Die Stunde zwischen Tag und Morgen

Autorin: Priska Lo Cascio

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 2. November 2021

Seiten: 432

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Droemer TB



Über die Autorin:
1972 in Bern geboren und aufgewachsen, war Priska Lo Cascio bereits in frühster Jugend fasziniert von Kulturen und Geschichten aus aller Welt. Nach der Ausbildung zur Reisefachfrau hat es sie mehrere Jahre lang auf die Britischen Inseln, nach Italien und in den Nahen Osten gezogen, bevor sie sesshaft wurde. Heute lebt sie mit Ehemann und Sohn in Zürich. Wenn sie nicht gerade schreibt, stöbert sie oft und gerne durch herrlich verstaubte Geschichtsarchive oder versucht sich im Studium nicht ganz alltäglicher Sprachen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Ist ihre Liebe stark genug, um auf Ruinen zu wurzeln?
»Die Stunde zwischen Nacht und Morgen« von Priska Lo Cascio erzählt von einer engagierten jungen Frau und einer großen Liebe vor dem Hintergrund des »Schweizer Dorfs« im Köln der Nachkriegszeit.
Um etwas zu bewirken auf der Welt, widersetzt sich die junge Schweizerin Eli Wipf 1946 ihrem Vater und ihrem Verlobten und schließt sich einer Hilfsorganisation an. Eli wird nach Köln geschickt. In der zerbombten Stadt fehlt es an allem, und die junge Frau arbeitet Tag und Nacht im »Schweizer Dorf«, um die wachsende Zahl von Notleidenden und Flüchtlingen zu versorgen.
Dort begegnet Eli eines Tages dem ehemaligen Soldaten Helmut, dessen düstere, wortkarge Art ihr zuerst unheimlich ist. Andererseits kümmert Helmut sich rührend um seinen kleinen Bruder Mattes, den auch Eli ins Herz geschlossen hat. Doch als der Winter kommt, greift in Köln die Tuberkulose um sich, und plötzlich steht Mattesʼ Leben auf Messers Schneide …


Meine Meinung:
Als Vielleserin sind mir in der letzten Zeit reichlich Bücher in die Hände gefallen, in denen über Ereignisse in der Nachkriegszeit berichtet wurde. Oft las ich bereits bekanntes, aber es gab auch Interessantes, das mir nicht so bekannt war. Mit diesem Buch habe ich etwas erfahren, was ich überhaupt nicht wusste.
Es gab damals eine „Schweizer Spende“ mit der Notleidenden geholfen werde sollte. Schweizerinnen und Schweizer spendeten nicht nur, es fuhren auch viele nach Deutschland um vor Ort zu helfen. In diesem Buch war es Eli Wipf, die aus wohlbehütetem Elternhaus kam und endlich etwas sinnvolles, wie sie meinte, machen zu wollen. Sie reiste nach Köln und hat dort in dem Schweizer Dorf den Menschen geholfen.
Ich lernte nicht nur Eli kennen, ich konnte auch erfahren, wie wichtig ihrer Familie das Ansehen und der richtige Bräutigam war. Ein wohlerzogenes Mädchen würde niemals diesen Weg nehmen, den Eli eingeschlagen hat. Was auch der Grund war, dass sie es heimlich machte. Allerdings klappte es mit der Heimlichkeit dann doch nicht, aber darauf will ich nicht näher eingehen.
Die Autorin hat in ihrem Buch über das Leben der Kölner geschrieben, wo der Junge Mattes im Vordergrund stand. Sein Bruder Helmut konnte aus russischer Gefangenschaft fliehen und über ihn habe ich dann auch sehr viel erfahren. Alle drei treffen sich nach und nach in Köln und es entwickelte sich eine Freundschaft. Ich war natürlich neugierig und konnte nicht schnell genug lesen. Eli, Mattes und Helmut habe ich mein Leserherz geschlossen und hoffte, dass sie es schaffen und es ein Ende geben würde, über das ich mich freuen konnte. Aber bis dahin passierte sehr viel, manches war nicht so gut, aber das Gute sollte dann doch überwiegen.


Fazit:
Ein sehr interessantes und bewegendes Buch, in dem Tatsachen wunderbar mit einer fiktiven Geschichte verknüpft wurde. Mir hat es sehr gut gefallen und gerne gebe ich eine Leseempfehlung.

Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken

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