
Autor: Thomas Michael Glaw
Genre: Krimi
Version: eBook und Paperback
erschienen: 7. Oktober 2025
Seiten: 180
Herausgeber : Mediathoughts
Über den Autor:
Dr. Thomas Michael Glaw, Jahrgang 1957, studierte in München Germanistik und katholische Theologie. Seit 1989 leitet er ein Institut für Unternehmenskommunikation in München und seit 2018 gemeinsam mit seiner Frau Dorothea den Mediathoughts Verlag, für dessen Programm er verantwortlich zeichnet. Sein schriftstellerisches Werk umfasst neben Kurzgeschichten, Reiseerzählungen und Gedichten vor allem Kriminalromane. Als Fotograf bestimmen städtisches Leben und Architektur seine Arbeiten. Fotografie und Lyrik verband er erstmals in dem Band „Strandgut.“
Kurzbeschreibung, übernommen:
Als Hauptkommissarin Jana Vecera aus München eine Woche Urlaub bei einer Freundin im südwestdeutschen Städtchen Stoppingen macht, erwartet sie Ruhe, Natur – und vielleicht ein Glas Wein mit Blick auf den Tüllinger Berg. Doch ein frühmorgendlicher Jogginglauf mit dem Familienhund bringt eine grausige Entdeckung: eine Leiche, drapiert wie in einem Ritual. Was zunächst wie ein Einzelfall wirkt, weckt bald düstere Erinnerungen an zwei ungelöste Morde – vor 30 und vor 60 Jahren, mit erschreckend ähnlichem Modus Operandi. Jana beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln, sehr zum Ärger des örtlichen Kommissars. Ihre Spurensuche führt sie tief hinein in die verdrängte Nazivergangenheit des Dorfes, zu alten Schuldverflechtungen, schweigenden Familien – und einem Hexenbild, das nichts mit der Realität zu tun hat.
Ein atmosphärisch dichter Kriminalroman über Schuld und Schweigen, Wahrheit und Verdrängung – und die Geister, die ein Ort nie ganz loswird.
Meine Meinung:
Es wird damit geworben, dass dieser Krimi ein „ganz anderer Kriminalroman“ ist. Das mag sein und für mich beginnt das „anderssein“ bereits mit dem Cover. Es hebt sich von allen anderen Büchern ab und fällt einem sofort auf. Weiter geht es auf den ersten Seiten, dort werden die Beteiligten mit einem kurzen Satz vorgestellt. Das finde ich sehr interessant.
Die zuletzt genannte Hauptkommissarin Jana Vecera will eigentlich eine Woche Urlaub machen und mal so richtig entspannen. Allerdings findet sie direkt bei ihrer ersten frühmorgendlicher Joggingrunde eine Leiche. Das heißt, eigentlich findet der Hund ihrer Freundin die Leiche und alle im Ort reagieren etwas merkwürdig. Überhaupt wohnen da interessante Typen, drei Frauen werden mit Hexen betitelt, was so gar nicht mehr in die heutige Zeit passt. Nun ist Jana erst recht neugierig und will vieles in Erfahrung bringen.
Der Autor hat dies alles nicht nur fesselnd geschrieben, er überrascht mit vielen interessanten Wendungen und mit dem Ende hätte so niemand gerechnet, zumindest mir ging es so. Außerdem hat er natürlich nicht nur über die Ermittlungsarbeiten geschrieben, mir hat ebenfalls gefallen, dass viel Privates eingeflossen ist.
Fazit:
„Ein anderer Kriminalroman“, der mir gut gefallen hat und deshalb empfehle ich ihn gerne weiter. Ich würde mich auch sehr freuen, wenn es eine weitere Folge mit und über Jana geben kann. Potential ist da und vielleicht finde ich auch Antworten auf meine Fragen, schafft der junge Kommissar es und wird es einen Hund geben.
Beim Verlag und bei NetGalleyDE möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.