Autorin: Birgit Borchert
Genre: Historisch
Version: eBook, Hörbuch und Paperback
erschienen: 28. April 2023
Seiten: 592
Altersempfehlung: Erwachsene
Herausgeber : Lübbe
Über die Autorin:
Birgit Borchert ist der Mädchenname von Birgit Borchert-Loebnau, die unter dem Namen „bibo Loebnau“ bereits etliche Romane und Sachbücher veröffentlicht hat. Die gelernte Journalistin arbeitete vor ihrer schriftstellerischen Karriere für verschiedene Zeitungen und betreute als PR-Redakteurin die TV-Shows von u. a. Hape Kerkeling, Anke Engelke, Kai Pflaume, Christoph Maria Herbst, Harald Schmidt und Thomas Gottschalk. Birgit Borchert ist verheiratet und lebt abwechselnd in Berlin und einem kleinen Haus am See in der Mark Brandenburg, wo die meisten ihrer Bücher entstehen. Sie engagiert sich in den Autorenvereinigungen DELIA und HOMER.
Kurzbeschreibung, übernommen:
Frankfurt, 1907. Als die junge Sophie von Mayden den großen Lichthof des neuen Senckenberg-Museums betritt, ist sie wie gebannt vom Anblick eines riesigen Dinosauriers. Sie spürt: Eines Tages will sie diese faszinierenden Urzeitwesen selbst erforschen. Doch als Frau ist ihr der Weg zum Paläontologie-Studium versperrt. Außerdem erwarten ihre Eltern baldmöglichst eine standesgemäße Heirat. Sophie aber hat andere Pläne. Ihre Beharrlichkeit verhilft ihr zu einer Anstellung im Museum. Dort verliebt sie sich in den Doktoranden Paul Klüver, der aus einfachen Verhältnissen stammt und in Sophie nur eine verwöhnte Bürgertochter sieht. Eine spektakuläre Expedition führt beide nach Afrika, wo Sophie ihm und sich selbst beweisen will: Für ihren großen Traum ist sie bereit, alles aufs Spiel zu setzen …
Meine Meinung:
Die Kurzbeschreibung machte mich neugierig auf das Buch. So kam es, dass ich ein weiteres Mal eine junge Frau kennen lernte, die sich gegen die gesellschaftlichen Zwänge auflehnte. Vielen Frauen der gehobeneren Gesellschaftsschicht ging es damals ähnlich. Sie waren gut in der Schule, neugierig auf vieles im Leben und hätten zu gerne einen Beruf ausgeübt, durften aber nicht studieren und sollten nach den inzwischen doch etwas veralteten Ansichten der Eltern leben. Besonders die Mütter konnten es nicht nachvollziehen, dass ihre Tochter nicht den natürlichen Weg einer Ehefrau und Mutter gehen wollten. Sie gehörten meist noch zu einer Generation, die von Politik und was um sie herum geschah einfach nichts wissen wollten. Aber das konnten sich wirklich nur die besser gestellten erlauben. Sehr viele Frauen mussten arbeiten, damit die Familie überleben konnte.
Bei Sophie war ich mir nicht so sicher, was ich von ihr halten sollte. Sie war in gewisser Weise schon verwöhnt, denn wirkliche Sorgen musste sie sich nicht machen. Sie konnte ja auch eine Weile im Museum, das sie so sehr liebte, kostenlos arbeiten. Sie musste sich schon einiges einfallen lassen, damit die studierten Herren sie endlich beachteten.
Die Autorin hat sehr gut recherchiert und sehr viel Wissenswertes über das Senckenberg-Museums, die Funde und Ausgrabungen berichtet. Sie hat sich für die Frau, die ihren Weg suchte, einiges einfallen lassen. Aber so ganz begeistern konnte ich mich nicht für Sophie und ihre Familie.
Fazit:
Es war durchaus interessant und unterhaltsam, ein weiteres Mal eine junge Frau zu begleiten, die den Mut hatte, ihren Weg zu gehen. Die Recherche der Autorin möchte ich lobend erwähnen. Vielleicht gibt es ja noch reichlich Leserinnen, die nicht so kritisch sind und sich mehr begeistern können.
Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken

Historisch und Protagonistin: Das Thema hat mich sofort interessiert. Schade, dass historische Romane oft Liebesromane sind, besonders wenn die Hauptrolle von einer Frau gespielt wird. Ich finde Romanzen langweilig. Leider scheint es bei diesem Buch auch so zu sein.
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