Die Kathedrale des Königs

Autor: Claudius Crönert

Genre: Historisch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 31. August 2023

Seiten: 496

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Ullstein Taschenbuch


Über den Autor:
Claudius Crönert, geboren 1961 in Hamburg, studierte Kunstgeschichte und arbeitete als politischer Journalist, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Imposante Bauwerke und historische Stoffe haben es ihm schon immer angetan. Claudius Crönert lebt in Berlin.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Ein schicksalhafter Schwur, eine verbotene Liebe und ein Meisterwerk der Baukunst
1260 erhält Maurermeister Henri in Reims einen Brief des englischen Königs: Er soll nach London kommen, um für Heinrich III. eine Kathedrale zu bauen. Nur gilt die Aufforderung eigentlich nicht dem Maurer Henri, sondern seinem Baumeister. Auf der Fahrt über den Kanal gerät die Fähre in einen heftigen Sturm. Henri sieht darin eine Strafe für seine Lüge und schwört, eine einzigartige Kirche zu schaffen, wenn er nur heil in England ankommt. Doch brüchige Fundamente, eine Rebellion des Adels und die stete Sorge, dass sein falsches Spiel auffliegt, drohen sein Vorhaben zum Scheitern zu bringen. Dann stellt ihn die Liebe zu einer jungen Baronin vor die schwerste Herausforderung: Kann er ihre Liebe beschützen, ohne seinen Eid zu brechen?
Die Westminster Abbey ist seit dem Jahr 1066 Krönungskirche und letzte Ruhestätte für mehr als 3.000 Briten. Auch heute noch werden in der Kirche die großen Ereignisse Großbritanniens gefeiert, im Mai 2023 die Krönung Charles III.


Meine Meinung:
Die Kathedrale des Königs habe ich schon öfters betrachtet, wenn ich in London war und vor vielen Jahren war ich auch schon einmal in der Kirche und konnte sie besichtigen. Deshalb war ich natürlich besonders neugierig auf dieses Buch. Ich hoffte, dass ich einiges über den Bau erfahren würde. Wie es bei vielen Kirchenbauten war, hat es auch hier lange bis zur Vollendung gedauert.
Der Autor hat über einen Zeitraum von fünf Jahren berichtet. Leider gibt es keine ausführlichen Aufzeichnungen über den Bau. Dafür wesentlich viel mehr Informationen über die politischen Probleme. Ich kann mir vorstellen, dass dies für Chronisten der damaligen Zeit viel wichtiger war. Somit musste der Autor Lücken mit fiktiven Personen und Ereignissen füllen. Wobei er natürlich sehr gut recherchiert hat, denn tatsächliche Begebenheiten wurden bestens eingebunden. Interessant fand ich beispielsweise, dass damals Frauen auf der Baustelle mitgearbeitet haben und wie die Männer entlohnt wurden. Allerdings gab es fiktive Begebenheiten, die mir persönlich nicht so gut gefallen haben und worauf ich durchaus hätte verzichten können. Aber das mag auch an meiner Erwartungshaltung liegen. Für mich stand der Bau und die Kathedrale im Vordergrund und natürlich interessantes für das tatsächliche Alltags-, Berufs- und Familienleben zu erfahren.
Claudius Crönert hat dies alles sehr flüssig geschrieben und ich war erstaunt mit welcher Leichtigkeit ich das Buch gelesen. Im Nu habe ich fast fünfhundert Seiten durchgelesen.


Fazit:
Ein interessantes historisches Buch, wofür mit Sicherheit sehr viel recherchiert werden musste. Bestimmt wird es nicht jeder so kritisch betrachten, wie ich es gemacht habe. Aber trotz allem fühlte ich mich gut unterhalten und wie bereits erwähnt, es gibt einiges, worauf ich hätte verzichten können, beziehungsweise nicht vermisst hätte.

Beim Verlag und bei NetGalleyDE möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Ich finde es immer wieder interessant, zu einem Buch mehrere Rezensionen zu lesen. Zumal jede Bloggerin ja ihren eigenen Stil hat und hier bei „Frau Goethe liest“ könnt Ihr sogar zusätzlich noch das Interview mit dem Autor hören. klickt hier

Eine weitere Rezension kann auf der Seite von „Angélique’s Leseecke“ gelesen werden. klick hier

Ein Gedanke zu „Die Kathedrale des Königs

  1. Pingback: Turbulente Zeiten beim Bau von Westminster Abbey – Frau Goethe liest

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