Minna – Kopf hoch, Schultern zurück

 Autorin: Felicitas Fuchs

Genre: Historischer Roman

Version: eBook, Hörbuch und Paperback

erschienen: 14. Juni 2022

Seiten: 608

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Heyne Verlag



Über die Autorin:
Felicitas Fuchs ist das Pseudonym der Erfolgsautorin Carla Berling, die sich mit Krimis, Komödien und temperamentvollen Lesungen ein großes Publikum erobert hat. Schon bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete, war sie als Reporterin und Pressefotografin immer sehr nah an den Menschen und ihren Schicksalen. In ihrer dramatischen Familiengeschichte verarbeitet sie autobiografische Elemente zu einer packenden Trilogie über drei starke Frauen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Die guten Momente festhalten. Und niemals aufgeben!
Düsseldorf 1924. Die junge Schneiderin Minna stammt aus einfachen Verhältnissen und kommt mit großen Hoffnungen in die mondäne Stadt. Sie will glücklich werden, sich aus der Armut befreien und eine Familie gründen. Als sie sich in den wohlhabenden Fred verliebt, scheinen sich alle Wünsche zu erfüllen. Doch ihr starker Wille und ihr Erfolg als Schneiderin stellen die Ehe immer wieder auf die Probe. In der Zeit, in der sie lebt, gibt es kein Verständnis für eine Frau, die eigene Entscheidungen trifft. Schon bald muss Minna zwischen den Konventionen und ihren Wünschen wählen, und ihre Träume scheinen in weite Ferne zu rücken. Doch Minna kämpft gegen alle Widerstände um ihr Glück.


Meine Meinung:

Mit Sicherheit haben viele von uns Großmütter, die in einer besonderen Zeit aufgewachsen sind und einiges erlebt haben. Als Autorin hatte Felicitas Fuchs den Vorteil und vor allem die Möglichkeit, die Geschichte ihrer Großmutter aufzuschreiben und uns dies in einem Roman zu präsentieren.
Ich war natürlich besonders neugierig, denn einige Jahre hat Minna in Düsseldorf gelebt und viele Örtlichkeiten sind mir gut bekannt. Deshalb hatte ich manches bildlich vor Augen, obwohl viele Häuser zerstört wurden, aber Straßen und einige Gebäude gibt es ja heute noch.
So lernte ich Minna und ihre Familie kennen, die es in den zwanziger Jahren nicht leicht hatten. Es gab nicht unbedingt gut bezahlte Arbeit und Minnas Mutter musste in einem Hotel einer Arbeit nachgehen, über die viele die Nase rümpften. Ihre jüngere Schwester hatte es als Dienstmädchen auch nicht leicht, denn viele Herrschaften hatte sonderbare Einstellungen.
Minna hat durchaus Vorstellungen, was sie machen und wie sie leben wollte. Allerdings gab es reichlich Personen, die das überhaupt nicht gut fanden. Als Schneiderin wurde sie sehr schnell erfolgreich und verdiente sehr gut. Leider entwickelte sich vieles nicht nach ihren Vorstellungen. Die Ehe stand unter keinem guten Stern und auch die Wirtschaftskrise machte vieles kaputt. Aber Minna war nicht unterzukriegen und sie ging ihren Weg. Lange Jahre konnte ich sie begleiten, was ich sehr interessant fand. Denn ich habe dadurch natürlich sehr viel über das Alltags- und Familienleben erfahren können.


Fazit:
Es ist leicht gesagt, man kann ja mal eben über das Leben einer Familienangehörigen schreiben. Aber auch dafür muss viel recherchiert werden. Schauplätze werden aufgesucht, alte Stadtpläne und Fotos werden betrachtet und vieles mehr muss gemacht werden. Der Autorin ist es bestens gelungen und hat mir viel über das Leben in Düsseldorf und Minden vermitteln können. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung. Weitere Folgen werden im nächsten Jahr erscheinen, auf die ich auch gespannt bin.

Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

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