Autorin: Katja Lund
Autor: Markus Stephan
Genre: Krimi
Version: eBook, Hörbuch und Taschenbuch
erschienen: 20. April 2023
Seiten: 352
Altersempfehlung: Erwachsene
Herausgeber : Blanvalet Taschenbuch Verlag
Über die Autorin:
Katja Lund hat Markus Stephan kennengelernt, als sie auf Pellworm Urlaub vom Schreiben machen wollte und seitdem verfassen die beiden gemeinsam humorvolle Krimis, die auf der nordfriesischen Insel spielen. Unter ihrem Klarnamen Kathrin Lange hat sie bereits mehrere Thriller veröffentlicht. Sie lebt in Niedersachsen, träumt aber schon lange von einem Haus »achter’n Diek«.
Über den Autor:
Markus Stephan wurde 1970 in Wanne-Eickel geboren und entschied sich 1996 zum Berufseinstieg bei der Polizei NRW, wo er in Gelsenkirchen, Düsseldorf und Krefeld in verschiedenen Funktionen tätig war, bevor er 2017 zur Polizei des Landes Schleswig-Holstein wechselte. Seither arbeitet er auf einer der wenigen Ein-Mann-Polizeistationen Deutschlands – auf der Nordseeinsel Pellworm, wo er auch mit seiner Frau lebt.
Kurzbeschreibung, übernommen:
Da liegt watt! Eine Leiche an der Küste vor Pellworm …
Pellworm, Nordsee. Im Watt vor der Insel stößt Tamme Hansen, der selbsternannte Assistent des Inselpolizisten Jan Benden, auf ein altes Bronzeschwert. Er ist sicher: Es muss ein sagenhaftes, antikes Artefakt sein! Einige Wochen später wird auch Jan ins Watt gerufen, da eine weibliche Leiche gefunden wurde. In ihrer Hosentasche entdeckt er ein durchweichtes Foto – und das zeigt ausgerechnet das von Tamme gefundene Schwert! Die Ermittlungen erweisen sich als besonders harte Nuss, doch gemeinsam mit seinem skurrilen Team wird der findige Jan diese wohl knacken – oder?
Meine Meinung:
Ich gestehe, dass ich inzwischen ein Fan der Pellworm-Krimis bin. Nach Wattenmeermord und Wattenmeerfeuer konnte ich jetzt Wattenmeergrab lesen. Diese Reihenfolge sollte auch unbedingt eingehalten werden, denn es erhöht das Lesevergnügen.
Ich freute mich auf ein Wiedersehen mit Jan und seiner Frau und natürlich auf Tamme, der sich selbst zum Assistenten des Inselpolizisten ernannt hat. Dadurch hat er sich und besonders Jan aber in eine unangenehme Lage gebracht, worauf ich hier allerdings nicht weiter eingehen werde.
Im Watt wird eine weibliche Leiche gefunden, die reichlich Rätsel aufgibt. Es ist gar nicht so leicht für Jan und seine Kollegen vom Festland, etwas über die genaue Todesursache herauszufinden. Es kann nur spekuliert werden. Ich als Leserin habe allen einen Wissensvorsprung voraus, denn ich kenne die Person, die die Frau umbringen sollte. Aber so richtig hat das auch nicht geklappt, deshalb muss ich nun ebenfalls abwarten, was ermittelt wird. Tamme mag ja manchmal etwas übereifrig erscheinen, aber er hat doch entscheidend zur Auflösung beigetragen und für humorvolle Spannung gesorgt.
Die beiden Autoren haben mich auch diesmal sehr gut unterhalten. Die beteiligten Personen sind mir ans Leserherz gewachsen, das inzwischen schon sehr groß geworden ist. Ihr Schreibstil hat mir auch diesmal gut gefallen. Ich mag es, wenn nicht nur über das dienstliche geschrieben wird, sondern auch das Privatleben eine Rolle spielt. Gerade in diesem Buch war es auch wieder sehr wichtig, dass alle miteinander sprachen und so Erkenntnisse weitergegeben werden konnten, die man sonst nicht erfahren hätte.
Das Cover gefällt mir sehr gut, im Grunde sind es alle drei, die mich magisch anziehen und eine Zusammengehörigkeit vermitteln.
Fazit:
Spannung und Humor kamen auch diesmal nicht zu kurz. Auch das Alltagsleben am Wattenmeer wurde sehr gut geschildert und nebenbei habe ich noch interessantes über Fundstücke erfahren. Also rundherum ein gelungenes Buch, das ich gerne weiterempfehle. Sollte jemand diese Reihe noch nicht kennen, würde ich raten, nicht unbedingt mit diesem Buch einzusteigen. Das Lesevergnügen erhöht sich wirklich, wenn alle Bücher in der entsprechenden Reihenfolge gelesen werden. Neueinsteiger haben ja jetzt auch das Glück, dass alle drei Bücher ohne Wartezeiten gelesen werden können.
Ich gebe dem Buch fünf von fünf Sternen.
Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.
