
Autorin: Beate Maly
Genre: Historisch, Krimi
Version: eBook und Taschenbuch
erschienen: 28. Mai 2026
Seiten:256
Herausgeber: Emons Verlag
Über die Autorin:
Beate Maly wurde 1970 in Wien geboren, wo sie bis heute lebt. Zum Schreiben kam sie vor rund 20 Jahren. Sie widmet sich dem historischen Roman und dem historischen Kriminalroman. 2019 und 2023 war sie für den Leo-Perutz-Preis nominiert, 2021 gewann sie den Silbernen Homer, 2025 gewann sie den Bronzenen Homer.
Kurzbeschreibung, übernommen:
Wien, 1907: Eine Serie dreister Juwelendiebstähle beunruhigt die Villenviertel der Stadt. Als einer der Einbrüche tödlich endet, wird Oberkommissar Max von Krause mit dem Fall betraut. Seine Nachforschungen führen ihn in die Wiener Werkstätte, wo er Lili Feigl wiedertrifft. Gemeinsam nehmen sie die Ermittlungen auf und geraten in ein Geflecht aus Lügen, Erpressung und gesellschaftlichen Zwängen. Bald wird klar: Es geht nicht nur um Diamanten – sondern um Macht.
Meine Meinung:
Nachdem ich Lili Feigl und Oberkommissar Max von Krause im vorherigen Buch kennen gelernt habe, wollte ich wissen, was sie nun erleben werden.
In Wien steigen immer wieder Diebe in Wohnungen ein und stehlen wertvollen Schmuck. Als bei einem Raub eine Frau ermordet wird, erhält Max den Ermittlungsauftrag. Hierbei wird er von seinem Mitarbeiter Carel Novak bestens unterstützt. Dienstlich könnte es allerdings besser laufen, denn sein Chef verweigert immer wieder eine Unterstützung, aber Max schafft es. Privat hat er nach wie vor das Problem, dass seine Mutter ihn unbedingt mit einer reichen jungen Dame verkuppeln will und wenig Verständnis für seine Arbeit aufbringt.
Lili Feigl fühlt sich auf ihrem Arbeitsplatz in der Wiener Werkstätte sehr wohl. Es ist nur schade, dass ihr Vater immer mehr dem Alkohol zuspricht und er zunächst Oskar, den Ex-Verlobten von Lili mit offenen Armen empfängt. Der verspricht ein besseres Leben, wenn Lili macht, was er will. Allerdings ist dies kriminell und außerdem ist er immer noch gewalttätig und Lili will mit ihm nichts mehr zu tun haben.
So haben es beide nicht leicht. Zufällig treffen beide wieder aufeinander, denn Max folgt einer Spur, die unter anderem in die Wiener Werkstätte führt und Lili soll für Oskar und einem Reporter herausfinden, wer in der Werkstätte Schmuck umarbeiten würde. Lili findet einiges heraus, was sie aber Max und sonst keinem mitteilt.
Beate Maly hat ein weiteres Mal einen spannenden historischen Krimi geschrieben. Sie hat es den beiden Protagonisten nicht leicht gemacht und ich bin gespannt, ob es ein Ende gibt, mit dem alle zufrieden sind. Neben der Spannung vermittelt sie viel über das damalige Alltags- und Berufsleben. Es gibt große gesellschaftliche Unterschiede, die zeigen, dass selten etwas für die Armen getan wird und sie nur profitieren, wenn etwas Gutes für die Oberen in die Wege geleitet wird. Machtansprüche werden in voller Lautstärke gefordert und ich bin oft erfreut, wenn genau diese Personen überführt werden.
Fazit:
Eine weitere hervorragend gelungene Folge rund um Lili und Max. Eine sehr gute Recherche konnte erfolgreich umgesetzt werden. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung und freue mich auf weitere Folgen, die hoffentlich noch geschrieben werden.
Beim Verlag und bei NetGalleyDE möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken