Der Herzschlag der Toten

Autor: Ralf H. Dorweiler

Genre: Historischer KrimiVersion: eBook, Hörbuch und Taschenbuch

erschienen: 23. Oktober 2024

Seiten: 416

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Goldmann Verlag




Über den Autor:
Ralf H. Dorweiler studierte Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft in Köln, arbeitete als Schauspieler, im Management für internationale Konzerne und schließlich als Redakteur bei einer großen Tageszeitung. 2006 erschien sein erster Roman. Mittlerweile ist er hauptberuflicher Schriftsteller und lebt mit seiner Frau in Bad Pyrmont.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Hamburg 1887. In einem Kontor wird die Leiche einer jungen Frau entdeckt, die mit zahllosen Messerstichen getötet wurde. Der Fall wird zur Bewährungsprobe für den frisch zum Criminalcommissar beförderten Hermann Rieker. Bei seinen Ermittlungen trifft er auf Johanna Ahrens, Tochter eines Richters, die heimlich arme Frauen im Gängeviertel unterrichtet. Da Johanna in der Toten eine ihrer Schülerinnen erkennt, stellt sie auf eigene Faust Nachforschungen an. Dabei lernt sie einen Totenfotografen kennen, dessen Anatomiekenntnisse eine entscheidende Wendung für den Fall bringen. Doch als ein weiterer Mord die Hafenstadt erschüttert, wird klar: Der Täter kann jeden Moment erneut zuschlagen …


Meine Meinung:
Der Autor nimmt mich mit in das Jahr 1887 und zwar nach Hamburg. Dort lerne ich zunächst Johanna Ahrens kennen, eine junge Frau von dreiundzwanzig Jahren. Heute sagen wir jung, damals galt sie schon als sehr alt und ihre Mutter wollte sie unbedingt und endlich verheiraten. Aber Johanna gehörte zu den Frauen, die moderne Einstellungen hatte, was ihre Eltern allerdings nicht wissen durften. Sie unterrichtete Frauen im Gängeviertel. Eines Tages wird eine ihrer Schülerinnen tot aufgefunden. Dies ruft den frisch beförderten Criminalcommissar Hermann Rieker auf den Plan. Die beiden lernen sich kennen, denn Johanna meint natürlich, dass sie mitmischen sollte, da sie die Tote schließlich kannte. Leider unterschätzt sie die Gefahr, in der sie sich begeben kann.
Der Autor hat alles sehr gut geschildert, ich habe viel über das Leben und die gesellschaftlichen Unterschiede erfahren. Gemeinsam mit Johanna habe ich einen Totenfotografen kennen gelernt und wurde über seine Arbeitsweise informiert. Dieser Fotograf sollte in dem Buch eine wichtige Rolle einnehmen, eine Begebenheit seinerseits hat mich zu einem wissenden Lächeln verführt.
Mich begeistert es immer wieder, wenn ich einen historische Krimi lese, den ein Autor in der heutigen Zeit geschrieben hat. Es bedarf viel Recherchearbeit und die Protagonisten müssen mit den Mitteln zurecht kommen, die ihnen damals zur Verfügung standen. Man konnte nicht einfach mal eben irgendwo anrufen oder hinfahren. Ralf H. Dorweiler ist dies hervorragend gelungen. Sein Schreibstil hat mir ebenfalls gefallen und auch dafür gesorgt, dass ich das Buch kaum zur Seite legen konnte und am liebsten alles in einem Rutsch gelesen hätte. Der allerletzte Satz in diesem Buch lässt mich vermuten, dass es bald eine weitere Folge geben wird, worüber ich mich sehr freue.


Fazit:
Spannung und die Verknüpfung von realen Ereignissen mit fiktiven haben für gute Unterhaltung gesorgt. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung.

Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

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