Rezension – Das Unrecht der Väter – Die Falkenbach-Saga

Autorin: Ellin Carsta

Titel: Das Unrecht der Väter – Die Falkenbach-Saga

Genre: Historisch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 17. November 2020

Seiten: 346

Altersempfehlung: Erwachsene

 Herausgeber : Tinte & Feder 

Über die Autorin:
Ellin Carsta ist das Pseudonym der deutschen Autorin Petra Mattfeldt, die zusammen mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in der Nähe von Bremen lebt. Mattfeldt hat sich unter dem Pseudonym Caren Benedikt bereits einen Namen im historischen Genre gemacht. Sie schreibt außerdem Krimis, Thriller und Jugendbücher. \“Die heimliche Heilerin\“ ist der Auftakt zu einer Reihe, die sofort zum Bestseller avancierte.

Kurzbeschreibung, übernommen:

Bernried am Starnberger See, 1936: Paul-Friedrich von Falkenbach und die Brüder Lehmann stehen für Erfolg. Drei Freunde, die zusammen im Ersten Weltkrieg gedient haben und deren Verbindung so stark ist, dass sie ihre Firmensitze zusammengelegt haben und schon seit Jahren gemeinsam die Geschäfte betreiben.
Während die Söhne der Lehmanns bereits in deren Firmen eingestiegen sind, kann sich Gustav von Falkenbach nur schwer vorstellen, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten, schließlich steht er kurz davor, sein Medizinstudium abzuschließen. Auch seine Schwester Wilhelmine ist dabei, ihren eigenen Weg zu finden und sich eine politische Meinung zu bilden, während die Nazis im Land und im Umfeld der Familien immer mehr an Einfluss gewinnen.
Als die Tochter eines Kriegskameraden auf Gut Falkenbach auftaucht, um Fragen zum rätselhaften Tod ihres Vaters zu stellen, versuchen die drei Männer alles, um ein altes Geheimnis verborgen zu halten. 

Meine Meinung:
Wenn es Leute gibt, die behaupten \“Früher war alles besser\“, dann sollten sie sich mal in Erinnerung rufen, wie es damals wirklich war. Oder eben dieses Buch lesen. Die Familien Lehmann und von Falkenbach mögen zwar zur besseren Gesellschaftsschicht gehören und könnten ohne Sorgen sein, wenn sie zu einer anderen Zeit leben würden. Frauen haben wenig Rechte, Töchter haben es schwer, sollten sie eine eigene Meinung haben und diese äußern wollen. Männer könnten es besser haben, würden sie sich nicht in der Zeit befinden, wo die Nazis auf alles Einfluss nehmen und Väter gewisse Erwartungshaltungen an ihre Söhne haben. 
Es ist einiges los auf Gut Falkenbach, denn Ellin Carsta hat sich einiges einfallen lassen. Normalerweise verteile ich ziemlich schnell meine Sympathie auf die beteiligten Personen, aber hier war ich mir sehr lange unsicher. Ich wollte erst einmal abwarten, wer was unternimmt und was sonst noch alles passieren wird. So ganz nebenbei habe ich wieder viel über das Leben der damaligen Zeit erfahren. Das hat die Autorin sehr geschickt miteinander verbunden. Außerdem hat sie es auch bestens verstanden, eine gewisse Spannung aufkommen zu lassen. Es gab Geheimnisse, die selbst mir als Leserin nicht offenbart wurden. So gab es zwar ein Ende, dass so aussah, als wären alle einigermaßen glücklich, aber unter der Oberfläche war noch reichlich was los. Nun konnte ich mir ja denken, dass eine Saga nicht mit dem ersten Buch endet und deshalb warte ich gespannt auf die Fortsetzung.
Fazit:
Ein gelungener Start einer weiteren Saga, deren Handlung vor rund hundert Jahren stattfindet. Eine ereignisreiche Zeit mit vielen Folgen. Ich habe viel erfahren über die Stellung der Frau, über Traditionen und die Einstellung, die manche dazu haben und auch über das Familienleben damals.
Gerne gebe ich eine Leseempfehlung und warte nun geduldig auf das nächste Buch, von dem ich weiß, dass es Anfang nächsten Jahres erscheinen wird.
Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

#DasUnrechtderVäter #NetGalleyDE

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