Autor: Christoph Frühwirth
Genre: Krimi
Version: eBook und Paperback
erschienen: 21. September 2023
Seiten: 240
Herausgeber : Servus
Über den Autor:
Christoph Frühwirth versteht sich als Handwerker im klassischen Sinn: Er arbeitet immer von Hand. Ob für das Theater, den Film oder Magazine. Als Schriftsteller war er unter anderem mit »Trautmann« Wolfgang Böck im Oldtimer unterwegs und mit dem »Bockerer« Karl Merkatz auf den heimischen Bühnen. Als Dramatiker zeichnet er sich für einen der größten heimischen Publikumserfolge der letzten Jahre aus: den »Blunzenkönig«. Sein Lebensthema ist »Land und Leute«.
Kurzbeschreibung, übernommen:
Großstadt trifft auf Provinz: Was verschlägt das Wiener Rotlichtmilieu nach Purbach?
Bruder Benedikt traut seinen Augen kaum, als er am Christtag aus dem Fenster des Pfarrhauses blickt: Vor der Kirche liegt ein Toter! Bei dem heimtückisch Erschlagenen handelt es sich um den schönen Jean. Er war kein Braver, sondern ein echter Strizzi aus Wien-Leopoldstadt und ein alter Bekannter aus Bruder Benedikts Zeit als Gefängnisseelsorger. Doch warum hat ihn ausgerechnet hier, im verschlafenen Purbach im Burgenland, sein jähes Ende ereilt?
Meine Meinung:
Ich freue mich immer wieder, wenn ich Autoren kennen lerne, von denen ich bisher nichts gelesen habe und gleichzeitig auch der Ermittler eine außergewöhnliche Person ist.
Deshalb habe ich die Gelegenheit ergriffen und den Krimi von Christoph Frühwirth gelesen. Hinzu kam, dass die Geschichte im Burgenland angesiedelt wurde, wo ich schon manchen Urlaub verbracht habe.
Bruder Benedikt, der Protagonist, ist ein Mönch und hat in Wien im Kloster seines Stammordens gelebt. Bis ihm die besondere Aufgabe erteilt wurde, eine Pfarrstelle in Purbach zu besetzen. Im Pfarrhaus sorgt die Gretl-Tant‘ für sein Wohlbefinden und beide kommen bestens miteinander aus. Das jemand Gretl-Tant‘ von allen Ortsbewohnern genannt wird, erscheint mir nicht ungewöhnlich, denn ich habe diese Kombination bereits mit anderen Namen im Burgenland gehört. Beide Personen sind mir sehr sympathisch und das wird auch im Laufe der Geschichte so bleiben. Mit der zuständigen Kommissarin konnte ich mich von Anfang bis Ende nicht anfreunden, ihre Art mochte ich nicht und ihr Verhalten gefiel mir ebenfalls nicht.
Aber nicht ich musste mir ihr klar kommen, sondern Benedikt. Denn als er Weihnachten eine ermordete Person vor der Kirche liegen sieht, muss er dies der Polizei melden. Interessiert verfolge ich nun, was alles unternommen wird, um den Täter zu ermitteln. Hier steht natürlich Bruder Benedikt im Vordergrund, der einige Informationen in Erfahrung bringt, die allerdings nicht alle an die Kommissarin weitergegeben werden dürfen und können, schließlich gibt es so etwas wie das Beichtgeheimnis. Deshalb hat mich das Ende auch nicht so richtig begeistern können.
Ich erwähnte ja bereits, dass die Geschehnisse im Burgenland angesiedelt wurden, deshalb gibt es reichlich österreichische Begriffe und es wird auch im Dialekt gesprochen. Erfreulich finde ich deshalb die Erklärungen am Ende des Buches.
Fazit:
Ein durchaus unterhaltsamer Regionalkrimi mit besonderen Typen. Gerne gebe ich hier eine Leseempfehlung.
Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken
