Gefangen zwischen Versprechen und Verbrechen in Afrika

Autorin: Ina Broich

Genre: Gegenwartsroman

Version: eBook und Paperback

erschienen: 15. Oktober 2022

Seiten: 200

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ indayi Edition




Über die Autorin:
Katharina (Ina) Broich wurde am 31.07.1978 in Plettenberg geboren. Während der gymnasialen Oberstufe studierte sie in Innsbruck/Österreich Gesang, darüber hinaus Tourismusmanagement. Sie lebte mit ihrem Mann und den beiden Kindern mehrere Jahre in Kapstadt/Südafrika und arbeitete dort für eine große Fluggesellschaft. Seit ihrer Rückkehr nach Deutschland schreibt sie gesellschaftskritische Texte, Poesie und Poetry-Slams und trägt diese öffentlich und auf ihrem YouTube-Kanal „Ina liest“ vor.  Seit 2017 ist sie Mitglied im städtisch geförderten Neusser Autorenkreis, Westdeutschen Autorenkreis, Freundeskreis Düsseldorfer Buch. Seit 2022 arbeitet sie als Lektorin, Korrektorin und Texterin.


Kurzbeschreibung:
Gefangen zwischen Versprechen und Verbrechen in Afrika
Thando & Rebecca im Schatten eines südafrikanischen Townships
Der Junge Thando lebt mit seiner Großmutter Rebecca in einem südafrikanischen Township. Das tägliche Überleben wird geprägt von Gewalt, Hunger und Gangster-Aktivitäten. Da Rebecca aus gesundheitlichen Gründen immer weniger für den Jungen sorgen kann, übernimmt Thando einige Aufgaben, die allerdings sehr gefährlich sind. Das Leben in den Townships ist gefährlich und manch einer kommt aus diesem Sumpf von Gewalt und Hoffnungslosigkeit nicht mehr heraus. Allerdings gibt es so genannte Safe-Houses, wo Kinder Hilfe bekommen können. Ob Thando die Hilfe annimmt und seinem Schicksal ein Schnäppchen schlagen kann?


Meine Meinung:
Die Autorin Ina Broich hat mit ihrer Familie einige Zeit in Südafrika gelebt und dort durch ihre Arbeit in einem Safe-House die Schicksale vieler Kinder kennen gelernt. Angeregt durch diese Kenntnisse ist dieses Buch entstanden.
Thando lebt mit seiner Großmutter Rebecca in einem südafrikanischen Township. Sehr eindrucksvoll schildert die Autorin, wie die beiden dort leben und was täglich gemacht werden muss, wie beispielsweise das Anstehen an der Wasserpumpe. Die Großmutter verdient leider nur wenige Rand und es reicht oft nur für eine karge Mahlzeit, deshalb muss Thando ebenfalls etwas zum Unterhalt beitragen. Leider gerät er in Kreise, die sich als sehr gefährlich herausstellen und es wird schwer, sich davon wieder zu lösen.
Mich haben die Schilderungen sehr bewegt und auch nachdenklich gemacht. Das Elend ist dort sehr groß und es kann sicher nur einer kleinen Minderheit geholfen werden. Es sind einfach zu viele Menschen, die dort in den Hütten in Armut leben. Auch kann ich mir vorstellen, dass viele, die staunend den Tafelberg bewundern, das alles nicht sehen oder zumindest hilflos die Gegend betrachten.
Auf jeden Fall hat die Autorin in ihrer Geschichte dafür gesorgt, dass Thando es schafft und alles ein glückliches Ende findet. Naja, sagen wir mal so, ein einigermaßen glückliches Ende.


Fazit:
Ein sehr bewegendes Buch, in dem der Junge Thando eine kurze Zeit seines Lebens begleitet wird. In dieser kurzen Zeitspanne erfahre ich viel über Schicksale, Hass, Missgunst, Elend und Armut. Aber es gibt auch Hoffnungen, Liebe und Mut für Veränderungen. Eine Leseempfehlung für dieses Buch möchte ich auf jeden Fall aussprechen, denn auch die Spannung kommt in der Geschichte nicht zu kurz.

Bei der Autorin möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

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