Der Duft des Strandhafers

Autorin: Gabriella Engelmann

Genre: Roman

Version: eBook, Hörbuch und Taschenbuch

erschienen: 2. März 2026

Seiten: 320

Herausgeber ‏ : ‎ Knaur




Über die Autorin:
Gabriella Engelmann wurde in München geboren. Seit ihrem Umzug nach Hamburg fühlt sie sich im Norden pudelwohl und entdeckte dort auch ihre Freude am Schreiben. Nach Tätigkeiten als Buchhändlerin, Lektorin und Verlagsleiterin genießt sie die Freiheit des Autorendaseins von Romanen sowie Kinder – und Jugendbüchern.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Vor Jahrzehnten verschwand Fenja Lorenzens ältere Schwester spurlos. Jetzt wird sie endlich erfahren, was damals wirklich geschah.
Es ist Spätsommer, als Journalistin Anna März nach Sylt zurückkehrt, um der 85-jährigen Fenja Lorenzen bei der Suche nach ihrer Schwester Martje zu helfen. Denn nach einer Sturmnacht im Jahr 1958 verliert sich jede Spur von ihr. Anna ahnt nicht, dass Martje sich damals in den charismatischen Strandpiraten Hark verliebt hatte und sich nach einem Schiffsunglück auf die Insel Amrum retten konnte. Fenja dagegen scheint mehr über Martjes Verschwinden zu wissen, als sie bereit ist zuzugeben. Je tiefer Anna gräbt, desto klarer wird, wie kompliziert das Verhältnis der Schwestern gewesen sein muss, die sich als Kinder abgöttisch liebten, bevor das Schicksal sie auseinanderriss. Und da ist auch noch Eric, für den Annas Herz nach wie vor schlägt …


Meine Meinung:
Nachdem ich im Buch „Der Gesang der Seeschwalben“ die Bücherfrauen von Listland und einige Lebenswege kennen gelernt hatte, gab es für mich nun die Fortsetzung und vor allem Antworten auf die noch offenen Fragen.
Anfangs war ja alles ganz anders geplant. Die Journalistin Anna reiste nach Sylt und wollte über die Bücherfrau Fenja Lorenzen einen Bericht schreiben, die sie allerdings nicht antraf. Stattdessen begab sie sich auf die Suche, die auch im zweiten Buch fortgesetzt wurde.
Anna lernte nicht nur Familienmitglieder von Fenja kennen, sondern erfuhr viel über schicksalhafte Entwicklungen. Die Wege von Fenja und ihrer Schwester Martje wurden mehrmals getrennt und jetzt im Alter wünschte sich Fenja, dass Anna sich auf die Suche nach Martje begibt. Als Leserin konnte ich sie dabei natürlich bestens begleiten und habe viel erfahren.
Die Autorin hat auch diesmal im Wechsel in verschiedene Zeitebenen geschildert, was die Frauen alles erlebt haben und was außerdem Auslöser für Entscheidungen war.
Es zeigt mal wieder, wenn man einmal falsch „abgebogen“ ist und nicht immer mit der Wahrheit herausrückt, wird es schwerer, je mehr Zeit vergeht. Kinder und Enkel fühlen sich belogen und das macht ihnen schwer zu schaffen. Nun dreht sich in diesem Buch nicht alles nur um Martje und Fenja, über Anna und Leevke gibt es ebenfalls einiges zu berichten. So viele lose Fäden führen schließlich zu einem Ende, das mir sehr gut gefallen hat.
Die Schreibweise von Gabriella Engelmann begeistert mich immer wieder, ich hatte auch diesmal wieder das Gefühl vor Ort zu sein, so gut wurden Listland und die Inseln beschrieben.


Fazit:
Eine fesselnde und bewegende Dilogie, in der Schicksale und Familiengeheimnisse eine wichtige Rolle spielen. Gern gebe ich eine Leseempfehlung, allerdings sollten beide Bücher in der entsprechenden Reihenfolge gelesen werden.

Beim Verlag und NetGalleyDE möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Da in dem Buch „Der Gesang der Seeschwalben“ die Geschichte der Bücherfrauen von Listland begann, stelle ich hier den Link zur Rezension ein: klick hier

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