
Autorin: Natalie Hallward
Genre: Historisch
Version: eBook und Taschenbuch
erschienen: 22. Oktober 2024
Seiten: 496
Herausgeber : HarperCollins Taschenbuch
Über die Autorin:
Natalie Hallward lebt im hessischen Langen. Unabhängig von der jeweiligen Epoche, in der ihre Romane spielen, faszinieren sie Frauen, die selbstbewusst ihre Ziele verfolgen und dabei ihr humorvolles und emotionales Wesen nicht verlieren. Natalie Hallward ist ein Pseudonym.
Kurzbeschreibung, übernommen:
»Vergangenes ist nicht vergessen. Aber leben muss ich heute. Das nimmt mir niemand ab.«
Eifel 1803. Die Franzosen halten unter Napoleon die linke Rheinseite besetzt. In diesen schwierigen Zeiten lässt Anne, eine junge Frau aus einfachen Verhältnissen, alles hinter sich und macht sich auf die Suche nach dem Mann, der für den Tod eines geliebten Freundes verantwortlich ist. Auf sich alleine gestellt kommt sie im »Roten Haus«, einer Pension in Coblenz, unter. Dort dann lernt sie Sophie von La Roche, Deutschlands erste Reiseschriftstellerin, kennen. Die ungewöhnliche Freundschaft zwischen den beiden Frauen ermöglicht es Anne, der verräterischen Spur des Mörders zu folgen: Ein Gedicht, das er überall im Land an Mauern und Wände schreibt. Zur gleichen Zeit begegnet sie dem Keramikhändler Georg und verliebt sich in ihn. Als der Mann, den sie sucht, plötzlich auftaucht, geraten die Ereignisse außer Kontrolle. Anne muss sich entscheiden, denn wenn sie nicht auf ihre Rache verzichtet, riskiert sie alles zu verlieren, wonach sie bisher gesucht hat.
Meine Meinung:
Gerne lese ich ja immer wieder historische Romane und erfahre dabei einiges aus vergangenen Zeiten. Unsere Stadt wurde damals ebenfalls von Franzosen besetzt, die hier ja auch ihre Spuren hinterlassen haben.
Die Protagonistin Anne lebte in der Eifel und durch sie konnte ich viel über die Franzosenzeit erfahren. Zur besetzten linken Rheinseite gehörte nicht nur die Eifel, sondern auch die Stadt Coblenz, die ich während eines Kurzurlaubs kennen gelernt habe und deshalb einiges bestens vor Augen hatte.
Aus besonderen Gründen zieht Anne mit einem Mönch-ohne-Heimat auf dessen Karrenwagen durch die Eifel, was zur damaligen Zeit durchaus gefährlich sein kann. Ich begleite die beiden und erfahre unter anderem sehr viel über die Gesetze, die von den Franzosen erlassen wurden und wie die Menschen damit leben mussten. Gemeinsam mit ihnen lerne ich weitere fiktive, aber auch reale Personen kennen, die zu der damaligen Zeit gelebt haben. Deren Namen werden zu Beginn genannt. Die Autorin hat Anne die Möglichkeit gegeben, ihnen zu begegnen, wobei sie auf manche wahrscheinlich gut und gerne hätte verzichten können. Es waren so unterschiedliche wie der Schinderhannes oder Sophie von la Roche.
Ich möchte hier nun nicht alle Beteiligten erwähnen, denn es spielen viele eine Rolle im Leben von Anne, wobei es sympathische und auch reichlich unsympathische gibt. Auf jeden Fall hat mich dieses Buch sehr an sich gefesselt und über das Ende war ich sehr erfreut. So hatte ich es mir gewünscht.
Fazit:
Historische Begebenheiten in der Eifel und der Stadt Coblenz wurden sehr gut mit fiktiven verknüpft und so entstand ein sehr lesenswertes Buch. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung.
Bei der Autorin möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.