
Hörbuch
Spieldauer 13 Stunden und 37 Minuten
Geschrieben von Sven Stricker
Gesprochen von Sven Stricker
Erscheinungsdatum 14. Mai 2021
Verlag Audio-To-Go
Über den Autor und Sprecher:
Sven Stricker wurde 1970 in Tönning geboren und wuchs in Mülheim an der Ruhr auf. Er studierte Komparatistik, Anglistik und Neuere Geschichte. Seit 2001 arbeitet er als freier Wortregisseur, Bearbeiter und Autor und gewann in dieser Funktion mehrmals den Deutschen Hörbuchpreis. Mit „Sörensen hat Angst“ war Sven Stricker für den Glauser-Preis 2017 nominiert, die gleichnamige Verfilmung gewann 2021 den Deutschen Fernsehkrimipreis sowie den österreichischen Fernsehpreis Romy. 2022 wurde Stricker für das Drehbuch mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Er lebt in Potsdam und hat eine Tochter.
Kurzbeschreibung, übernommen:
Ein neuer Fall für Kriminalhauptkommissar Sörensen: Es ist kurz vor Weihnachten. Und ausgerechnet jetzt passiert etwas Schlimmes im sonst so beschaulichen Katenbüll. Dem jungen Ole Kellinghusen läuft mitten in der Nacht eine junge Frau vors Auto: blind, abgemagert, trotz der eisigen Kälte im viel zu dünnen Nachthemd. Jette sagt nicht, wo sie herkommt, sie nennt keinen Nachnamen. Als Kriminalhauptkommissar Sörensen endlich die Adresse herausfindet, eröffnet sich ihm ein Geflecht aus Mord, religiösem Wahn und gut gehüteten Geheimnissen. Und das, wo er doch gerade das Medikament gegen seine Angststörung absetzen will…
Meine Meinung:
Inzwischen wohnt und arbeitet Sörensen schon eine Weile in Katenbüll. Obwohl er festgestellt hat, dass Katenbüll doch nicht der geruhsame Ort ist, den er erwartet hat, aber er fühlt sich dort wohler als in Hamburg. Seine Angststörung beschäftigt ihn immer noch, es ist ja nichts, was von heute auf morgen verschwindet.
Diesmal gibt Ole, den ich ja in der ersten Folge schon kennen lernte, den Ausschlag zu einem weiteren Fall, den Sörensen bearbeiten soll. Ole findet mitten in der Nacht eine junge Frau, die blind und abgemagert und nur mit einem Nachthemd bekleidet ist. Das ist sehr rätselhaft, denn sie sagt nicht, woher sie kommt und äußert merkwürdige Ansichten. Nach und nach findet Sörensen einiges heraus und muss feststellen, dass es eine Gruppe gibt, die in einer Abgeschiedenheit nach wahnsinnigen Vorstellungen lebt. Somit wurde ein sehr ernstes und brisantes Thema ins Geschehen rund um Sörensen eingebunden.
Auch diesmal hat der Autor das Buch selbst gelesen und ich war begeistert darüber, wie er es gemacht hat. Entweder hat eine Person betulich langsam geredet oder sich so richtig ereifert, das konnte Sörensen übrigens sehr gut. Außerdem hatte ich das Gefühl im Norden Deutschlands zu sein, was an mancher Aussprache lag.
Fazit:
Für Sörensen bringe ich immer mehr Verständnis auf, manch einem mag er ja komisch vorkommen, aber er ist eben ein Mensch mit Ängsten und Problemen, der sich trotzdem nicht verkriecht und auch für humorvolle Momente sorgt. Auch diese zweite Folge habe ich mit Begeisterung gehört, manche Gefühle der Zugehörigkeit können beim Lesen gar nicht so rübergebracht werden. Zumindest kam es mir so vor und deshalb gebe ich eine weitere Hörempfehlung.
Bei Literaturtest und beim Hörbuchverlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.