Der Zauberberg ruft! Die Boheme in Davos

Autorin: Unda Hörner

Genre: Historisch

Version: gebundene Ausgabe

erschienen: 19. Januar 2022

Seiten: 144

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Ebersbach & Simon



Über die Autorin:
Unda Hörner studierte Germanistik und Romanistik in Berlin und Paris, promovierte 1993 über die Schriftstellerin Elsa Triolet und lebt als freie Autorin, Herausgeberin, Journalistin und Übersetzerin in Berlin. Bei ebersbach & simon von ihr u.a. erschienen: »1919 – Das Jahr der Frauen«, »1929 – Frauen im Jahr Babylon«, »Kafka und Felice«, »Am Horizont der Meere. Gala Dalí«.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Die Boheme erobert Davos „Es wurde getanzt, gelacht, gesungen, gehustet und auf den Korridoren geküsst,“ schrieb einst Klabund über Davos. Hier kreuzten sich die Wege zahlreicher Schriftsteller und Künstler aus aller Welt, in Thomas Manns „Zauberberg“ wurde der Ort unsterblich, aber ebenso in den Werken von René Crevel und Paul Éluard, der hier die schöne Russin Gala traf, später Gala Dalí. Auch so manches Gemälde von Ernst Ludwig Kirchner, der ab 1917 in Davos residierte, zeugt vom Einfluss des Schweizer Luftkurortes. Unda Hörner bietet ein spannendes Kapitel europäischer Kulturgeschichte mit vielen Originalzitaten.


Meine Meinung:
Es kommt immer mal vor, dass man einen Buchtitel hört und weiß, da war doch mal was. So ging es mir, als ich den Titel dieses Buch las. Leider habe ich bisher das berühmte Buch von Thomas Mann nicht gelesen, aber ich konnte jetzt wenigstens mal lesen, weshalb der Zauberberg ruft.
Die Autorin Unda Hörner hat mir in ihrem Buch geschildert, wie die „Boheme“ des vorigen Jahrhunderts in Davos gekurt hat und dem besonderen Ruf gefolgt ist. Es war schon interessant, wer alles wegen einer Lungenkrankheit in die Schweiz fuhr und wie lange sich manche dort aufgehalten haben. Denn es war mit Sicherheit nicht günstig dort länger zu verweilen. Allerdings traten manche Lungenkrankheiten erst dort auf, die zu Hause nie festgestellt wurden und die ärmeren Leute, die sich solch eine Auszeit nicht leisten konnten, litten zu Hause der Krankheit.
Auf jeden Fall war es sehr interessant zu lesen, denn es begegneten sich dort viele Künstler, es wurden neue Verbindungen geschlossen und manche blieben sogar Jahre dort. Katia Mann war damals in Davos, um sich zu erholen und bekam Besuch von ihrem Mann, der später dann das bereits erwähnte Buch schrieb.
Sehr gut gefallen haben mir die alte Fotos, die gute Eindrücke vermitteln, wie damals dort aussah.


Fazit:
Ich fand es ganz interessant zu lesen. Es war ein kleiner Ausflug in die Vergangenheit mit Einblick auf das Verhalten einer besonderen Personengruppe zur damaligen Zeit. Wer daran ebenfalls Interesse hat, sollte dieses Buch lesen.

Beim Verlag und bei NetGalleyDE möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

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