gibt und wollten am nächsten Abend dahin gehen.
Montag – Ausflug nach Greenwich – Nun konnte ich meinen Gutschein einlösen und mit dem Schiff von Westminster nach Greenwich fahren. Aber bevor es aufs Boot ging, „musste“ ich erst noch Bilder machen.

Weil das Wetter so traumhaft war, haben wir uns nach draußen gesetzt. Ich bin immer wieder überwältigt, wenn ich die Gebäude in London betrachte.
Von uralt bis hochmodern wird alles geboten. Natürlich habe ich zum xten Mal Bilder vom Tower und der Tower Bridge gemacht. Allerdings noch nicht so viele aus dieser Perspektive.
Greenwich ist ein Stadtteil von London und wohl den allermeisten Leuten ein Begriff, allerdings im Zusammenhang mit der Zeitzone.
Vorbei an schönen Häusern geht es zum Park und dort den Hügel rauf. Oben befindet sich das Observatorium, das ich diesmal wieder nicht besichtigt habe. Umso mehr habe ich aber die Aussicht genossen.
Im Ort unten befand sich der Christmas Markt, wo wir eine Kleinigkeit gegessen und getrunken haben, bevor es mit dem Boot wieder zurück ging.
Es gibt ja viele Möglichkeiten, London von oben zu betrachten. Eine davon ist ein Besuch im Sky Garden. Ich hatte bereits von zu Hause aus einen Termin gebucht und somit hatten wir keine lange Wartezeit, bevor wir mit dem Lift nach oben fahren durften. Die Aussicht war wieder traumhaft. Obwohl ich schon einmal dort oben war, konnte ich mich ein weiteres Mal begeistern und habe auch wieder einige Bilder gemacht. Natürlich nach Einbruch der Dämmerung.
Auch dieser Tag fand wieder seinen Abschluss in einem Pub.
Dienstag – Inzwischen war ich so oft in London, aber im Tower bin ich noch nie gewesen.

Das sollte sich diesmal ändern. Auch hierfür habe ich von zu Hause aus alles gebucht und wir mussten uns nicht für den Ticketkauf anstellen und konnten direkt den Rundgang starten. Am Eingang wurden wir mit der Technik entsprechend ausgestattet und hatten die Möglichkeit, an den interessanten Stellen die deutschen Erklärungen dazu zu hören.
Das alles ist schon sehr beeindruckend, vor allem, wenn ich mir vorstelle, wann das alles erbaut wurde und was sich im Laufe der Jahre dort alles abgespielt hat. Geschichte pur.
Gegensätze gibt es ja wirklich reichlich, dafür haben wir auch gesorgt. Denn nach dem Tower wollten wir nach Camden und dort auf dem Market stöbern. Aber auch dort hatte ich das Gefühl, dass sich einiges geändert hat. Es wurde mehr hochwertige Ware angeboten und die kleinen Souvenirlädchen in den ehemaligen Pferdeställen fand ich nicht mehr. Allerdings gab es diese inzwischen in London reichlich, fast an jeder Ecke.
Im Advent ist es auch in London nicht so warm und wir freuten uns immer, wenn wir ein heißes Getränk zu uns nehmen können.
Natürlich wird ein Cappuccino nicht überall getrunken, nein, wir suchten einen Buchladen am Piccadilly auf. Nun, ich konnte der Versuchung widerstehen und habe kein Buch gekauft, sondern bin auf direktem Weg nach oben in die Cafeteria gefahren.
Es fiel mir allerdings auch nicht schwer, denn mein Englisch ist nicht so gut, dass ich ein Buch in der Sprache lesen könnte.
Den Abend haben wir diesmal nicht in einem Pub ausklingen lassen, denn schnell hatten wir festgestellt, dass alle, in Frage kommenden, brechend voll waren. Wir vermuteten, dass ein besonderes sportliches Ereignis stattfand, das sich alle ansehen wollten und haben dann den letzten Abend in einem „normalen“ Restaurant verbracht.
Mittwoch – Nach dem Frühstück wurden die Koffer gepackt und an der Rezeption abgestellt. Wir hatten noch ein Ziel und zwar wollten wir zu einem Shop in der Nähe des Buckingham Palastes. Dort wollten wir nach schönen Souvenirs Ausschau halten. Man gönnt sich ja sonst nichts. Nach einem mittäglichen Imbiss wurden die Koffer abgeholt und diesmal konnten wir bequem von Paddington abfahren.
Hier zeige ich noch ein paar Haustüren, meist zu Hotels, die mich begeistert haben:




Kurze Anmerkungen
Wir sind viel mit dem Bus gefahren, man kommt zwar langsam voran, aber es wird viel gesehen.
Wenn wir Termine hatten, sind wir mit der Underground gefahren, es war dann ja auch nicht mehr so voll wie am Wochenende. Wir hatten Glück, am Tag nach unserer Abreise sollten Busse und U-Bahnen bestreikt werden.
Außerdem habe ich festgestellt, dass kaum noch Bargeld benutzt wurde und zu 99 % alles mit Card bezahlt werden musste. Selbst Straßenmusikanten hatten ein Kartenlesegerät dabei.
Natürlich konnten auch wieder einige Bilder betrachtet werden, die ich im Bericht untergebracht habe. Ich dachte, ich hätte viel fotografiert, aber anscheinend war das doch nicht der Fall. Nun, dass kann daran liegen, dass ich vieles in den Jahren davor bereits fotografiert habe. Obwohl mich das normalerweise nicht von einem Wiederholungsbild abhält.
London, gerne immer wieder

































Ich habe einmal ein Wochenende ueber Weltbild mit zwei anderen Gewinnern mit einem Treffen der Autorin von Ayla gewonnen. Der Lunch mit der Autorin war natürlich sehr interessant. Ich haette mir etwas mehr Zeit für Sightseeing gewünscht. Denn wir sind erst Samstags hingeflogen und unser Rückflug war schon am Sonntag. Ich stelle mir London zur Weihnachtszeit sehr schön vor.
P. S. Ich war schon einmal in Wien zur Adventszeit und es lohnt sich, weil Wien mehrere Weihnachtsmaerkte hat.
LikeLike
Oh, der Gewinn war ja wirklich klasse und es schade, dass die Zeit nur so kurz war. Ich fahre immer wieder gerne im Advent nach London, aber eben auch zu anderen Jahreszeiten. Ich kann also gar nicht sagen, wann es mir besser gefällt. Aber Wien werde ich mir mal merken, dort war ich immer nun im Sommer zu kurzen Besuchen
LikeGefällt 1 Person
In Wien war ich auch schon zu anderen Jahreszeiten. Vor fünf Jahren war ich mit meiner Schwester und Schwager in Paris. Wir sind mit dem Thalys hin und zurück gefahren. Wir haben noch vor Notre Dame gestanden und Fotos gemacht. Aber die Besucherschlange war leider zu lang. Unser Hotel war in der Nähe vom Bahnhof. Wir haben schon aus unserem Hotel ausgescheckt, aber unser Gepäck im Hotel gelassen. Wir können ja unsere Rückfahrt nicht verpassen. Im Herbst des gleichen Jahres war der Brand von Notre Dame.
LikeGefällt 1 Person
Na, da hast Du aus Deinem Geburtstagsgutschein aber alles rausgeholt 👍Das muss eine ganz tolle Erlebnisreise gewesen sein. Ich bin ja schon begeistert, wenn ich das nur lese und die Bilder anschaue. Wie muss es erst in der Wirklichkeit gewesen sein?
Einen lieben Gruß von Marianne und hab einen schönen 2. Advent
LikeLike
Danke liebe Marianne, ja, es war wieder soooo schön und ich war nicht zum letzten Mal in London. Liebe Grüße Ulla
LikeGefällt 1 Person