Rezension – Palais Heiligendamm – Ein neuer Anfang

 

 

 

Autorin: Michaela Grünig

Titel: Palais Heiligendamm – Ein neuer Anfang

Genre: Historisch

Version: eBook und broschiert

erschienen: 30. Oktober 2020

Seiten: 576

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Lübbe

 

 

Über die Autorin:
Michaela Grünig, geboren und seelisch beheimatet in Köln, war lange Jahre im Ausland tätig. Dort kam sie nicht nur mit interessanten Menschen und ihren Geschichten zusammen, sie entdeckte auch ihre große Liebe zum Reisen. Seit 2010 hat sie ihr Hobby, das Schreiben, zum Beruf gemacht. Zusammen mit ihrer Familie und vielen Tieren lebt sie in der Westschweiz.

 

Kurzbeschreibung, übernommen:
Heiligendamm, 1912: Die Berliner Hotelierfamilie Kuhlmann hat große Pläne, man will dem berühmten Grand Hotel Konkurrenz machen. Doch die High Society steigt lieber weiter bei dem etablierten Rivalen ab. In dieser schweren Zeit zeigt ausgerechnet die junge Tochter Elisabeth kaufmännisches Geschick, während sich der sensible Sohn Paul für Musik begeistert. Vater Kuhlmann sieht sich gezwungen, den Emporkömmling Julius Falkenhayn um Hilfe zu bitten. Und der hegt recht unkonventionelle Ansichten … 

 

Meine Meinung:
1912, eine interessante Zeit über die ich nur wenig weiß. Schade eigentlich, meine Oma war damals 12 Jahre alt und wenn ich das so alles lese, denke ich immer öfter daran, wie es meinen Großeltern damals ergangen sein muss. Allerdings haben sie in diesen Kreisen nicht verkehren dürfen, denn der Standesdünkel war schon sehr groß. 
Er macht auch vor dem Leben der Familie Kuhlmann nicht halt. Elisabeth Kuhlmann ist nicht frei in ihren Entscheidungen und bedauert dies sehr, aber ihr Bruder darf auch nicht nach seinen Vorstellungen leben. Die Eltern haben entsprechende Ansichten und Vorstellungen, was aus ihren Kindern mal wird beziehungsweise was sie gefälligst zu tun haben.
Was bin ich froh, dass sich im Laufe der Jahrzehnte vieles verändert und verbessert hat. Es war damals für viele eine schwierige Zeit. Der Krieg stand kurz vor der Tür und viele junge Männer wollten mal eben los und den Krieg gewinnen. Tja, wenn sie gewusst hätten, wie falsch sie damals lagen. Aber ich will jetzt nicht weiter auf den Inhalt des Buches und auf die Meinungen der damaligen Zeit eingehen. Ich fand es ausgesprochen interessant, wie Michaela Grünig diverse schwierige Themen in die Geschichte eingebunden hat. Außerdem hat sie den Zeitgeist sehr gut rüber gebracht. Es hatten alle nicht leicht und manche Entscheidungen wurden unter falschen Voraussetzungen getroffen. Mit dem Ergebnis, dass es langfristig zu einem Vertrauensbruch kam. Was die Familie Kuhlmann und die Menschen in deren Umgebung so alles erleben mussten, hat die Autorin sehr gut vermitteln können. Ich war an das Buch gefesselt. Denn ich wollte ja unbedingt wissen, wie sich alles entwickeln würde. Gab es ein Ende, das mir gefallen würde?
 
 
Fazit:
Damals hätte ich sicher nicht zu den Leuten gehört, die nach Heiligendamm reisen konnten. Heute wäre ich dabei, zumal mich die Autorin neugierig auf die Gegend gemacht hat. Das Buch hat mich also nicht nur gut unterhalten. Aber bevor ich dorthin reisen kann, gebe ich erst einmal eine Leseempfehlung ab.
 
 
 
Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken. 

 

#PalaisHeiligendamm #NetGalleyDE

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