Villa Rivolta

Autor: Daniel Speck

Genre: Roman, Zeitgeschehen

Version: eBook, Hörbuch und gebundene Ausgabe

erschienen: 25. Februar 2026

Seiten: 608

Herausgeber ‏ : ‎ FISCHER




Über den Autor:
Daniel Speck, 1969 in München geboren, führt uns mit seinen Romanen durch Kulturen und Epochen zu uns selbst. Auf Reisen findet er Geschichten, Orte und Menschen, deren Schicksale ihn als Weltenerzähler inspirieren. Der Autor studierte Filmgeschichte in München und verfasste Drehbücher, für die er mit dem Grimme-Preis und dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet wurde. Seine Romane sind allesamt Bestseller und finden höchste Anerkennung bei Kritik und Leserschaft. ›Bella Germania‹ wurde als Dreiteiler prominent verfilmt. Mit ›Piccola Sicilia‹, ›Jaffa Road‹ und ›Yoga Town‹ zeichnet Daniel Speck ein vielstimmiges Panorama und baut Brücken zwischen den Kulturen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Ein Mailänder Garten. Zwei Kindheitsfreunde, ein Familiengeheimnis und eine unmögliche Liebe im Italien der goldenen sechziger Jahre.
Zwei Kinder im Garten einer Mailänder Villa: Piero, der strahlende Sohn des großbürgerlichen Automobilunternehmers Renzo Rivolta. Und Valeria, die eigensinnige Tochter des Dienstmädchens. Sie versprechen sich, Freunde fürs Leben zu werden.
Verbunden durch ein altes Familiengeheimnis erleben sie eine Jugend in den goldenen Jahren Italiens: Mailands mondäne Eleganz zwischen Dolce Vita und kultureller Revolution. Doch als Piero die Nachfolge seines Vaters antreten muss, verliebt sich Valeria in den Arbeitersohn Flavio, der Pieros Welt den Kampf ansagt.
Bestseller-Autor Daniel Speck (»Bella Germania«) erzählt uns eine epische Geschichte über Leidenschaft, Verlust und den Preis dafür, zu werden, wer wir wirklich sind.


Meine Meinung:
Bisher habe ich von Daniel Speck noch kein Buch gelesen. Nachdem ich aber auf dieses Buch aufmerksam gemacht wurde, wollte ich es lesen, denn der Klappentext machte mich neugierig.
So lernte ich Piero Rivolta und seine Lebensgeschichte kennen. Außerdem spielt Valeria eine wichtige Rolle in diesem Buch, sie ist die Tochter der Hausangestellten. Die beiden Kinder sind gleichalt und sie versprechen sich, dass sie Freunde fürs Leben bleiben.
Die Geschichte in diesem Buch startet im Jahr 1979. Valeria flieht aus Gründen mit ihrem Sohn Tonino zu Piero und erhofft sich von ihm Hilfe. Auf der Fahrt zu Piero erzählt Valeria, wie sie Piero in den vierziger Jahren kennen lernte und seitdem vieles gemeinsam erlebten. So kann ich abwechselnd alles über mehrere Zeitebenen verfolgen.

Piero ist der Sohn des Automobilunternehmers Renzo Rivolta und gehört somit einer anderen Gesellschaftsschicht als Valeria an. Den Kindern sind die Klassenunterschiede egal, später sollten sie sich schon bemerkbarer machen, aber ihre lebenslange Freundschaft wird dadurch wenig behindert.
Da ich als Leserin alle Beteiligten viele Jahre begleiten kann, erfahre ich natürlich viel über das Zeitgeschehen der damaligen Jahrzehnte. Besonders interessant fand ich, dass Renzo Rivolta unter anderem die Isetta entwickelte und produzierte. Ein Fahrzeug, das vielen bekannt ist. Sein Sohn Piero musste das Unternehmen des Vaters sehr jung übernehmen und hatte auch mit wirtschaftlichen Entwicklungen zu kämpfen. Politische Meinungen machten es vielen nicht leicht.
Der Autor hat es mit diesem Buch hervorragend verstanden, reales mit fiktivem zu verknüpfen, er hat mir Einblicke in private Bereiche bewährt und mir viel über das Leben in Italien in den Jahrzehnten nach dem Krieg vermittelt.


Fazit:
Ein sehr interessantes und unterhaltsames Buch, das auch Fans von besonderen Autos begeistern wird. An dieser Stelle möchte aus der Information über das Buch folgenden Text übernehmen, denn ich finde, es ist dem Autor wirklich sehr gut gelungen und deshalb gebe ich gerne eine Leseempfehlung:


Inspiriert von persönlichen Gesprächen mit Piero Rivolta taucht Daniel Speck in die jüngere italienische Geschichte ein. In Villa Rivolta spiegeln sich große gesellschaftliche wie politische Themen der Zeit: Klassenunterschiede und Geschlechterrollen, transgenerationales Trauma, Migration zwischen Süd- und Norditalien, sowie die Frage, ob Freundschaft über weltanschauliche Grenzen hinweg bestehen kann.

Erwähnen möchte ich noch, dass ich den Autor in Leipzig auf der Buchmesse kennen gelernt habe. Während einer Veranstaltung hat er uns Interessierten erzählt, wie es dazu kam, genau dieses Buch zu schreiben. Er zeigte uns Bilder von der Villa und einigen Fahrzeugen. Die Iso konnte ich auf der Messe dann auch bewundern.

Bei Mike Altwicker und dem Fischer Verlag möchte ich mich vielmals für das eBook- Rezensionsexemplar bedanken.

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