Eine Woche in Wien

Wien ist eine Reise wert,

das stimmt tatsächlich. Denn ich war von den Gebäuden in der Innenstadt beeindruckt. Ob nach dem Motto „warum kleckern, wenn wir klotzen können“ gebaut wurde, muss ich noch herausfinden 😉

Dienstag – Reisetag

Aber ich beginn mal mit der Anreise. Für die Hin- und Rückfahrt hatte ich, für mich und meinem Mann, der mich gerne begleiten wollte, Züge rausgesucht, die wir ohne, dass wir umsteigen mussten, nutzen konnten. Mit Verspätung muss man da im Grunde rechnen, bei einer so langen Fahrt finde ich es nicht ungewöhnlich. So haben wir auf der Hinfahrt auch 48 Minuten Verspätung gehabt und sind gegen 19.30 Uhr in Wien angekommen.

Wir konnten direkt feststellen, wie groß der Bahnhof ist und es viele Ausgänge gibt. Vor allem im Dunkeln irrten wir etwas herum, bis wir den eigentlich kurzen und leichten Weg zum Hotel fanden.

Das Zimmer konnten wir direkt beziehen und nachdem wir dort alles abgestellt hatten, ging es in ein nahes gelegenes Restaurant zum Abendessen. Wir hatten uns ja vorgenommen, einige Gerichte der österreichischen Küche zu uns zu nehmen und deshalb gab es für mich den Steirischen Backhendlsalat und das passende Getränk dazu.

Mittwoch – erster Tag in Wien

Leider hat uns das schöne Wetter, bei dem wir gestartet sind, unterwegs verlassen. Es war sehr neblig und feucht und kalt. Aber das konnte uns nicht von unserem Besichtigungsprogramm abhalten. Nach einem guten Frühstück machten wir uns auf den Weg. Die Anbindung mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist in Wien super, die Erfahrung konnten wir nun einige Tage lang machen.

Mit der Linie „D“ starteten wir, um als erstes die Karlskirche zu besichtigen. Der Bau hat mich beeindruckt, wie so vieles während meines Aufenthaltes. Allerdings bin ich nicht so für das überladene und goldene. Die Säulen vor der Kirche machten mich neugierig und deshalb habe ich mich ausführlich darüber informiert.

https://de.wikipedia.org/wiki/Wiener_Karlskirche

Der weitere Weg führte uns zum Naschmarkt, wo man durchaus „hungrig“ hingehen sollte, denn überall wurden Proben angeboten: Käse, Oliven, Wurst und als wir meinten, dass wir noch satt sind, wollte man uns Getränke anbieten.😉 Auf jeden Fall haben wir dort vieles entdeckt, was wir sowieso unbedingt in Wien kaufen wollten und auf die Einkaufsliste meines Mannes kam. Er wollte während meiner Tage auf der Buchmesse, das dann besorgen.

Als nächstes stand eine Kaffeepause an, die wir im Café Phil machen wollten. Das Café wirbt mit dem Slogan „Café Phil, wo Kaffee, Bücher & Kultur in Wien zusammenkommen.“ So konnten wir zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, mein Mann, begeisterter Kaffeetrinker, kam auf seine Kosten und ich konnte mir das Bücherangebot ansehen. Allerdings habe ich wirklich nur geguckt, ich würde mir höchstens Anregungen holen.

Mit diesem Vorsatz sind wir dann zur Mariahilfer Straße gegangen, dort wollte ich bei Thalia das Programmheft für die Buchmesse abholen. Natürlich musste ich mir die Büchertische ansehen, ich finde es immer wieder interessant, welche Bücher ausgelegt werden, welche ich kenne und bereits gelesen habe oder noch lesen möchte.

Inzwischen war es Mittagszeit und wir wollten an dem Tag ein Wiener Schnitzel essen. Das Angebot der Restaurants, die das anbieten ist ja sehr groß, aber wir wollten gerne eins aufsuchen, dessen Inhaber ein gebürtiger Werfenwenger ist. Thomas Brandauer lebt seit vielen Jahren in Wien und besitzt dort inzwischen drei Gasthäuser. Im Gerngross auf der Mariahilfer Straße kann man „Essen mit Aussicht“ genießen. Leider war es ja immer noch sehr neblig und so konnte ich nicht viel sehen, aber das Wiener Schnitzel mir schmecken lassen.

Unterwegs stellten wir fest, dass Wien sich auf die Adventszeit vorbereitet, überall wurden Lichter angebracht und viele Geschäfte hatten schon wunderschön dekoriert.

Nach dem guten Mittagessen wollten wir nicht ruhn, sondern tausend Schritte tun. Wie es so schön heißt. Allerdings waren es abends immer mehr als tausend 😉

So machten wir uns auf den Weg zur Hofburg, wo wir allerdings „nur“ entlang der Rückseite gingen. Das Wetter wurde zunehmend ungemütlicher und deshalb haben wir uns dort auch nicht ausgiebig umgesehen, sondern auf den Weg zur U1 gemacht. Dabei kamen wir am Sacher vorbei, am Stephansdom und stellten fest, dass an vielen Orten „Kaiserschmarrn take away“ angeboten wurde, auch beim K&K Hofzuckerbäcker Demel. Wobei dies nur eine Außenstelle war, die direkt am Steffel befand und gut besucht war, die Touristen standen dort Schlange.

Ich erwähnte ja bereits, dass die Fahrten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln hervorragend klappten und so brachte uns die U1 zum Hauptbahnhof, in dessen Nähe sich ja unser Hotel befand. Ich erwähnte ebenfalls, dass der Bahnhof sehr groß ist, was wir erneut feststellen konnten. Ich wollte so gerne das Café Oberlaa finden, denn ich hatte im Internet Bilder von deren Angebot gesehen. Nach einigem Herumirren haben wir es tatsächlich gefunden und uns neben einem Kaffee noch ein Stück Kuchen gegönnt, oder wie es in Österreich so schön heißt, eine Mehlspeise.

Geplant hatten wir, danach eine Pause im Zimmer einzulegen, weil wir uns später die beleuchtete Stadt ansehen wollten. Aber dazu kam es nicht mehr, das Wetter und die vielen Schritte hatten uns doch geschafft. So haben wir den Abend gemütlich in unserem Zimmer ausklingen lassen.

Donnerstag – Besichtigung und Einladung bei einer Autorin

Nach einem wiederholt guten Frühstück suchten wir zunächst die in der Nähe liegenden Läden von Aldi bzw Hofer und Billa auf, um einiges einzukaufen, was wir im Zimmer deponierten. Danach wollten wir uns die Hofburg von vorne ansehen und die nähere Umgebung. Das heißt, wir wollten uns die Gebäude nur von außen ansehen, wobei wir doch einmal eingekehrt sind und einen Cappuccino und einen kleinen Schwarzen, wie hier der Espresso auch genannt wird, getrunken haben. Zum einen, weil wir uns etwas aufwärmen wollten und ich mal wieder dringend auf Toilette wollte.

Am Tag zuvor hatte ich den Anblick der Fiaker vermisst und an diesem Tag hatte ich reichlich Gelegenheit, sie zu sehen. An der Hofburg und am Stephansdom standen sie reichlich und warteten. Unterwegs waren auch einige, die ich dann fotografieren konnte. Sie gehören zum Stadtbild, aber ich verspürte keine Lust mich bei dem Wetter herumkutschieren zu lassen und außerdem war es mir sowieso zu teuer.

Vorbei an den Hinweisen zur Spanischen Hofreitschule und Sisi Museum ging es weiter zum Kohlmarkt. Dort befand sich das Café Demel, das wir uns aber unbedingt von innen ansehen wollten und uns sehr beeindruckt hat. Zum Glück waren wir noch immer satt nach dem guten Frühstück, sonst hätte uns einiges verführen können, aber auch unserem Geldbeutel geschadet hätte.

Irgendwie führt einen der Weg immer wieder zum Stephansdom, diesmal ging es über die Prachtstraße Graben, eine Einkaufszeile mit Geschäften, die meinem Geldbeutel ebenfalls nicht gefallen. Rund um den Dom war der Weihnachtsmarkt bereits eröffnet und wir hatten die Gelegenheit, uns alles im Hellen anzusehen.

Danach war unser Vormittag auch schon beendet und nach einer kurzen Ruhepause machten wir uns auf den Weg, um einer Einladung bei einer Autorin und ihrem Mann nachzukommen. Dort verbrachten wir einige Stunden, die sehr unterhaltsam und vor allem wohlschmeckend waren, denn es gab typische österreichische Speisen.

Dank der guten und schnellen Verbindungen kamen wir ohne Verzögerung wieder im Hotel an. Bevor wir uns zur Ruhe begaben, habe ich mich auf den nächsten Tag vorbereitet, meinem ersten Tag auf der Buchmesse. Darüber gibt es einen gesonderten Bericht.

Freitag – Besuch der Buchmesse und abendlicher Besuch zweier Weihnachtsmärkte

Der erste Tag auf der Messe hat mir gut gefallen, trotzdem habe ich zeitig den Rückweg angetreten. Ich war diese Geräuschkulisse einfach nicht mehr gewohnt.

Mit meinem Mann hatte ich vorher besprochen, dass wir uns zum gemeinsamen Essen irgendwo treffen, aber da es noch sehr früh war und ich im Rucksack vier Bücher mit mir führte, bin ich zuerst zum Hotel gefahren und nach einer kurzen Ruhepause machten wir uns auf den Weg.

Beim Vorbeifahren hatten wir immer den Hinweis auf den barocken Weihnachtsmarkt am Schloss Belvedere gesehen und dieser Markt war unser erstes Ziel. Die Angebote der Buden fand ich sehr interessant, die Essenangebote waren typisch für die Gegend. Das Ambiente war insgesamt sehr ansprechend. Weiter ging es, mal wieder zum Stephansdom, aber diesmal, weil wir dort nach einem Glühwein Ausschau halten wollten. Leider war die Beleuchtung über den Straßen nicht an, dafür wurde der Dom sehr schön angestrahlt und auch viele der Häuser wurden sehr schön angestrahlt. Auch an diesem Abend wurde es ungemütlich, denn es war nasskalt und es machte wenig Spaß sich noch länger draußen aufzuhalten. Aber wir hatten unseren Tagesplan „erfüllt“ und konnten den Tag wieder in Ruhe ausklingen lassen.

Samstag – Besuch der Buchmesse

Auch darüber wird gesondert berichtet.

Sonntag – letzter Tag in Wien

Der Sonntag gab sich wirklich sehr viel Mühe und erfreute uns mit Sonne. Tagelang hatten wir sie nicht gesehen und so brachen wir voller Freude zu einer Tour auf, die uns hauptsächlich zu Schönlaterngasse führen sollte. Auch an diesem Tag fuhren wir zunächst mit der Straßenbahn D in die Innere Stadt bis zum Karlsplatz. Von dort ging es zu den kleinen Gassen hinter dem Stephansdom. Hatte ich während der anderen Tage diese breiten Straßen mit den hohen Häusern bewundert, konnte ich nun feststellen, dass Wien auch hohe Häuser in engen Gassen bieten kann. Die allermeisten Häuser waren sehr gepflegt und wirkten nicht heruntergekommen. Überhaupt kam mir alles sehr sauber vor.

Nachdem wir die Gassen und die schöne Laterne bewundert haben, wollten wir zum Rathaus und uns dort den Christkindlmarkt ansehen. Bevor ich dazu etwas schreibe, möchte ich kurz erwähnen, dass die Originallaterne sich nicht mehr am Haus, sondern in einem Museum befindet.

Mit einer der vielen U-Bahnen fuhren wir zum Rathaus, was ebenfalls sehr beeindruckend ist. Der Markt davor ist sehr großzügig angelegt und es gibt reichlich Buden, die, wie bei uns zu Hause, Sachen anbieten, die zwar schön anzusehen sind, man aber nicht unbedingt benötigt. Wir stellten dort dann allerdings auch fest, dass wir bisher noch keine Wurst an einem Würstlstand erworben und gegessen haben. Das holten wir nach und danach machten wir uns auf den Weg zum Schloss Schönbrunn, wo sich auch ein schöner Weihnachtsmarkt befinden sollte. Diese Idee hatten bei dem schönen Wetter ebenfalls sehr viele Familien und Touristen und entsprechend voll war es dort. Deshalb beschlossen wir, den Tag mit einem Eierlikörpunsch am Schloss Belvedere ausklingen zu lassen und somit das Ende unseres Wienaufenthaltes einläuteten.

weitere Bilder und Eindrücke, die ich aufgenommen habe. Es gab soviel zu sehen, wenn man einfach „nur“ durch die Straßen, Plätze und Gassen bummelte

Wer nun noch den Bericht der Buchmesse lesen möchte, kann dies gerne machen

Buch Wien

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