Rezension – Nachts träum ich vom Frieden

Autorin: Carry Ulreich

Titel: Nachts träum ich vom Frieden

Genre: Historisch

Version: eBook und gebunden

erschienen: 9. März 2018

Seiten: 380

Altersempfehlung: Jugendliche und Erwachsene

Verlag: Aufbau Verlag

Über die Autorin:
Carry Ulreich wurde 1926 geboren, verbrachte den Zweiten Weltkrieg mit ihrer Familie in einem Versteck in Rotterdam und wanderte danach nach Israel aus. Sie lebt, einundneunzigjährig, mit ihrer vielköpfigen Familie in Tel Aviv.

Kurzbeschreibung, übernommen:
„Meine Geschichte ist wie die von Anne Frank mit Happy End.“
Carry Ulreich
Carry Ulreich führte in den letzten Jahren des Zweiten Weltkriegs Tagebuch. Es ist das bewegende Zeugnis einer jüdischen Heranwachsenden, die den Krieg zusammen mit ihrer älteren Schwester und den Eltern in einem Versteck in Rotterdam überlebte. Eine befreundete katholische Familie nahm die Ulreichs aus Nächstenliebe auf. Beeindruckend präzise und reflektiert schildert das junge Mädchen den Alltag dieser Kriegsjahre, beschreibt die Beziehungen zwischen den Versteckten und denen, die sie aufnahmen. Ihr Tagebuch endet nicht mit der Befreiung, sondern vermittelt ebenso eindringlich die Herausforderungen der Nachkriegszeit. Ein bewegendes, historisches Dokument von einer der letzten Holocaust-Überlebenden.
„Gott schenke uns das folgende Jahr in Freiheit! Frieden! Ewigen Frieden! Nicht wieder nach ein paar Jahren diesen schrecklichen Krieg mit einem anderen Hitler. Nein, Frieden! Und dass ich klüger werde, mich mehr durchsetze!“ (aus dem Tagebuch, September 1943)

Meine Meinung:
Natürlich kenne ich Anne Frank und ihre Tagebücher, ich fand ihre Geschichte ungemein bewegend. Deshalb war ich auch ganz besonders neugierig auf dieses Buch von Carry Ulreich. Allerdings ist ihre Geschichte wesentlich besser ausgegangen, als die von Anne Frank. Überhaupt hatte ich das Gefühl, dass bei Carry einiges ganz anders abgelaufen ist. Was natürlich auch daran gelegen haben kann, dass beide Mädchen in verschiedenen Städten lebten und es in Rotterdam doch etwas \“sicherer\“ war.  Wie auch immer, es hat mich schon berührt, was Carry und ihre Familie alles durchmachen musste. Es war auch sehr interessant zu lesen, wie das Zusammenleben so vieler unterschiedlicher Personen in einem Haus über Jahre abgelaufen ist und wie alle damit umgingen. Es hat auch nachdenklich gemacht, wie wäre ich damit fertig geworden, wenn ich einer Familie Unterschlupf gegeben hätte. Diese und viele andere Gedanken tauchten auf.
Es hat mich natürlich gefreut, dass Carry auswandern konnte und auch im hohen Alter den Entschluss gefasst hat, ihre Tagebücher zu veröffentlichen. Für ihre Familie war das mit Sicherheit wichtig und auch wir Leser können davon profitieren.

Fazit:
Es gibt sehr viele Berichte aus der Zeit des zweiten Weltkrieges, mit Sicherheit auch Tagebücher, die interessant sind, aber nicht jeder geht damit an die Öffentlichkeit. Ich gebe zu diesem Buch sehr gerne eine Leseempfehlung, denn auch das darf nicht in Vergessenheit geraten. Schicksale, die viele bewegen.

Beim Verlag und bei NetGalley möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

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