Rezension – Als das Leben wieder schön wurde

Autorin: Kerstin Sgonina

Titel: Als das Leben wieder schön wurde

Genre: Historisch

Version: eBook, Hörbuch, Taschenbuch und gebundenes Buch

erschienen: 25. Januar 2021

Seiten: 512

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Rowohlt Taschenbuch

Über die Autorin:

Kerstin Sgonina arbeitet als Autorin, Journalistin und Lektorin. Mit 18 Jahren kam sie nach Hamburg und schlug sich nach ihrem Abitur dort unter anderem als Türsteherin und Barfrau in Sankt Pauli durch. Nach wie vor liebt sie die Stadt an der Elbe heiß und innig, lebt aber heute mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern nahe Berlin.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Mit Lippenstift und Lebensmut. Drei Frauen bringen mit ihrem mobilen Schönheitssalon Farbe in das Hamburg der 50er Jahre. 

1954 sind die dunklen Jahre vorbei, die Wunden des Krieges jedoch noch lange nicht verheilt. Greta Bergström hat fast ihr gesamtes Leben in Stockholm verbracht, bei ihrer Ankunft in Hamburg ist der Himmel über der Stadt so grau wie die Seelen der Menschen. Mit ihrer offenen Art eckt die fröhliche Schwedin überall an, eine Stelle als Kosmetikerin sucht sie vergebens. Alles ändert sich, als Greta sich mit zwei Frauen anfreundet: Marieke, die aus Ostpreußen fliehen musste und den Nachbarinnen in den Altonaer Nissenhütten die Haare macht; und Trixie, die im feinen Blankenese lebt und unglücklich in einen amerikanischen Soldaten verliebt ist. Gemeinsam beschließen die drei Frauen, einen mobilen Schönheitssalon zu eröffnen. Ihre Kundinnen sollen sich wieder wohl in ihrer Haut fühlen, das Leben endlich wieder genießen. Nach den schweren Jahren ein Stück vom Glück zu finden, davon träumen auch die drei Freundinnen…

Meine Meinung:
Bevor das Leben wieder schön wurde, gab es noch reichlich Stolpersteine. Mitte der fünfziger Jahre wollen drei Frauen endlich ihre Träume verwirklichen. Greta kommt aus Stockholm und ist überrascht, was sie in Hamburg vorfindet. So hat sie sich das nicht vorgestellt. Marieke musste aus Ostpreußen fliehen und feststellen, dass es ihr in Hamburg nicht leicht gemacht wird. Trixie ist die einzige, die schon immer in Hamburg gelebt hat, aber glücklich war sie trotzdem nicht. Es war für mich interessant, die Frauen zu begleiten, obwohl ich denke, ihre Berufswünsche eilten der Zeit voraus. Damals hatten die Frauen und deren Familien wohl doch anderes, was wichtiger war.
Die Autorin erzählte die sehr interessante Geschichte der drei Frauen ganz unaufgeregt, aber informativ. Durch die Schilderungen erfahre ich, wie sich das Leben damals abspielte. Nebenbei wurden familiäre Geheimnisse aufgedeckt, vermittelt, wie Behörden arbeiteten und sich Liebende wiederfanden.

Fazit:
Ein unterhaltsames Buch, das das Leben während der Nachkriegsjahre in Hamburg wiedergibt. Obwohl ich meine, die drei Frauen waren jetzt nicht typische Beispiele. Trotzdem konnte ich durch sie viel erfahren.

Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension – Die Frauen von Kopenhagen

Autorin: Gertrud Tinning

Titel: Die Frauen von Kopenhagen

Genre: Historisch

Version: eBook, Taschenbuch

erschienen: 26. April 2021

Seiten: 448

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Diana Verlag

Über die Autorin:
Gertrud Tinning hat an der Writers‘ School of Children Literatur studiert und für die UN in Kenia und Sri Lanka gearbeitet. Heute ist sie Dozentin an der International High School in Helsingör, Dänemark.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Kopenhagen 1885: Nelly und Marie arbeiten in der größten Weberei Kopenhagens. Bei einem Unfall am Webstuhl verletzt sich Marie schwer. Als wäre das nicht schon schlimm genug, gibt das Verhalten der Verantwortlichen Rätsel auf. Nelly steht mit einem schweren Verdacht alleine da und erzählt nicht einmal ihrem Geliebten Johannes davon. Dessen Schwester Anna kommt zur selben Zeit aus Jütland nach Kopenhagen. Und ist schockiert, wie brutal und ungerecht das Leben in der großen Stadt ist. Furchtlos nimmt sie den Kampf auf und setzt einen Meilenstein in der Geschichte Dänemarks.

Meine Meinung:
Die Geschichte beginnt mit der Schilderung, unter welchen, teilweise sehr gefährlichen Umständen die Frauen in einer Weberei arbeiten müssen. Außerdem erfahre ich viel über das Alltagsleben dieser Frauen. Nicht jede will dies hinnehmen und übt laut Kritik. Für Nelly und Marie endet dies sehr schlecht. Als Anna nach Kopenhagen kommt, kann sie es nicht glauben, was dort mit den Frauen passiert und setzt sich mit einer Frauenbewegung für Veränderungen ein.
Ich fand das alles sehr interessant. Die Autorin schreibt im Nachwort zwar, dass dies ein Roman ist, aber sie hat auf tatsächliche Begebenheiten zurück greifen können.

Fazit:
Die Frauen haben vor über hundert Jahren vieles in Bewegung gesetzt, was teilweise vergessen wurde oder in diesem Ausmaße gar nicht bekannt war. Deshalb gebe ich für dieses Buch gerne eine Leseempfehlung. Begebenheiten in einem Roman wiedergeben sorgt für gute Unterhaltung und vor allem Information.

Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension – Die Tote im Kaffeehaus

Autorin: Beate Maxian

Titel: Die Tote im Kaffeehaus

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 19. April 2021

Seiten: 416

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Goldmann Verlag

Über die Autorin:

Beate Maxian (geb. als Österreicherin in München) lebt in Oberösterreich und Wien, schreibt Romane, Kriminalromane, Kurzgeschichten und Theaterstücke. Sie wurde mit dem Stipendium des Literaturhauses Wiesbaden ausgezeichnet und für mehrere Preise nominiert. Ihre Wien-Krimis mit der Journalistin Sarah Pauli sind Bestseller in Österreich. Sie ist die Begründerin des ersten österreichischen Krimifestivals: Krimi Literatur Festival.at

Kurzbeschreibung, übernommen:

Mord an der Grande Dame einer Wiener Kaffeehausdynastie – ein Fall für die Journalistin Sarah Pauli. Wien, wenige Tage vor dem berühmten Kaffeesiederball in der Hofburg: Für ihre erste große Ausgabe als neue Chefredakteurin des Wiener Boten trifft Sarah Pauli Marianne Böhm, Grande Dame der Kaffeehausdynastie Böhm, zu einem exklusiven Interview. Dann der Schock: Mitten im Gespräch sackt die alte Dame leblos in sich zusammen. Ist die Frau bloß an Altersschwäche gestorben? Sarah ist argwöhnisch, denn kurz vor ihrem Tod vertraute Böhm ihr eine rätselhafte Botschaft an. Die Journalistin beginnt zu recherchieren und stößt in der feinen Wiener Kaffeehausgesellschaft schon bald auf Geheimnisse, für die jemand über Leichen geht …
Meine Meinung:
Im Moment reise ich viel mit Hilfe von Büchern. Mit diesem Buch war ich in Wien und als Teetrinkerin könnte ich glatt wechseln und mehr Kaffee trinken. Auf jeden Fall würde ich gerne mal wieder in ein richtiges Wiener Kaffeehaus gehen. Es muss für mich ja nicht unbedingt tödlich enden.
Marianne Böhm sackt während eines Interviews, das sie Sarah Pauli gibt, leblos zusammen. Natürlich kommt Sarah das sehr merkwürdig vor und es beginnt das große Rätselraten. Ich darf sie begleiten und wir beide lernen viele Personen aus dem Umfeld der Kaffeehausbesitzerin kennen. Nicht alle sind mit sympathisch und ich habe irgendwann auch einen Verdacht. Aber das war eine geschickte Spur, die die Autorin für mich ausgelegt hat und am Ende hat sie mich dann völlig überrascht.
 
Sarah Pauli ist nicht nur eine hervorragende Journalistin, die gut recherchiert und kombiniert, sie beschäftigt sich auch mit Aberglaube und besonderen Symbolen. Inzwischen hat sie beim \“Wiener Boten\“ eine verantwortungsvollere Stellung und arbeitet mit dem Team sehr gut zusammen. Über ihr Privatleben erfahre ich so nebenbei einiges. Mir gefällt es sehr gut, wenn auch dieses eine Rolle spielt.
Über das Privatleben von Marianne Böhm erfahre ich ebenfalls sehr viel. Die Autorin hat sich einiges ausgedacht und mehreren Personen besondere Charaktere zugeordnet. Wobei ich gestehen muss, dass ich das Verhalten der Toten nicht immer gut fand und von ihrem Sohn ebenfalls nicht. Aber ich möchte jetzt nicht auf alle Beteiligte eingehen. Die interessanten Entwicklungen soll jeder selbst nachlesen.

Fazit:
Ein Buch, das mich gefesselt hat, weil es sehr gut geschrieben ist und vor allem war es für mich sehr spannend, wer denn letztendlich der Täter ist. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung.

Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken. 

Rezension – Doppelbock

Autor: Thomas Salzmann

Titel: Doppelbock

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 22. April 2021

Seiten: 288

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Emons Verlag 

Über den Autor:

Thomas Salzmann wurde 1960 in Pirmasens, Rheinland Pfalz, geboren und studierte in Köln Betriebswirtschaftslehre. Nach mehreren Stationen in der Industrie widmet er sich seit einigen Jahren dem Schreiben. Er ist verheiratet und lebt mit seiner Frau in Mettmann.

Kurzbeschreibung, übernommen:

Ein Umweltaktivist kämpft für das Ruhrgebiet . . . und eine charismatische Ex-Polizistin ermittelt. Ein Essener Aktivist wird erschlagen aufgefunden. Er war einem Umweltskandal im Zusammenhang mit den Spätfolgen des Steinkohlebergbaus auf der Spur – und hat sich damit nicht nur Freunde gemacht. Ex-Hauptkommissarin Frederike Stier, die das Opfer gut kannte, bringt Machenschaften ans Licht, die mancher gerne unter Tage gelassen hätte. Zwischen Ewigkeitslasten, Klimaveränderung und skrupelloser Umweltverschmutzung lauert ein unerwarteter Täter auf sie.

Meine Meinung:
Die Hauptkommissarin Frederike Stier hatte ich bereits im Krimi \“Kohlenwäsche\“ kennen gelernt. Allerdings musste ich mich da erst einmal an sie gewöhnen. Nachdem sie schließlich mein Leserherz erobert hatte, war für mich klar, dass ich das nächste Buch auch lesen wollte.
Frederike ist inzwischen im Ruhestand und etwas ruhiger geworden, denn sie muss Rücksicht auf ihr Herz nehmen. In der Reha hat sie sich mit zwei Männern angefreundet und hält den Kontakt. Leider wurde einer der beiden umgebracht. Alex, der Umweltaktivist wird morgens von Frederike tot aufgefunden. Erwähnte ich gerade, dass Frederike etwas ruhiger geworden ist? Nun, das hat sich schnell geändert, denn sie wollte den Mord aufklären und hat so zu sagen ihren alten Spürsinn wieder aufleben lassen. Allerdings sind einige nicht erfreut, dass Frederike mitmischt.
Thomas Salzmann hat auch diesmal einen für mich sehr spannenden Krimi geschrieben. Ich war an der Seite von Frederike und gespannt, was sie alles heraus findet. Durch sie habe ich sehr viel zu brisanten Themen erfahren. Klimaveränderung, Umweltverschmutzung und Altlasten, wovon viele Stellen im Ruhrgebiet sehr betroffen sind. Sehr ausführlich ist der Autor auf dieses Thema eingegangen und ich kann mir vorstellen, dass nicht alle begeistert von Alex und seinen Mitstreitern waren.
Wichtig war aber für mich auch, dass Frederike den Fall lösen kann und am Ende nicht allein dastehen wird. Zu meiner Zufriedenheit gab es genau das Ende, was ich mir gewünscht hatte.

Fazit:
Ein weiterer Krimi, in dem Frederike Stier zeigt, was sie noch alles kann, von wegen Ruhestand. Ich würde mich sehr freuen, wenn ich noch mehr über sie lesen kann und eine bestimmte Person damit klar kommt. Auf jeden Fall gebe ich für dieses Buch gerne eine Leseempfehlung und wenn ich schon mal empfehle, dann das erste Buch. Es macht mehr Spaß beide in der entsprechenden Reihenfolge zu lesen, obwohl es es nicht erforderlich ist, denn beide Bücher sind abgeschlossene Geschichten.

Beim Autor möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken. 

Rezension – Der Schwedenschimmel

Autorin: Carmen Mayer

Titel: Der Schwedenschimmel

Genre: Historisch

Version: eBook und broschiert

erschienen: 5. April 2021

Seiten: 336

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : MAXIMUM Verlag

Über die Autorin:

Carmen Mayer lebt als zuagroaste Württembergerin mit ihrer Familie in Bayern. Nach Abschluss ihrer kaufmännischen Ausbildung arbeitete sie in der Geschäftsleitung verschiedener Industrie- und Handelsbetriebe, und war mehr als zwanzig Jahre lang als Einkäuferin für deutsche Firmen in Nordamerika und Asien unterwegs. Ihre literarische Laufbahn begann Carmen Mayer auf verschiedenen Literaturforen im Internet, von wo aus sie mit Kurzgeschichten den Sprung in die Welt des gedruckten Wortes startete.

Kurzbeschreibung, übernommen:

Was geschah 1632 wirklich?
Thomas, der eine besondere Begabung im Umgang mit Pferden zu haben scheint, wird von Hauptmann Leonhart Seitz vom Walde zu sich geholt. Dieser schenkt ihm volles Vertrauen, vor allem als er vom bayerischen Kurfürsten den Befehl erhält, im württembergischen Gestüt Marbach eine kleine Herde wertvoller Pferde zu kaufen. Hier entdeckt er einen einzigartigen Hengst, der für ihn zum Symbol eines besseren Lebens wird.
An der Seite seines Hauptmanns sieht Thomas den Prunk, mit dem sich der bayerische Kurfürst umgibt, während sein Volk hungert. Wie sehr unterscheidet sich das Leben des armen Bauernmädchens Rosa aus dem Audorf Oberstimm im Süden Ingolstadts, das ihm nicht mehr aus dem Kopf geht, davon.
Die Ereignisse überschlagen sich und viel passiert, bis Thomas schließlich den prachtvollen Hengst wiedersieht: Auf seinem Rücken trägt er den Schwedenkönig Gustav Adolf, der kurz davorsteht, Ingolstadt anzugreifen. Wird es Thomas gelingen, die Stadt rechtzeitig zu warnen?
Flucht, Kampf und Gewalt prägen diese Tage des Dreißigjährigen Krieges, aber immer geht es auch um den unbändigen Willen eines jungen Mannes um Aufrichtigkeit und Treue gegenüber Menschen, die ihm vertrauen und die er bewundert und liebt. Um seinen Traum von einem Leben ohne Not und Elend und die Enttäuschung darüber, dass genau das den Menschen seines Standes nicht vergönnt ist. Es geht um Träume, aber auch um Hass, Rache und Verzweiflung, und letztendlich immer um die große Liebe.
Tauchen Sie ein in die Geschichte von Thomas und Rosa und dem Schicksal des \“Schwedenschimmels\“, der noch heute im städtischen Museum in Ingolstadt zu sehen ist.

Meine Meinung:
Mit diesem Buch wurde eine Trilogie beendet, in der die Erlebnisse vieler Personen während des dreißigjährigen Krieges erzählt werden. Carmen Mayer hat alles sehr gut recherchiert und uns Lesern ausführlich vieles berichtet. Allerdings nicht so einfach als Sachbuch, sondern in Romanen, was viel interessanter war. Der besondere Abschluss ist der Schwedenschimmel, der heute noch im Museum in Ingolstadt bewundert werden kann. Die Autorin hat den jungen Mann Thomas erschaffen und ihn reichlich Abenteuer bestehen lassen. Und am Ende durfte er sogar diesen besonderen Schimmel kennen lernen. Durch Thomas wurde uns Lesern weitere Einblicke in das Leben der damaligen Zeit gewährt, die für alle sehr schwer war und manches können wir uns heute gar nicht vorstellen.
Thomas hat den Weg in mein Leserherz gefunden und ich war am Ende froh, wie es für ihn ausging. 
Sehr gut gefallen hat mir, dass Carmen Mayer im Nachwort noch einiges erklärte und außerdem einen Glossar angehängt hat.
Fazit:
Eine historische Trilogie über eine ereignisreiche und schwere Zeit vor rund vierhundert Jahren. Für historisch Interessierte ist dies besonders lesenswert.
 Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken. 

Rezension – Harper – Jäger und Gejagter

 

Autor: Stephan Michels

Titel: Harper – Jäger und Gejagter

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 17. Oktober 2019

Seiten: 250

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : edition oberkassel

Über den Autor:

Stephan Michels, Jahrgang 1965, wuchs in Kleve am Niederrhein auf und zog nach Abitur und Studium nach Düsseldorf, wo er im IT-Umfeld tätig ist. Seit 20 Jahren wohnt er mit seiner Familie in Wegberg in unmittelbarer Nähe zur deutsch-niederländischen Grenze und pendelt seitdem regelmäßig zwischen Land und Stadt. Er liebt spannende Literatur und liest gerne Krimis und Thriller. So ist es kaum verwunderlich, dass er sich auch schreibend in diesem Genre tummelt – mit Kurzkrimis und nun mit dem ersten Roman \’Harper – Jäger und Gejagter\‘.

Kurzbeschreibung, übernommen:

Simon Harper ist kein herkömmlicher Ermittler. Nach einem traumatischen Einsatz, den er bei den britischen Spezialeinheiten SAS geleitet hat, und einem Anschlag auf seine Familie hat er ein neues Leben als ‚Troubleshooter‘ begonnen und bestreitet seinen Lebensunterhalt damit, unkonventionell die Probleme seiner Klienten zu lösen. Seine Fähigkeiten, die er als Elitesoldat erworben hat, sind dabei kein Nachteil.
Als ihn die Ehefrau des Revisors einer Düsseldorfer Privatbank beauftragt, den angeblichen Unfalltod ihres Mannes zu untersuchen, ahnt er noch nicht, dass er auf diese Fähigkeiten angewiesen sein wird, um zu überleben. Mit seinen Ermittlungen sticht er in ein Wespennest, denn er steht plötzlich im Visier des Verfassungsschutzes und eines Profikillers. Auf welche Informationen ist der Revisor gestoßen, die ihn das Leben gekostet haben? Eine seltsame Notiz könnte ein entscheidender Hinweis sein.
Als sich Harper der Lösung dieses Rätsels nähert, verschärft sich die Situation dramatisch. Vom Jäger wird er zum Gejagten. Nicht nur sein eigenes Leben steht auf dem Spiel, zusätzlich gerät seine Auftraggeberin in Lebensgefahr. In einem finalen Showdown trifft Harper auf den mächtigen Drahtzieher im Hintergrund …
Meine Meinung:
Es freut mich, dass ich auf dieses Buch aufmerksam gemacht wurde. Denn dadurch lernte ich Simon Harper kennen. Er ist als \“Troubleshooter\“ tätig, das heißt, er löst für andere Probleme. Seine Kenntnisse und Erfahrungen aus seiner vorherigen Tätigkeit als Elitesoldat kann er dabei hervorragend nutzen. Harper bekommt viele Anfragen per Mail, eine davon hat er nicht sofort beachtet und als er dann eine zweite bekommt, steckt er unversehens in einem Fall, der sich für ihn sehr gefährlich entwickelt. Sehr spannend hat es der Autor werden lassen. Ich begleitete Harper ja bei seinen Ermittlungen und musste zu meinem Schrecken feststellen, dass er plötzlich zum Gejagten wurde und hoffte, dass er es schaffen und am Ende auch heraus finden würde, was denn nun alles dahinter steckt. Wie immer will ich nichts verraten, aber es blieben keine Fragen offen und ich war zufrieden.
Fazit:
Ein sehr spannendes Buch mit einem ungewöhnlichen Ermittler, besser gesagt Troubleshooter. Ich war an das Buch gefesselt und weiß aus zuverlässiger Quelle, dass an einem Folgebuch gearbeitet wird. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung und freue mich auf das nächste Buch.
Beim Autor und Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension – Kretisches Schweigen

Autor: Nikos Milonás

Titel: Kretisches Schweigen

Genre: Krimi

Version: eBook und broschiert

erschienen: 28. April 2021

Seiten: 384

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : FISCHER Scherz

Über den Autor:

Nikos Milonás alias Frank D. Müller hat sich bereits im jungen Alter von 17 Jahren bei seiner ersten Kreta-Reise in die Mittelmeerinsel verliebt. Aus einem kühlen norddeutschen Sommer kommend, war er überwältigt, als er vom Schiff aus die Küste zu Gesicht bekam und der intensive Duft von wildem Thymian übers Meer zu ihm herüberwehte. Seither verbringt er so viel Zeit wie möglich auf Kreta und hat Land und Leute fest ins Herz geschlossen. In seinem deutschen Leben wohnt der gebürtige Hamburger mittlerweile in München, arbeitet als Regieassistent und Dokumentarfilmer und ist (Co-)Autor diverser TV-Sendungen (u.a. »München 7«).

Kurzbeschreibung, übernommen:

Zwei Skelette am Strand und das Schweigen derer, die davon wussten – Kommissar Michalis Charisteas ermittelt in seinem dritten Fall Es ist Ende Mai auf Kreta, und die Insel steht in voller Blüte. Im Süden Kretas haben sich zahlreiche Urlauber am Strand von Frangokastello eingefunden, weil sie im Morgengrauen die Drosoulites, die „Seelen des Taus“, sehen wollen. Der Legende nach erheben sich jedes Jahr Ende Mai diese Seelen für einige Minuten aus dem Sand und ziehen in riesigen Schwaden über den Strand. Doch in diesem Jahr kommen nicht die Seelen zum Vorschein: Im Sand finden sich die Skelette zweier Männer. Beide weisen Einschusslöcher auf. Also Mord? Als Michalis Charisteas seine Ermittlungen aufnimmt, erfährt er jedoch eine völlig andere Geschichte.
Meine Meinung:
Da ich zur Zeit schlecht nach Kreta reisen kann und mich die beiden vorherigen Krimis von Nikos Milonás bereits begeistert  hatten, war klar, dass ich auch das dritte Buch lesen wollte. 
Kommissar Michalis Charisteas, seine Freundin Hannah und seine Familie kannte ich inzwischen sehr gut. Michaelis wird an den Strand von Frangokastello gerufen, weil dort Knochen gefunden wurden. Seine Freundin Hannah muss sich Gedanken machen, wie es beruflich bei ihr weitergehen soll und die Familie von Michaelis beteiligt sich an allem, wirklich an allem humorvoll nervend. 
Ich selber konnte Michaelis und seinen Kollegen Pavlos begleiten und war richtig vor Ort. Der Autor beschreibt die Gegend so gut und mir kam vieles bekannt vor. Genau diese kurvenreichen Straßen sind wir während eines Urlaubs gefahren und wir konnten ebenfalls wunderschöne Eindrücke mitnehmen. Obwohl das alles am Rande eine Rolle spielte, war es doch wichtig, dass alles sehr gut beschrieben wurde. Die Ermittler konnten nicht mal eben mit dem Autor irgendwohin fahren. Die Strecken war recht abenteuerlich und manche Orte konnten nur zeitsparend mit dem Boot erreicht werden. Es wäre ja auch alles einfach gewesen, wenn die Bewohner dieser Orte mitteilungsbereit gewesen wären. Aber die Kommissare stießen auch großes Schweigen, auf kretisches Schweigen. Denn es gab reichlich alte Traditionen und Ansichten, was für einige gefährlich wurde. Sehr gefährlich, wenn nicht sogar tödlich.  Trotz der vielen Arbeit kam das kulinarische nicht zu kurz. Zu gerne hätte ich dort auch in einer Taverne gesessen und einen Frappé getrunken oder von den griechischen Köstlichkeiten probiert. Vielleicht eines Tages…. kann ich mal wieder dort Urlaub machen, wo Michaelis arbeiten muss.
Natürlich habe ich die Auflösung des Falles nicht aus den Augen verloren und war dann überrascht, als ich am Ende erfahren konnte, wie und was sich alles zugetragen hat.
Fazit:
Nach Kreta reisen, im Geiste die Köstlichkeiten genießen und den Ermittlern zur Seite stehen, allerdings nur als Leserin. Das alles hat mir sehr gut gefallen, gerne gebe ich eine Leseempfehlung und hoffe, dass es noch weitere kretische Folgen geben wird.
Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

#KretischesSchweigen #NetGalleyDE

Rezension – Meine Oma, die Ganoven und ich

Autor: Kai Rohlinger

Titel: Meine Oma, die Ganoven und ich

Genre: Krimi

Version: eBook

erschienen: 5. April 2021

Seiten: 185

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Midnight 

Über den Autor:

Kai Rohlinger, geboren 1977, ist Gymnasiallehrer für Deutsch und Latein. Er wohnt und arbeitet in Mannheim. Als Autor fühlt er sich in verschiedenen Genres heimisch, v.a. History, Phantastik und Humor.
Mit der Kurzgeschichte \“Mord ist kein Hobby\“ (2019, digital publishers) begab er sich erstmals auf das Gebiet des Cosy Crime. Nun folgte mit \“Meine Oma, die Ganoven und ich\“ ein ganzer Roman.

Kurzbeschreibung, übernommen:

»Meine Oma wird sterben. Das behauptet sie jedenfalls. Und zwar vor Langeweile.« Annegret Kosminsky ist achtundsiebzig Jahre alt und hat eine Leidenschaft für Krimis. Um sich die Zeit als Rentnerin zu vertreiben, geht sie mit Vorliebe auf Verbrecherjagd. Denn sie glaubt fest daran, dass auch im wahren Leben hinter jeder Ecke ein Ganove lauert. Eines Nachts beobachtet die schrullige alte Dame, wie im Garten der Nachbarn eine Leiche vergraben wird. Sofort ruft sie ihren Enkel Victor an, der ihr helfen soll, Beweise für den Mord zu finden. Im Schutz der Dunkelheit schleichen die beiden auf das Nachbargrundstück. Dort machen sie eine erstaunliche Entdeckung, und der Fall entwickelt sich ganz anders, als Oma Kosminsky es aus ihren Krimis kennt.
Meine Meinung:
Ich fand den Buchtitel ganz interessant und versprach mir einen netten Krimi. Allerdings musste ich schnell feststellen, dass der Enkel in diesem Buch einige Geschichten von vermeintlichen Ganoven erzählte, die seine Oma aufgespürt haben wollte. Mit der Oma konnte ich mich leider nicht so richtig anfreunden und außerdem ist ihr selber ein Fehler unterlaufen. Schade, dies war nun ein Buch, das mich leider nicht begeistern konnte.
Fazit:
Natürlich ist es immer eine Ansichtssache und es gibt über ein Buch viele Beurteilungen. So kann es durchaus sein, dass viele Leser es toll finden, wenn die Oma laufend ihren Enkel anruft und ohne Erbarmen fordert, dass er sofort zu ihr kommen muss. Ich gebe jetzt keine Leseempfehlung, werde aber auch niemandem vom Lesen abhalten.
Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.
#MeineOmadieGanovenundich #NetGalleyDE

Rezension – Der Wald ruft

Autor: Moritz Matthies

Titel: Der Wald ruft

Genre: Roman, Humor

Version: eBook, Hörbuch und Taschenbuch

erschienen: 23. April 2021

Seiten: 336

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : dtv Verlagsgesellschaft 

Über die Autoren:

Moritz Matthies ist das Pseudonym eines Autoren-Duos. 
Hans Rath, Jahrgang 1965, studierte Philosophie, Germanistik und Psychologie in Bonn. Seine Romane sind regelmäßig auf den Bestsellerlisten, zwei wurden bereits verfilmt. 
Edgar Rai, 1967 geboren, studierte Musikwissenschaften und Anglistik in Marburg und Berlin. Er hat mehrere erfolgreiche Romane veröffentlicht. 
Beide Autoren leben in Berlin und haben gemeinsam die Bestsellerserie um die Erdmännchen Rufus und Ray geschrieben.

Kurzbeschreibung, übernommen:

Der neue Erdmännchen-Roman von Bestsellerautor Moritz Matthies 
So kann es gehen: Der Berliner Zoo braucht Geld, und Zoochef Windhoeck verhökert kurzerhand den Clan der beliebten Erdmännchen an ein Gartencenter im eiskalten Oslo. In letzter Sekunde gelingt dank Ray und Rufus die Flucht. Völlig erschöpft und mit nichts als dem felligen Leben landet der Clan nach langer Irrfahrt in einem lauschigen, Sicherheit verheißenden Wald. Doch die Idylle trügt, denn die Waldbewohner, allen voran Keiler Herrmann, sind alles andere als begeistert von den Neuen. Als ausgerechnet Rufus sich in eine Häsin verguckt, Ray einen Discoschuppen aufzieht und ein paar junge Erdmännchen mit halluzinogenen Früchten experimentieren, eskaliert der Konflikt …

Meine Meinung:
Die Erdmännchen Rufus und Ray sind wieder zurück. Allerdings diesmal nicht mit einem Krimi. Sie hätten auch gar keine Zeit gehabt, einen weiteren Fall zu lösen, denn nun müssen sie sich um ihren Clan kümmern. Sie sollen nach Oslo verkauft werden. Außer dem schlauen Rufus weiß keiner, wo das überhaupt ist und es entstehen die wildesten Gerüchte. Zur Sicherheit beschließen sie zu fliehen, am besten in einen Wald. Allerdings werden sie dort von einigen Tieren nicht mit offenen Armen aufgenommen und müssen das erleben, was vielen menschlichen Flüchtlingen auch passiert.
Die beiden Autoren haben es wunderbar verstanden, aktuelle Probleme aus Sicht der Erdmännchen zu schildern. Ich fühlte mich öfter an Persönlichkeiten der Vergangenheit erinnert, mal mit einem Lächeln und mal mit einem bösen Blick. Aber auch die Mitglieder des Clans machen es Rufus und Ray nicht leicht. Verrückte Ideen und Einsichten, die ohne nachzudenken geäußert werden, sorgen für Sprengstoff. Letztes spielt ebenfalls eine sehr wichtige Rolle. Aber ich werde hier nichts verraten.
Ich fühlte mich sehr gut unterhalten, ich hatte allerdings auch keinen Krimi erwartet und konnte somit nicht enttäuscht werden. Ich habe mich ganz einfach auf das Buch eingelassen, was gut war.
Fazit:
Humorvolles und nachdenkliches bietet die neue Geschichte, sowie freudige und unliebsame Erinnerungen. Mir hat es sehr gut gefallen und gerne gebe ich eine Leseempfehlung.
Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

#DerWaldruft #NetGalleyDE

Rezension – Tod in der Glaskugel

 

Autorin: Jessica Müller

Titel: Tod in der Glaskugel

Genre: Historisch, Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 29.März 2021

Seiten: 280

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Dryas Verlag

Über die Autorin:
Jessica Müller wurde 1976 in München geboren. Den Bachelor of Arts in den Fächern Germanistik und Geschichte erwarb sie 2016 an der Universität zu Köln. Sie ist die Autorin der Krimi-Reihe um Hauptkommissar Hirschberg und schickt nunmehr auch Charlotte von Winterberg und Inspektor Basil Stockworth im viktorianischen London auf Mörderjagd. Sie lebt in Bonn, wo sie auf Spaziergängen am Rhein immer wieder auf neue Ideen kommt.

Kurzbeschreibung, übernommen:
London, 1865. Madame Blanche, das bekannteste Medium Londons, wird erdrosselt auf dem Friedhof Highgate gefunden. Somit bleibt für Inspector Basil Stockworth und seine Frau Charlotte keine Zeit für Flitterwochen, die Ermittlungen drängen, da der Fall in der Gesellschaft Wellen schlägt. Doch wie sich herausstellt, hatte nicht nur das Medium selbst, sondern auch seine Kundschaft viel zu verbergen. Charlotte erhält unterdessen Besuch von ihrer Tante – die ein lang gehütetes Familiengeheimnis lüftet.

Meine Meinung:
Nachdem ich das Buch \“Tod hinter der Maske\“ gelesen hatte, wollte ich natürlich auch das zweite Buch lesen. Zumal es bei mir noch eine offene Frage zu einer Angelegenheit gab, die im ersten Buch für mich nicht beantwortet wurde. Vorab kann ich erwähnen, dass ich diesmal sehr viel dazu erfahren sollte. Allerdings spielte dies nicht die Hauptrolle. Es ging um den Mord von Madame Blanche, ein vermeintliches Medium. Sie machte sich nicht nur Freunde mit ihren Offenbarungen und Inspector Basil Stockworth und seine Frau Charlotte hatten reichlich zu tun. Wobei Basil und seine Mitarbeiter natürlich die Hauptarbeit machten und Charlotte ihnen Informationen zu kommen lassen konnte, die sie so nebenbei erfahren hat.
Die Autorin hat mich auch diesmal an das Buch gefesselt. Ich bin immer wieder begeistert, wenn ich spannende viktorianische Krimis lesen kann. Sie vermitteln mir gleichzeitig auch sehr viel über das Leben und Einstellungen zu der damaligen Zeit. Wobei die Einstellungen eine wichtige Rolle spielen sollten. Charlotte war ja mutig und ist vor einer arrangierten Heirat geflohen. Das fand nicht jeder gut und sorgt auch diesmal für Spannung nebenher. Außerdem durfte Charlotte in dieser Folge ihre Tante in London begrüßen, die endlich Geheimnisse lüftete. Welche das waren, verrate ich natürlich nicht.
Der Täter des Mediums konnte gefasst werden, mit diesem Täter hatte ich nicht gerechnet. Aber auch diesmal gab es eine Angelegenheit, die noch nicht zum Abschluss gekommen ist und mich neugierig auf das nächste Buch macht

Fazit:
Eine weitere gelungene Folge, in der Basil und Charlotte die Hauptrolle spielen. Die Geschichte ist abgeschlossen und es ist nicht erforderlich, das nächste Buch lesen zu müssen. Aber ich bin neugierig und will wissen, was noch passieren wird. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung. Wobei es mehr Lesevergnügen bereitet, wenn beide Bücher gelesen werden.

Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken

#TodinderGlaskugel #NetGalleyDE