Rezension – Mission Africakonferenz

Autor: H.G. Schulz

Titel: Mission Afrika-Konferenz – Tatort Berlin

Genre: Historisch, Gegenwart, Krimi, Schicksal

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 14. Juni 2020

Seiten: 276

Altersempfehlung: Erwachsene

Über den Autor:
Als ich Horst Schulz fragte, was ich denn über ihn schreiben darf, habe ich folgende Information von ihm bekommen:
Während der Berufstätigkeit war ich viel unterwegs und traf facettenreiche Charaktere in unterschiedlichen Kulturen, die meine Phantasie anregten. Ich verbrachte viel Zeit an Flughäfen, in Hotels oder endlosen Verhandlungen. Schon damals machte es mir großen Spaß, Menschen zu beobachten, Situationen zu interpretieren und sie für mich weiter zu spinnen.
Wenn mir meine wenige Freizeit Muße ließ, entstanden in meinem Kopf daraus Geschichten, die meine Zuhörer – wie sie sagten – sehr genossen. Sie forderten mich auf, die Erzählungen niederzuschreiben. Allerdings fehlte mir damals dafür der Antrieb.
Nach dem Ende meiner beruflichen Tätigkeit benötigte ich einige Zeit, um Abstand zu gewinnen, Ruhe zu finden und wieder im realen Leben anzukommen. Danach begann ich mit dem Schreiben, musste jedoch feststellen, dass Kurzgeschichten nicht mein Ding sind. So stürzte ich mich lieber ins Abenteuer, einen Roman zu schreiben. Ich verschlang die einschlägigen Ratgeber, besuchte Seminare und sog alles auf, was es zu finden gab. Dabei unterschätzte ich die Zeit, die es braucht, als Selfpublisher das erste Buch einigermaßen professionell auf den Markt zu bringen, total. Allerdings wuchs in dieser Zeit die Passion zu schreiben.
Schon als Kind habe ich Bücher verschlungen, damals ganz viel Historisches. Die Liebe zur Geschichte ist geblieben.
Weitere Steckenpferde sind das aktuelle Geschehen und die Veränderungen und Herausforderungen unserer Gesellschaft. Ich muss gestehen, dass ich mehr Tageszeitungen als Bücher verschlinge. Wenn ich dort auf ein interessantes Thema stoße, recherchiere ich sofort Hintergründe.
Deshalb versuche ich, in meinen Büchern ein aktuelles Thema mit einer spannenden Geschichte zu kombinieren.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Berlin 1885 Afrika wird auf der Afrikakonferenz unter den Industrienationen aufgeteilt.
Berlin heute Niam, ein junger Kongolese, hat sich durchgeschlagen. Im Gegensatz zu Hunderttausenden anderer Afrikaflüchtlinge hat er eine Mission: Er sucht in Berlin Gerechtigkeit für seinen geschundenen Kontinent.
Als Asylant überwindet Niam auf seinem Weg alle Rückschläge. Ja, er setzt sogar seine neu gewonnene sichere Existenz aufs Spiel – alles für dieses eine Ziel. Wird es ihm gelingen? Gibt es eine zeitgemäße Antwort auf die Kolonisierung des Kontinents?
H.G. Schulz greift ein brisantes Thema auf: Das Verständnis für das damalige Unrecht und die Notwendigkeit eines Neuanfangs in den Beziehungen der Nachbarkontinente.

Meine Meinung:
Da ich mich immer wieder freue, wenn ich neue Autoren finde und auf ihre Bücher aufmerksam gemacht werde, wollte ich dieses Buch natürlich unbedingt lesen.
Das Cover ziehen ein an und der Buchtitel machte mich neugierig, was hat Berlin mit Afrika zu tun. Nun, vielen ist ja bekannt, dass Deutschland sich vor langer Zeit auch an der Ausbeutung des Kontinents beteiligte. Zwar sahen es die Menschen damals auf keinen Fall als Ausbeutung, sie wollten den Menschen ihre Lebensweise aufzwingen und an dem Land verdienen. Ok, wir können es heute nicht mehr ändern. Auch Ungerechtigkeiten werden nicht mehr behoben, oder doch?
Zumindest reist Niam auf abenteuerliche Weise vom Kongo nach Berlin und hat eine bestimmte Aufgabe vor Augen. Natürlich werde ich jetzt nicht näher darauf eingehen. Der interessierte Leser wird es im Laufe des Buches erfahren und sich ein eigenes Bild machen können.
Der Autor hat für mich sehr interessant beschrieben, was Niam alles so erlebt. Er beginnt mit einem Prolog, der schon für Spannung sorgt, denn es wird darin nicht alles verraten und mich hat er damit an das Buch gefesselt.  Es fiel mir auch nicht leicht, das Buch einem bestimmten Genre zuzuordnen, es könnte bei Schicksal eingeordnet werden, aber ebenso auch bei Gegenwart mit historischem Hintergrund oder sogar bei Krimi. Auf jeden Fall ist es nicht langweilig und mal etwas anderes.

Fazit:
Ich freue mich, dass mich das Buch gefunden hat und ich dadurch nicht nur gut unterhalten wurde, sondern auch einiges an Hintergrundwissen bekommen habe und gleichzeitig empört über die vielfache Ungerechtigkeit war. Gerne gebe ich hier eine Leseempfehlung.

Ich möchte mich vielmals bei Horst Schulz bedanken, der mich angeschrieben und gefragt hat, ob ich Interesse und Zeit habe, sein Buch zu lesen. Die Zeit habe ich mir gerne genommen, denn ich war neugierig. Außerdem freue ich mich immer, wenn ich einen Autor kennen lerne, der als Self Publisher sein Buch veröffentlicht. Das ist nicht immer leicht und es soll niemand denken, dass Autoren, die keinen Verlagsvertrag haben, schlechtere Bücher schreiben. Wenn mir dieses Buch überhaupt nicht gefallen hätte, hätte ich dem Autor eine Info geschickt und mir nicht die Mühe gemacht, eine Rezension zu schreiben.

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