Autorin: Marie Benedict
Titel: Lady Churchill
Genre: Historisch, Biografie
Version: eBook, Hörbuch und gebundenes Buch
erschienen: 15. April 2021
Seiten: 448
Altersempfehlung: Erwachsene
Herausgeber : Kiepenheuer&Witsch
Über die Autorin:
Kurzbeschreibung, übernommen:
Meine Meinung:
Starke Frauen im Schatten der Weltgeschichte – Ganz ehrlich, sehr viele Gedanken hatte ich mir bisher nicht über die Frauen gemacht. Deshalb war ich sehr daran interessiert, dieses Buch über Lady Churchill zu lesen.
Die Autorin beginnt ihre Schilderung über das Leben von Clementine Churchill am 8. September 1908. Es ist der Hochzeitstag von Clementine Hozier und Winston Churchill. Durch gedankliche Rückblenden von Clemmie, wie sie von Freunden genannt wird, erfahre ich einiges mehr über die Zeit davor und vor allem über ihre Familie.
Sehr ausführlich hat die Autorin berichtet, was die beiden alles erleben durften und auch mussten. Denn es war nicht leicht. Winston Churchill war kein einfacher Mann und hat seine Frau sehr beansprucht. Hier kann man wirklich sagen, ohne sie wäre er nie das geworden, was er zeitweise war. Clementine wurde dann auch hin und her gerissen, zwischen ihren Aufgaben als Mutter und dem Anspruch, ihre Position besonders für die benachteiligten Frauen einzusetzen. Während der Kriege \“durften\“ die Frauen dafür sorgen, dass alles in der Wirtschaft und Produktion lief und danach wurden sie sofort wieder an den heimischen Herd geschickt. Aber nicht nur dafür setzte Lady Churchill sich ein. Sie begleitete ihren Mann zu wichtigen Gesprächen, was natürlich die anwesenden Herren überhaupt nicht gut fanden. Es war eigentlich klar, dass sie irgendwann Erholung brauchte. In ihrem Leben gab es reichlich Höhen und Tiefen, aber ich denke, wenn sie die Wahl gehabt hätte, würde sie Winston Churchill wieder heiraten. Wir Leser begleiten die beiden viele Jahre, allerdings brach das Buch in meinen Augen abrupt ab. Es endete im Jahr 1945. Zu gerne hätte ich ein bisschen über die weiteren Jahre erfahren, schließlich waren sie 57 Jahre verheiratet. Nebenbei habe ich natürlich versucht, etwas mehr über die beiden zu erfahren. Mit Interesse habe ich mir Bilder angesehen. Aber leider konnte ich nirgends Antworten auf meine Fragen finden.
Fazit:
Anscheinend empfand die Autorin die Jahre zwischen 1908 und 1945 als die wichtigsten im Leben der Eheleute Churchill. Es waren ja auch sehr endscheidende und erlebnisreiche Jahre, aber im Nachwort hätte durchaus kurz noch einiges erwähnt werden können. Auf jeden Fall war es sehr lesenswert und ich gebe gerne eine Leseempfehlung.
Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken
#LadyChurchill #NetGalleyDE
