Rezension – Der Käpt\'n jenseits der See

Autor: Jörg Rönnau

Titel: Der Käpt\’n jenseits der See

Genre: Krimi, Historisch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 2. September 2019

Seiten: 244

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Maximum Verlag

Über den Autor:
Jörg Rönnau,  geboren und aufgewachsen in Plön/Holstein (Baujahr: 27. Mai 1961). Ausbildung zum staatlich examinierten Krankenpfleger. Mehr als 30 Jahre an verschiedenen Krankenhäusern in ganz S.-H. tätig gewesen. Glücklicher Ehemann und Vater von zwei inzwischen erwachsenen Kindern (Tochter und Sohn). Lebt (zusammen mit seiner Frau und zwei völlig „duchgeknallten“ Katzen) in einem kleinen Haus am Rande der Holsteinischen Schweiz, in der Nähe von Kiel / der Ostsee. Hobbys: Lesen, Garten, Fotografieren, passionierter Radfahrer. Sprachen: leidenschaftlicher Plattsnaker!

Trailer zum Buch

Kurzbeschreibung, übernommen:
»Beim Klabautermann, der Bengel wird sein Leben auf dem Meer verbringen«, hatte sein Vater bei seiner Geburt prophezeit. Johannes Wilhelm Kröger, geboren im April 1849, wurde Seemann und ist es geblieben, bis er am Vorabend des Ersten Weltkriegs endgültig abmustert. Jetzt soll sein wohlverdienter Ruhestand beginnen, aber von Ruhe kann keine Rede sein. Ganz in der Nähe seines Kapitänshäuschens hat sich eine rätselhafte Frau niedergelassen, die ihn ebenso fasziniert wie das lebensgefährliche Geheimnis, das sie umgibt. Und während er Wiebke Schritt für Schritt näherkommt, lässt er in seinen Mußestunden noch einmal die Begegnungen mit den großen Literaten seiner Zeit aufleben: Von Arthur Conan Doyle über Theodor Storm und Mark Twain bis Thomas Mann. Sie alle lernte er auf seinen Fahrten als Käpt’n der Northern Clipper kennen, und seine Erinnerungen sind ein Panoptikum der internationalen Abenteuerliteratur in ihrer vielleicht größten Epoche.

Meine Meinung:
Es kommt immer wieder mal vor, dass mich ein Buchcover als erstes neugierig auf ein Buch macht, dann lese ich den Titel und die Kurzbeschreibung und ich beschließe, dass ich das Buch gerne lesen möchte. So war es auch diesmal.
Ich lernte Käpt\’n Kröger kennen, der sich nach langen Jahren als Seemann endlich zur Ruhe setzen wollte. Wobei so ganz einfach zur Ruhe setzen ging dann doch nicht, er lernte Wiebke kennen und musste feststellen, dass sie ein Geheimnis umgab, das später noch für Aufregung sorgen sollte. Aber wie immer will ich vom Inhalt nicht zu viel verraten.
Den Schreibstil des Autors fand ich so erfrischend anders, mir kam er einfach und leicht vor, trotzdem sehr fesselnd. Ich fand vor allem die Idee super, einen Spionageroman zu schreiben und gleichzeitig eine Hommage an großartige Autoren aus der Vergangenheit. Was ich damit meine? Nun ich verrate nicht zuviel, wenn ich erwähne, dass Käpt\’n Kröger auf seinen Fahrten viele Autoren getroffen haben soll. Jörg Rönnau hat ihn als belesenen Mann dargestellt, der gerne in Erinnerungen schwelgte. Diese Erinnerungen flossen immer wieder ein und wurden in der Ich-Form erzählt. Ich will hier jetzt nicht alle Namen nennen, nur drei wie zum Beispiel Selma Lagerlöf, Thomas Mann oder Jack London. Alles Autoren, die den meisten Lesern bekannt sein sollten und mir hat es wirklich sehr gut gefallen, wie der Autor besondere Ereignisse mit dem Leben des Käpt\’ns verbunden hat.  Am Ende des Buches gibt es ein Interview mit Jörg Rönnau und unter anderem beantwortet er dort die Frage, mit welcher Romanfigur er am liebsten zu Abend essen möchte. Ich schreibe hier natürlich nicht seine Antwort, aber wenn man mir die Frage stellen würde, dann hätte ich die Antwort, mit Käpt\’n Kröger, denn er hat soviel erlebt und interessante Persönlichkeiten kennen lernen dürfen, es wäre mit Sicherheit keine langweilige Unterhaltung geworden. Man merkt, ich war so richtig drin im Geschehen und den Protagonisten, also den Käpt\’n hatte ich schnell in mein Leserherz geschlossen. Ich fand es sehr schön, ihn zu begleiten. Ich mochte die Abwechslung und den Spannungsbogen und mit dem Ende der Geschichte war ich mehr als zufrieden.

Fazit:
Wer Spannung mag und gleichzeitig auch noch viel über berühmte Autoren erfahren möchte, sollte dieses Buch lesen. Für mich war es mal etwas anderes, vom Schreibstil her und die Idee, die dahintersteckte hat mir sehr gut gefallen.

Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

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