Die Krankenschwester – Der spektakuläre Kriminalfall aus Dänemark

Autor: Kristian Corfixen

Genre: tatsächlicher Kriminalfall

Version: eBook, Hörbuch und Taschenbuch

erschienen: 17. Februar 2022

Seiten: 290

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Saga Egmont Bücher



Über den Autor:
Der Journalist Kristian Corfixen arbeitet seit 2013 für die große dänische Tageszeitung Politiken. „Die Krankenschwester“ ist sein Buchdebüt und hat in Skandinavien bereits mehrere Preise gewonnen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Das Krankenhaus als vermeintlich perfekter Tatort…
Krankenhaus Nykøbing Falster: Ein Patient stirbt. Da die Todesursache ungeklärt ist, wird die Polizei hinzugerufen. Ein Routineeinsatz – bis eine Krankenschwester den Verdacht äußert, ihre Kollegin aus der Nachtschicht habe den Patienten vorsätzlich getötet. Schnell stellt sich heraus, dass es weitere verdächtige Todesfälle in den letzten Jahren gab – und Christina Aistrup Hansen gerät mehr und mehr in den Fokus der Ermittlungen. Doch wo sind die Beweise für ihre Taten? Und wieso wird die Polizei erst jetzt eingeschaltet?
Kristian Corfixen beschreibt die Ereignisse, die zu einer zwölfjährigen Haftstrafe für Christina Aistrup Hansen führten. Es ist die Dokumentation einer außergewöhnlichen Ermittlung, die Parallelen zum Fall Niels Högel aufweist. Alle Beteiligten kommen zu Wort – die Ermittler ebenso wie Christina Aistrup Hansen selbst.-


Meine Meinung:
Es gibt in Wirklichkeit genügend Kriminalfälle und manche Autoren müssten sich nichts neues einfallen lassen, sie könnten über die Realität schreiben. Oft genug habe ich Krimis gelesen, die Bezug nahmen auf tatsächliche Vorfälle, die dann in einen Kriminalroman aufgearbeitet wurden. Das kann sehr spannend werden und ich kann dann durchaus an das Buch gefesselt werden. Mit diesen Erwartungen habe ich mit dem Lesen des Buches begonnen. Allerdings musste ich schnell feststellen, dass der Autor gut recherchiert hat und mit vielen Beteiligten Gespräche geführt hat. Aber mir fehlte etwas. Natürlich war mir klar, was die Krankenschwester verbrochen hat und es mit Sicherheit auch nicht leicht für die Kollegen war, den Verdachtsmomenten nachzugehen. So viele Einzelschicksale waren von dem Verhalten von Christina Aistrup betroffen. Es war auch sehr emotional, denn ich lernte die Opfer und ihre Familien ja ebenfalls kennen und konnte lesen, welche Hoffnungen sie hatten.
Aber insgesamt hatte ich das Gefühl einem nüchternen Tatsachenbericht zu lesen. Denn der Autor hat genauestens über das Verhalten und die Überlegungen aller Beteiligten berichtet. Ich kann jetzt nicht sagen, dass dabei Spannung aufkam, denn von Anfang an wusste ich ja, was Christina alles gemacht hat. Und ebenso konnte ich nachvollziehen, was alles unternommen wurde.


Fazit:
Es ist eine sehr interessante Dokumentation und es steckt reichlich Arbeit dahinter, aber anders präsentiert, hätte es mir persönlich viel besser gefallen. Zum Glück sind die Meinungen ja immer unterschiedlich und ich will das Buch auch nicht schlecht reden, deshalb werden sich bestimmt noch begeisterte Leserinnen und Leser finden, die genau diesen Schreibstil mögen.

Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

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