Rezension – Der Petticoat Mörder

Autor: Leonhard Bell

Titel: Der Petticoat Mörder

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 31. August 2020

Seiten: 432

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Ullstein Taschenbuch

Über den Autor:
Leonard Bell ist ein Pseudonym. Der Mensch dahinter ist ein erfolgreicher Drehbuch- und Romanautor. Bells heimliche Leidenschaft gilt den 50er Jahren, die er, da zu spät geboren, nicht miterleben durfte. Aber dank lebenshungriger Eltern ist er im Geist von Elvis Presley, James Dean, Marilyn Monroe und den anderen Größen dieser Zeit aufgewachsen. Leonard Bell lebt in Berlin und in der Märkischen Schweiz.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Der erste Fall des Ermittlerduos Fred Lemke und Ellen von Stain im Berlin der goldenen 50er Jahre.
Berlin 1958 – Fred Lemke, ehemals Laternenanzünder, jetzt Quereinsteiger bei der akut unterbesetzten Kreuzberger Kriminalpolizei, wird mit seinem ersten Mordfall betraut. Am Ufer des Rixdorfer Teiches wurde eine männliche Leiche gefunden. Sein Kollege würde den Fall am liebsten als Raubmord klassifizieren und zu den Akten legen, doch Lemke sieht die Sache anders. Zuerst geraten Ehefrau, Haushälterin und Geliebte des Toten ins Visier, doch dann erfährt er mehr über die Vergangenheit des Opfers und über dessen Verstrickungen in den Nationalsozialismus. In einem Berlin, in dem aus den Kellern zerbombter Häuser Rockmusik dringt, und wo sich die jungen Leute auf den Straßen kleiden wie die großen amerikanischen Stars, ermittelt Fred Lemke gemeinsam mit seiner Kollegin, der selbstbewusst-schillernden Baronesse Ellen von Stain. Und sie stoßen dabei auf Widerstände, die zeigen, wie viel Macht die alten Kader noch immer haben.

Meine Meinung:
Auf dieses Buch war ich aus mehreren Gründe sehr neugierig. In den 60er Jahren hatte ich auch einen Petticoat und fand das ungemein toll. Diese Geschichte spielt sich im Jahr 1958 ab.  Fred Lemke war zu dem Zeitpunkt 23 Jahre alt. Ich war erst ein Jahr alt und weiß natürlich nicht, wie es damals im Berufsleben so abging. Deshalb wollte ich das Buch unbedingt lesen.
Ich lernte Fred Lemke kennen, der als Kriminalassistent seinen Dienst antreten soll und sofort mit einem altgedienten Kommissar zu einem Tatort mitgenommen wird. Fred noch jung und voller Tatendrang, sieht und deutet einiges anders, als sein älterer Kollege. Seine Kollegin Ellen von Stain tritt ihren Dienst ebenfalls zeitgleich mit ihm beim LKA an. Allerdings umgibt sie ein Geheimnis und ihr Verhalten kommt Fred manchmal schon recht merkwürdig vor.
Der Autor schildert sehr fesselnd, was Fred Lemke alles erlebt, welche Schlüsse er zieht, was er so alles wagt und wie er gebremst wird. Denn leider hat sich an manchen Stellen und vor allem in manchen Köpfen, auch dreizehn Jahre nach Kriegsende, nichts geändert.  Mit Spannung verfolgte ich alles und rätselte auch, wie und was denn nun wirklich passiert ist. Das Ende hat mich dann überrascht, obwohl es durchaus Verdachtsmomente gegeben hat.
Mir hat sehr gut gefallen, dass ich nicht nur die Mitarbeiter des LKA kennen lernte und bei der Arbeit begleiten durfte, sondern auch erfahren habe, wie damals gearbeitet werden musste. Zu schnell haben wir vergessen, dass den Ermittlern nicht die technischen Mittel der heutigen Zeit zur Verfügung standen. Fahrt zum Einsatz mit dem Fahrrad – Bericht direkt der Sekretärin diktieren, die es mit der Schreibmaschine tippt. Außerdem bekam ich reichlich Informationen über Alltagsleben der normalen Bürger, was ich ebenfalls sehr interessant fand.

Fazit:
Dies war der erste Fall für Lemke und von Stain, ein gelungener Start und ich bin auf weitere Folgen gespannt. Aber zunächst gebe ich hierfür eine Leseempfehlung und bewerte das Buch mit fünf Sternen.

Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken

#DerPetticoatMörder #NetGalleyDE

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