Autorin: Sabine Hofmann
Genre: Zeitgeschehen
Version: eBook, Hörbuch und Taschenbuch
erschienen: 14. November 2024
Seiten: 336
Altersempfehlung: Erwachsene
Herausgeber : Aufbau Taschenbuch
Über die Autorin:
Sabine Hofmann wurde 1964 in Bochum geboren und studierte Romanistik und Germanistik. Gemeinsam mit Rosa Ribas schrieb sie drei Kriminalromane über die Nachkriegszeit im Spanien. Zurzeit fasziniert sie die Beschäftigung mit der deutschen Nachkriegszeit als Bodensatz ihrer Kindheitserinnerungen – der Geschichten und Erlebnisse von Eltern, Großeltern, die ihre eigene Kindheit prägten. Sie lebt mit Mann, Kind und Kater in Erbach im Odenwald.
Kurzbeschreibung, übernommen:
Die Gefahren einer neuen Zeit.
Juni 1948 im Ruhrgebiet. Das neue Geld soll kommen – die D-Mark. Auch Edith Marheinecke macht sich auf zur Ausgabestelle. Sie ist nun Journalistin und fotografiert die wartenden Menschen, von denen einige in Streit geraten. Einer der Streitenden ist wenig später tot. Konrad Garthner wird vor eine Straßenbahn gestoßen. Als Edith ihre Fotos auswerten will, erlebt sie eine böse Überraschung. Man hat ihr die Kamera gestohlen. Und dann taucht auch noch ein Ex-Geliebter von ihr auf – und interessiert sich sehr für den toten Garthner.
Meine Meinung:
Den Begriff Kopfgeld habe ich als Kind immer mit einem Western in Verbindung gebracht. Erst später habe ich erfahren, dass es in Deutschland auch Kopfgeld gab, allerdings war dies nicht lebensgefährlich. In vielen Familie wurde auch davon erzählt, wie es damals war im Jahr 1948, als das neue Geld ausgegeben wurde. Deshalb war ich neugierig auf dieses Buch, denn es ist ein Unterschied, ob Oma oder Opa davon erzählen oder eine Autorin Zeitgeschichte mit fiktiven Personen in einem Roman verknüpft. Natürlich ging es nicht „nur“ um die Währungsreform. Jahre davor ist einiges passiert, was viele aufarbeiten wollten und deshalb nach Deutschland gekommen sind, um mehr über ihre Familien zu erfahren. Auf Einzelheiten möchte ich hier nicht eingehen, ich würde sonst zu viel vom weiteren Inhalt verraten. Über die bewegende Zeit kann jeder Interessierte viel in diesem Buch lesen.
Sabine Hofmann hat sehr gut recherchiert und nicht einfach nur beschrieben, was viele damals in der Nachkriegszeit erlebt haben. Sie hat dieses Zeitgeschehen mit einem spannenden Kriminalfall verbunden. Dies alles hat sie gut und flüssig geschrieben und da meine Neugierde so groß war, konnte ich das Buch an einem Nachmittag lesen.
Fazit:
Ein unterhaltsames Buch, das nicht nur für Spannung sorgt, sondern auch viel über die deutsche Geschichte vermittelt. Gerne gebe ich hier eine Leseempfehlung.
Bei der Autorin und dem Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.
