Die Aufrechte – Roman aus dem Widerstand

Autor: Claudius Crönert

Genre: Historisch, Biografie

Version: eBook und gebundene Ausgabe

erschienen: 13. Juli 2022

Seiten: 512

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Gmeiner-Verlag




Über den Autor:
Claudius Crönert, geboren 1961, ist in Hamburg aufgewachsen. Heute lebt der Autor in Berlin. Er schreibt historische Romane und Krimis.


Kurzbeschreibung, übernommen:
»Sie hing nun einmal an diesem Mann, sie liebte ihn so sehr. Und dennoch hinterging sie ihn. Halblaut rief sie sich eine bittere Wahrheit in Erinnerung. Dass ihr Geliebter einer der engsten Mitarbeiter des Führers war. Sie versuchte, ihre Gedanken zu Ende zu führen und musste sich der Frage stellen, wie es wirklich zwischen ihnen stand. Es war denkbar, dass er ihr doppeltes Spiel längst durchschaut hatte. Aber solange sie die Nazis bekämpfen wollte, brauchte sie ihn …«
Ein Leben zwischen Liebe und Widerstand. Die Journalistin Felicitas von Reznicek schloss sich dem Widerstand gegen das NS-Regime an – und verliebte sich in Fritz Wiedemann, einen Adjutanten Hitlers. Doch ihre Überzeugungen gab sie für ihn nicht auf.


Meine Meinung:

Es gab auch in Deutschland einen Widerstand. Einige Personen sind vielen bekannt, andere wurden gar nicht weiter hervorgehoben oder sind ganz in Vergessenheit geraten. Zum Glück haben wir Autorinnen und Autoren, die uns
Claudius Crönert stellt uns in seinem Buch Felicitas von Reznicek vor. Zwölf Jahre ihres Lebens können wir sie begleiten und erfahren sehr viel über die damalige Zeit.
Felicitas, die sich Fee rufen ließ, wuchs in einer Familie auf, der es in der damaligen Zeit gut ging. Ihr Vater Emil Nikolaus von Reznicek, war ein sehr bekannter deutsch-österreichischer Komponist. Ihre Mutter war eine gebürtige Schweizerin und wie es damals bedauerlicherweise behauptet wurde, eine Halbjüdin. Nun ahnt jeder bereits, dass dies zu Problemen führen würde und die Familie von Fee blieb nicht verschont und es wurde auch durchaus lebensgefährlich.
Fee hat als Journalistin gearbeitet und kam dadurch wohl an mehr Informationen als manch Durchschnittsbürger. Aber auch sie gehörte zu den Leuten, die meinten, dass alles schnell vorbei ginge und es wohl nicht so schlimm werden könnte. Eine Fehleinschätzung, die viele in Gefahr brachte. Aber selbst als sie mehr Hintergründe erfahren konnte, war es nicht einfach. Zu gerne hätte sie die Familie in Sicherheit in die Schweiz gebracht. Was sich so einfach anhörte, aber nicht war. Auf die Einzelheiten möchte ich hier jetzt nicht eingehen, es würde den Rahmen sprengen und außerdem kann es ja jeder nachlesen. Fee hatte einen sehr großen Bekanntenkreis und kam auch mit anderen, die im Widerstand tätig waren zusammen. Aber nicht nur mit ihnen, leider gab es überall Parteimitglieder und es war gefährlich laut die eigene Meinung zu äußern. Ganz kritisch stelle ich mir die Situation vor, in der Fee sich in den Adjutanten von Hitler verliebt. Das schreit doch regelrecht nach einer Zwickmühle und ich machte mir Gedanken, was ich wohl an ihrer Stelle gemacht hätte.
Ich erwähnte ja schon, dass der Autor uns Leserinnen und Lesern die Möglichkeit gibt, viel aus dem Familien- und Alltagsleben während der zwölf Jahre kennen zu lernen. So konnte ich erfahren, wie sich das Leben in anderen Städten abspielte, Fee durfte ja reisen. Ob nun nach Wien oder Paris oder sogar nach New York und San Francisco. Fee war Übermittlerin wichtiger Geheimnachrichten. Beruflich war es oft eine Gratwanderung, als Journalistin hätte sie gerne über bestimmte Themen geschrieben, aber auch das wurde zu gefährlich oder erst gar nicht zum Druck freigegeben. Ach, ich könnte ich noch so viel erwähnen. Zumal der Autor sehr gut recherchiert hat.
Ich fand es ausgesprochen interessant, soviel aus dem Leben von Fee und ihrer Familie zu erfahren. Natürlich wollte ich über einige Personen noch mehr wissen und habe mich im Internet über sie informiert.


Fazit:
Ein Buch über eine besondere Frau, die aktiv im Widerstand tätig war. Aber auch nach dem Krieg war sie nicht untätig, was der Autor im Nachwort erwähnt. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung. Das Buch vermittelt soviel wissenswertes und macht auch nachdenklich.

Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Wer noch mehr Meinungen zu dem Buch lesen möchte, kann diese auf den unten genannten Seiten machen

Frau Goethe liest

Angélique’s Leseecke

2 Gedanken zu „Die Aufrechte – Roman aus dem Widerstand

  1. Pingback: Maxime gegen die Diktatur – Frau Goethe liest

  2. Pingback: Die Aufrechte von Claudius Crönert – Kunterbunte Bücherreisen

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