Die Flussfrau

Autorin: Tanja Weber

Genre: Roman, Zeitgeschichte

Version: eBook, Hörbuch und Taschenbuch

erschienen: 27. August 2026

Seiten: 304

Herausgeber ‏ : ‎ Ullstein





Über die Autorin:
Früher hatte Tanja Weber großen Respekt davor, ein Buch zu schreiben. Doch seit sie einmal damit angefangen hat, kann sie nicht mehr aufhören: Aus einem Roman entstehen immer wieder Ideen für weitere. Sie ist eine Wandlerin zwischen den Welten, mit einer unbändigen Sehnsucht nach Veränderung, deshalb wagt sie sich immer wieder an neue Stoffe. Ihre Bücher handeln von Menschen, die sich etwas trauen, obwohl sie Angst haben, und sie erzählen von all den Zumutungen, denen wir im Leben ausgesetzt sind. 


Kurzbeschreibung, übernommen:
Eine Frau, ein Fluss, eine ganze Epoche – und ein Geheimnis, das der Strom für immer bewahrt
Der Fluss kennt keine Gnade – und genau deshalb liebt Lis ihn. Als ihr Mann bei einem Schiffsunglück ertrinkt, trifft die junge Anneliese in den späten 1950ern eine Entscheidung, die alle für unmöglich halten: Sie wird Kapitänin. In einer von Männern dominierten Welt kämpft sie sich auf ihrem Lastenkahn durch Widerstände und Vorurteile – bis sie auf dem Wasser endlich die Freiheit findet, die ihr an Land versagt blieb. Dann tritt der griechische Schiffsmechaniker Vassili in ihr Leben und weckt in ihr eine Liebe, die alles verändert. Tanja Weber erzählt in eindringlichen Bildern von einer außergewöhnlichen Frau, die von ihrem Kahn aus beobachtet, wie sich Deutschland über Jahrzehnte wandelt – und die tief in ihrem Herzen ein dunkles Geheimnis bewahrt, das nur der Fluss kennt.


Meine Meinung:
In ihrem Buch „Die Flussfrau“ schildert Tanja Weber den Weg von Lis und beginnt damit in den Jahren vor dem Krieg. Lis wächst mit ihren beiden Brüdern in einem Dorf auf, wo sie viele Entbehrungen hinnehmen muss. Für sie und viele andere Frauen war es damals nicht leicht, sie sollten heiraten und Familien gründen. Das Sagen hatten zunächst die Väter, manchmal auch die Brüder und später der Ehemann. Deshalb greift Lis zu, als ihr ein Schiffer einen Antrag macht und sie mit ihm unterwegs sein kann. Leider hat auch diese Ehe ihre Schattenseiten und so passiert ein Unglück, bei dem ihr Mann ums Leben kommt.
Lis ist daran gewöhnt, auf einem Schiff zu leben und beschließt Kapitänin zu werden. Natürlich ist das in den fünfziger Jahren nicht leicht, aber sie schafft es. Die Autorin hat hervorragend geschildert, wie Lis sich durchsetzt und ihr Leben weiterführen kann. Ich war voll auf ihrer Seite und hoffte auch, dass sie alles schafft. Nur einmal tat mir eine Entscheidung leid, die sie zu Ungunsten einer Person gefällt hat.
Natürlich habe ich nicht nur gelesen, was Lis so alles unternimmt, die Autorin hat mir gleichzeitig viel Wissen über das Alltagsleben und über die Meinungen und Denkweisen der damaligen Zeit vermittelt. So spiegelt es auch gleichzeitig etwas Zeitgeschichte wieder.


Fazit:
Das Leben spielte sich die meiste Zeit auf den Flüssen ab. Anfangs wurden die Schiffe zum wirtschaftlichen Aufbau nach dem Krieg dringend benötigt. Ich fand das alles sehr interessant und nahm gleichzeitig Anteil an dem Leben verschiedener Personen. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung.

Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Hinterlasse einen Kommentar