Der Himmel über dem Tulpenfeld

Autorin: Kerstin Lange

Genre: Roman, Zeitgeschichte, Zeitgeschehen

Version: eBook, Hörbuch und Taschenbuch

erschienen: 8. September 2026

Seiten: 427

Herausgeber ‏ : ‎ Tinte & Feder





Über die Autorin:
Kerstin Lange, geboren im Bergischen Land, war jahrelang als Bilanzbuchhalterin tätig, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Sie schreibt regionale Kriminalromane und Kurzgeschichten, von denen einige ausgezeichnet wurden. Sie ist ausgebildete Sprecherin und arbeitet neben dem Schreiben als Hörbuchsprecherin und Moderatorin.
Sie mag die Abwechslung und hat sich 2024 einem anderen Genre zugewandt: Historische Romane, die in der Zeit während und nach dem Zweiten Weltkrieg spielen. Dabei entführt sie ihre Leserschaft nach Frankreich, Portugal und die Niederlande.
Sie ist Mitglied der Autorenvereinigung Das Syndikat e.V. und den Mörderischen Schwestern e.V.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Holland, 1940. Die Familie de Boer bewirtschaftet seit Generationen einen Tulpenhof. Ihr ganzer Stolz ist die legendäre Sorte »Kaiserblut«. Als deutsche Soldaten den Hof besetzen, zerbricht die Welt der 24-jährigen Femke. Ihr eigener Bruder kollaboriert mit den Besatzern, beide Eltern sind krank. Allein kämpft Femke um den Hof und die kostbaren Zwiebeln – und um ihre Liebe zu Arif, einem indonesischen Studenten, der wegen seiner Herkunft angefeindet wird. Inmitten von Hunger, Bombardierung und Verrat keimt eine stille Hoffnung.


Meine Meinung:
Wenn ich im Frühjahr diese wunderschönen Tulpenfelder sehe, ist mir gar nicht bewusst, welch aufwendige Arbeit dahintersteckt. Natürlich ist mir klar, dass die Zwiebeln rechtzeitig in die Erde müssen, aber was außerdem alles beachtet werden muss, habe ich durch dieses Buch von Kerstin Lange erfahren.
Zunächst lernte ich Femke de Boer kennen, deren Familie einen Tulpenhof bewirtschaftet. Im Februar 1940 war der Winter besonders kalt und Femke wollte die Zwiebeln kontrollieren. Das muss sehr vorsichtig passieren und am besten sollten sie mit den nackten Fingern betastet werden. Die Autorin hat dies hervorragend beschrieben und ich spürte regelrecht die Kälte an den Fingern.
Aber nicht nur der extrem kalte Winter bereitete Sorgen, sondern auch die politischen Ereignisse in Deutschland, von denen die Niederlande ebenfalls betroffen war.
In der Familie de Boer passierte das, was in sehr vielen anderen Familien auch vorkam. Einige sahen die Entwicklungen kritisch und hatten Angst und andere wiederum ließen sich blenden und waren für keine vernünftigen Erklärungen zugänglich.
Maarten, Femkes Bruder ist voller Begeisterung und freut sich auf die neue kommende Zeit, die so gut werden soll. Er schließt die Augen vor allem und lässt nicht mit sich reden. Keine Ahnung von Zwiebeln und trifft viele falsche Entscheidungen.
Nun kann sich jeder vorstellen, dass für die Familie eine sehr schwere Zeit anbrach. Ich möchte hier jetzt nicht auf alles eingehen, müsste sonst zu viel verraten. Aber ich fand es ungemein interessant, wie fiktive und reale Begebenheiten verknüpft wurden. Gleichzeitig habe ich natürlich auch viel über das Leben und über die Einstellungen und Meinungen vieler Personen erfahren. Nun mag der eine oder die andere denken, es sind doch nur Tulpenzwiebeln. Dabei wird vergessen, dass die Tulpen eine besondere Stellung hatten und natürlich auch die Grundlage für das Einkommen vieler Personen war.
Von Anfang an fühlte ich mich an der Buch gefesselt, in dem Femke und die Tulpen im Vordergrund stehen. Ganz besonders hoffte ich natürlich, dass Femke die schwere Zeit gut übersteht und hoffentlich auch einige Tulpenzwiebeln retten kann. Außerdem hoffte ich, dass gewisse Personen alles überleben und es zumindest im Buch ein gutes Ende gibt.


Fazit:
Ein sehr unterhaltsames Buch über eine besondere Zeit. Die Autorin hat hervorragend recherchiert und dies sehr gut wiedergegeben. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung.

Beim Verlag und NetGalleyDE möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

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