
Autorin und Sprecherin: Kerstin Lange
Genre: Zeitgeschichte, Zeitgeschehen, Roman, Schicksale
Version: eBook, Hörbuch und Taschenbuch
erschienen: 17. Februar
Seiten: 461
Herausgeber : Tinte & Feder
Hörbuch
Spieldauer 11 Stunden und 56 Minuten
Verlag Amazon EU S.à r.l.
Über die Autorin und Sprecherin:
Kerstin Lange, geboren im Bergischen Land, war jahrelang als Bilanzbuchhalterin tätig, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Sie schreibt regionale Kriminalromane und sehr gerne Kurzgeschichten, von denen einige ausgezeichnet wurden. Sie ist ausgebildete Sprecherin und arbeitet neben dem Schreiben als Hörbuchsprecherin und Moderatorin.
Sie mag die Abwechslung und hat sich nun einem anderen Genre zugewandt: Ihr erster Roman „Eine leise Ahnung von Glück“ ist im Verlag „Tinte und Feder“ erschienen, der zweite „Die Sehnsucht, die bleibt“ folgte im gleichen Jahr. Mit beiden Romanen gelang ihr eine Platzierung auf der BILD-Bestsellerliste, mit „Die Sehnsucht, die bleibt“ sogar der zweite Platz.
Sie ist Mitglied der Autorenvereinigung Das Syndikat e.V. und den Mörderischen Schwestern e.V.
Kurzbeschreibung, übernommen:
Lissabon 1961: Als ihr kleiner Bruder stirbt, ändert sich für die junge Amália alles. Ihr Vater verlässt die Familie über Nacht und ihre Mutter wird krank. Doch Amália nimmt ihr Leben in die Hand, in der Hoffnung, dass sie Armut und Krankheit hinter sich lassen kann. Bei ihrem Job im Café lernt sie den charismatischen Marcelo kennen, der mit seinem Freund João politisch aktiv ist. Zwischen Amália und Marcelo entstehen tiefe Gefühle, doch für ihn zählt vor allem der Widerstand. Als das autoritäre Regime die Studentenunruhen brutal niederschlägt, spürt auch Amália die Sehnsucht nach Freiheit. Dabei wünscht sie sich ein normales Leben mit Marcelo. Hat ihre Liebe eine Chance in einer Zeit, in der Portugal langsam erwacht?
Meine Meinung:
Dieses Buch führt den Untertitel „Portugiesische Schicksalsjahre“ und dies sagt schon vieles über das Buch aus. Es ist ein Buch mit einer bewegenden Lebensgeschichte.
Lissabon 1961: Amália ist siebzehn Jahre alt, als ihr zehnjähriger Bruder an einer Krankheit stirbt. Ihre Mutter zerbricht daran und wird ebenfalls krank. Der Vater verlässt nach einer Weile die Familie, weil auch er mit diesem Schicksalsschlag nicht fertig wird. Amália steht auf einmal ganz alleine da und muss damit fertig werden. Zum Glück findet sie in einem Café Arbeit und fühlt sich im Grunde sehr wohl. Aber auch hier schlägt das Schicksal wieder zu, worauf ich aber nicht näher eingehe, weil ich sonst zu viel vom Inhalt verraten müsste.
Es war in Portugal gefährlich, seine Meinung zu sagen oder auch Kritik zu äußern, die Geheimpolizei PIDE hatte überall ihre Spitzel und war mit Verhaftungen schnell zur Stelle. Damals wollten viele Studenten etwas ändern und mussten äußerst vorsichtig sein.
Amália lernte einige Personen aus dem Widerstand kennen und wollte sich auch beteiligen. Die Autorin hat ihrer Protagonistin einiges zugemutet, was leider durchaus der Realität entsprach. Deshalb ist es auch kein leichter Unterhaltungsroman, sondern durchaus etwas schwermütig. Ich brachte dies alles mit Fado, dem portugiesischen Musikstil zusammen: Schicksal, Melancholie, Sehnsucht, Liebe und Leid. Dieser Stil sagt viel über das Land aus und passt hervorragend zu dieser Geschichte. Wobei eine bekannte Sängerin auch eine wichtige Rolle spielt.
Amália vertritt die Generation, die auch am Umbruch des Landes beteiligt war. Kerstin Lange hat hervorragend recherchiert und somit über Schicksale in Portugal berichten können. Ihr Schreibstil hat mir gefallen und auch, dass ich eine wichtige Person aus einem anderen Buch wieder getroffen habe.
Dieses Buch konnte ich lesen und hören, was mir immer wieder gut gefällt. Die Autorin selbst hat ihr Buch gelesen und es ist ihr bestens gelungen, von ihrer Art zu lesen war ich begeistert.
Fazit:
Ein Buch über schicksalshafte Lebensgeschichten, die das Wissen über ein Land und der Bewohner erweitern. Vor allem sorgt es dafür, dass einiges nicht in Vergessenheit gerät. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung.
Bei der Autorin, beim Verlag und bei NetGalleyDE möchte ich mich vielmals bedanken.