Pi mal Daumen

Autorin: Alina Bronsky

Genre: Roman

Version: eBook, Hörbuch und gebundene Ausgabe

erschienen: 15. August 2024

Seiten: 272

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Kiepenheuer&Witsch


Über die Autorin:
Alina Bronsky, geboren 1978, lebt in Berlin. Ihr Debütroman »Scherbenpark« wurde zum Bestseller und fürs Kino verfilmt. »Baba Dunjas letzte Liebe« wurde für den Deutschen Buchpreis 2015 nominiert und ein großer Publikumserfolg. 2019 und 2021 erschienen ihre Bestseller »Der Zopf meiner Großmutter« und »Barbara stirbt nicht«.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Sie begegnen sich zum ersten Mal in einer Vorlesung: Der hochbegabte Oscar ist 16, hat einen Adelstitel und ist noch nie mit der U-Bahn gefahren. Moni Kosinsky hat drei Enkel, mehrere Nebenjobs und liebt knalligen Lippenstift und hohe Absätze. Sie ist fest entschlossen, sich heimlich den Traum von einem Mathe-Studium zu erfüllen.
Doch im Hörsaal wird Moni für eine Putzfrau gehalten und belächelt. Wie kommt sie dazu, sich für eines der schwierigsten Fächer überhaupt einzuschreiben? Und woher kennt sie den berühmtesten Professor der Uni?
Bald muss nicht nur Oscar feststellen, dass Monis Verstand und Beharrlichkeit größer sind als ihre Wissenslücken. Denn Mathematik schert sich nicht um Fragen der Herkunft, des Alters und des Aussehens. Oscar dagegen kämpft mit dem Alltag und findet ausgerechnet in der warmherzigen Moni eine Vertraute, die seinem Leben eine entscheidende Wendung gibt. Bald verbindet die beiden Außenseiter eine Freundschaft, die niemand für möglich gehalten hätte.


Meine Meinung:
Diesmal hat der Buchtitel mich neugierig gemacht, ich wollte wissen, was sich dahinter verbirgt, denn fast jeder kennt wohl den Ausdruck „so Pi mal Daumen“.
Allerdings ging es in dem Buch eher mathematisch zu, aber keine Angst, es wird viel erklärt und ich hatte das Gefühl, dass ich alles verstehen muss oder es Voraussetzung ist. Denn im Grunde ging in der Hauptsache um zwei Personen, die sich im Hörsaal trafen: Moni und Oscar.
Moni ist bereits über fünfzig und will sich endlich einen Traum erfüllen, sie will Mathe studieren. Allerdings hat sie ein Problem, ihre Familie fordert sie sehr. Die Tochter braucht immer wieder Hilfe bei der Betreuung der drei Kinder und außerdem hat Moni einige Jobs, damit das Einkommen reicht. Oscar ist erst sechzehn und hochbegabt, allerdings zeigt er leichte Anzeichen von Autismus. Zu allen Menschen hält er lieber Abstand, aber irgendwie gelingt es bei Moni nicht so richtig. Im Laufe der Zeit freunden die beiden sich an und unterstützen sich gegenseitig.
Es entsteht eine besondere Freundschaft, die von der Autorin hervorragend geschildert wird. Familiäre Hintergründe werden aufgedeckt, besonders bei Moni, deren Können und Wissen immer unterdrückt wurde. Manches entdeckt sie auch bei ihrem Enkel. Oscar ist in der Lage, allen zu helfen, was ihn selbst verblüfft.
Die Autorin hat die Geschichte von beiden und deren Familien sehr unterhaltsam erzählt. Mich hat sie damit an das Buch gefesselt und vor allem war ich neugierig, wie sich alles entwickeln und vor allem enden würde. Es gab dann auch ein überraschendes Ende, was mich sehr berührt hat.


Fazit:
Ein sehr unterhaltsames Buch, in dem so viele Bereiche des (Studenten)Lebens berührt werden. Es zeigt, dass es für die Verwirklichung der Träume nie zu spät sein sollte. Es beschreibt eine besondere Freundschaft, wo man über seinen Schatten springt, Mut aufbringt und neue Wege geht. Humorvoll, bewegend und nachdenklich, dies alles ordne ich dem Buch zu und gebe gerne eine Leseempfehlung.

Ich gebe dem Buch fünf von fünf Sternen

Beim Verlag und bei NetGalleyDE möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

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