
Autorin: Beate Maly
Genre: Weihnachtskrimi, historisch
Version: eBook und Taschenbuch
erschienen: 30. September 2026
Seiten: 266
Herausgeber : Emons
Über die Autorin:
Beate Maly wurde 1970 in Wien geboren, wo sie bis heute lebt. Zum Schreiben kam sie vor rund 20 Jahren. Sie widmet sich dem historischen Roman und dem historischen Kriminalroman. 2019 und 2023 war sie für den Leo-Perutz-Preis nominiert, 2021 gewann sie den Silbernen Homer, 2025 gewann sie den Bronzenen Homer.
Kurzbeschreibung, übernommen:
Eine geheimnisvolle Kette, ein rätselhafter Mord – und eine Köchin, die nicht ruht, bis die Wahrheit ans Licht kommt
Wien, Advent 1911. Der Schnee dämpft die Geräusche der Stadt, in den Küchen der Palais dampfen die Töpfe, und auf den Märkten wechseln nicht nur Waren die Besitzer: Die böhmische Köchin Mila bemerkt auf dem Naschmarkt eine auffällige Kette am Hals der Fischhändlerin Silvana. Wenig später entdeckt sie dieselbe Kette bei einer vornehmen Kundin. Kurz darauf ist die Frau tot. Der vermeintliche Zufall lässt Mila nicht los. Mit Kommissar Felix Zack folgt sie der Spur des Schmuckstücks – und stößt auf eine Wahrheit, die alles verändert.
Meine Meinung:
Die Adventszeit kann ganz schön anstrengend sein, besonders wenn man zum Personal gehört und Weihnachten vielen Leuten etwas auftischen muss. Die Köchin Mila weiß dies nur zu gut, zu allem Überfluss verträgt ihre Dienstgeberin Felicitas Fellner umständehalber nicht jedes Essen. Mila gehen die Rezeptideen aus und begibt sich anstelle des Dienstmädchens selbst zum Naschmarkt. Dort wird allerlei angeboten und sie hofft einige Anregungen zu bekommen.
Rein zufällig trifft Mila auf dem Naschmarkt Kommissar Felix Zack, der dort mit seinem Hund unterwegs ist und sich heftig über die Diebstähle im Gedränge beklagt. Aber das soll nicht sein größtes Problem werden, denn kurze Zeit später wird eine Frau tot aufgefunden. Mila hatte sie auf dem Markt gesehen und sich über etwas gewundert, was später sehr wichtig sein wird.
Die Autorin entführt mich mit diesem Weihnachtskrimi nach Wien in das Jahr 1911. Neben den Ermittlungsarbeiten erfahre ich wieder viel über Tagesabläufe in den verschiedenen Gesellschaftsschichten und natürlich über die Meinungen verschiedener Personen. Aus heutiger Sicht kommt mir vieles falsch vor, aber leider halten viele, die etwas zu sagen haben, noch an überholten Einstellungen fest und diejenigen, die fortschrittlicher handeln möchten, werden ausgebremst.
Mila und Felix tauschen ihre Erkenntnisse aus, die jeder auf seine Weise in Erfahrung bringt. Denn es ist für Mila klar, dass sie Felix unterstützt, womit ihre Dienstgeberin auch sehr einverstanden ist. Am Ende können sie den Mord aufklären, finden die Diebe und kommen Geheimnisse auf die Spur, was mich sehr berührt hat.
Von Anfang bis Ende fühlte ich mich an das Buch gefesselt, denn mir gefällt der Schreibstil sehr. Außerdem mag ich historische Krimis, weil sie nicht nur spannend sind, sondern mir auch viel über das Leben der damaligen Zeit vermitteln.
Das Cover möchte ich nicht unerwähnt lassen, es begeistert mich ebenso, wie auch das Cover zu dem Weihnachtskrimi „Mord im Stadtpalais“ mit dem ich Mila und Felix kennengelernt habe. Die Bücher können zwar unabhängig voneinander gelesen werden, aber nach Möglichkeit sollte doch die Reihenfolge eingehalten werden. Die beiden wunderschönen Cover vermitteln auch die Zusammengehörigkeit.
Fazit:
Ein hervorragend gelungener historischer Weihnachtskrimi, den ich sehr gerne empfehle. Ich hoffe, dass ich noch mehr über Mila und Felix lesen werde, denn ich stelle mir eine interessante Entwicklung vor, in dem die beiden weiterhin gemeinsam tätig sein werden.
Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken