Der Kuckuck

Autorin: Gina Mayer

Genre: Roman

Version: eBook und gebundene Ausgabe

erschienen: 2. Mai 2025

Seiten: 432

Herausgeber ‏ : ‎ Piper





Über die Autorin:
Gina Mayer, geb. 1965, studierte Grafik-Design und arbeitete danach als freie Werbetexterin, bevor sie Schriftstellerin wurde. Seit 2006 hat sie eine Vielzahl an Romanen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene veröffentlicht. Ihre Werke standen auf der Spiegel-Bestsellerliste und wurden in viele Sprachen übersetzt. Gina Mayer lebt mit ihrem Mann in Düsseldorf.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Drei Frauen. Die eine besonnen, die andere stolz, die dritte verloren.Verbunden durch ein Geheimnis.
Als ein Neugeborenes nachts auf ihrem Bauernhof abgelegt wird, ist Babett sicher, dass der kleine Junge der Sohn ihrer früheren Freundin Evelin ist. Als Kinder haben sie zusammen am Bach gespielt – Babett, die Gutsherrentochter Evelin und Rosl, die aus der ärmsten Familie im Dorf stammt – und von ihrem Leben als Erwachsene geträumt. Während Rosl in die Stadt ging und auf die schiefe Bahn geriet und Evelin mit ihrer Mutter das Dorf verließ, wurde Babett Bäuerin und blieb. Nun nimmt sie das Findelkind wie ein eigenes bei sich auf. Nicht ahnend, dass sie damit nicht nur das Leben des Jungen und ihrer eigenen Tochter, sondern auch das einer jungen Frau in der dritten Generation beeinflussen wird.


Meine Meinung:

Es ist schon bewundernswert, wie aus einem Ereignis ein unterhaltsamer Roman wird. Auf dem Bauernhof von Gina Mayers Mutter lag eines Tages ein Findelkind auf der Schwelle. Diese Begebenheit inspiriert die Autorin zu einem Buch, in dem in erster Linie drei ganz unterschiedliche Frauen eine wichtige Rolle spielen. Später kommen noch weitere Personen hinzu, deren Handlungen Einfluss auf das Leben mehrerer Personen nehmen.
Erzählt wird die Geschichte in verschiedenen Zeitebenen, wobei die Gegenwart im Jahr 1994 stattfindet. Die Mädchen Babett und Rosl befinden sich im Jahr 1919, als Evelin zu ihnen in die Klasse kommt. Alle drei kommen aus den unterschiedlichsten Gesellschaftsschichten und werden trotz allem die besten Freundinnen. Nach einem teilweise gemeinsamen Lebensweg trennen sie sich wieder, wie es im wahren Leben auch oft der Fall ist.
Die Autorin hat dies alles sehr fesselnd geschildert und mich in die Lebensgeschichten hineingezogen. Zumal es hier zwei Kinder gab, die ihre leiblichen Eltern nicht kannten. Oft wird geschwiegen, aus den unterschiedlichsten Gründen, und Außenstehende können dies nicht immer nachvollziehen. Es ist deshalb auch nicht leicht, die eigenen Wurzeln zu finden. Ich war auf die Entwicklung und vor allem auf das Ende gespannt.


Fazit:
Eine bewegende Geschichte, die nachdenklich macht und wo man hofft, dass die Betroffenen alles in Erfahrung bringen werden. Es zeigt auch, dass Freundschaft mal richtig und mal falsch verstanden werden kann. So oder so kann dies den Lebensweg vieler Menschen beeinflussen. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung, da mir das Buch sehr gut gefallen hat.

Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Was ich noch anmerken möchte: ich hatte die Möglichkeit zu einer Lesung zu gehen und habe dort die sympathische Autorin Gina Mayer kennen gelernt. Ich finde es immer wieder interessant, dass bei solchen Lesungen nicht einfach „nur“ aus dem Buch entsprechende Passagen vorgelesen werden, sondern, dass ich auch Hintergrundinformationen bekomme. Oft kenne ich das Buch schon, wenn ich zu einer Lesung gehe. Diesmal war es anders, Gina Mayer hat mich ganz neugierig gemacht und ich nun alles wissen wollte. Deshalb freute ich mich sehr, als ich kurz danach das Buch erhalten habe.

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