Gegen die guten Sitten

Autorin: Philea Baker

Genre: Historischer Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 27. Juni 2022

Seiten: 352

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Dryas Verlag


Über die Autorin:
Philea Baker ist das Pseudonym einer deutsch-belgischen Autorin. Sie schreibt seit ihrer Kindheit Kinderbücher, Krimis, Liebesromane, Komödien und Kurzgeschichten. 2014 veröffentlichte sie unter dem Pseudonym Smilla Ericsson das Jugendbuch „Oskar Eisbein – Der siebte Kontinent“ und 2015 unter ihrem früheren Namen den Kurzgeschichtenband „Nichts Neues in Wicker“. Philea Baker ist Mutter dreier Kinder und lebt in Wiesbaden. Sie arbeitet als Inklusionspädagogin in der Behindertenhilfe.


Kurzbeschreibung, übernommen:
New York, Juli 1875. Anthony Comstock, Gründer der Gesellschaft zur Unterdrückung des Lasters und oberster Postinspektor, wird tot unter der Ninth Avenue Line aufgefunden. Feinde hatte Anthony Comstock zahlreiche, unter ihnen Amerikas erste Präsidentschaftsanwärterin Victoria Woodhull, die für die freie Liebe kämpft, wie auch Theodore Tilton, der in einen skandalösen Prozess verwickelt ist. Die Medizinstudentin Alessa Arlington untersucht Comstocks Leiche und gerät selbst unter Verdacht, dieser hatte gerade Anzeige gegen sie erstattet.


Meine Meinung:
Gerne lese ich so genannte „viktorianische Krimis“ und interessant fand ich, dass so ein Krimi diesmal in New York angesiedelt wurde. Bisher hatte ich noch kein Buch mit der Protagonistin Alessa Arlington gelesen. Der Einstieg in das dritte Buch fiel mir allerdings nicht schwer.
Alessa darf ein Praktikum in der Gerichtsmedizin in Manhattan absolvieren. Eines Tages soll sie eine Leiche untersuchen. Es stellt sich heraus, dass es ausgerechnet der Mann ist, der Gründer der Gesellschaft zur Unterdrückung des Lasters ist und auch Alessa angeklagt hat. Ich erfahre dadurch, sehr viel über die damalige Einstellung. Vor allem, weil die Autorin am Ende des Buches geschrieben hat, wodurch sie zu diesem Buch inspiriert wurde und was wahr ist und was nicht.
Wenn ich aus heutiger Sicht lese, welche moralischen Vorstellungen damals herrschten, bekomme ich sehr viel Respekt vor den Frauen, die sich zu der Zeit für die Frauenrechte einsetzten.
Aber hier steht jetzt im Vordergrund, dass ein Mord passiert ist und wie Chief Detective Baker sich an die Ermittlungsarbeit begibt. Baker und Alessa kennen sich bereits länger und mir hat es ebenfalls Spaß bereitet, die beiden zu begleiten, denn es ging nicht nur um die Aufklärung, sondern es gab auch ein gewisses Knistern zwischen den beiden.
Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen, sie hat auch immer wieder Hinweise auf ihre Quellen und wahre Begebenheiten gegeben. Da ich keine Ahnung hatte, wer der Täter war, dies aber wissen wollte, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Am Ende wurde ich dann mehrfach überrascht.


Fazit:
Ein unterhaltsamer und spannender Roman mit vielen historischen Fakten. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung.

Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

2 Gedanken zu „Gegen die guten Sitten

  1. Einen viktorianischen Krimi habe ich bislang auch noch nicht gelesen, das klingt gerade wegen des historischen Rückblicks auf damalige Moralvorstellungen sehr spannend. So, wie ich dich verstehe, kann man diesen dritten Band auch gut losgelöst von den beiden Vorgängerbänden lesen, oder? Viele Grüße, Jana

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