Dänemark 2019 – Bericht

Nachdem es uns vor zwei Jahren in Dänemark so gut gefallen hat, wollten wir ein weiteres Mal eine Urlaubswoche dort verbringen. Diesmal sollte es aber an der so genannten Dänischen Südsee sein. In Kalvehave haben wir unsere Ferienunterkunft gefunden. Die Ferienanlage besteht aus rund 20 Ferienhäusern und einem Hotel, die direkt an dem kleinen beschaulichen Hafen und nur wenige Meter von der Brücke zur Insel Moen entfernt liegt.

Wie vor 2 Jahren sind wir morgens zeitig zu Hause abgefahren und haben Fehmarn nach einer angenehmen Fahrt und zwei Pausen gut erreicht. Die Fähre hatte ich wieder für Mittags vorgebucht, denn es war geplant, dass wir auf Fehmarn eine längere Pause einlegen wollten. Unter anderem wollten wir uns mit dem leckeren Rapshonigbrot eindecken. Nachdem wir alle Einkäufe erledigt hatten, machten wir uns auf den Weg nach Puttgarden. Wir hatten Glück und konnten ziemlich schnell auf die Fähre. Diesmal war die Überfahrt etwas unruhig, denn es war sehr windig und es gab etwas mehr Wellen als sonst, in der Ostsee. Allerdings dauert die Fahrt ja nicht sehr lange und deshalb hatte ich auch keine Probleme damit. In Rodbyhavn kannten wir uns ja schon aus und fanden den Weg Richtung Urlaubsort ohne weiteres. Dänemark hat ja reichlich Inseln, die meist mit Brücken verbunden sind, so gab es auf der relativ kurzen Fahrt einiges zu sehen.

Da wir etwas vor der Zeit am Ziel ankamen und unsere Unterkunft noch nicht fertig gereinigt war, nutzten wir die Gelegenheit uns in der Nähe etwas um zusehen. Sehr interessant fand ich, dass hier Kinder forschen konnten, sie hatten die Möglichkeit das Leben im Wasser zu betrachten.
Ich liebe auch immer wieder in den kleinen Häfen die Geräusche, die der Wind mit den Masten der Schiffe verursacht und vor allem die Seeluft atme ich immer wieder gerne ein. Ich wusste schon, dass ich des öfteren den Hafen besuchen und den Strandweg entlang gehen würde.

Schon beim letzten Mal hatten wir festgestellt, dass Dänemark zwar schöne Fahrradwege hat, aber nicht unbedingt flach ist und somit ohne großartige Anstrengung erradelt werden kann. Wir hatten geplant, dass wir mit dem Auto eine Strecke zurücklegen und es dann auf einem Parkplatz abstellen wollten. Von dort wollten wir dann immer die entsprechenden Touren starten.

Aber am ersten richtigen Urlaubstag war das Wetter noch nicht so richtig freundlich und wir statteten der größeren Stadt auf der Insel Moen einen ersten Besuch ab. Stege sollten wir dann öfter besuchen, aus den verschiedensten Gründen. An dem Sonntag fanden wir in der Tourist Information sehr gute Flyer, auf denen wir sehr schöne Fahrradausflüge fanden.

Am Montag ging es dann los, am Vortag hatten wir einen günstig gelegenen Parkplatz entdeckt und dort stellten wir nun das Auto ab. Wie es manchmal so ist, befand sich in dem Moment, wo wir losradelten eine kleine Regenwolke genau über uns und meinte, dass sie sich etwas entleeren sollte. Klasse! Das brauchte ich jetzt nicht wirklich. Aber zum Glück war sie wirklich sehr klein. Unser Ziel war an dem Tag das kleine Dorf Nyord, auf einer kleinen Insel neben Moen. Der Radweg war gut und angenehm zu fahren, allerdings hatten wir die ganze Zeit reichlich Gegenwind. Selbst mit der Unterstützung, die mir mein Pedelec bot, war es ganz schön anstrengend. Auf jeden Fall war die Fahrt sehr eindrucksvoll, von der ich wenig Bilder habe, denn die Weite der Landschaft, das Grün der Wiesen und Felder, sowie das Blau des Himmels und Wassers kann man sich nur zur Erinnerung abspeichern. Auf Bildern wirkt es nicht so richtig.  Auf jeden Fall war es schon toll, denn unterwegs konnte ich reichlich Vögel sehen, die sich rechts und links der Straße in den Wiesen wohl fühlten. Das Dorf ist sehr klein und darf auch nicht mit dem Auto befahren werden. Vor dem Ort gibt es einen Parkplatz für die Autos, da wir aber mit dem Rad unterwegs waren, konnten wir die wenigen Straßen befahren und fanden dann auch \“Noorbro Handelen\“ In der Sendung \“Wunderschön\“ war der reisende Reporter auch dort und wir wollten Wolfgang aus Düsseldorf ebenfalls  besuchen und haben dort einen sehr leckeren Kuchen gegessen.  Wenn man auf einer Strecke Gegenwind hat, freut sich jeder auf die Rückfahrt, denn rein theoretisch müsste man jetzt mit Rückenwind fahren, wenn der Wind nicht wieder dreht. Diesmal hatten wir Glück, wir hatten tatsächlich Rückenwind waren relativ schnell wieder in Stege auf dem Parkplatz. Da wir am Tag davor schon einiges entdeckt hatten, wo wir Souvenirs und so weiter kaufen wollten, wurde das an dem Tag nun in Angriff genommen.
Beinahe hätte ich noch etwas wichtiges vergessen, ich wollte doch erwähnen, dass man auf Moen und Nyord etwas einzigartiges erleben kann. Das Phänomen \“Dark Sky\“, den dunklen Himmel kann man dort geniessen und einen wunderschönen Sternenhimmel und die Milchstraße in voller Pracht sehen. Ich habe leider nur einige Sterne sehen können, denn Ende Mai ist es nachts einfach zu hell.

Und nun zu unseren Souvenirs, die wir kaufen wollten:
Bolcher, dieser Begriff erinnerte mich an Ferien im Lipperland bei meinen Großeltern, ich wusste sofort, dass dort zu Bonbons Bonschen bzw Bolschen gesagt wurde und deshalb wollte ich in der Bolcher Fabrik welche kaufen.  Außerdem hatten wir ein großes Hinweisschild an einem Haus entdeckt, auf dem Honing stand. Wir essen gerne Honig und am liebsten Rapshonig, also wollten wir uns dort umsehen und vielleicht welchen kaufen. Tja, der dänischen Sprache nicht mächtig, hatte ich nicht gesehen, dass wir uns in einem Haus befanden, wo Weihnachtsbäume verkauft wurden. Ich öffnete die Ladentüre und war mittendrin in einem Weihnachtsland. Ähm und das Ende Mai. Witzig, aber Honig haben wir auch gekauft, denn die Probe war lecker.

Dienstag, für diesen Tag hatten wir eine Tour geplant, die wieder in Stege starten sollte, allerdings diesmal am Hafen und dann wollten wir eine Runde um den Bodden drehen. Durch kleine Orte mit hübschen Häusern ging es auf einer ruhigen Straße los. Abstecher zum Museumsgaarden.
Blick auf die Berge in der Ferne, hinter denen sich die Kreidefelsen befanden.
Kurze Touren und wir waren meist am Nachmittag wieder zurück. Durch die frische Luft waren wir abends aber meist sehr müde. Ich schaffte es einfach nicht,mir den wunderschönen Sternenhimmel anzusehen. Die ersten Tage war es sowieso zu bewölkt und als der Himmel dann klar war, war ich zu müde. Allerdings habe ich es einmal geschafft und die besondere Abendstimmung festhalten können. Die Farben begeistern mich immer wieder.

Mittwoch, so ein bisschen haben wir bei der Planung der Ausflüge natürlich auch auf das Wetter geachtet, denn wir wollten den Kreidefelsen sehen, wenn er von der Sonne angestrahlt wird. Deshalb war die Fahrt zu Moens Klint für Mittwoch geplant. Allerdings hat mich die Wegbeschreibung nicht gerade begeistern können. Stand da doch etwas von sehr hügelig, viel Puste wird gebraucht und und und. Ich war skeptisch, ob ich das mit meinem Rad schaffe. Aber ich wollte nicht schon vorher die Flinte ins Korn werfen. Starten wollten wir diese Tour in Magleby, dort gibt es an der Kirche einen großen Parkplatz, wo das Auto abgestellt werden sollte. Geplant und getan, nach einigen Metern fluchte ich schon reichlich, mein Untersützungsmotor wurde ganz schön gefordert und das klappt ja nur, wenn ich selber kräftig in die Pedalen trete. Es ging rauf und runter und runter und rauf, puh, ganz schön heftig und ich hoffte wirklich sehr, dass sich die Anstrengung lohnen würde. Nun ja, man hätte natürlich auch mit dem Auto hinfahren können, was die meisten auch gemacht haben. Es gab nur wenig verrückte Radfahrer, aber was solls. Nach einer gefühlten Ewigkeit waren wir endlich am Ziel und konnten die Kreidefelsen von oben bewundern. Ich hätte auch 15 Minuten Treppen nach unten gehen können, aber das wollte ich mir nicht antun, zumal es nach oben leider keinen Aufzug gab. Trotzdem waren es noch ungefähr 100 Stufen, die ich nach oben gegangen bin, aber es hat sich gelohnt, wirklich und die Sonne machte mir auch die Freude und strahlte. Nach einer kurzen Picknickpause wollten wir wieder zum Auto zurück radeln und ich lehnte jede Abzweigung nach rechts und links ab, ich wollte auf direktem Weg zurück. Was soll ich sagen, die Strecke war megakurz, in sehr kurzer Zeit waren wir wieder beim Auto, aber ich war froh, dass wir diese nicht zum Hinweg genommen haben, denn jetzt ging es immer bergab und das bei Gegenwind. Ich stellte mir nur vor, welche Anstrengung es gewesen wäre, hier hoch zu fahren. Im Nachhinein dankte ich meinem Mann doch für seine Entscheidung bei der Wahl der Strecke.
Nachmittags waren wir wieder zurück und später wollte ich noch eine Runde drehen. Das Wetter wurde immer besser, das heißt, was Wolken betrifft, der Wind war ganz schön frisch und nach einer kurzen Runde mit vielen schönen Eindrücken zog es mich wieder ins Haus.

Donnerstag, eigentlich hatten wir eine Bootstour geplant, wir wollten gerne die Kreidefelsen vom Wasser aus sehen, aber das Wetter war überhaupt nicht freundlich, deshalb wollten wir ein Museum besuchen: \“Thorsvang, Danmarks Samlermuseum\“. Die ganzen Tage sind wir immer daran vorbei gefahren und ich wurde schon neugierig, denn es sah von der Straße aus sehr vielversprechend aus.
Sicher kennen fast alle die Filme \“Bullerbü\“ und Pipi Langstrumpf und haben in Erinnerung, wie dort die Läden ausgesehen haben. Nun, in diesem Sammlermuseum wurden von überall Einrichtungsgegenstände zusammen getragen. Alte Büros, Cafés, Frisiersalon und und und erlaubten uns eine Zeitreise. Außerdem durften wir einen Bunker besichtigen, der während der letzten Kriegstage gebaut wurde und zwar gegen nördliche Angriffe. Auch das war sehr interessant.
Dieser Donnerstag war ein Feiertag und zwar \“Christi Himmelfahrt\“ und wir hatten beim letzten Urlaub in Dänemark schon festgestellt, dass dort ebenfalls gefeiert wird. Es gab einen Festplatz mit Live-Musik, wo gute Stimmung herrschte. Wir hatten diesen Platz allerdings erst entdeckt, nachdem wir im Bryghus gut gegessen hatten, sonst hätten wir dort mit Sicherheit einen dänischen Hot Dog gegessen.

Freitag, die ganze Zeit hatten wir gelesen, dass in Stege an dem Freitag gefeiert wurde. Es fand
der Glade Fredag, der Glückliche Freitag in Stege statt. Vorstellen konnten wir uns jetzt nichts darunter. Denn gefeiert hatten doch alle am Tag davor. Aber wir konnten es uns so erklären, dass auch dort ein Brückentag ist und ein Markt stattfindet, wo Handwerk, Essen und Getränke angeboten werden. Leider war das Wetter an dem Tag auch nicht so gut, dass wir uns dort nur kurz aufgehalten haben und es uns in unserer Ferienwohnung gemütlich machten, zumal wir am nächsten Tagen ja wieder nach Fehmarn reisen wollten und wir etwas packen mussten.

Samstag, der Tag der Abreise, wir mussten nicht in aller Frühe die Wohnung verlassen, also haben wir es gemütlich angehen lassen. Frühstück, Auto befüllen und nicht auf direktem Weg nach Rodby fahren, das war unser Vorhaben.  Wir freuten uns auf Fehmarn, auf die doch fahrradfreundlichere Insel.

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