Die wilden Jahre

Autorin: Susanne Goga

Genre: Historisch

Version: eBook, Hörbuch und Taschenbuch

erschienen: 12. November 2025

Seiten: 448

Herausgeber ‏ : ‎ Heyne Verlag



Über die Autorin:
Susanne Goga wurde 1967 in Mönchengladbach geboren und lebt dort bis heute. Die renommierte Literaturübersetzerin und Autorin reist gern – mit Vorliebe auch in die Vergangenheit. Das spiegelt sich in ihren überaus erfolgreichen historischen Romanen wider. Für die Kriminalreihe um Leo Wechsler taucht sie ein ins Berlin der 1920er-Jahre, für viele ihrer Romane begab sie sich schon ins geschichtsträchtige 19. Jahrhundert. Das Rheinland nach dem Ersten Weltkrieg war die Inspiration für ihren neuesten Roman bei Heyne.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Ein Geschwisterpaar und der große Traum vom Leben
Rheinland 1919.Die Geschwister Thora und Hannes Bernrath entstammen einer wohlhabenden Fabrikantenfamilie aus Mönchen-Gladbach und stehen einander sehr nah. Sie leben in bewegten Zeiten von Krieg, Revolution und Besatzung. Thora nutzt die neue aufregende Zeit, um ein Schauspielstudium in Düsseldorf zu beginnen, während Hannes, der eigentlich Architektur studieren wollte, nach seiner Rückkehr von der Front orientierungslos ist. Eines Tages wird Hannes wegen Mordverdachts verhaftet, schweigt aber beharrlich. Im Zimmer ihres Bruders findet Thora einen Gedichtband von Eichendorff, in dem die Worte »Adler« und »Vulkan« markiert sind. Sie begibt sich auf die Suche nach dem Rätsel, das sich dahinter verbirgt. Und erfährt vom geheimen Leben ihres Bruders. Thora begreift, dass sie mit allen Mitteln darum kämpfen muss, ihn aus dem Gefängnis zu befreien …


Meine Meinung:
Gerne lese ich historische Bücher, denn dadurch erfahre ich immer wieder von Begebenheiten, die mir so nicht bekannt waren. Wir alle wissen, dass die Zeit nach dem ersten Weltkrieg nicht leicht war. Aber ich wusste nicht, dass Düsseldorf eine geteilte Stadt war. Um auf die linke Rheinseite zu gelangen, musste die Oberkasseler Brücke benutzt werden und dies durfte nur mit Passierschein geschehen.
Thora Bernrath musste diese Erfahrung immer wieder machen. Sie wohnte in Düsseldorf und ging dort zur Schauspielschule. Ihre Eltern lebten in München-Gladbach, wie die Stadt damals noch hieß. Durch Thora konnte ich viel über das Leben während der damaligen Zeit erfahren. Natürlich hat die Autorin nicht einfach nur geschrieben, wie schwierig der Weg war. Sie hat reale Begebenheiten mit fiktiven verknüpft und mich damit bestens unterhalten. Ich habe erfahren, wie Thora in Düsseldorf gelebt hat, wen sie durch ihr Schauspielstudium kennen lernen konnte. Louise Dumont und Gustav Lindemann waren dabei sehr wichtig. Gern habe ich Thora auf ihren Fahrten mit dem Rad begleitet, viele Straßen kamen mir bekannt vor und ich selbst bin dort schon zu Fuß oder anders unterwegs gewesen. Aber in Thoras Leben passiert neben der Ausbildung wesentlich mehr. Ihr Bruder wird wegen Mordverdacht verhaftet, beteuert immer, dass er niemanden umgebracht hat, mehr sagt er aber nicht. Thora will ihren Bruder unbedingt helfen, obwohl er auch ihr nichts erzählt.
Wie Thora nun die Wahrheit heraus findet, hat die Autorin ebenfalls sehr fesselnd beschrieben und dabei auch andere Probleme aller Zeiten einfließen lassen.


Fazit:
Ein Buch, dass mir sehr gut gefallen hat und ich gerne weiterempfehle. Ganz besonders Düsseldorfern wird es gefallen, aber natürlich auch allen anderen, die an historischen Büchern interessiert sind.

Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

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