
Autorin: Anja Marschall
Genre: Historisch, Krimi
Version: eBook und Taschenbuch
erschienen: 20. August 2026
Seiten: 256
Herausgeber: Emons Verlag
Über die Autorin:
Die gebürtige Hamburgerin Anja Marschall lebt mit ihrer Familie im Westen Schleswig-Holsteins, wo sie als Journalistin und Autorin arbeitet. Sie veröffentlicht seit vielen Jahren Romane und Krimis. Im Emons Verlag erscheint ihre erfolgreiche historische Krimireihe (Ende 19. Jh.) um ihren Kommissar Hauke Sötje, der vornehmlich in Hamburg und Schleswig-Holstein ermittelt. Marschall initiierte den ersten Krimipreis für Schleswig-Holstein und ist Herausgeberin mehrerer Anthologien.
Kurzbeschreibung, übernommen:
1907, Herbst. Kommissar Hauke Sötje ist auf der Flucht – als vermeintlicher Mörder geächtet, wird er getrieben von der Suche nach seiner entführten Tochter. Versteckt in der Hamburger Kanalisation stößt er auf eine Wahrheit, die bis in seine Vergangenheit als Kapitän und in die Welt der Spionage reicht. Eine hochbrisante Liste wird zum Schlüssel eines Komplotts, das ihn alles kosten kann: seine Freiheit, sein Leben – und das seiner Tochter.
Meine Meinung:
Als erstes möchte ich erwähnen, dass unbedingt das Buch „Der Tote an der Alster“ vor diesem Buch gelesen werden sollte. Wie der Buchtitel es vermuten lässt, zeichnet sich hier ein Finale ab.
Hauke Sötje musste aus Gründen untertauchen, was natürlich die Aufklärung der ganzen Angelegenheit erschwert. Hinzu kommt, dass viele seiner Kollegen sein Verhalten missbilligen und er von dort nur wenig Hilfe erwarten kann. Auch seine Frau Sophie handelt nicht immer gut überlegt, sondern oft sehr impulsiv, was ich durchaus verstehen kann, was aber ebenso wenig hilfreich ist. Ich werde hin und her gerissen, weil ich hoffe, dass das alles gut endet und die mir lieb gewonnen Personen mehr oder weniger unbeschadet alles überstehen.
Empfand ich es im vorherigen Buch schon sehr spannend, wurde es hier nicht weniger. Die meisten Beteiligten waren gut darin, andere zu täuschen, was ich besonders aufregend fand. Über eine Täuschung habe ich mich dann aber wirklich sehr gefreut.
Für Unbeteiligte mag dies alles etwas verworren vorkommen und es war wirklich schwer, den Durchblick zu erhalten, um letztendlich die Zusammenhänge zu erkennen und entsprechend zu handeln. Am Ende legte ich das Buch mit einem „Das ist ja alles noch einmal gut gegangen“ zur Seite.
Sehr gut hat mir auch diesmal gefallen, das vor jedem Kapitel ein kurzer Artikel aus dem Hamburger Fremdenblatt de Jahres 1907 zu lesen war. Es gab mir einen interessanten Einblick, was damals als wichtige Information erschien und somit einen Eindruck in die damalige Zeit vermittelte.
Fazit:
Ein gelungenes Finale der Hauke Sötje Reihe. Ich finde Hauke Sötje und seiner Familie sollte man nun wirklich mal die Ruhe und Erholung nach der aufregenden Zeit gönnen. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung und sollte jemand Sötje noch nicht kennen, empfehle ich die Reihe in der entsprechenden Reihenfolge zu lesen.
Beim Verlag und bei NetGalleyDE möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken